Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby Engeline on 24 Aug 2018, 17:20

Also ich finde das ist eine sehr schwierige Frage (für mich!), denn wie weit ich gehe, kommt sicher darauf an, wie verzweifelt ich mir tatsächlich irgendwann ein Baby wünsche. Momentan ist es bei mir so: wäre total schön, aber eigentlich wäre es auch ok, wenn es erst nächstes Jahr klappt. Hab das Gefühl ich lerne in jedem Zyklus meinen Körper besser kennen und das finde ich schön. Was ich mir vorstellen könnte, ist das ich irgendwann einfach sage ok, dieses ewige Hibbeln macht mich irre, ich lass einfach die blöden Ovus weg, errechne nicht mehr meinen NMT und kümmere mich gar nicht mehr so tolle drum wie jetzt. Allerdings bin ich froh darüber Frau zu sein und will eigentlich auch nicht verpassen, wie es sich anfühlt schwanger zu sein und ein Kind zu entbinden, um ehrlich zu sein sind das momentan erstmal mit meine Hauptgründe für den KiWu: Schwanger sein mit allen Gefühlen, Emotionen und Beschwerden :) das Baby als Vollkommenheit unser Liebe und als wertvolles Mitglied unseres Beisammen seins das uns zur Familie macht
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby majorka4 on 26 Aug 2018, 01:40

Ich bin nach künstlicher Befruchtung schwanger geworden (zum Glück direkt beim 1. Versuch), und würde es jederzeit wieder tun. Ich hätte sicherlich auch mehrere Versuche in Kauf genommen, wenn es nicht sofort geklappt hätte, dafür ist der Kinderwunsch einfach zu groß. Mein Mann und ich haben das Glück, dass unsere beiden Eltern voll hinter uns stehen und von der Behandlung wissen. Wäre es bei mehreren Versuchen irgendwann finanziell eng geworden, hätten sie uns sofort ohne zu Zögern ausgeholfen und uns das Geld geliehen. Habe gestern Reportage gesehen. Was über die künstliche Befruchtung in Österreich bzw. Deutschland gesagt wurde, war teilweise völliger Unsinn: Zum Beispiel, dass die Erfolgsquote bei dem Arzt nur deshalb so hoch sei, weil man n Deutschland sich sofort am nächsten Tag die befruchteten Eier wiedereinsetzen lassen muss. Das stimmt einfach hinten und vorne nicht! Ich selbst habe mir die zwei Eier nach 3 Tagen einsetzen lassen (zwischen 2 und 3 Tagen ist die Regel), aber soweit ich weiss, ist es sogar möglich, bis zu 5 Tage zu warten. Wahrscheinlich hat der gute Doc die komplette Reportage bezahlt, damit jetzt alle wegen seiner angeblichen 70 % Erfolgschancen zu ihm rennen. Anders kann ich mir so einen hanebüchenen Unsinn, der da verzapft wurde, nicht vorstellen. Ich habe mich jedenfalls furchtbar darüber aufgeregt!
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby yourAngel on 28 Aug 2018, 22:25

Das ist tatsächlich sehr hypothetisch, solang man nicht in der konkreten Situation steckt. Ich habe schon öfter in meinem Leben meine Haltung revidieren müssen, als ich in einer bestimmten Situation steckte, die ich mir vorher ganz anders vorgestellt hatte...Ich denke aber, wir würden nichts von alledem machen. Von meinem Mann weiß ich definitiv, dass er niemals einer künstlichen Befruchtung zustimmen würde (den finanziellen Aspekt mal außen vor gelassen), ich würde das für mich auch nicht wollen und denke, ich wäre dem nicht so unwahrscheinlichen Misserfolg psychisch nicht gewachsen. Eine Adoption kommt nicht infrage. Mein kleiner Bruder wurde von meinem Vater und seiner 2. Frau adoptiert. Ich habe überhaupt keine geschwisterlichen Gefühle, und ich weiß von mir einfach, dass ich ein angenommenes Kind niemals so lieben würde, wie mein eigenes (das erlebe ich sehr konkret, da mein Stiefsohn auch in unserem Haushalt lebt). Ich denke also, wenn es zur Not mit medikamentöser Unterstützung nicht noch einmal klappen sollte, dann will mir das Leben damit vermutlich etwas mitteilen, was ich erst noch kapieren müsste. Ich würde also versuchen, mit dem Thema abzuschließen und dankbar zu sein für das gesunde Kind, was ich bekommen durfte - aber wie gesagt - sehr hypothetisch, das alles!
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby yourAngel on 05 Sep 2018, 20:57

