Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby tilda on 03 Jun 2017, 23:53

Also es ist kein Geheimnis mehr, dass ich unheimlich Angst und Panik vor Ärzten habe, dennoch steht unser Entschluss fest nach der Hochzeit mit der Behandlung in einer KiWu Praxis unserem Glück etwas nachzuhelfen. Je nachdem wie sehr uns die Behandlung mitnimmt, werden wir entscheiden, wieviele Versuche wir uns antun. Sollte es so sein, dass es leider nicht klappt, ist der zweite Schritt einen Adoptionsantrag zu stellen. Wir haben uns immer zwei Kinder gewünscht und es wäre schwer zu ertragen, wenn es nicht so sein sollte. Der finanzielle Aspekt ist natürlich sehr wichtig, wir würden uns nicht in Schulden treiben lassen. Wenn unsere Versuche mit der KiWu Praxis und mit der Adoption nicht den gewünschten Erfolg bringen würden, wäre die letzte Hoffnung einem Pflegekind ein Zuhause zu geben. Bei all dem Wunder was wir erhoffen, steht aber immer eins im Vordergrund, wenn diese ganze Situation unsere Beziehung belasten würde, so dass es droht auseinander zu brechen wäre sofort Schluß, denn unsere Liebe ist das aller Wichtigste. Wir wären auch nur zu zweit glücklich aber einem Kind eine glückliche Kindheit zu schenken ist für uns immernoch das höchste Gut. Wir werden es versuchen, wenn es nicht klappt haben wir noch uns.
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby omega on 03 Jun 2017, 23:56

Wir haben beide immer gesagt, dass eine künstliche Befruchtung für uns nicht in Frage käme. Gott sei Dank mussten wir uns darüber keine Gedanken machen, denn es hat geklappt. Aber wir haben aus vielen diversen Gründen das für uns eigentlich immer ausgeschlossen. Unsere Alternative wäre eine Adoption gewesen und dafür wären wir dann auch beide bereit gewesen, viel Energie und Geld aufzuwenden. Denn für uns hieß es immer wenn wir nicht einem eigenen Kind Eltern sein können, dann wollen wir alles versuchen, um einem adoptierten Kind ein schönes Leben zu bieten. Daher wäre für uns sicher nur eine Adoption eines ausländischen Kindes in Frage gekommen. Nach wie vor, schließe ich für mich auch nicht aus, vielleicht später tatsächlich noch zusätzlich ein Kind zu adoptieren. Aber das ist sicher ein schweres Thema, denn niemand weiß wohl, was er wirklich macht, wenn es auf natürlichem Wege wirklich nicht klappt. Für mich wäre jedenfalls erstmal die Welt zusammen gebrochen. Liebe Grüße
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby Maria Waldfogel on 04 Jun 2017, 00:00

Was ich wirklich tun würde, kann ich nicht mit Sicherheit behaupten, da ich noch nie auch nur ansatzweise darüber nachdenken musste. Wenn ich Bedenken hätte, dass gingen sie sicher auch in die von Dir angesprochene Richtung: kann ich das Baby dann noch einfach so abgeben… Aber auch DAS wird man wohl erst dann wissen, wenn es soweit ist! Also um Deine Frage zu beantworten: Ja, ich könnte z.B. Leihmutterschaft mir vorstellen. Denn ich kann mir auch vorstellen, wie weh es tun muss, keine Kinder bekommen zu können. Bevor sich unsere Große angekündigt hat, hat es ewig gedauert. Ich war völlig am Boden und fest überzeugt, dass es nie klappen wird! Wir waren sogar schon in einer Kinderwunschpraxis angemeldet, als es dann doch plötzlich klappte. Die Geburt wäre für mich zwar auch ein Problem (hatte KS und Spontangeburt, fand beides nicht prickelnd und habe mir eigentlich geschworen, erst wieder ans Kinderkriegen zu denken, wenn’s eine 3. Möglichkeit des Gebärens gibt, aber gut...womöglich würde ichs schaffen!) LG
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby eva2Abel on 04 Jun 2017, 00:03

