leihmutter oder adoption?

Re: leihmutter oder adoption?

Postby Lisa_vogt on 16 Jun 2018, 21:54

Also bei uns ist es so. Wir haben 6 Jahre es versucht auf dem normal weg, Hormoncheck. bei mir alles ok. bei meinen Mann leider zu langsame Spermien. Wir sind dann in die Kinderwunsch Klinik und da kam nur eine ICSI für uns in Frage, uns war aber auch klar, dass es keine endlosen versuchen sein soll. Es war uns klar, dass es beim ersten mal nicht bleiben wird, da im Durchschnitt laut Dr. in der KWK man mit drei Versuche rechnen muss. Und somit haben wir uns das Limit gesetzt und haben gesagt ok, wenn es drei werden soll, dann machen wir auch alle drei aber dann ist Schluss.
Unser Wunsch ist sehr gross aber ich denke, man muss klar sagen, wie weit man gehen möchte und wie viel kannst du dir selbst zutrauen, da es eine enorme Belastung ist. Ich persönlich leide sehr unter diesen Psychischen Druck während der Behandlung und merke, dass es mir nicht so gut dabei geht aber man trotzdem für sein Glück kämpfen will.
Wir sind nun grade im dritten Versuch und wenn der wieder Negativ ist, werden wir klar Abschied nehmen vom KW und erst mal trauern, dass es nie so sein wird ein Baby zubekommen. Aber ich weiß, dass mein Mann und ich auch ohne ein Baby perfekte Beziehungen haben und wir auch diese schwere Zeit zusammen schaffen. Wichtig ist, dass man dann wieder nach vorne schaut
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Re: leihmutter oder adoption?

Postby majorka4 on 07 Jul 2018, 19:56

Einer Freundin von mir muss in jungen Jahren die Gebärmutter entfernt werden, die kann sich also auf den Kopf stellen, sie wird nie schwanger. Sie und ihr Mann haben 2 Jungs adoptiert und ich sehe da innerhalb der Familie keinen Unterschied zwischen ihrer Familie und meiner. In beiden werden die Kinder bzw. bei uns ja nur eines von Herzen geliebt. Ich könnte auch sehr gut ein fremdes Kind annehmen.
Natürlich wäre es schön wenn man mit seinem Kind auch verwandt wäre, aber es gibt auch so viele Patchworkfamilien, da funktioniert das doch auch ab und zu. Ich denke, es gibt einen Grund warum man in Deutschland keine Leihmutterschaft erlaubt und glaube nicht, dass das der richtige Weg für mich wäre. Aber für andere muss das dann ja noch lange nicht gelten. Gruß
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Re: leihmutter oder adoption?

Postby Siri on 09 Jul 2018, 23:09

Ich dachte mir schon, dass es bei deutschen Kindern ein bisschen länger mit Adoption dauern kann. Ein paar Jahre Wartezeit ist nicht so tragisch, wenn man am Ende ein Kind bekommt. Nur die Formalitäten und Termine und Ungewissheit können nervtötend sein. Und bei der Adoption im Ausland… ich denke mir jetzt, wenn wir schon so viele Flüchtlinge hier in Deutschland bekommen, wäre das nicht vernünftiger, ein Pflegekind zu nehmen? Wäre da nicht das ganze Prozedere für uns einfacher? Und vor allem schneller? Platz haben wir ja genug sogar für 2 Kinder. Das Haus ist groß und im Garten kann man sogar Fußball spielen. Eigentlich sind wir bereit schon heute mit der Elternschaft anzufangen. Geht leider nicht. Da hast du recht. Klar haben solche Kinder manches hinter sich, da muss man mit psychologischen Traumata rechnen und die Sprachbarriere, und die Mentalität… Aber das Elternsein ist doch keine Party. Bin vielleicht nicht bereit, schwanger zu werden, aber Mutter schon. Das weiß ich ganz bestimmt. Und mit der Leihmutterschaft kann ich wahrscheinlich bei manchen bestimmten Kliniken schriftlich anfragen, statt nur die Werbung im Internet anzuschauen (die 66jährige hat ihr Baby in der Ukraine bekommen. Vielleicht bei der Klinik anfangen?:) Alles gute!
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Re: leihmutter oder adoption?

