Kind mit Ü50?

Re: Kind mit Ü50?

Postby Louisa1998 on 14 Oct 2017, 21:59

Mit 50 ist die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt schon extrem hoch. Die Mehrzahl aller Schwangerschaften in diesem Alter endet so. Und eine FG ist nicht so etwas Lustiges, dass man das mal eben in Kauf nehmen kann. Tritt sie später ein, kann sei wegen schwerer Blutungen sogar lebensgefährlich werden. Die Wahrscheinlichkeit für ein Down-Kind liegt bei einer Frau von 50 Jahren schon annähernd bei 50 %. Auch die Fruchtwasseruntersuchung ist hier keine Garantie, denn es gibt auch Chromosomen-Anomalien und Behinderungen, die damit nicht erfasst werden können und die mit zunehmendem Alter der Eltern häufig werden. Dein "zurück zur Natur" klingt zwar einfach und schön - ist es aber leider nicht! Ich wollte niemals die künstliche Befruchtung in Frage stellen. Die ist sehr wichtig und richtig. Was ich skeptisch sehe bzw. wo ich noch zu keiner endgültigen Meinung gekommen bin, ist Folgendes: Wenn bei Frauen im Wechsel oder danach (Frauen um die 50 Jahre und älter) durch Eizellspende und hoher Hormonstimulanz versucht wird, eine Schwangerschaft herbeizuführen. Ich weiß nicht, ob das gut ist. Ob es nicht besser wäre, die Adoptionsrechte hier zu verändern, so dass diese Frauen zu Kinder kommen können.
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Re: Kind mit Ü50?

Postby tilda on 08 Nov 2017, 01:03

Ich bin ziemlich überrascht über eure Ansichten. Was ist denn "unmoralisch" daran, mit 50+ ein Kind zu bekommen? Ich verstehe nicht. Sterben kann man im Prinzip auch mit 30. Und körperlich nicht gut zu Recht, krank oder schlicht überfordert kann man sehr wohl auch mit 30 sein. Angesichts der heutigen Lebenserwartung finde ich es auch logisch, dass sich das Alter von Müttern nach oben verschiebt. Warum denn nicht? Die eigentliche Frage ist nur die, ob die Mutter und die Eltern das wollen und ob sie sich das zutrauen. Das muss jede werdende Mutter sich ehrlich fragen - ob mit 17, mit 28 oder eben mit 51. darauf kann man nur ganz individuelle Antworten finden. Und mit Natur sollte man schon gar nicht argumentieren. Denn dann sollte man auch keine Vorsorgeuntersuchungen machen, keinen Kaiserschnitt, keine Fläschchen mit künstlicher Milch füttern usw. Also: ich sehe darin im Prinzip kein Problem. Müssen die Mütter selber wissen.
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Re: Kind mit Ü50?

Postby Pika4u on 15 Nov 2017, 23:44

Hallo,
ich sehe das hier nicht so eng. Ich bin fast 42 Jahre, habe 2 Kids und wir wünschen uns noch ein drittes. Wieso solltest Du es nicht versuchen. Meine persönliche Grenze ist 45 Jahre, aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht so einen großen Abstand zwischen den Kids haben will, beruflich wieder mehr einsteigen will und ich nicht nach einer gewissen Zeit wieder mit dem "Babykram" anfangen will. Das biologische Alter, sagt ja nun wirklich nicht aus wie man sich fühlt. Manche Leute sind bereits mit 30 Jahren steinalt in der "Birne". Ich kann durchaus mit dem Fitte manch 20 jähriger mithalten. Und Argumente, man wäre dann schon alt und klapprig, wenn das Kind älter ist, kann man nicht so pauschalisieren. Es gibt leider auch Eltern die in jungen Jahren chronisch krank werden und versterben. Lasse Dir von niemanden reinreden und macht es so wie ihr (Dein Mann und Du) es für richtig hält.
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Re: Kind mit Ü50?

Postby omega on 26 Nov 2017, 03:13

Ob Sie sich richtig einschätzen weiss ich nicht genau, und ich finde auch, dass mit 50 schon ein Punkt erreicht ist, wo man nicht mehr mit aller Gewalt versuchen sollte schwanger zu werden. Aber die AP schreibt auch, dass sie schaut, ob es auf natürlichem Wege nochmal klappt und ist sich wohl bewusst, dass die Chance da sehr klein ist. Mir selber wäre es einfach zu viel, ich bin mit Anfang 38 zum 2. Mal Mutter geworden, das erste mal mit 31. Und der Kleine war von Anfang an sehr fordernd und kein Bilderbuchkind. Jetzt mit 44 kann ich für mich sagen: Manchmal wünschte ich schon, ich hätte früher angefangen mit dem Kinder bekommen. Wenn ich über 50 bin kommt der Kleine in die Pubertät und eigentlich hab ich da gar keine Lust drauf...und das dann mit 63 bewältigen? Oder sogar noch ein behindertes Kind versorgen? Aber das ist meine Meinung, ich fühlte mich zu alt und will das nicht nochmal. Hier aber zu sagen: du musst nicht mehr Mama spielen, finde ich dennoch nicht ganz korrekt; klar wird sie nicht mehr wie 25 aussehen, selbst wenn: der Körper hat nunmal das Alter, da gibt’s nix zu rütteln. Aber wenn Sie es versucht und es klappt tatsächlich dann muss Sie da durch...man wächst mit seinen Aufgaben!
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Re: Kind mit Ü50?

