Was eben?

Re: Was eben?

Postby Maria Waldfogel on 16 Sep 2016, 19:14

Ich denke selbst, ein Mensch braucht seine Wurzeln, einen Ursprung- man denke an all die Kinder die oft ihr ganzes Leben darunter leiden, weil sie nicht wissen, wer ihr Vater oder gar ihre Mutter ist, suchen in der ganzen Welt danach, weil sie endlich wissen wollen, woher sie kommen. Ich stelle es mir furchtbar vor, wenn die Jungs in diesem Fall herausfinden wie sie entstanden sind. Was würdet ihr denken- wer ist mehr eure Mutter: die in dessen Bauch ihr herangewachsen seid, euch zum Menschen entwickelt habt oder die aus dessen Ei ihr entsprungen seid? Ich finde dieses Verhalten höchst unfair den Kindern gegenüber- jeder soll seinen Träumen folgen und versuchen sie auch zu erreichen aber es gibt gewisse Grenzen. Ein Kind ist doch mehr als eine Etappe in einem Lebensplan den man abarbeitet.
Ich halte so eine Entwicklung für ungesund. Man sollte der Natur nicht zu viel reinpfuschen- früher oder später rächt sie sich und dann ist das Geschrei groß.
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Re: Was eben?

Postby naDin on 16 Sep 2016, 19:21

Du musst selbst solche Fragen entscheiden…Letztendlich ist die Mehrheit der Menschen fruchtbar, sie sind in der Lage, auf natürlichem Wege eigene Kinder in die Welt zu setzen. Niemand, der es auf natürlichem Wege kann, wird Leihmütter etc. bemühen. Das bedeutet, dass es immer eine verhältnismäßig kleine Anzahl von Menschen ist und sein wird, die Leihmutterschaft etc. überhaupt nutzen wird. Es ist also eigentlich ein marginales Problem.
Aus meiner Sicht müsste mann dann alles ablehnen, was die natürliche Auslese verhindert. Das ist von Impfungen, über Antibiotika bis dahin, dass heute extrem kleine und viel zu junge Frühgeborene mit High-Tech-Medizin hochgepäppelt werden.
Die Liste der medizinischen Möglichkeiten, in die Natur einzugreifen, ist schier unendlich lang und wird immer länger. Wir alle nutzen das ständig, ohne groß darüber nachzudenken. Ein Großteil von uns hier wäre ohne die unnatürlichen Eingriffe der Medizin wahrscheinlich schon längst tot! Und das ist viel eher ein Massenphänomen als die paar Leihmutterschaften.
Die Forschung, insbesondere die Medizin, wird immer das machen, was möglich ist. Man wird einzelne Möglichkeiten jeweils nur eine zeitlang zurückhalten können - irgendwann werden sie aber immer unaufhaltbar in ihrer Verbreitung.
Ich halte da Leihmutterschaft nicht für das Bedenklichste. Dabei werden gesunde Kinder geboren, die sehr gewünscht sind und um die sich sehr liebevoll gekümmert wird.
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Re: Was eben?

Postby Nala on 16 Sep 2016, 19:25

Ich weiß nicht, wie es in anderen Ländern ist, aber in der Ukraine ist mit der Leihmutterschaft alles rechtlich geregelt. Die Leihmutter gilt als juristische Mutter des Kindes, da sie es austrägt und zur Welt bringt. Ist sie verheiratet, ist ihr Ehemann der juristische Vater des Kindes. Nach der Geburt muss die Leihmutter, im gegebenen Fall gemeinsam mit ihrem Ehemann, das Kind zur Adoption freigeben. Die Wunscheltern müssen es adoptieren – selbst wenn Samen und Eizelle von ihnen stammen, sie also die genetischen Eltern des Kindes sind.In manchen Fällen werden schriftliche oder mündliche Vereinbarungen zwischen Leihmutter und Wunscheltern nicht eingehalten, sei es, weil die Leihmutter das Kind doch behalten will oder weil die Wunscheltern das Kind doch nicht annehmen wollen. Es ist kaum möglich, dagegen vorzugehen, da in den meisten Ländern solche Vereinbarungen lediglich Absichtserklärungen darstellen und rechtlich nicht bindend sind.
Es kann natürlich auch Schwierigkeiten bei der Anerkennung der Kinder als deutsche Staatsbürger geben, da sie nach einer in Deutschland unter Strafe stehenden Behandlung gezeugt und geboren wurden. Zu Bedenken ist außerdem, dass in manchen Ländern die Wunscheltern keinerlei Informationen über die Leihmutter erhalten und sie anonym bleibt (in der Ukraine aber kann man sicher damit sein). In anderen Fällen können sie vor und während der Schwangerschaft, zum Teil auch danach, regelmäßig mit der Leihmutter Kontakt aufnehmen.
Wird das Kind nicht mit Samen und Eizelle der Wunscheltern gezeugt, sondern mithilfe einer Samen- oder Eizellspende, ist es wichtig, das Recht auf Kenntnis seiner genetischen Abstammung zu wahren.
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Re: Was eben?

Postby omega on 16 Sep 2016, 19:30

Für Adoption seid ihr schon zu alt. Und Leihmutterschaft ist wegen ethischen Gründen verboten. Es ist möglich, dass zwischen der Leihmutter und dem Kind während der Schwangerschaft eine enge Bindung entsteht und die Leihmutter es deshalb nach der Geburt behalten will. Es ist ebenso möglich, dass die Leihmutter der Schwangerschaft und dem Kind gleichgültig gegenübersteht und in der Folge ihre Lebensführung den Bedürfnissen des ungeborenen Kindes nicht anpasst. Dies kann die Gesundheit des Kindes gefährden. Die Identitätsfindung des von einer Leihmutter ausgetragenen Kindes wird möglicherweise erheblich erschwert, weil es gegebenenfalls mit zwei verschiedenen Frauen leiblich verbunden ist. Es widerspricht unter Umständen dem Kindeswohl, wenn die Beziehung zwischen der Leihmutter und dem Kind unberücksichtigt bleibt. Also du musst selbst entscheiden.. aber leihmutterschaft ist für euch eine optimale Variante
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Re: Was eben?

Postby Pika4u on 16 Sep 2016, 19:34

Als es gesagt wurde ist die Auswahl sehr schwierig. Es gibt verschiedene Familie und Leute, die ein fremdes Kind nicht akzeptieren können. Deshalb wollen sie die Dienstleistungen der Leihmutter benutzen. In vielen Fällen hat ein adoptiertes Kind verschiedene versteckte Krankheiten, die es von den biologischen Eltern bekommen hat. Die Krankheiten können sehr unterschiedlich sein. Für einige Familien wird es schwer solches Kind zu erziehen. Ich glaube, dass die Gesundheit das wichtigste ist. Nach Angaben der Klinik wird die Gesundheit der Leihmutter unter der Aufsicht steht. Die Leihmütter sollen viele medizinische Forschungen machen. Deshalb ist es eine kleine Garantie, dass ein zukünftiges Kind ohne genetische Krankheiten zur Welt gebracht wird. In diesem Sinn ist die Benutzung dieser Option eine Versicherung für zukünftige Eltern.
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Re: Was eben?

Postby Ruth on 16 Sep 2016, 19:40

Die Wahl der Leihmutter ist eine große Herausforderung, schließlich vertrauen die werdenden Eltern ihr das Leben ihres ungeborenen Kindes an. Selbstverständlich erwarten sie daher von der Leihmutter, dass diese sich in der Schwangerschaft verantwortungsbewusst zeigt, auf bestimmte Lebens- und Genussmittel verzichtet und sich auch körperlich schont. Wenn Du eine Leihmutter suchst, ist es daher auf jeden Fall sinnvoll, Dich an eine renommierte reproduktionsmedizinische Klinik im europäischen Ausland zu wenden. Viele dieser Kliniken pflegen Datenbanken mit potentiellen Leihmüttern, die sorgfältig ausgewählt werden. So überprüfen die Ärzte den Gesundheitszustand der in Frage kommenden Frauen und oft gibt es zudem die Voraussetzung, dass eine Leihmutter bereits mindestens ein gesundes Kind zur Welt gebracht hat. Meist haben die Paare, die sich ein Kind wünschen, auch die Möglichkeit, über das Alter, die physischen Eigenschaften, die Ausbildung und die Religion ihrer Leihmutter zu bestimmen. Der Vorteil an einer Reproduktionsklinik ist, dass die Paare hier von Anfang an begleitet werden und es immer einen neutralen Ansprechpartner gibt, sollte es zu Unstimmigkeiten zwischen den Wunscheltern und der Leihmutter kommen. Selbstverständlich wird die Leihmutter vor, während und nach der Schwangerschaft psychologisch und medizinisch betreut und beraten. Schließlich ist die Schwangerschaft für die Leihmutter nicht nur eine körperliche, sondern auch eine seelische Herausforderung. Nicht selten entwickelt sie Gefühle zu dem Kind in ihrem Bauch.
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Re: Was eben?

