Zeit nach Punktion

Zeit nach Punktion

Postby Nala on 09 Feb 2017, 20:42

Hallo zusammen,
ich befinde mich aktuell in meinem ersten Leihmutterschaftsprogramm in Kiew. Die Stimmu läuft aktuell planmäßig und wenn alles weiter planmäßig verläuft ist, Ende der Woche die Punktion angedacht - kurzes Protokoll durchlaufe ich. Da ich bei meinem Arbeitgeber nicht mit einer Krankmeldung aus einer KiWu-Praxis aufschlagen will, hab ich mich entschlossen Ende der Woche und die komplette nächste Woche Urlaub zu nehmen. Ich hab echt Angst vor einer Überstimmu oder generell wie es mir nach der Punktion geht. Man liest so viel von Wassereinlagerungen, Schmerzen etc. Wie gings euch? Wann ist der Höhepunkt vorbei - wenn man nicht gerade eine extreme Überstimmu hat? Habt Ihr nach dem ET HCG gespritzt? Danach gings mir mal schon nach einer IUI nicht besonders, deswegen hat sich jetzt diese Angst auch entwickelt. Glaubt Ihr, dass ich 1 Woche nach Punktion wieder im Büro sein kann (keine schwere Arbeit)? Hat man euch etwas angesehen, körperlich? Freu mich wenn ihr mir euere Erfahrungen berichtet...LG
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Re: Zeit nach Punktion

Postby sofi_e on 09 Feb 2017, 20:45

Wie es Dir so gehen wird, kann Dir ja leider niemand voraussagen. Ich hatte das lange Protokoll (machte aber IVF, nicht Leihmutterschaft) und nicht übermäßig viele Follikel (im US vorher waren es 5-7, letzten Endes wurden 9 Eier punktiert). Wenn Du mehr Follikel hast, dann ist die Gefahr des Überstimulationssyndromes natürlich größer. Ich hatte die Punktion an einem Montag, in der Nacht zum Dienstag habe ich sehr schlecht geschlafen, da hätte ich nicht arbeiten können. Aber am Freitag (ET war am Donnerstag) bin ich auch wieder auf Dienstreise gewesen, was nicht wenig anstrengend war - vor allem durch die lange Autofahrt. Wenn es normal und ohne Überstimualtionssyndrom läuft, kannst Du eine Woche später auf jeden Fall wieder arbeiten. Manche schaffen das auch schon einen Tag später wieder. Es gibt Praxen, die nur den Tag der Punktion krank schreiben. Meine war da immer sehr vorsichtig und hat bis zu 5 Tage krank geschrieben. Übrigens ist niemandem aufgefallen, dass die Krankschreibung von einer KiWu-Praxis kam - der Name der Ärzte stand zwar drauf, aber dass die auf die Reproduktionsmedizin spezialisiert sind, nicht. Und die wenigsten kennen die Praxen, die das sind. Nur falls Dir doch mal der Urlaub ausgeht- aber ich drücke Dir die Daumen, dass Du das nicht noch einmal durchmachen musst!
Ich hatte keinen übermäßigen Bauch, aber ich bin eh keine Elfe, das fiel auch wegen der Jahreszeit nicht auf. Es gab übrigens bei mir eine kleine Komplikation: Es wurde eine Ader in der Scheide angestochen, ich hatte deshalb eine Blutung, die aber in den zwei Tagen danach abklang. Ich habe auch HCG bekommen, 5 Mal insgesamt. Ich habe davon nix gemerkt. Richtig komisch war mir dann erst nach dem Test...Ich wünsche Dir für die IVF viel Glück!
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Re: Zeit nach Punktion

Postby Nala on 09 Feb 2017, 20:47

Danke für deine Antwort. Ich hatte auch schon recherchiert, ob die Anzahl der Follikel in direktem Zusammenhang mit dem Syndrom stehen, hab das aber so nicht gefunden - logisch find ich das allerdings auch. Bis jetzt hält sich bei mir auch die Follikelanzahl in Grenzen – 10 Stück wachsen bis jetzt mit und ich bin auch froh, wenn es nicht zu viele werden, eben aus dem Grund.
Es hört sich bei dir ebenfalls recht unproblematisch an (du hast scheinbar direkt wieder gearbeitet), so wie bei den Mädels aus dem Strang "Kinderwunsch und kinderwunschklinik" auch. Ich bin eigentlich ein zäher Brocken und auch nicht wehleidig oder schmerzempfindlich. Ich denke aber, wenn im Körper erstmal Hormone Kettenreaktionen auslösen ist das halt nicht alles so toll steuerbar - das macht mir ein wenig Angst. Hat es bei dir geklappt? Ich hoffe doch!
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Re: Zeit nach Punktion

Postby sofi_e on 09 Feb 2017, 20:50

Es ist jetzt nicht so, dass man mit wenigen Eizellen auf keinen Fall das Syndrom bekomm t- aber wenn nach der Punktion viel Raum im Bauch ist, dann sammelt sich dort das Wasser eben leichter an. Bei einem kleineren Hohlraum fällt das nicht so stark ins Gewicht. In meiner Praxis läuft es so, dass Frauen, bei denen sehr viele Eizellen punktiert werden (20 und mehr), gleich eine Infusion bekommen: 1 Liter Wasser durch den Tropf. Und gesagt bekommen, dass sie mindestens 3 Liter trinken sollen. Aber das habe ich dann auch gleich mal gemacht. Man weiß nie. Gearbeitet habe ich dann ab dem Freitag wieder- die Dienstreise war der erste Tag... wäre die nicht gewesen, hätte ich schon auch noch frei gemacht, aber da wollte ich lieber nicht fehlen. Arbeiten hätte ich ab dem Mittwoch wieder. Nur ist es hier in der Praxis so, dass die ETs immer mittags in der Pause der Praxis gemacht werden, und man dann noch eine Stunde liegen soll, so dass man dann den Tag als Arbeitstag auch vergessen kann. Und dann habe ich gedacht, dass Schonung so schlecht nicht sein kann. In der Woche drauf war ich aber froh, wieder vom Geschehen abgelenkt zu sein und nur alle paar Tage morgens in die Praxis zu radeln um mir die Predalon-Spritze abzuholen...Ich hatte total Angst vor allem (Stimulation, die Hormone an sich und vor der Punktion sowieso), und ich war immer der Meinung, dass ich keine ICSI will... ich habe auch direkt damit einsteigen müssen, aufgrund des Spermiogramms war alles Andere sinnlos. Aber ich habe alles ziemlich gut vertragen. Und ja: Der Erfolg hat sich auch sofort eingestellt. Ich bin gerade eine Woche vor dem errechneten Entbindungstermin. Von den zwei 7 Zellern, die ich zurückbekommen habe, hat sich einer festgebissen. Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du Dich wohl in der Praxis fühlst!
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Re: Zeit nach Punktion

Postby Fuchs on 09 Feb 2017, 20:53

Ich hab 2 ICSI hinter mir, der 2. Versuch war der Volltreffer und nun bin ich in der 22. Woche mit einem Jungen schwanger Im ersten Versuch hab ich nichts Zusätzliches unternommen. Beim 2. Versuch hab ich mich ein bisschen schlau gelesen: Vom Arzt wurden mir diese Eiweiß-Drinks nicht empfohlen. Ich hab mir ein Paket aus der Apotheke besorgt. In der Klinik habe ich noch auf eine Einnistungsspritze bestanden. Mein Arzt hält eigentlich nicht so viel davon, weil er immer ein bisschen Angst vor Überstimmulierungen hat, ich hab ihn aber so lange belabert, bis er sie mir verschrieben hat. Ob nun eine dieser Sachen geholfen hat, oder einfach nur Glück zur Schwangerschaft geführt hat, kann ich Dir leider auch nicht sagen...Ich wünsch Euch alles alles Gute!
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Re: Zeit nach Punktion

