Eizellspende mit 46

Re: Eizellspende mit 46

Postby Engeline on 07 Jan 2018, 23:47

Du bist nun jünger wie ich und hast sogar wie ich denke noch bessere Chancen Deinen Traum zu erfüllen. Mein Traummann kam, als ich 38 war und er 28. Wir haben ein Kind verloren, welches auf natürlichem Wege gezeugt wurde. Die zweite Schwangerschaft musste nach pränataler Diagnostik abgebrochen werden. Zu viele Schäden am ungeborenen Kind.
Wir waren alle sehr traurig. Ich muss dazu sagen, ich habe schon zwei Töchter im Alter von 22 Jahren. Der Vater hat uns damals sitzen lassen. Nach diesen Schwangerschaften gab es zwei Versuche der künstlichen Zeugung welche jedoch auch nicht so toll verliefen. Stand der Dinge jetzt. Bei den Eizellen gibt es nicht wirklich was zu holen, alle leer. Mich würde ja interessieren ... auch wenn jemand von den anderen mitliest ob es bei einer EZS bessere Chanchen gibt. Dieses eine Mal würde ich es noch einmal wagen ein Kind zusammen mit meinem Mann zu bekommen. Später wirklich nicht mehr.
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Re: Eizellspende mit 46

Postby Windchen210 on 05 Mar 2018, 00:38

Ich stehe wenige Monate vor meinem 41. Geburtstag und hatte letztes Jahr richtig viel Stress mit dem Kinderwunsch. Die Kasse zahlt ja nur bis zum 40. Geburtstag und das wollte ich mitnehmen. Alle 3 IVFs und auch die unzähligen IUIs vorher waren leider komplett erfolglos. Seit diesem Sommer schlummern jetzt noch zwei oder drei Eisbären ...Wahnsinn, ich weiß noch nicht mehr, wieviele es sind. Die letzten Monate habe ich Abstand vom Forum gehalten und vom Kinderwunsch und ich muss sagen, es hat mir sehr gut getan. Insgesamt probieren wir nun bald seit 3 Jahren erfolglos. Allerdings bin ich in der sehr glücklichen Situation, dass ich bereits eine Tochte habe, die damals ganz schnell auf natürlichem Weg entstanden ist. Ich habe keine Ahnung, warum es nicht klappt und aktuell ist auch kein Grund bekannt. Halt nur das Alter. Nun bin ich drei Jahre älter und es wird nicht besser. Heute ist wieder mal ein ätzender Tag, weil ich doch noch immer auf eine Spontanschwangerschaft hoffe und heute die rote Pest eingetrudelt ist. Aber noch gebe ich nicht auf, obwohl ich mich langsam zu alt für ein Baby finde. Zumindest aus der Sicht des Babys. Aber lieber alte Eltern als gar nicht auf der Welt, oder?
Mir ist nicht bekannt, ob es Praxen gigt, die sich auf über 40 speziallisiert haben. Hast Du Deine Praxis gewechselt?
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Re: Eizellspende mit 46

Postby Louisa1998 on 13 Mar 2018, 01:35

Ich bin 49 und bin jetzt im 5. Monat schwanger. Ich habe den Mann mit dem ich Kinder haben will, erst recht spät kennengelernt. Da ist man dann Ende 30 und bastelt an der grossen Karriere. Außerdem stürzt man sich meist auch nicht sofort auf das Kinderthema. So vergeht die Zeit und wenn dann die Entscheidung getroffen ist, ist man über 40. Dann klappt es nicht gleich auch natürlichem Weg aber man gibt nicht auf. Irgendwann ist man dann schwanger aber es hält nicht. Das zweimal in einem Jahr. Man merkt dass einem die Zeit davon läuft und geht in eine KiWu-Praxis in der Hoffnung auf Hilfe. Da folgt der übliche Weg. IUI, IVF. Ich war leider Low Responder, immer nur 1, max. 2 Eizellen und nach einigen Versuchen sagte unser deutscher KiWu-Arzt dass wir über EZS nachdenken sollten, er sieht auf normalem Wege keine Chance für uns. Das fanden wir sehr gut, anstatt nur weiter Geld von uns zu nehmen. Da wir die Möglichkeit eh schon angedacht hatten, haben wir uns recht schnell dafür entschieden. Der 1. Versuch im März war negativ, beim 2. Anlauf im Juni hat es geklappt. Alle Gute für Deine Entscheidung!
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Re: Eizellspende mit 46

