Frage der Epigenetik

Re: Frage der Epigenetik

Postby naDin on 09 Sep 2017, 00:41

Auch wir überlegen nach 6 erfolglosen Versuchen eine EZSP zu machen. Ich bin zwar erst 34 aber trotzdem möchte ich nicht noch unzählige Versuche unternehmen und mich in ein paar Jahren dann doch dafür entscheiden. Von Epigenetik hatte ich vor deinem Beitrag noch nichts gehört und leider auch nichts wirklich Gutes darüber im Zusammenhang mit EZSP gefunden. Wir haben uns nach einem Telefongespräch mit der Klinik für EZSP entschieden und hoffen natürlich das es gut geht. Es hat uns jedenfalls wieder Hoffnung gegeben. Natürlich muss es jeder selbst wissen, aber ich mache mir auch keine Gedanken darüber ob und wie wir es sagen. Für mich wird es mein Kind sein. Was ich über die Mutter weiß war nur für mich für die Auswahl interessant, alles andere finde ich nicht wichtig, da es ein eigener kleiner Mensch sein wird mit einer eigenen Seele. Ich wünsche dir viel Kraft, wie auch immer du dich entscheidest. LG
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Re: Frage der Epigenetik

Postby Nala on 07 Dec 2017, 23:29

Mir wurde gleich zu Beginn meiner KIWU Zeit gesagt, dass ich mir zur EZS Gedanken machen soll, da ich sehr schlechte Prognosen hatte. Ich kam damit absolut nicht klar (war 35 und Diagnose völlig unerwartet) und habe mich auch etwas geschämt, dass ich nicht damit klarkam. Nun habe ich zwei biologische Kinder, der Weg dahin wenn man mit vielen Frauen hier vergleicht, ein Klacks, aber es blieb andererseits sehr viel auf der Strecke, da ich alles auf eine Karte gesetzt habe, eben wegen diesem extremen Zeitdruck, den ich fühlte. Hätte ich doch EZS gebraucht, dann bin ich mir sicher, hätte ich noch lange gebraucht, das zu akzeptieren. Nun bin ich Mutter und weiß, was es bedeutet - im Nachhinein verstehe ich nicht mehr, warum ich mich so übermäßig gestresst habe. Ich würde mir jetzt nicht mehr so die Kante geben, das ist sicher. Ich hatte die Unterstützung einer älteren Kollegin, die adoptiert hat. Ich wusste zwar, dass sie recht hat, geholfen hat es mir aber trotzdem nicht. Es ist ein schwerer Schritt, für manche weniger als für andere.
Nun zu Dir - da diese Epigenetik Sachen nicht definitiv sein werden, bevor die Sache bei Dir relevant wird, kann das nicht wirklich als Entscheidungshilfe dienen, so sehr Du Dir das wünschst. In zwei Jahren kann sich die Theorie als völliger Quatsch herausstellen oder auch nicht. Ein JA zur EZS muss beim heutigen Wissenstand bedeuten, dass Du bereit bist, ein Kind auszutragen, das genetisch nicht deines ist. Ich würde sowohl aus gesundheitlichen Gründen als auch sozialen Gründen auf keinen Fall länger warten. Aber das bin ich und nicht du. Jedenfalls wünsche ich Dir alles erdenklich Gute!
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