Gebärmutterentfernung

Re: Gebärmutterentfernung

Postby Engeline on 06 Aug 2018, 01:06

Ich kann dich gut verstehen, mir geht es auch so(( Seit einigen Jahren hatte ich mehrere Myome in der Gebärmutter, von denen ich hoffte, sie durch verschiedenste Körpertherapien zum Verschwinden bringen zu können. Die Myome sind aber nicht verschwunden und dass es so viele sind, weiß ich erst seit kurzem. Also ich habe entschlossen, meine Gebärmutter zu entfernen weil ich keine Kraft mehr hatte, diese Schmerzen und Blutungen zu ertragen. Da war ich 25. Jetzt bin ich fast 44 und habe keine Kinder. Weiß nicht warum, ich habe den Richtigen nicht gefunden. Ich weiß, dass ich jeden Mann mit meinem Kinderwunsch unter Druck gesetzt habe. Ich weiß auch, dass ein Partner, der zu mir passt, zunächst viel wichtiger wäre, als ein Kind, aber in den letzten Jahren lief meine Uhr einfach immer schneller ab und es kam wohl eine Art von Panik auf.
Die Hysterektomie beendet also körperlich den Wunsch. Doch wie kann ich mich von meinem Kinderwunsch auch psychisch verabschieden, denn ich habe das Gefühl, dass, wenn ich es nicht tue, mein Körper weiter Krankheit erzeugen wird, auch nach der Hysterektomie? Eine Psychotherapie möchte ich nicht machen, da ich nach den vielen Jahren der alternativen Körpertherapien machte, wo ich vieles aus der Kindheit aufgearbeitet habe, merke, dass ich einfach keine Lust und Kraft mehr habe, meine Kindheit weiter zu bearbeiten, sondern endlich damit abschließen möchte.
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby yourAngel on 09 Aug 2018, 21:45

Nach meinen Erfahrungen mit meinen eigenen Schwangerschaften würde ich sagen, egal wo die austragende Frau wohnt, ich finde es schon eine sehr grenzwertige Sache. Ich denke eine Leihmutterschaft ist immer für die Leihmutter nur eine Notlösung, d.h. der Geldmangel muss schon eklatant sein damit man sich darauf einlässt sein Leben für 9 Monate dermaßen aus der Hand zu geben für etwas Geld. Als Frau setzt man mit einer Schwangerschaft immer in einem gewissen Maß sein Leben aufs Spiel. In den Monaten der Schwangerschaft wird man von Hormonen durchgeschüttelt, der Körper wird in eine Extremsituation gebracht, die bei den meisten mit mehr oder weniger Schmerzen verbunden ist ganz zu schweigen von der Geburt.
Natürlich ist eine Schwangerschaft bei einem eigenen gewollten Kind noch viel mehr, aber die Vorfreude, die Freude über die ersten Bewegungen, die Namenssuche, die Vorbereitungen auf das Baby fallen bei der Leihmutterschaft weg. Und was bleibt ist eben eine extreme körperliche Belastung die man für das Glück fremder Leute gegen Geld auf sich nimmt.
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby paprik_a on 13 Aug 2018, 21:46

Es tut mir sehr leid( Ich habe keine persönlichen Erfahrungen, aber eine gute Freundin von mir hatte solche Operation nach der Gestose und ich kann deine Gefühle verstehen.
Es ist überhaupt nicht saublöd und du musst sich keineswegs doof vorkommen! Bestimmt hast du bereits einen Nachsorgetermin? Neben den körperlichen Beschwerden muss dort auch dem seelischen Wohlbefinden, Aufmerksamkeit geschenkt werden. Es ist völlig normal, dass man nach einer Krebsbehandlung körperlich und seelisch stark belastet ist. Auch wenn eine Frau mit dem Kinderwunsch längst abgeschlossen hat, kann der Verlust der Gebärmutter erhebliche Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl haben. Schäme dich nicht, deine behandelnden Ärzte darauf anzusprechen. Es geht um deine Lebensqualität! Vielleicht hilft es dir, einer Selbsthilfegruppe beizutreten und sich mit Frauen auszutauschen, denen es ähnlich ergeht wie dir. Denke auch daran, deinen Partner mit einzubeziehen, denn diese leiden oft still mit.
Ich wünsche dir viel, Kraft und Mut, für diese Zeit!
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby Engeline on 16 Aug 2018, 21:21