Postby Fuchs on 09 Dec 2017, 00:19

Ob Sie sich richtig einschätzen weiss ich nicht genau, und ich finde auch, dass mit 50 schon ein Punkt erreicht ist, wo man nicht mehr mit aller Gewalt versuchen sollte schwanger zu werden. Aber die AP schreibt auch, dass sie schaut, ob es auf natürlichem Wege nochmal klappt und ist sich wohl bewusst, dass die Chance da sehr klein ist. Mir selber wäre es einfach zu viel, ich bin mit Anfang 38 zum 2. Mal Mutter geworden, das erste mal mit 31. Und der Kleine war von Anfang an sehr fordernd und kein Bilderbuchkind. Jetzt mit 44 kann ich für mich sagen: Manchmal wünschte ich schon, ich hätte früher angefangen mit dem Kinder bekommen. Wenn ich über 50 bin kommt der Kleine in die Pubertät und eigentlich hab ich da gar keine Lust drauf...und das dann mit 63 bewältigen? Oder sogar noch ein behindertes Kind versorgen? Aber das ist meine Meinung, ich fühlte mich zu alt und will das nicht nochmal. Hier aber zu sagen: du musst nicht mehr Mama spielen, finde ich dennoch nicht ganz korrekt; klar wird sie nicht mehr wie 25 aussehen, selbst wenn: der Körper hat nunmal das Alter, da gibt’s nix zu rütteln. Aber wenn Sie es versucht und es klappt tatsächlich dann muss Sie da durch...man wächst mit seinen Aufgaben!
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Re: Kind mit Ü50?

Postby Louisa1998 on 10 Dec 2017, 20:53

Du bist nunmal 50...auch wenn Du aussiehst wir 30...ich sehe auch nicht aus wie 40, werde immer jünger geschätzt aber ich bin es. Ich finde eben das Risiko zu hoch und ich bin felsenfest überzeugt, dass es eh nicht klappen wird. Mein Gyn sagte nach 45 ist es nahezu unmöglich so schwanger zu werden, er habe noch keine Frau begleitet die in dem Alter natürlich empfangen hat...und ich denke, das hat die Natur so eingerichtet dass man in dem Alter dann doch eher Enkelkinder hütet. Sorry aber Du rechtfertigst hier einen mega egoistischen Wunsch...Leben schenken usw. Du willst das Mutterglück nochmal erleben...nur Du. Hattest Du nicht Zeit genug? Nimm ein Kind in Pflege, gibt genug Kids die ein schlechtes zu Hause haben. Ich kann Deinen Wunsch weder nachvollziehen noch finde ich es zu rechtfertigen...und ja wir können verhüten und leben nicht mehr im Mittelalter...zum Glück. Ich kann einfach nur den Kopf schütteln wenn eine Frau in dem Alter überlegt nochmal schwanger zu werden... sorry. Ist nunmal meine Meinung dazu, aber es ist ja nicht mein Leben und wenn es Dich glücklich macht dann wünsche ich die viel Glück dabei
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Re: Kind mit Ü50?

Postby Louisa1998 on 13 Dec 2017, 02:37

Hallo, ich sehe das hier nicht so eng. Ich bin fast 42 Jahre, habe 2 Kids und wir wünschen uns noch ein drittes. Wieso solltest Du es nicht versuchen. Meine persönliche Grenze ist 45 Jahre, aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht so einen großen Abstand zwischen den Kids haben will, beruflich wieder mehr einsteigen will und ich nicht nach einer gewissen Zeit wieder mit dem "Babykram" anfangen will. Das biologische Alter, sagt ja nun wirklich nicht aus wie man sich fühlt. Manche Leute sind bereits mit 30 Jahren steinalt in der "Birne". Ich kann durchaus mit dem Fitte manch 20 jähriger mithalten. Und Argumente, man wäre dann schon alt und klapprig, wenn das Kind älter ist, kann man nicht so pauschalisieren. Es gibt leider auch Eltern die in jungen Jahren chronisch krank werden und versterben. Lasse Dir von niemanden reinreden und macht es so wie ihr (Dein Mann und Du) es für richtig hält.
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Re: Kind mit Ü50?

Postby naDin on 15 Dec 2017, 02:27

Ich bin single Frau, werde im 2018 50 und wünsche mir immer noch ein Kind. Dreimal habe ich in einer festen Partnerschaft gelebt. In der ersten war ich noch sehr jung und wollte keine Kinder. Mein zweiter Partner wollte anfangs Kinder, meinte dann irgendwann er hätte keine Lust seinen Lebensstil wegen Kindern aufzugeben. Beim dritten war ich vermutlich schon im Beginn der Wechseljahre. Ich bin in drei Jahren zweimal schwanger geworden und zweimal wachte ich eines Nachts in einer großen Blutlache auf. