EZSP über 49

Re: EZSP über 49

Postby naDin on 19 Nov 2016, 00:54

Also meine kleine Eizellspendetochter ist mittlerweile 6 Monate alt und sieht nach so vielen Aussagen genauso aus wie ich als Baby...Nach Eizelllen uns Samenspende das nächste Wunder.
Ich bin den Mitarbeitern meiner Klinik in Tschechien eng verbunden, den Spendern unendlich dankbar. Ich wünsche euch, dass eure Schwangerschaften genauso problemlos weitergehen, wie bisher, meine war superschön, trotz aller Widrigkeiten. Ich bin jetzt 44. Meine große Tochter, jetzt 8, hier in Deutschland noch mit eigenem Eizellen und Samen entstanden, ist ebenso überglücklich, eine Schwester zu haben!
Ales Liebe
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Re: EZSP über 49

Postby Maria Waldfogel on 19 Nov 2016, 01:09

Ich stehe wenige Monate vor meinem 41. Geburtstag und hatte letztes Jahr richtig viel Stress mit dem Kinderwunsch. Die Kasse zahlt ja nur bis zum 40. und das wollte ich mitnehmen. Alle 3 IVFs und auch die unzähligen IUIs vorher waren leider komplett erfolglos. Seit diesem Sommer schlummern jetzt noch zwei oder drei Eisbären ...Wahnsinn, ich weiß noch nicht mehr, wieviele es sind. Die letzten Monate habe ich Abstand vom Forum gehalten und vom Kinderwunsch und ich muss sagen, es hat mir sehr gut getan. Insgesamt probieren wir nun bald seit 3 Jahren erfolglos. Allerdings bin ich in der sehr glücklichen Situation, dass ich bereits eine Tochte habe, die damals ganz schnell auf natürlichem Weg entstanden ist. Ich habe keine Ahnung, warum es nicht klappt und aktuell ist auch kein Grund bekannt. Halt nur das Alter. Nun bin ich drei Jahre älter und es wird nicht besser. Heute ist wieder mal ein ätzender Tag, weil ich doch noch immer auf eine Spontanschwangerschaft hoffe und heute die rote Pest eingetrudelt ist. Aber noch gebe ich nicht auf, obwohl ich mich langsam zu alt für ein Baby finde. Zumindest aus der Sicht des Babys. Aber lieber alte Eltern als gar nicht auf der Welt, oder?
Mir ist nicht bekannt, ob es Praxen gigt, die sich auf über 40 speziallisiert haben. Hast Du Deine Praxis gewechselt? Ich drücke Dir kräftig die Daumen, dass Deine 2. IVF gut läugt und Du bald schwanger bist.
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Re: EZSP über 49

Postby majorka4 on 19 Nov 2016, 01:11

Ich bin nur ein Jahr jünger als deine Schwester. Da ich meine große Liebe erst vor 6 Monaten traf, war uns beiden klar: es funktioniert nur mit einer Eizellspende. Obwohl der KiWu Arzt in Prag uns nur den Einsatz von einer Blastozysten empfahl, wollten wir auf Nummer sicher gehen und setzten zwei ein. Das Ergebnis dieser 1. ICSI ist: ich bin jetzt in der 11. SS-Woche mit Zwillingen. Entscheidend für den Erfolg ist das biologische Alter der Spenderin. Unsere Spenderin ist 25 Jahre jung. Mein FA in Deutschland sagt, es gebe keine zu alte Gebärmutter und hat mich damit ein wenig beruhigt, da ich aufgrund meines Alters sehr skeptisch bzw. beunruhigt bin (äußert sich z.B. in US-Abständen alle 10 Tage). Vielleicht habe ich dir einen kleinen Lichtblick damit geben können.
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Re: EZSP über 49