Postby Engeline on 12 Jul 2018, 18:23

Unser Kinderwunsch jährt sich dieses Jahr zum 5. Mal. Habe mich nun neu angemeldet. Es gibt ein Thema wo ich nicht weiß, wie wir es handhaben sollen und habe ehrlicherweise Angst vor negativen Reaktionen. Wir sind im Anerkennungsverfahren bei unserem JA. Da gibt es übrigens auch keine Wartenummern, sondern es wird individuell nach den am besten passenden Eltern gesucht.
Nun hat uns die Dame beim JA gesagt, dass die Bemühungen für ein eigenes genetisches Kind unbedingt abgeschlossen sein sollen. Das haben wir natürlich bejaht und auch so im Bewerbungsschreiben angegeben. Aber das stimmt nicht – wir haben gelogen.
Wir haben schon etliche IVF hinter uns. Die Chancen stehen schlecht, dass es klappt – aber die Chancen sind genauso niedrig, wie bei unserem JA auf eine Adoption. Hätten wir eine reale Chance auf ein Kind durch Adoption, würde ich sofort alle Versuche einstellen. Die Gene sind mir egal. Aber so habe ich eine riesige Angst, dass wir nie eine Familie werden.
Mein Mann schlägt mir die dritte Möglichkeit vor: unser Glück im Ausland zu probieren, wo die Reproduktionsmediziner mehr als bei uns dem Wunschpaar vorschlagen können. Wir müssen uns nur nach einer passenden Klinik umschauen und danach fragen, welche Reproduktionsmethode bei uns in Frage kommt. In Osteuropa sind die Preise echt passabel. Ich weiß nicht. Werde für jeden Tipp dankbar!
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Re: leihmutter oder adoption?

Postby Pika4u on 15 Jul 2018, 23:22

Hallo,
also für ein Deutsches Kind kannst du gut und gerne mal einige Jahre Wartezeit in Kauf nehmen.
Du wirst mehr Information über Adoption wissen. Bei Pflegekind nicht. Allerdings muss man bedenken, Pflegekinder kommen oft aus schwierigen Verhältnissen sind leider dann eben sehr fordernd. Sie benötigen viel seelische Arbeit und das muss man aus 100%Überzeugung tun.
Du bist 38 Jahre alt, ich kenne so viele Frauen die ihr erstes Kind mit 40 bekommen aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel Karriere oder spät den passenden Partner gefunden. Letztendlich ist das eure Entscheidung welchen weg ihr geht. Aber eine Leihmutterschaft geht nur übers Ausland, ist in Deutschland leider verboten. Natürlich müsst ihr bei Adoption auch ein bestimmtes Einkommen nachweisen, das nicht zu knapp bemessen wird. Bei der Adoption im Ausland würde ich um einen Missbrauch vorzubeugen, den Kontakt über eine Agentur und Kontakt des Jugendamts machen und dass im Ausland mehr Geld kostet als man denkt. Man kann nicht einfach vorbeikommen und sagen „hallo hier bin ich und dann nimmst du das Kind mit“. Was ist wenn das Kind nicht zu dir will. Das kann auch passieren. In jedem Fall wünsche dir viel Erfolg bei jedem Weg
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Re: leihmutter oder adoption?

Postby Engeline on 22 Jul 2018, 18:55

Meiner Meinung nach sollen solche Frage mit der Familie oder Freunde besprochen werden. Es geht um eine große Verantwortung für Leben eines Kindes. Erstens sollen das Ehepaar bereit sein, die Eltern zu werden. Man soll verstehen, dass sein Leben ganz anders werden wird. Aber die Kinder bringen immer Glück. Ich glaube, dass jede Familie zur Verständigung kommt, dass die Kinder ihre Erben sind. Man will etwas nach sich lassen.
Aber kaum alle Leute haben die Möglichkeit die Kinder zu bekommen. Es kann wegen verschiedener Gründe passieren. In solchem Fall darf man andere Optionen benutzen- Die Leihmutterschaft und Adoption geben eine eigenartige Chance, die Eltern zu werden. Ich bin der Meinung, dass die Entscheidung bei den Eltern getroffen werden soll. Die Leihmutterschaft gibt die Möglichkeit das Kind seit seinen ersten Tagen zu erziehen. Für viele Menschen ist es besonders wichtig. Deshalb wenn ich die Chance hätte, würde ich diese Prozedur auswählen.
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Re: leihmutter oder adoption?

Postby sofi_e on 25 Jul 2018, 23:25

Es ist immer unmöglich solche Entscheidungen sofort zu treffen. Man soll sich Gedanken darüber machen. Es geht um die große Verantwortung, die mit dem Leben des Kindes verbunden sind. Zuerst, sollen die Ehepaare sicher sein, dass sie bereit sind, die Eltern zu werden. Es ist eine wirkliche Arbeit ein Kind zu erziehen. Ich glaube, dass in diesem Sinn ist die Leihmutterschaft besser. Die Eltern haben die Möglichkeit der Prozess der Schwangerschaft zu beobachten. Man wird genau wissen, ob ein Kind irgendwelche Krankheiten haben wird. Aber die Risiko der Krankheit ist sehr niedrig, denn die Leihmütter alle notwendige medizinische Untersuchungen machen. Ich glaube, dass die Chance ein Kind seit seinem ersten Tag zu erziehen, preiswert ist. Wenn ich die Chance hätte, würde ich die Dienstleistungen der Leihmutter benutzen.
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Re: leihmutter oder adoption?