Ich meine, wenn es auf natürlichem Wege nicht klappen sollte - was würdet ihr dann machen? Wäre eine erste Behandlung in Form von Zyklusmonitoring, starken Medis usw. für euch ok? Wie sieht es aus mit einer künstlichen Befruchtung - könnten bei euch beide Partner dem zustimmen oder wäre das zuviel für eure Nerven, Geldbeutel usw...? Käme für euch eine Adoption, Leihmutterschaft, Eizellspende oder Ähnliches in Betracht, wenn sich euer Wunsch nach einem eigenen Kind nicht erfüllen würde? Oder würdet ihr dann ganz mit dem Thema abschließen? Ja, ich weiß, das sind sicher alles eher hypothetische Fragen, die man nicht definitiv beantworten kann, wenn man in der Situation noch nicht war. Eure Meinung würde mich trotzdem interessieren. Bei meinem Mann und mir ist es so, dass wir aus verschiedenen Gründen einer künstlichen Befruchtung nicht zustimmen könnten - klar, ob wir es auch noch 100% so sehen würden, wenn man uns nichts mehr anderes in Aussicht stellen könnte, weiß ich nicht, aber im Moment ist das für uns beide schon so. Eine Adoption käme für uns in jedem Fall in Frage, wir haben sowieso immer schon mit dem theoretischen Gedanken gespielt, dass wir auch trotz eigener Kinder ein Kind adoptieren würden. Mein Mann ist selbst adoptiert worden. Wie sieht es bei euch aus?
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby Ruth on 10 Sep 2018, 23:24

Also ich finde das ist eine sehr schwierige Frage (für mich!), denn wie weit ich gehe, kommt sicher darauf an, wie verzweifelt ich mir tatsächlich irgendwann ein Baby wünsche. Momentan ist es bei mir so: wäre total schön, aber eigentlich wäre es auch ok, wenn es erst nächstes Jahr klappt. Hab das Gefühl ich lerne in jedem Zyklus meinen Körper besser kennen und das finde ich schön. Was ich mir vorstellen könnte, ist das ich irgendwann einfach sage ok, dieses ewige Hibbeln macht mich irre, ich lass einfach die blöden Ovus weg, errechne nicht mehr meinen NMT und kümmere mich gar nicht mehr so tolle drum wie jetzt. Allerdings bin ich froh darüber Frau zu sein und will eigentlich auch nicht verpassen, wie es sich anfühlt schwanger zu sein und ein Kind zu entbinden, um ehrlich zu sein sind das momentan erstmal mit meine Hauptgründe für den KiWu: Schwanger sein mit allen Gefühlen, Emotionen und Beschwerden :) das Baby als Vollkommenheit unser Liebe und als wertvolles Mitglied unseres Beisammen seins das uns zur Familie macht
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby sofi_e on 14 Sep 2018, 22:02

Also es ist kein Geheimnis mehr, dass ich unheimlich Angst und Panik vor Ärzten habe, dennoch steht unser Entschluss fest nach der Hochzeit mit der Behandlung in einer KiWu Praxis unserem Glück etwas nachzuhelfen. Je nachdem wie sehr uns die Behandlung mitnimmt, werden wir entscheiden, wieviele Versuche wir uns antun. Sollte es so sein, dass es leider nicht klappt, ist der zweite Schritt einen Adoptionsantrag zu stellen. Wir haben uns immer zwei Kinder gewünscht und es wäre schwer zu ertragen, wenn es nicht so sein sollte. Der finanzielle Aspekt ist natürlich sehr wichtig, wir würden uns nicht in Schulden treiben lassen. Wenn unsere Versuche mit der KiWu Praxis und mit der Adoption nicht den gewünschten Erfolg bringen würden, wäre die letzte Hoffnung einem Pflegekind ein Zuhause zu geben. Bei all dem Wunder was wir erhoffen, steht aber immer eins im Vordergrund, wenn diese ganze Situation unsere Beziehung belasten würde, so dass es droht auseinander zu brechen wäre sofort Schluß, denn unsere Liebe ist das aller Wichtigste. Wir wären auch nur zu zweit glücklich aber einem Kind eine glückliche Kindheit zu schenken ist für uns immernoch das höchste Gut. Wir werden es versuchen, wenn es nicht klappt haben wir noch uns.
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby Ruth on 17 Sep 2018, 01:25