Es tut mir sehr sehr leid für dich! Ich habe vor einem halben Jahr mein Sohn zur Welt gebracht. Mein Bauch war riesig und es hieß dass es ein kräftiges Kind sein wird. Mir wurde mittels Bändchen eingeleitet, am Nachmittag hatte ich erste Wehen, aber der Muttermund ging nicht auf. Immer wieder Wehen, aber der Muttermund wollte nicht und nicht aufgehen. Die Hebammen hatten schon alles Mögliche versucht. Nachdem ich die Nacht am CTG gehangen war, war ich mit den Nerven komplett am Ende und hab nur noch geheult. Mein Mann kam dann und gemeinsam beschlossen wir dass wir jetzt einen Kaiserschnitt wollen. Der Oberarzt hatte sich in der Zwischenzeit nochmals die CTG der Nacht angesehen und gemeint, er will jetzt noch einen Ultraschall. Dort stellte sich heraus, dass unser Baby mit dem Kopf zwar nach unten liegt, aber Richtung Bauchdecke schaut. Also wir sagten, dass wir einen Kaiserschnitt wollen. Es ging dann alles recht schnell und auf einmal war unsere Tochter auch schon auf der Welt. Mein Mann war im OP mit dabei und hat die kleine gleich mit der Hebamme und dem Kinderarzt begleitet. Nach der OP bin ich 6 Std später aufgewacht. Mein Mann erzählte mir nachher, dass sich meine Gebärmutter nicht zusammengezogen hat und der Arzt sie deshalb entfernen musste. Ich habe auch ziemlich viel Blut verloren und hab insgesamt 5 Blutkonserven bekommen. Mein Mann und ich hatten noch im Krankenhaus ein Gespräch mit einer Psychologin und ich muss es auch immer wieder erzählen. Wir wollten zwar immer zwei Kinder und denken schon an Leihmutterschaft…Liebe Grüße
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby yourAngel on 22 Aug 2018, 01:22

Ich kann dich gut verstehen, mir geht es auch so(( Seit einigen Jahren hatte ich mehrere Myome in der Gebärmutter, von denen ich hoffte, sie durch verschiedenste Körpertherapien zum Verschwinden bringen zu können. Die Myome sind aber nicht verschwunden und dass es so viele sind, weiß ich erst seit kurzem. Also ich habe entschlossen, meine Gebärmutter zu entfernen weil ich keine Kraft mehr hatte, diese Schmerzen und Blutungen zu ertragen. Da war ich 25. Jetzt bin ich fast 44 und habe keine Kinder. Weiß nicht warum, ich habe den Richtigen nicht gefunden. Ich weiß, dass ich jeden Mann mit meinem Kinderwunsch unter Druck gesetzt habe. Ich weiß auch, dass ein Partner, der zu mir passt, zunächst viel wichtiger wäre, als ein Kind, aber in den letzten Jahren lief meine Uhr einfach immer schneller ab und es kam wohl eine Art von Panik auf.
Die Hysterektomie beendet also körperlich den Wunsch. Doch wie kann ich mich von meinem Kinderwunsch auch psychisch verabschieden, denn ich habe das Gefühl, dass, wenn ich es nicht tue, mein Körper weiter Krankheit erzeugen wird, auch nach der Hysterektomie? Eine Psychotherapie möchte ich nicht machen, da ich nach den vielen Jahren der alternativen Körpertherapien machte, wo ich vieles aus der Kindheit aufgearbeitet habe, merke, dass ich einfach keine Lust und Kraft mehr habe, meine Kindheit weiter zu bearbeiten, sondern endlich damit abschließen möchte.
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby Siri on 26 Aug 2018, 02:31

Es tut mir sehr sehr leid für dich! Ich habe vor einem halben Jahr mein Sohn zur Welt gebracht. Mein Bauch war riesig und es hieß dass es ein kräftiges Kind sein wird. Mir wurde mittels Bändchen eingeleitet, am Nachmittag hatte ich erste Wehen, aber der Muttermund ging nicht auf. Immer wieder Wehen, aber der Muttermund wollte nicht und nicht aufgehen. Die Hebammen hatten schon alles Mögliche versucht. Nachdem ich die Nacht am CTG gehangen war, war ich mit den Nerven komplett am Ende und hab nur noch geheult. Mein Mann kam dann und gemeinsam beschlossen wir dass wir jetzt einen Kaiserschnitt wollen. Der Oberarzt hatte sich in der Zwischenzeit nochmals die CTG der Nacht angesehen und gemeint, er will jetzt noch einen Ultraschall. Dort stellte sich heraus, dass unser Baby mit dem Kopf zwar nach unten liegt, aber Richtung Bauchdecke schaut. Also wir sagten, dass wir einen Kaiserschnitt wollen. Es ging dann alles recht schnell und auf einmal war unsere Tochter auch schon auf der Welt. Mein Mann war im OP mit dabei und hat die kleine gleich mit der Hebamme und dem Kinderarzt begleitet. Nach der OP bin ich 6 Std später aufgewacht. Mein Mann erzählte mir nachher, dass sich meine Gebärmutter nicht zusammengezogen hat und der Arzt sie deshalb entfernen musste. Ich habe auch ziemlich viel Blut verloren und hab insgesamt 5 Blutkonserven bekommen. Mein Mann und ich hatten noch im Krankenhaus ein Gespräch mit einer Psychologin und ich muss es auch immer wieder erzählen. Wir wollten zwar immer zwei Kinder und denken schon an Leihmutterschaft…Liebe Grüße
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby Siri on 28 Aug 2018, 23:12

Es gibt natürlich andere Wege, wie man dir oben geschrieben hat aber hier in Deutschland ist eine Leihmutterschaft definitiv ausgeschlossen. Auch wenn ihr ganz privat einen Vertrag mit einer Frau abschließt, wäre der nichtig. Hier stellt sich dann das Problem, dass die Frau, die das Kind austrägt, es sich immer anders überlegen kann und ihre Rechte geltend macht. Ich glaube, auch so ganz privat gibt es da Probleme, denn wie soll das denn mit der Geburtsurkunde geregelt werden? Und selbst wenn es irgendwie machbar wäre, könnte die richtige Mutter ihr Leben lang ihre Meinung ändern und dann würde es echt unangenehm für alle Beteiligten werden. Es würde höchstens gehen, wenn die Leihmutter ihr Kind danach zur Adoption freigibt - allerdings weiß ich nicht, ob sie sich dann die Adoptiveltern selbst aussuchen könnte oder was es da für Möglichkeiten gibt, dass ihr dann als Eltern ausgesucht würdet. Soll es denn unbedingt ein Kind von deinem Mann sein? Ansonsten würde ich es eher direkt auf dem Adoptionsweg probieren und versuchen ein fremdes Kind zu adoptieren. Eventuell auch aus dem Ausland. Wenn es denn unbedingt Leihmutterschaft werden soll, würde ich mich in einem der Länder, wo es möglich ist, rechtlich beraten lassen und es dann eventuell dort versuchen.
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby Engeline on 30 Aug 2018, 02:40

Mir wurde vor 10 Jahren die Gebärmutter entfernt. Zuerst wollte ich es sehr, denn auch ich wollte keine Kinder mehr. Nach der OP hatte ich schreckliche Schmerzen und das schlimmste war, die Bettenstation befand sich genau neben dem Neugeborenen Zimmer. Ich hatte richtige Krisen! Dan folgten so doofe Sprüche wie, bist du noch eine ganze Frau, oder wieso gibt es kein weiteres Kind. Das schlimmste war, wenn meinem Partner so doofe Sprüche wie wollte ich doch noch ein Kind oder sonstige doofe Sprüche. Jedes Mal, wenn ich eine Krise hatte, dachte ich an meine Kinder und dass sie noch ihre Mutter haben. So überwand ich nach und nach die schwere Zeit. Immer der Gedanke an meine Kindern Kinder denen ich es aus Liebe getan habe. Es dauert aber seine Zeit. Also denke immer an deine Kinder. liebe Grüsse
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby Engeline on 14 Sep 2018, 20:47

Mir wurde vor 10 Jahren die Gebärmutter entfernt. Zuerst wollte ich es sehr, denn auch ich wollte keine Kinder mehr. Nach der OP hatte ich schreckliche Schmerzen und das schlimmste war, die Bettenstation befand sich genau neben dem Neugeborenen Zimmer. Ich hatte richtige Krisen! Dan folgten so doofe Sprüche wie, bist du noch eine ganze Frau, oder wieso gibt es kein weiteres Kind. Das schlimmste war, wenn meinem Partner so doofe Sprüche wie wollte ich doch noch ein Kind oder sonstige doofe Sprüche.
Jedes Mal, wenn ich eine Krise hatte, dachte ich an meine Kinder und dass sie noch ihre Mutter haben. So überwand ich nach und nach die schwere Zeit. Immer der Gedanke an meine Kindern Kinder denen ich es aus Liebe getan habe. Es dauert aber seine Zeit. Also denke immer an deine Kinder. Liebe Grüsse
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby Engeline on 17 Sep 2018, 00:31

Ich kann dich gut verstehen, mir geht es auch so(( Seit einigen Jahren hatte ich mehrere Myome in der Gebärmutter, von denen ich hoffte, sie durch verschiedenste Körpertherapien zum Verschwinden bringen zu können. Die Myome sind aber nicht verschwunden und dass es so viele sind, weiß ich erst seit kurzem. Also ich habe entschlossen, meine Gebärmutter zu entfernen weil ich keine Kraft mehr hatte, diese Schmerzen und Blutungen zu ertragen. Da war ich 25. Jetzt bin ich fast 44 und habe keine Kinder. Weiß nicht warum, ich habe den Richtigen nicht gefunden. Ich weiß, dass ich jeden Mann mit meinem Kinderwunsch unter Druck gesetzt habe. Ich weiß auch, dass ein Partner, der zu mir passt, zunächst viel wichtiger wäre, als ein Kind, aber in den letzten Jahren lief meine Uhr einfach immer schneller ab und es kam wohl eine Art von Panik auf.
Die Hysterektomie beendet also körperlich den Wunsch. Doch wie kann ich mich von meinem Kinderwunsch auch psychisch verabschieden, denn ich habe das Gefühl, dass, wenn ich es nicht tue, mein Körper weiter Krankheit erzeugen wird, auch nach der Hysterektomie? Eine Psychotherapie möchte ich nicht machen, da ich nach den vielen Jahren der alternativen Körpertherapien machte, wo ich vieles aus der Kindheit aufgearbeitet habe, merke, dass ich einfach keine Lust und Kraft mehr habe, meine Kindheit weiter zu bearbeiten, sondern endlich damit abschließen möchte.
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