Postby Engeline on 25 Mar 2018, 18:53

Ich finde es jedenfalls sehr mutig von dir, wie du in dein Innerstes blickst und nichts beschönigst. Dazu gehört, meine ich, schon eine Menge Selbsterkenntnis - was ja auch ein schmerzhafter Prozess sein kann - und sehr viel Ehrlichkeit. Dein Mut ist eben dein Stimmungsbarometer, das im Moment wohl noch eher zum Abwägen tendiert. Diese ambivalenten Gefühle sind wohl am Anfang eines solchen Weges ganz normal, aber wenn die Entscheidung zur EZS erst einmal gefallen ist, dachte ich, hätte man diese hinter sich gelassen? Bei mir damals war es so, dass eigentlich die Vorfreude das beherrschende Gefühl war...Wenn ich es so sagen darf: Dein Entschluss, den Transfertermin etwas hinauszuschieben, ist sicher der Sinnvollere. Mit sovielen Wenns und Vielleicht zu einem Transfer zu fahren, ist wohl doch zu belastend. Was könnte es sein, das dir den Weg erleichtert bzw. die Entscheidung leichter macht? Lebensumstände, Beruf, Partner, all das steht fest. Ist es nur mehr Zeit, die du zum Reifen noch brauchst, oder vielleicht bekommst du ein Schlüsselerlebnis in den Weg gelegt, das deinen Entschluss festigt? Ich wünsche dir, dass du bald innerlich wieder zur Ruhe kommen kannst. Ein wenig Abstand zu gewinnen ist gar nicht so leicht, wenn die Gedanken im Kopf immer um ein Thema kreisen...
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Re: Eizellspende mit 46

Postby yourAngel on 07 Apr 2018, 22:06

Viele Frauen hier im Forum haben einen jahrelangen und steinigen Kinderwunschweg hinter sich. Oder sind in sehr jungen Jahren mit der Diagnose "Unfruchtbarkeit" konfrontiert worden.
Und deshalb ist für viele hier die EZS wie ein Geschenk, endlich die Möglichkeit, sich seinen Lebenstraum doch noch erfüllen zu können. Und wem das Kind nun genau ähnlich sieht, ob es auch schöne blaue Augen hat oder ähnliches, ist nicht so vordergründig. Auch dein genetisch eigenes Kind muss dir nicht ähneln, es ist immer ein wenig eine Zufallslotterie, welche Gene sich durchsetzen. Ich habe aufgrund deiner bisherigen Postings ein wenig den Eindruck, dass du dich irgendwie dazu gedrängt fühlst, dass es nicht wirklich ein heißer sehnsüchtiger und durch nichts zu beschwichtigender Kinderwunsch ist, der dich dazu treiben würde.
Ich würde erst weitermachen, wenn du dir in allen Punkten ganz sicher bist, und vor allem, wenn du dir auch ganz sicher bist, ein Kind aus EZS auch wirklich uneingeschränkt annehmen und lieben zu können. Das Recht eines kleinen zukünftigen Menschleins auf Raum in deinem Leben und deinem Herzen hätte für mich oberste Priorität bei einer solchen Entscheidung.
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Re: Eizellspende mit 46