Wir haben beide immer gesagt, dass eine künstliche Befruchtung für uns nicht in Frage käme. Gott sei Dank mussten wir uns darüber keine Gedanken machen, denn es hat geklappt. Aber wir haben aus vielen diversen Gründen das für uns eigentlich immer ausgeschlossen. Unsere Alternative wäre eine Adoption gewesen und dafür wären wir dann auch beide bereit gewesen, viel Energie und Geld aufzuwenden. Denn für uns hieß es immer wenn wir nicht einem eigenen Kind Eltern sein können, dann wollen wir alles versuchen, um einem adoptierten Kind ein schönes Leben zu bieten. Daher wäre für uns sicher nur eine Adoption eines ausländischen Kindes in Frage gekommen. Nach wie vor, schließe ich für mich auch nicht aus, vielleicht später tatsächlich noch zusätzlich ein Kind zu adoptieren. Aber das ist sicher ein schweres Thema, denn niemand weiß wohl, was er wirklich macht, wenn es auf natürlichem Wege wirklich nicht klappt. Für mich wäre jedenfalls erstmal die Welt zusammen gebrochen. Liebe Grüße
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby yourAngel on 20 Sep 2018, 02:03

Für mich ist ein Baby nicht wie eine Sache, die man nach Entbindung gegen Geld (und das fliest bei sowas in der Regel immer) verkauft. Und für mich macht das nicht so viel Unterschied zu Menschenhandel. Sicher, das Baby wird in der Regel zu einer Familie kommen, die es lieben und es sehnlichst erwarten, das bestreite ich auch nicht. Aber für mich hat es eben einen komischen Geschmack gegen Geld jemand anderem zur Elternschaft zu verhelfen (unabhängig davon wie gut es dem Baby dann dort geht). Von daher finde ich es eben gut, dass es die Möglichkeit Adoption gibt, das ist was anderes. Das manche Paar die selbst keine Kinder bekommen können schlechte Aussichten auf ein Adoptivkind haben find ich sehr schade. Aber das liegt halt am System. Deswegen stehe ich persönlich einer Leihmutterschaft an sich nicht positiver gegenüber. Aber ich verstehe durchaus, das sich die Sicht der Dinge ändern kann, wenn man erstmal an einem Punkt ist wo es keine Alternative mehr gibt. Von daher bin ich einfach sehr dankbar und glücklich dass ich über sowas niemals nachdenken muss, für uns.
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Re: Wie weit würdet ihr für ein Kind gehen?

Postby Julia3 on 30 Oct 2018, 10:51

Bei meinen Kolleginnen war es so, dass sie mehrere Versuche in DE gemacht hat, um schwanger zu werden. Die Ärzte meinten immer, alles sei in Ordnung, die Samen ihres Mannes und ihre Eizellen nach den Untersuchungen waren auch „einfach super“. Dann hat es aber das erste Mal keine Resultate gebracht, dann das zweite und das dritte… Irgendwann hat sie mir gesagt, sie hatten die Nase voll davon, und meinte auch, dieses ganze Verfahren von Art und Weise das reine Geschäft sei. Die Kliniken denken nur an das Geld reinfließt, also nur an dem Einkommen interessiert sind und nicht daran, den Menschen zu helfen. Man weiß ja auch, hier in Deutschland ist die Betreuung den Patienten gegenüber überschreit nie diese Grenze der Formalitäten… Habe ich auch schon tausend Mal selbst erlebt. Nehmen Sie eine Tablette ein, erholen Sie sich, nehmen Sie eine Pause von der Arbeit uns usf… In vielen Fällen wird das Problem einfach nicht ernsthaft genommen. Deswegen machen sie sich gerade Gedanken über die Leihmutterschaftsprogramme in einem von osteuropäischen Ländern. Von der einen haben sie mir erzählt, die ist mit Sitz in Kiew und sie verfügen über ein großes Leistungsniveau. Sie meinte, diese schien ihnen am meist vertrauenswürdig zu sein. Ich sehe so, man teilt auch viele mit der Klinik verbundene Erfahrungen mit. Werden mal sehen, für diesen Schritt muss man sich gründlich und auf allen Ebenen vorbereiten… Jedoch fühle ich mich selbst stärkst an ihrer Situation engagiert und benachrichtige mich über die Klinik auf allen möglichen Seiten.
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