Postby Siri on 16 Sep 2016, 19:44

Hallo! Ich plane selbst in den USA eine Leihmutter zu nehmen (natürlich über eine Agentur) und dann noch in den USA dieses Kind zu adoptieren, damit ich keine Schwierigkeiten bei der Anmeldung in Deutschland bekomme. Wäre ich verheiratet oder hätte ich zumindest einen Partner wäre die Anmeldung in Deutschland überhaupt kein Problem, aber so muss nicht es zu Nachfragen kommen. Wenn ein Ehepaar eine LM in den USA nimmt, lässt sich der Vater zur LM auf die Geburtsurkunde setzen. Nach 3 Monaten fliegt die LM nach Deutschland und tritt ihr Sorgerecht ab und nach weiteren 3 Monaten kommt sie erneut und stimmt der Adoption durch die neue Mutter zu. Alles legal, aber wenn man halt keinen Partner hat, der die Vaterschaft anerkennt geht es halt nur über eine Adoption dort. Mich hätte interessiert, ob das dann nur eine "Formsache" ist oder genauso viel kostet wie wenn ich regulär übers Ausland ein Kind adoptiere. Ich weiss, dass die USA zum Hager Abkommen gehört und das ist auch gut so.
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Re: Was eben?

Postby sofi_e on 16 Sep 2016, 19:48

Es kommt darauf an, woran es scheitert...bei mir ist altersbedingt und durch genetische Veranlagung die Qualität der EZ sehr schlecht, deshalb haben wir jetzt eine Eizellspende im Ausland gemacht, es kam zum Transfer von 4 EZ, mehr weiss ich in 2 Wochen…Wenn es nichts wird, machen wir noch einen Versuch, es wäre dann der 5. Transfer bei 12 Versuchen, irre, gell und werden es danach mit einer Auslandsadoption versuchen. Leihmutterschaft, ich denke, soweit würde ich nicht gehen...aber ich habe darüber ehrlich gesagt noch nicht weiter nachgedacht...aber der Gedanke, dass eine Frau 9 Monate lang das Kind meines Mannes austrägt, nein, den finde ich nicht so klasse. Aber wenn es für euch eine Option ist, dann würde ich es an deiner Stelle machen))
Alles Liebe
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Re: Was eben?

Postby tilda on 16 Sep 2016, 19:51

Ich würde eher dazu tendieren, eine Adoption einzugehen aber ich bin ja auch adoptiert... Ich finde es gut, wenn Menschen sich aufopfern um anderen zu helfen, die es bei ihren leiblichen Eltern womöglich schlechter gehabt hätten oder schon hatten.
Leihmutterschaften finde ich merkwürdig und ich könnte mir nicht vorstellen, mein Kind abzugeben. Zur Adoption möchte ich noch Folgendes hinzufügen: wir haben in der Klasse mal darüber diskutiert, was wir davon halten, wenn homosexuelle Paare Kinder adoptieren und dabei gingen die Meinungen in unserer Klasse weitauseinander. Einge waren absolut dagegen, da sie der Meinung waren, dass die kinder evt. deswegen von Mitschülern gehänselt werden könnten und somit einen noch größern seelichen Schaden davon tragen, als wenn sie im Heim usw. aufgewachsen wären. Natürlich gab es auch die gegenteilige Meinung: Eltern sind besser als gar keine Eltern
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Re: Was eben?

Postby trixis on 16 Sep 2016, 19:55

Vorteile der Adoption: Zum einen können sich Eltern die keine eigenen Kinder bekommen können, somit ihren Wunsch doch noch erfüllen.Und zum anderen ist dies sehr hilfreich Kindern zu helfen, die sonst im Heim, 3. Weltländern ..usw. aufgewachsen wären, zu helfen.
Vorteile der Leihmuttershcaft: wie auch bei der Adoption können sich Eltern die keine eigenen Kinder bekommen können, somit ihren Wunsch doch noch erfüllen. Nachteile: die Leihmutter könnte eine so enge Bindung zum dem Kind verspühren, dass sie es nicht mehr hergeben möchte.
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