Ja, könnte ich. Für Menschen, die mir sehr nahe stehen und bei denen ich mir 100%ig sicher wäre, dass es eine Schande wäre, wenn sie kein Kind bekommen würden. Ich habe das auch bereits einmal jemandem angeboten, aber wir mussten gar nicht weiter ins Detail gehen, denn dann klappte es doch. Bei mir sind da allerdings immer alle total geschockt, weil man mir grundsätzlich mangels sozialer Ader kein Helfersyndrom unterstellt. Aber wenn mir was am Herzen liegt, dann ziehe ich das durch, ohne Rücksicht auf mich. Heute würde ich das allerdings nicht mehr machen, weil meine Kinder zu alt sind, um das spurlos an ihnen vorübergehen zu lassen. Dafür mutiere ich hier langsam zu Sammelpool für hilfsbedürftige Kinder. Ich habe im Moment so viel Mist um mich herum und Elternteilen angeboten, ihre Kinder bei uns aufzunehmen, dass ich echt nur auf Wunder hoffen kann, sonst wird es hier bald ziemlich voll
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby kühn on 04 Jun 2017, 00:04

Ich wüsste keinen einzigen Grund, der z.B. für Leihmutterschaft spricht. Nur viele, die dagegen sprechen. Was mich, von der Tatsache der Leihmutterschaft mal selbst abgesehen, sonst noch daran stört ist die Tatsache, dass die Eltern beide jetzt schon vorhaben, 4 Wochen nach der Geburt wieder arbeiten zu gehen. Warum wollen sie überhaupt ein Kind? Wenn man so lange auf Kinder wartet, müsste man doch erst recht bestrebt sein, sich selbst um das Kind zu kümmern. Provokant gesagt: Man braucht das Kind nicht selbst zu kriegen und dann ziehen auch noch andere es groß...Aber das Kind ist da um das äußere Bild der perfekten Familie zu vervollständigen. Wenn den Leuten wirklich soviel an Kindern liegt, sollen sie eines adoptieren oder pflegen und falls das aufgrund der Altersgrenze nicht möglich ist (die Grenze liegt ja auch nicht willkürlich bei 40), so gibt es bestimmt andere Möglichkeiten, sich mit Kindern zu beschäftigen oder eine engere Beziehung zu einem bestimmten Kind herzustellen. Wäre vielleicht die bessere Möglichkeit, Du kriegst noch ein Kind von Deinem Mann und Deine Freundin wird dem Kind eine wirklich gute Patentante. LG
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby Bibolina on 04 Jun 2017, 00:08

Ja, würde Leihmutterschaft machen, wenn es die einzige Möglichkeit wäre ein leibliches Kind zu bekommen. Meine Schwester hat Leihmutterschaft in Kiew (Ukraine) gemacht, früher kam das für sie überhaupt nicht in Frage! Natürlich hätte ich auch Bedenken, ob die Leihmutter ähnlich achtsam in der Schwangerschaft wäre, wie ich. Aber bei einer Adoption hätte ich auch keine Kontrollmöglichkeiten, und ich befürchte, dass Adoptivkinder zT noch auch viel schlechteren Verhältnissen kommen. Ich finde es auch nicht unmoralisch der Leihmutter gegenüber, sofern es ihr freier Wille ist. Menschen machen unterschiedliche Dinge, um Geld zu bekommen, da ist eine Leihmutterschaft sicher nicht das Schlimmste. Ich hätte allerdings schon Angst, dass die Leihmutter das Baby behalten möchte. Dasselbe Problem hat man allerdings in Ö auch bei einer Adoption (die leibliche Mutter kann sich 6 Monate nach der Geburt noch für das Kind entscheiden). Darum würde ich vermutlich in der Schwangerschaft versuchen, noch keine intensive Bindung aufzubauen.
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby trixis on 04 Jun 2017, 00:10

