Was eben?

Re: Was eben?

Postby omega on 12 May 2018, 23:42

Also was Kinder angeht, natürlich sind wir bereit das zu nehmen, was kommt. Sogar 2 Kinder – Zwillinge, Geschwister. Ich dachte mir, wenn das Kind hier alleine ankommt, wird es sich bestimmt schrecklich einsam am Anfang fühlen. Zu zweit wird der Schock, nehme ich an, nicht so schwer zu bewältigen. So siehe ich das und dies ist der Weg, der mir besser gefällt.
Meinem Mann wäre es liebe, den anderen, den der Leihmutterschaft zu gehen. Gestern Nacht haben wir ein Dutzend Reproduktionszentren gesehen, bei denen das Angebot mehr oder weniger vernünftig ausseiht, ausgesucht, und heute kann ich mich mit dem Verschicken der Anfragen beschäftigen: Wir starten im Osten mit der Ukraine, wo die Preise am niedrigsten sind, und gehen gen Westen nach England, wo der teuerste Service in Europa angeboten wird. Die Auswahl ist riesig groß!
Und was die Schwangerschaft angeht muss ich sagen, dass mein Mann mit seiner Azoospermie der absolut richtige für mich ist. Besser könnten wir einander in diesem Sinne nicht passen. Deswegen habe ich an ein Gespräch mit Hebamme nie gedacht. So ist es…Alles Gute!
omega
 
Posts: 406
Joined: 14 Mar 2016, 16:19

Re: Was eben?

Postby majorka4 on 24 May 2018, 01:50

Du musst selbst solche Fragen entscheiden…Letztendlich ist die Mehrheit der Menschen fruchtbar, sie sind in der Lage, auf natürlichem Wege eigene Kinder in die Welt zu setzen. Niemand, der es auf natürlichem Wege kann, wird Leihmütter etc. bemühen. Das bedeutet, dass es immer eine verhältnismäßig kleine Anzahl von Menschen ist und sein wird, die Leihmutterschaft etc. überhaupt nutzen wird. Es ist also eigentlich ein marginales Problem.
Aus meiner Sicht müsste mann dann alles ablehnen, was die natürliche Auslese verhindert. Das ist von Impfungen, über Antibiotika bis dahin, dass heute extrem kleine und viel zu junge Frühgeborene mit High-Tech-Medizin hochgepäppelt werden.
Die Liste der medizinischen Möglichkeiten, in die Natur einzugreifen, ist schier unendlich lang und wird immer länger. Wir alle nutzen das ständig, ohne groß darüber nachzudenken. Ein Großteil von uns hier wäre ohne die unnatürlichen Eingriffe der Medizin wahrscheinlich schon längst tot! Und das ist viel eher ein Massenphänomen als die paar Leihmutterschaften.
Die Forschung, insbesondere die Medizin, wird immer das machen, was möglich ist. Man wird einzelne Möglichkeiten jeweils nur eine Zeitlang zurückhalten können - irgendwann werden sie aber immer unaufhaltbar in ihrer Verbreitung.
Ich halte da Leihmutterschaft nicht für das Bedenklichste. Dabei werden gesunde Kinder geboren, die sehr gewünscht sind und um die sich sehr liebevoll gekümmert wird.
majorka4
 
Posts: 634
Joined: 04 Jan 2016, 16:10

Re: Was eben?

Postby tilda on 25 May 2018, 01:32

Wenn du in Deutschland ein Kind adoptieren möchtest, musst mindestens 25 Jahre alt sein. Eine Obergrenze für die Adoption kennt das Gesetz nicht, dennoch sinken die Chancen ein Kind zu adoptieren mit steigendem Alter. Die Altersdifferenz zwischen Adoptivkind und Eltern sollte nicht mehr als 40 Jahre betragen.
Ein paar Jahre in Kauf zu nehmen bis wir am Ziel sind, sind wir beide bereit: Hab so viele Berichte von verschiedenen Paaren gefunden, dass ich mich in den Infos, im Internet und sogar in der Zeit schon zu verlieren glaube. Also die Wartezeit ist für viele das deprimirendste von der ganzen Sache, das, was einen fertig macht. Deswegen hatte ich die Idee mit Flüchtlingskindern. Ob das vielleicht schneller und nichts so kompliziert wäre…
Und die Schwangerschaft… ich habe keine Angst dick zu werden (bin kein Modell), sondern Angst vor der Schwangerschaft. Genau vor dem, was sich so viele wünschen: wie es im Körper etwas wächst und ihn verändert. Ein Alptraum für mich. Ein Horror. Das ist mein persönliches Problem. Meinem Mann ist das letztendlich egal, wie alle meine Ängste. Schließlich hat jeder was.
tilda
 
Posts: 586
Joined: 25 Feb 2016, 21:18

Re: Was eben?