Postby Windchen210 on 18 Apr 2017, 01:24

Ich kann deine Ängste sehr gut verstehen. Mir ging es vor den ganzen Behandlungen nicht anders. Wenn ich so an meine 1. ICSI zurück denke, da hatte ich echt vor allem Angst. Das schlimmste war die PU mit der Narkose. Ich habe meine ganze Umwelt verrückt gemacht. Hier im Forum sagten alle die Narkose ist nicht schlimm aber geglaubt habe ich es nicht. Dann kam der Tag der PU. Ich kam auch noch als erste dran. Da habe ich die Ärztin gefragt ob sie nicht erst jemanden anderen zuerst nehmen kann. Im Nachhinein totaler Schwachsinn. Als ich die Narkose bekam waren meine Gedanken du schläft nicht ein. Aber Pustekuchen es ging alles gut und mein erster Gedanke als ich aufwachte war das war überhaupt nicht schlimm, wenn es sein muss machst du es wieder. Ich hatte sogar Tränen in den Augen. Die Ärztin sagte hinter her zu mir geht es wieder. Wahrscheinlich waren mir schon im OP-Saal die Tränen gekommen. Aber davon weiß ich nix. Was ich damit sagen will ist Stimu, PU, Narkose, eventuell Überstimu, ist nichts wovor man Angst haben muss. Denk immer daran, dass du am Ende belohnt wirst. Klar die ganze Behandlungen zerrt an den Nerven. Ist alles andere als ein Spaziergang. Aber es haben hier schon soviele geschafft und sind schwanger bzw. haben ihr Baby bekommen. Das schaffst du dann auch. Alles Gute und meine Daumen hast du schon mal.
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Re: Zeit nach Punktion

Postby Engeline on 26 Jun 2017, 00:14

Wie es Dir so gehen wird, kann Dir ja leider niemand voraussagen. Ich hatte das lange Protokoll (machte aber IVF, nicht Leihmutterschaft) und nicht übermäßig viele Follikel (im US vorher waren es 5-7, letzten Endes wurden 9 Eier punktiert). Wenn Du mehr Follikel hast, dann ist die Gefahr des Überstimulationssyndromes natürlich größer. Ich hatte die Punktion an einem Montag, in der Nacht zum Dienstag habe ich sehr schlecht geschlafen, da hätte ich nicht arbeiten können. Aber am Freitag (ET war am Donnerstag) bin ich auch wieder auf Dienstreise gewesen, was nicht wenig anstrengend war - vor allem durch die lange Autofahrt. Wenn es normal und ohne Überstimualtionssyndrom läuft, kannst Du eine Woche später auf jeden Fall wieder arbeiten. Manche schaffen das auch schon einen Tag später wieder. Es gibt Praxen, die nur den Tag der Punktion krank schreiben. Meine war da immer sehr vorsichtig und hat bis zu 5 Tage krank geschrieben. Übrigens ist niemandem aufgefallen, dass die Krankschreibung von einer KiWu-Praxis kam - der Name der Ärzte stand zwar drauf, aber dass die auf die Reproduktionsmedizin spezialisiert sind, nicht. Und die wenigsten kennen die Praxen, die das sind. Nur falls Dir doch mal der Urlaub ausgeht- aber ich drücke Dir die Daumen, dass Du das nicht noch einmal durchmachen musst! Ich hatte keinen übermäßigen Bauch, aber ich bin eh keine Elfe, das fiel auch wegen der Jahreszeit nicht auf. Es gab übrigens bei mir eine kleine Komplikation: Es wurde eine Ader in der Scheide angestochen, ich hatte deshalb eine Blutung, die aber in den zwei Tagen danach abklang. Ich habe auch HCG bekommen, 5 Mal insgesamt. Ich habe davon nix gemerkt. Richtig komisch war mir dann erst nach dem Test...Ich wünsche Dir viel Glück!
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Re: Zeit nach Punktion