Postby Louisa1998 on 19 Nov 2016, 01:16

Ist deine Schwester inzwischen schon etwas vorangekommen in ihrer Entscheidungsfindung? Bei uns hat sich in dem einen Monat wahnsinnig viel getan. Wir haben nach unzähligem Hin und Her, aber vor allem auch vielen Gesprächen mit unserem KiWu Arzt, mit meiner Therapeutin und auch mit einer unabhängigen KiWu Pädagogin entschieden, eine Eizellspende zu machen. Den bisher geplanten Versuch mit eigenen Eizellen werden wir vermutlich davor auch gar nicht mehr machen. Die Gespräche haben mir echt die Angst vor einer EZS genommen und mit gleichzeitig gezeigt, wie gering die Chancen mit einer normalen ICSI in unserem Alter sind... Selbst wenn man es bis zu einem positiven SS Test schafft, heißt das angesichts der hohen Fehlgeburtsrate noch nichts... Das habe ich am eigenen Leib.
Wir haben jetzt Ende November einen Termin zum Erstgespräch und ich bin inzwischen total positiv gestimmt, dass das der richtige Weg für uns ist. Danke an alle hier, die uns mit ihren ermunternden Erfahrungsberichten bei unserer Entscheidung geholfen haben! Das tut echt so gut!
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Re: EZSP über 49

Postby Lisa_vogt on 19 Nov 2016, 01:20

Also ich brauche wegen vorzeitigen Wechseljahren eine EZS um unseren Kinderwunsch zu erfüllen. Ich kann euch noch den Ordner 40 empfehlen, da sind schon einige interessante Beiträge drin. Nachdem wir jetzt in Tampere registiriert sind und hoffen, dass wir nicht allzulange warten müssen, bis sich eine geeignete Spenderin gefunden hat. Ich bin im Moment total in Panik, nicht wegen der EZS sondern weil ich nicht weiß, ob es gut für mich ist, eine SS zu erzwingen. Ich bin bis auf hohen Blutdruck eigentlich gesund und fühle mich auch noch nicht alt aber irgendwie stresst mich die Aussicht auf eine Risikoschwangerschaft… Wie geht es euch so dabei? Bzw. die schon SS oder Eltern sind, hattet ihr Probleme?
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Re: EZSP über 49

Postby kühn on 19 Nov 2016, 01:25

Ich versuche mich gerade zum Thema Eizellspende schlau zu machen - so bin ich auch auf dieses Forum gestoßen. Bin selbst vor kurzem 48 geworden (mein Mann ist 50) und finde es wunderbar ermutigend, euch hier zu treffen. Eine Vorgeschichte mit KiWu Behandlungen habe ich keine, für mich ist also alles ziemlich neu. Ich lese, was ich in die Finger bekommen kann…
Im Moment sind wir auch schon beim Vergleichen von Kliniken in der Ukraine. Ist gar nicht einfach. Soweit ich mir ein Bild gemacht habe, sind die Unterschiede oft nicht groß, selbst Preisdifferenzen lösen sich manchmal auf, wenn man genauer hinsieht, was inkludiert ist oder nicht. Es läuft dann wohl darauf hinaus, wo man sich wohl fühlt. Wir werden also auch zu einem oder mehreren Erstgesprächen fahren, jetzt allerdings sind erst mal Email-Anfragen dran, ich hoffe, das hilft ein wenig weiter. Ich würde so gern gleich loslegen (ist ja auch nicht so, dass ich viel Zeit habe), aber leider ist zuerst noch eine OP fällig, eine Endozyste muss raus. Also bin ich gespannt wann und wie es weitergeht und ich freu mich auch darauf, euere Beiträge zu lesen!
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Re: EZSP über 49