Postby Nala on 07 Jun 2018, 19:33

Du wirst genauestens durchleuchtet bei Adoption. Denkst du an Pflegekind nicht? Allerdings muss man bedenken, Pflegekinder kommen oft aus schwierigen Verhältnissen, sind leider dann eben sehr fordernd. Sie benötigen viel seelische Arbeit und das muss man aus 100% Überzeugung tun. Ich kenn so viele die ihr erstes Kind mit 40 bekommen aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel Karriere oder eben spät der passend Partner gefunden. Ich bin mir sicher ein Bauch steht dir gut und da Gefühl das Baby in dir wachsen zu spüren und Bande zu knüpfen würde dir nicht schwer fallen. Letztendlich ist das eure Entscheidung, welchen Weg ihr geht.
Aber eine Leihmutterschaft geht nur übers Ausland, ist in Deutschland verboten. Natürlich müsst ihr bei Adoption auch ein bestimmtes Einkommen nachweisen, das nicht zu knapp bemessen wird.
Bei einer Adoption im Ausland würde ich um einen Missbrauch vorzubeugen, den Kontakt über eine Agentur und Kontakt des Jugendamts machen und das im Ausland kostet mehr Geld als man denkt. Mehrere Besuche des Kinds mit dem Flieger und Hotel etc. Man kann nicht einfach vorbeikommen und sagen hallo. Hier bin ich und dann nimmst du das Kind mit.
Was ist wenn das Kind nicht zu dir will. Das gibt’s auch und kann passieren.
Nala
 
Posts: 410
Joined: 21 Jul 2016, 23:43

Re: Was eben?

Postby majorka4 on 10 Jun 2018, 01:31

Ich weiß nicht, wie es in anderen Ländern ist, aber in der Ukraine ist mit der Leihmutterschaft alles rechtlich geregelt. Die Leihmutter gilt als juristische Mutter des Kindes, da sie es austrägt und zur Welt bringt. Ist sie verheiratet, ist ihr Ehemann der juristische Vater des Kindes. Nach der Geburt muss die Leihmutter das Kind zur Adoption freigeben. Die Wunscheltern müssen es adoptieren – selbst wenn Samen und Eizelle von ihnen stammen, sie also die genetischen Eltern des Kindes sind. In manchen Fällen werden schriftliche oder mündliche Vereinbarungen zwischen Leihmutter und Wunscheltern nicht eingehalten, sei es, weil die Leihmutter das Kind doch behalten will oder weil die Wunscheltern das Kind doch nicht annehmen wollen. Es ist kaum möglich, dagegen vorzugehen, da in den meisten Ländern solche Vereinbarungen lediglich Absichtserklärungen darstellen und rechtlich nicht bindend sind.
Es kann natürlich auch Schwierigkeiten bei der Anerkennung der Kinder als deutsche Staatsbürger geben, da sie nach einer in Deutschland unter Strafe stehenden Behandlung gezeugt und geboren wurden. Zu Bedenken ist außerdem, dass in manchen Ländern die Wunscheltern keinerlei Informationen über die Leihmutter erhalten und sie anonym bleibt (in der Ukraine aber kann man sicher damit sein). In anderen Fällen können sie vor und während der Schwangerschaft, zum Teil auch danach, regelmäßig mit der Leihmutter Kontakt aufnehmen.
Wird das Kind nicht mit Samen und Eizelle der Wunscheltern gezeugt, sondern mithilfe einer Samen- oder Eizellspende, ist es wichtig, das Recht auf Kenntnis seiner genetischen Abstammung zu wahren.
majorka4
 
Posts: 634
Joined: 04 Jan 2016, 16:10

Re: Was eben?