Postby eva2Abel on 18 Sep 2017, 20:12

Ich kann deine Ängste sehr gut verstehen. Mir ging es vor den ganzen Behandlungen nicht anders. Wenn ich so an meine 1. ICSI zurück denke, da hatte ich echt vor allem Angst. Das schlimmste war die PU mit der Narkose. Ich habe meine ganze Umwelt verrückt gemacht. Hier im Forum sagten alle die Narkose ist nicht schlimm aber geglaubt habe ich es nicht. Dann kam der Tag der PU. Ich kam auch noch als erste dran. Da habe ich die Ärztin gefragt ob sie nicht erst jemanden anderen zuerst nehmen kann. Im Nachhinein totaler Schwachsinn. Als ich die Narkose bekam waren meine Gedanken du schläft nicht ein. Aber Pustekuchen es ging alles gut und mein erster Gedanke als ich aufwachte war das war überhaupt nicht schlimm, wenn es sein muss machst du es wieder. Ich hatte sogar Tränen in den Augen. Die Ärztin sagte hinter her zu mir geht es wieder. Wahrscheinlich waren mir schon im OP-Saal die Tränen gekommen. Aber davon weiß ich nix. Was ich damit sagen will ist Stimu, PU, Narkose, eventuell Überstimu, ist nichts wovor man Angst haben muss. Denk immer daran, dass du am Ende belohnt wirst. Klar die ganze Behandlungen zerrt an den Nerven. Ist alles andere als ein Spaziergang. Aber es haben hier schon soviele geschafft und sind schwanger bzw. haben ihr Baby bekommen. Das schaffst du dann auch. Alles Gute und meine Daumen hast du schon mal.
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Re: Zeit nach Punktion

Postby naDin on 17 Feb 2018, 01:04

Ich hatte auch schon recherchiert, ob die Anzahl der Follikel in direktem Zusammenhang mit dem Syndrom stehen, hab das aber so nicht gefunden - logisch find ich das allerdings auch. Bis jetzt hält sich bei mir auch die Follikelanzahl in Grenzen – 10 Stück wachsen bis jetzt mit und ich bin auch froh, wenn es nicht zu viele werden, eben aus dem Grund.
Es hört sich bei dir ebenfalls recht unproblematisch an (du hast scheinbar direkt wieder gearbeitet), so wie bei den Mädels aus dem Strang "Kinderwunsch und Kinderwunschklinik" auch. Ich bin eigentlich ein zäher Brocken und auch nicht wehleidig oder schmerzempfindlich. Ich denke aber, wenn im Körper erstmal Hormone Kettenreaktionen auslösen ist das halt nicht alles so toll steuerbar - das macht mir ein wenig Angst. Hat es bei dir geklappt? Ich hoffe doch!
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Re: Zeit nach Punktion

Postby Engeline on 09 May 2018, 22:12

Also, bei uns (wir hatten eine IVF) war es so:
Nach der Punktion war erstmal nichts weiter. Mir kam dann der Anruf vom Labor, wieviele sich befruchten lassen haben und wieviele davon man verwenden kann. Bei mir wurden 15 Eizellen entnommen. 9 davon waren ok. Und von den 9 ließen sich 5 befruchten. 2 hat man mir eingesetzt und 3 frieren jetzt vor sich hin. So, dann hatte ich den TF. Musste direkt im Anschluss daran 2,5 Stunden auf dem Bauch liegen - was ziemlich schmerzhaft für mich war, da ich bereits da schon mit einer starken Überstimulation zu kämpfen hatte. Nach den 2,5 Stunden habe ich dann noch eine Choragon 5.000 bekommen - zur Einnistung. Damit war das alles beendet. Ich habe nach der Punktion auch noch angefangen mit Utrogestan. Ich musste dann noch irgendwann nach dem TF anfangen Heparin zu spritzen, da ich mittlerweile 5 Liter Wasser im Bauch hatte durch die Überstimulation und die Gefahr einer Lungenembolie einfach zu hoch war. Aber es ist alles nochmal gut gegangen. Die Folgen merke ich allerdings noch heute - was aber wohl daran liegt, dass wir ein positives Ergebnis bekommen haben.
Wichtig ist, dass du nach dem TF (in den 2 Wochen Wartezeit), Dinge tust, die dir gut tun. Versuch wirklich dich abzulenken. Und was ich dir auch dringen raten möchte - was aber jeder allein entscheiden muss - ist: Mach vor dem BT-Termin keinen Pippi-Test zu Hause. Das bringt dir nichts. Denn du kannst dir auch dann nicht sicher sein ob er wirklich stimmt. Und hier waren schon viele Mädels völlig verzweifelt weil der Test negativ war, dabei waren sie schwanger. Es war einfach nur zu früh für einen Test. Also, auch wenn es schwer fällt, halte durch. Die 2 Wochen vergehen schneller als man denkt. Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir alles Liebe!
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