Postby Fuchs on 19 Nov 2016, 01:38

Wir haben das Gleiche durchleben müssen und auch in der 21. Woche Fg hatten. Das Glück schien perfekt und von einem auf den anderen Tag - vor allem zu einer Zeit, wo man schon gar nicht mehr damit rechnet. Lass Euch aber alle Zeit der Welt, um alles ein bisschen zu verdauen und nutzt in dieser Zeit, die Hoffnung auf ein neues Glück als kleine Unterstützung dabei.
Wir sind gestern Abend nach unserem Termin bei IVF direkt wieder nach Hause gefahren, weil man Mann heute arbeiten muss. Eigentlich lief mit der Klinik alles perfekt - wir hatten einen super Eindruck von der Klinik selber und von der Ärztin. Sie war sehr nett und gleichzeitig kompetent und ehrlich. Leider hat der ganze Besuch am Ende aber dann doch eine unerwartete Wende genommen, weil mein Mann plötzlich kalte Füße bekommen hat. Nach einem wirklich guten und ausführlichen Gespräch (wo alles noch in Ordnung war), hat er sich während meiner Ultraschall Untersuchung noch mal die Unterlagen durchgelesen und dabei das Gefühl bekommen, dass er eine rote Linie überschreitet, weil sein Kinderwunsch nicht so groß ist wie meiner und er das Ganze eigentlich nur aus Liebe zu mir macht. Ich bin gerade völlig verzweifelt und durcheinander. Genau diese Sorge hatte ich die letzten Wochen immer. Aber er hat bisher so überzeugt gewirkt und mir meine Bedenken damit auch in Gesprächen immer genommen. Meine Therapeutin meinte damals, ich müsse meinem Mann zugestehen, dass er für sich selber entscheiden kann. Genau das tut er jetzt und ich kann all seine Bedenken absolut nachvollziehen. Bis zu unserem Kennenlernen, war ein Kind nie Thema für ihn. Dann haben wir es probiert und als ich schwanger war, er hat sich total gefreut. Er würde sich deshalb freuen, wenn es noch mal klappt, aber er kann sich genauso gut ein Leben nur mit mir vorstellen. Jetzt würden wir eine fremde Frau in unsere Beziehung lassen und es wäre in dem Sinn gar nicht mehr nur unser Kind, in dem er mich wiederfindet. Außerdem hat er sich zum ersten mal gefragt, wie unsere Umwelt darauf reagiert (ganz sicher mit völligem Unverständnis), wie unser Kind sich später verhält und ob wir es am Ende als fremd empfinden. Ich habe mich mit ihnen in den letzten Wochen auseinander gesetzt und sie geleitet von meinem starken Kinderwunsch beantwortet. Aber vielleicht sehe ich dadurch auch alles zu rosarot. Ich weiß gerade gar nicht mehr, was ich machen soll. Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass ein Überzeugter und ein starker Kinderwunsch zu wenig für einen solchen Schritt ist. Deshalb will ich meinen Mann auch nicht versuchen zu überreden.
Lieben Gruß
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Re: EZSP über 49

Postby eva2Abel on 19 Nov 2016, 01:40

Hallo! Ich kann nachvollziehen, was du dich fühlst! Die Männer sind da irgendwie schräg. Meiner findet die EZS ganz normal. Er hat erst gesagt "EZSP, klar können wir machen." Er jammert zwar ab und zu rum, dass es ja schon komisch wäre, da er mit mir ein Kind wollte und nicht mit einer anderen Frau. Dann erinnere ich ihn, dass ich aber keine eigenen Kinder haben kann. Und keine Kinder will er auch nicht. Ich habe das Gefühl er ist total in Panik dass die Spenderin mir nicht ähnelt. Er wollte den Doktor fragen ob er auch Körperform usw. als Anforderung angeben kann.
Ich bin sehr traurig, dass ich kein eigenes Kind haben kann, nicht meinen Vater oder meine Oma in ihm wiedererkennen... aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich nicht die gleiche Liebe für das Kind aus der EZS empfinden werde. Ich würde auch ein Kind adoptieren wenn wir da noch realistische Chancen hätten. Meinst du ein Mann hat Angst dass er dem Kind gegenüber nicht genug empfinden kann oder hat er Angst das Schicksal herauszufordern und dass dir oder dem Kind wieder etwas passieren könnte? Ich muss sagen ein Beratungsgespräch beim Psychologen ist bestimmt hilfreich um solche Ängste zu eliminieren. Habt ihr sowas gemacht?
eva2Abel
 