Postby Engeline on 22 Jun 2018, 02:17

Hallo,
wenn das so einfach ist, ist das nicht eine Verdienstmöglichkeit für Euch wäre? Und ja, in den USA, Ukraine und England ist vieles möglich. Und die auf Bestellung gezeugten Kinder haben in den USA die Möglichkeit, ihren Samenspender kennenzulernen, und irgendwie fühlt der sich auch als Vater, und da kommt dann doch wieder die Herkunftsfamilie ins Spiel - nur geht's dann wirklich kreuz und quer und kunterbunt durcheinander. Und das Ganze nur, weil man eine Adoption umschiffen will.
Im Grunde ist Leihmutterschaft fast mit Ehebruch gleichzusetzen. Der Mensch maßt sich an, sich egal wie, fortzupflanzen, koste es, was es wolle (was rauskommt und wie man damit umgeht ist haarsträubend und abartig!). Wenn eine Adoption korrekt abläuft (und davon gehe ich jetzt mal aus), ist dagegen nichts einzuwenden, sogar die alten Römer haben schon adoptiert - ich glaube nicht, dass Adoption jemals ausstirbt, so lange wie es Menschen gibt, auf jeden Fall nicht. Und das ist auch gut so. Immer noch besser, als sich den Samen aus der Samenbank auszusuchen, das Kind per Leihmutter zu zeugen, zig IVFs über sich ergehen zu lassen, oder was es sonst noch so gibt.
Engeline
 
Posts: 815
Joined: 04 Jan 2016, 16:07

Re: Was eben?

Postby yourAngel on 07 Jul 2018, 20:05

Denkst du an Pflegekind nicht? Allerdings muss man bedenken, Pflegekinder kommen oft aus schwierigen Verhältnissen, sind leider dann eben sehr fordernd. Sie benötigen viel seelische Arbeit und das muss man aus 100% Überzeugung tun. Ich kenn so viele die ihr erstes Kind mit 40 bekommen aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel Karriere oder eben spät der passend Partner gefunden. Ich bin mir sicher ein Bauch steht dir gut und da Gefühl das Baby in dir wachsen zu spüren und Bande zu knüpfen würde dir nicht schwer fallen. Letztendlich ist das eure Entscheidung, welchen Weg ihr geht.
Aber eine Leihmutterschaft geht nur übers Ausland, ist in Deutschland verboten. Natürlich müsst ihr bei Adoption auch ein bestimmtes Einkommen nachweisen, das nicht zu knapp bemessen wird.
Bei einer Adoption im Ausland würde ich um einen Missbrauch vorzubeugen, den Kontakt über eine Agentur und Kontakt des Jugendamts machen und das im Ausland kostet mehr Geld als man denkt. Mehrere Besuche des Kinds mit dem Flieger und Hotel etc. Man kann nicht einfach vorbeikommen und sagen hallo. Hier bin ich und dann nimmst du das Kind mit.
Was ist wenn das Kind nicht zu dir will. Das gibts auch und kann passieren.
yourAngel
 
Posts: 722
Joined: 04 Jan 2016, 16:14

Re: Was eben?

Postby paprik_a on 09 Aug 2018, 23:20

Hallo,
wenn das so einfach ist, ist das nicht eine Verdienstmöglichkeit für Euch wäre? Und ja, in den USA, Ukraine und England ist vieles möglich. Und die auf Bestellung gezeugten Kinder haben in den USA die Möglichkeit, ihren Samenspender kennenzulernen, und irgendwie fühlt der sich auch als Vater, und da kommt dann doch wieder die Herkunftsfamilie ins Spiel - nur geht's dann wirklich kreuz und quer und kunterbunt durcheinander. Und das Ganze nur, weil man eine Adoption umschiffen will.
Im Grunde ist Leihmutterschaft fast mit Ehebruch gleichzusetzen. Der Mensch maßt sich an, sich egal wie, fortzupflanzen, koste es, was es wolle (was rauskommt und wie man damit umgeht ist haarsträubend und abartig!). Wenn eine Adoption korrekt abläuft (und davon gehe ich jetzt mal aus), ist dagegen nichts einzuwenden, sogar die alten Römer haben schon adoptiert - ich glaube nicht, dass Adoption jemals ausstirbt, so lange wie es Menschen gibt, auf jeden Fall nicht. Und das ist auch gut so. Immer noch besser, als sich den Samen aus der Samenbank auszusuchen, das Kind per Leihmutter zu zeugen, zig IVFs über sich ergehen zu lassen, oder was es sonst noch so gibt.
paprik_a
 
Posts: 499
Joined: 20 Jan 2016, 11:14

Re: Was eben?