Ich habe übrigens höchsten Respekt vor Frauen, die für Dritte ein Kind austragen. Gäbe es keine Leihmutterschaft, könnten z.B. homosexuelle Paare oder auch Paare, bei denen die Frauen körperlich nicht in der Lage wären, schwanger zu werden, nie ein leibliches Kind bekommen - bzw. womöglich überhaupt nie Eltern werden. Es wird zwar oft angeführt, dass es doch die Möglichkeit der Adoption gibt. Wenn man sich damit aber mal näher beschäftigt stellt man sehr schnell fest, dass da die Chancen auch sehr begrenzt bzw. für homosexuelle Paare fast aussichtslos sind. Insofern: ich finde es toll, dass es Frauen gibt, die das Austragen eines fremden Kindes auf sich nehmen. Ich setze hier natürlich voraus, dass dies freiwillig erfolgt. Dann sehe ich da auch keinerlei moralische Probleme und auch keinen Raum für Vorwürfe in Richtung Ausbeutung der Leihmütter.
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby Windchen210 on 04 Jun 2017, 00:13

Für mich ist ein Baby nicht wie eine Sache, die man nach Entbindung gegen Geld (und das fliest bei sowas in der Regel immer) verkauft. Und für mich macht das nicht so viel Unterschied zu Menschenhandel. Sicher, das Baby wird in der Regel zu einer Familie kommen, die es lieben und es sehnlichst erwarten, das bestreite ich auch nicht. Aber für mich hat es eben einen komischen Geschmack gegen Geld jemand anderem zur Elternschaft zu verhelfen (unabhängig davon wie gut es dem Baby dann dort geht). Von daher finde ich es eben gut, dass es die Möglichkeit Adoption gibt, das ist was anderes. Das manche Paar die selbst keine Kinder bekommen können schlechte Aussichten auf ein Adoptivkind haben find ich sehr schade. Aber das liegt halt am System. Deswegen stehe ich persönlich einer Leihmutterschaft an sich nicht positiver gegenüber. Aber ich verstehe durchaus, das sich die Sicht der Dinge ändern kann, wenn man erstmal an einem Punkt ist wo es keine Alternative mehr gibt. Von daher bin ich einfach sehr dankbar und glücklich dass ich über sowas niemals nachdenken muss, für uns.
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby naDin on 04 Jun 2017, 00:15

Selbst Leihmutter könnte ich wohl nie sein, da hätte ich zu große Angst vor meinen eigenen Emotionen. Aber wenn ich selbst keine Kinder haben könnte und es hier legal wäre, dann hätte ich das natürlich in Betracht gezogen. Allerdings hätte ich eine fremde Frau einer mir nahestehenden (Mutter, Schwester etc.) vorgezogen, weil ich befürchten würde, dass diese durch den Kontakt nach der Geburt nicht loslassen könnten. Ich habe höchsten Respekt vor den Frauen, die sich 9 Monate lang den physischen und psychischen Nebenwirkungen einer Schwangerschaft aussetzen, um anderen damit das Elternsein zu ermöglichen. Und ich setze jetzt mal voraus, dass die Frauen sich genauso gewissenhaft verhalten wie bei einer Schwangerschaft mit einem leiblichen Kind. Was an Eileiterschwangerschaften, Fehlgeburten etc wirklich dran ist, vermag ich nicht zu sagen, deshalb urteile ich auch nicht darüber, dass sie eine Leihmutter gewählt haben. Viele Grüße
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby Fuchs on 04 Jun 2017, 00:17

Ich selber stecke nun in der Kiwu-Geschichte mitten drin. Derzeit kann ich mir weder eine Adoption noch eine Leihmutter (die es hier ja eh derzeit noch gar nicht gibt) nicht vorstellen. Mein Wunsch ein Kind selber auszutragen ist einfach zu groß dafür und auch moralisch könnte ich es derzeit nicht vertreten. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich niemals nie sagen würde. Ich habe keine Ahnung, was meine Gefühle in 10 Jahren sagen, wenn ich dann noch immer kein eigenes Kind haben sollte. Ich könnte mir jedoch nie vorstellen, dass meine Schwester, Mutter oder beste Freundin ein Kind für mich austrägt. Warum auch immer, würde ich es dann lieber von einer fremden Frau austragen lassen wollen! Warum? Keine Ahnung...
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