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Re: EZSP über 49

Postby Engeline on 19 Nov 2016, 01:45

Für mich war der Schritt zur EZSP keine große Sache, weil ich mich schon vor etlichen Jahren mal ausführlich mit Adoption beschäftigt habe. Ich hab selbst positve Erfahrungen in meinem Umfeld gemacht und war auch nie konservativ eingestellt, doch dann war ich selbst überrascht, welches Veränderungspotential meine Sicht zu verschiedenen Arten der Familiengründung noch hatte! Und die Frage des Alters - selbstverständlich beschäftigt mich die. Um egoistisch zu beginnen, die Statistiken bezüglich Schwangerschaftskomplikationen und Fehlgeburten lassen mich keineswegs kalt.
Um ehrlich zu sein, ich hatte bis vor Kurzem längst mit alternativen Lebensplanungen begonnen, die durchaus auch ihren Reiz hatten. Das heisst nicht, dass der Kinderwunsch bereits endgültig begraben war, aber ich kann mir selbst zuverlässig bestätigen, dass ich hier nicht auf auf einem blinden Ego bin oder sowas (würde mich wundern, wenn IVF jemandem dafür als geeignet erscheint, aber alles ist möglich). Ich bin einfach für mich zu der Überzeugung gekommen, dass ich es mir nicht verzeihen würde, wenn ich uns und einem Kind nicht wenigstens noch die Chance geben würde. Ich könnte beschließen, mich in ein bequemes Leben, finanziell abgesichert, schöner Job, Hobbies, Reisen zurückziehen um gemütlich älter zu werden. Aber ich glaube fest daran, dass mein Mann, ein Kind und ich davon profitieren, wenn wir uns das Leben gemeinsam samt allen Anstrengungen doch noch antun. Ich merke, dass ich nicht mehr fit bin wie mit 30, definitiv. Deshalb habe ich wieder mit regelmäßigem Sport begonnen. Das hilft eindeutig, einige Jährchen zurückzuschrauben was Ausdauer, allgemeines Wohlgefühl und längerfristige Chancen auf Gesundheit betrifft. Ich werde natürlich für mein Kind nicht mehr so lange da sein können, wie die meisten jungen Eltern.
Alles Liebe
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Re: EZSP über 49

Postby Bibolina on 19 Nov 2016, 01:50

Bei meiner ersten Tochter habe ich 2 Versuche in Deutschland gemacht und man riet mir wegen meiner schlechten Eizellen, dass ich über QAdoption oder Eizellspende nachdenken sollte. Bin dann nach USA gegangen, hatte da einen Versuch, bekam alle 5 Embryonen zurück und wurde mit meiner Tochter direkt ss. Fürs Geschwisterkind haben wir dann alle 3 Monate eine ICSI gemacht dort, es wurden insgesamt 4 und da meine Zeit lief, fragte ich meinen Doc nach dem letzten Transfer, ob ich, falls es negativ sein sollte, eine geführte Stimmu mit ihm machen könnte um so die 3 Monate bis zur nächsten ICSI auszunutzen. Ich hab dann wieder hochdosiert gespritzt, meine Gyn hier hat Ultraschalle gemacht. Ich habe ihm per Email die Daten durchgegeben, er sagte dann wann ich auslösen sollte und wann Geschlechtsverkehr und war dann 5-6 Tage drüber. Ich hatte mitte des Zyklus wieder Schmierblutungen gehabt, und dachte, dass ich wieder mal eine Follikelzyste habe, weil ich da bereits auf die Menopause zusteuerte und hab dann einen Test gemacht und er war positiv.
Für uns wäre eine EZSP nicht in Frage gekommen, wir hätten dann eher eine Auslandsadoption gemacht, was auch sehr teuer gewesen wäre.
Ich hatte das Glück ein Kind per ICSI zu bekommen und die kleine ist dann mehr oder weniger auf natürlichem Weg mit Hormonstimulation und per Email mit Hilfe meines Docs entstanden.
Allen die es weiter versuchen, wünsche ich viel Glück!
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