Postby Lisa_vogt on 18 Sep 2018, 23:41

Du musst selbst solche Fragen entscheiden…Letztendlich ist die Mehrheit der Menschen fruchtbar, sie sind in der Lage, auf natürlichem Wege eigene Kinder in die Welt zu setzen. Niemand, der es auf natürlichem Wege kann, wird Leihmütter etc. bemühen. Das bedeutet, dass es immer eine verhältnismäßig kleine Anzahl von Menschen ist und sein wird, die Leihmutterschaft etc. überhaupt nutzen wird. Es ist also eigentlich ein marginales Problem.
Aus meiner Sicht müsste mann dann alles ablehnen, was die natürliche Auslese verhindert. Das ist von Impfungen, über Antibiotika bis dahin, dass heute extrem kleine und viel zu junge Frühgeborene mit High-Tech-Medizin hochgepäppelt werden.
Die Liste der medizinischen Möglichkeiten, in die Natur einzugreifen, ist schier unendlich lang und wird immer länger. Wir alle nutzen das ständig, ohne groß darüber nachzudenken. Ein Großteil von uns hier wäre ohne die unnatürlichen Eingriffe der Medizin wahrscheinlich schon längst tot! Und das ist viel eher ein Massenphänomen als die paar Leihmutterschaften.
Die Forschung, insbesondere die Medizin, wird immer das machen, was möglich ist. Man wird einzelne Möglichkeiten jeweils nur eine zeitlang zurückhalten können - irgendwann werden sie aber immer unaufhaltbar in ihrer Verbreitung.
Ich halte da Leihmutterschaft nicht für das Bedenklichste. Dabei werden gesunde Kinder geboren, die sehr gewünscht sind und um die sich sehr liebevoll gekümmert wird.
Lisa_vogt
 
Posts: 556
Joined: 18 Jan 2016, 16:53

Re: Was eben?

Postby Pika4u on 20 Sep 2018, 21:39

Du musst selbst solche Fragen entscheiden…Letztendlich ist die Mehrheit der Menschen fruchtbar, sie sind in der Lage, auf natürlichem Wege eigene Kinder in die Welt zu setzen. Niemand, der es auf natürlichem Wege kann, wird Leihmütter etc. bemühen. Das bedeutet, dass es immer eine verhältnismäßig kleine Anzahl von Menschen ist und sein wird, die Leihmutterschaft etc. überhaupt nutzen wird. Es ist also eigentlich ein marginales Problem.
Aus meiner Sicht müsste mann dann alles ablehnen, was die natürliche Auslese verhindert. Das ist von Impfungen, über Antibiotika bis dahin, dass heute extrem kleine und viel zu junge Frühgeborene mit High-Tech-Medizin hochgepäppelt werden.
Die Liste der medizinischen Möglichkeiten, in die Natur einzugreifen, ist schier unendlich lang und wird immer länger. Wir alle nutzen das ständig, ohne groß darüber nachzudenken. Ein Großteil von uns hier wäre ohne die unnatürlichen Eingriffe der Medizin wahrscheinlich schon längst tot! Und das ist viel eher ein Massenphänomen als die paar Leihmutterschaften.
Die Forschung, insbesondere die Medizin, wird immer das machen, was möglich ist. Man wird einzelne Möglichkeiten jeweils nur eine zeitlang zurückhalten können - irgendwann werden sie aber immer unaufhaltbar in ihrer Verbreitung.
Ich halte da Leihmutterschaft nicht für das Bedenklichste. Dabei werden gesunde Kinder geboren, die sehr gewünscht sind und um die sich sehr liebevoll gekümmert wird.
Pika4u
 
Posts: 645
Joined: 04 Jan 2016, 16:13

PreviousNext

Return to Leihmutterschaft