Postby Andrea785 on 31 Jul 2018, 01:38

Eine nicht so leichte Frage. Aber das alles hängt ganz voll von der Meinung und Gefühle der Wunscheltern. Sie treffen eine Entscheidung. Beide diese Variante helfen den Kinderwunsch zu erfüllen. Und sehr viel hängt von den Eltern ab. Sie schaffen alle Bedingungen für ein Baby, damit es sich gut fühlt. Es gibt Familien, wo adoptierte Kinder wie leibliche Kinder sind. Das sind schöne und glückliche Familien. Und leider gibt es solche Familien, wo sich die leiblichen Kinder seltsam fühlen und bekommen keine Liebe und Sorge, die sie brauchen. Darum denke ich, dass die Eltern auch mit einem adoptierten Kind eine tolle Familie bilden können. Wie sagte Sylvia Bollhorn:""Möchtest du Kinder, weil du unbedingt Gene weitergeben willst. Oder möchtest du Kinder aus Liebe für einen kleinen Menschen, der seine eigene Persönlichkeit hat?" Das ist die Antwort für Wunscheltern.
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Re: leihmutter oder adoption?

Postby Pika4u on 13 Aug 2018, 17:08

Hallo,
also für ein Deutsches Kind kannst du gut und gerne mal einige Jahre Wartezeit in Kauf nehmen.
Du wirst mehr Information über Adoption wissen. Bei Pflegekind nicht. Allerdings muss man bedenken, Pflegekinder kommen oft aus schwierigen Verhältnissen sind leider dann eben sehr fordernd. Sie benötigen viel seelische Arbeit und das muss man aus 100%Überzeugung tun.
Du bist 38 Jahre alt, ich kenne so viele Frauen die ihr erstes Kind mit 40 bekommen aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel Karriere oder spät den passenden Partner gefunden. Letztendlich ist das eure Entscheidung welchen weg ihr geht. Aber eine Leihmutterschaft geht nur übers Ausland, ist in Deutschland leider verboten. Natürlich müsst ihr bei Adoption auch ein bestimmtes Einkommen nachweisen, das nicht zu knapp bemessen wird. Bei der Adoption im Ausland würde ich um einen Missbrauch vorzubeugen, den Kontakt über eine Agentur und Kontakt des Jugendamts machen und dass im Ausland mehr Geld kostet als man denkt.
Man kann nicht einfach vorbeikommen und sagen „hallo hier bin ich und dann nimmst du das Kind mit“. Was ist wenn das Kind nicht zu dir will. Das kann auch passieren.
in jedem Fall wünsche dir viel Erfolg bei jedem Weg
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Re: leihmutter oder adoption?

Postby Engeline on 26 Aug 2018, 01:33

Die Leihmutterschaft ist unter den deutschen unfruchtbaren Paaren häufiger geworden. So hat sich die Anzahl der Familien, die sich an die Leistungen von Leihmüttern in der Ukraine gewendet haben, im Vergleich mit dem vorigen Jahr verdoppelt. In Deutschland gilt Embryonenschutz, demgemäß ist es verboten, den genetisch fremden Embryo zu übertragen und gespendete Eizellen zu benutzen. Das Gesetz erlaubt auch keine Forschungen von den menschlichen Embryonen und beschränkt wesentlich die Fälle deren Kryokonservierung. Leihmutterschaft ist ebenso streng verboten. Viele deutsche Paare, die mit der Unfruchtbarkeit konfrontiert sind, fahren nach der Hauptstadt der Ukraine, Kiew. Die Ursachen sind einfach und begreiflich. Erstens, erlaubt die ukrainische Gesetzgebung alle Verfahren betreffs der Sterilitätsbehandlung durchzuführen. Zweitens, geht es um den Preis. In der Ukraine sind Dienstleistungen im Bereich der Hilfsfortpflanzungstechnologien qualitativ gleichwertig den europäischen Kliniken und preislich konkurrenzfähig. Die Behandlung in der ukrainischen Klinik BioTexCom kostet den Ausländern zwei- oder dreimal billiger als in den USA oder in Europa. Diese Klinik ist führend im Gebiet der Reproduktionsmedizin in der Ukraine.
Deutsche Paare bevorzugen eine Leihmutterschaft vor der Adoption, da sie in dem ersten Fall das genetisch leibliche Kind (oder mithilfe von dem Biomaterial einer von den Ehegatten) bekommen.
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