Postby omega on 12 Apr 2018, 00:47

Viele Frauen hier im Forum haben einen jahrelangen und steinigen Kinderwunschweg hinter sich. Oder sind in sehr jungen Jahren mit der Diagnose "Unfruchtbarkeit" konfrontiert worden.
Und deshalb ist für viele hier die EZS wie ein Geschenk, endlich die Möglichkeit, sich seinen Lebenstraum doch noch erfüllen zu können. Und wem das Kind nun genau ähnlich sieht, ob es auch schöne blaue Augen hat oder ähnliches, ist nicht so vordergründig. Auch dein genetisch eigenes Kind muss dir nicht ähneln, es ist immer ein wenig eine Zufallslotterie, welche Gene sich durchsetzen. Ich habe aufgrund deiner bisherigen Postings ein wenig den Eindruck, dass du dich irgendwie dazu gedrängt fühlst, dass es nicht wirklich ein heißer sehnsüchtiger und durch nichts zu beschwichtigender Kinderwunsch ist, der dich dazu treiben würde.
Ich würde erst weitermachen, wenn du dir in allen Punkten ganz sicher bist, und vor allem, wenn du dir auch ganz sicher bist, ein Kind aus EZS auch wirklich uneingeschränkt annehmen und lieben zu können. Das Recht eines kleinen zukünftigen Menschleins auf Raum in deinem Leben und deinem Herzen hätte für mich oberste Priorität bei einer solchen Entscheidung.
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Re: Eizellspende mit 46

Postby omega on 21 Apr 2018, 02:02

Du bist nun jünger wie ich und hast sogar wie ich denke noch bessere Chancen Deinen Traum zu erfüllen. Mein Traummann kam, als ich 38 war und er 28. Wir haben ein Kind verloren, welches auf natürlichem Wege gezeugt wurde. Die zweite Schwangerschaft musste nach pränataler Diagnostik abgebrochen werden. Zu viele Schäden am ungeborenen Kind.
Wir waren alle sehr traurig. Ich muss dazu sagen, ich habe schon zwei Töchter im Alter von 22 Jahren. Der Vater hat uns damals sitzen lassen. Nach diesen Schwangerschaften gab es zwei Versuche der künstlichen Zeugung welche jedoch auch nicht so toll verliefen. Stand der Dinge jetzt. Bei den Eizellen gibt es nicht wirklich was zu holen, alle leer. Mich würde ja interessieren ... auch wenn jemand von den anderen mitliest ob es bei einer EZS bessere Chancen gibt.
Dieses eine Mal würde ich es noch einmal wagen ein Kind zusammen mit meinem Mann zu bekommen. Später wirklich nicht mehr.
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Re: Eizellspende mit 46

Postby Pika4u on 25 Apr 2018, 00:32

Jeder hat ein Recht auf Kenntnis seiner Abstammung, und außerdem sind Familiengeheimnisse etwas Schlechtes - das Kind würde wahrscheinlich immer das Gefühl haben, dass über irgendetwas nicht geredet werden soll. Die einhellige Meinung geht dahin, dass das Samenspende- oder Eizellspende-Kind mit diesem Wissen aufwachsen soll. Dass man bereits im Kleinkindalter immer wieder in kindgerechter Form darüber sprechen soll.
Samenspende-Kinder haben bereits in einigen Ländern mit eigentlich anonymer Spende das Recht gerichtlich erkämpft, den Namen ihres Erzeugers zu erfahren und mit diesem Kontakt aufnehmen zu können. Diese Entwicklung in der Rechtsprechung ist unaufhaltsam und m.E. gut. Für EZS-Kinder muss dasselbe gelten.
Ich glaube selbst auch, wenn ich selbst adoptiert oder EZS-Kind wäre, würde ich meine leiblichen Eltern/leibliche Mutter aus unendlicher Neugierde wenigstens einmal sehen wollen. Kann da aber nicht mitreden. Meine Meinung: Wenn man EZS in Anspruch nimmt, sollte man dies dem Kind von Anfang an nicht verheimlichen. Egal ob es offene oder anonyme Spende war, sollte man das Kind später dabei unterstützen, seine genetische Mutter zu suchen und Kontakt zu ihr aufzunehmen - wenn das Kind das will.
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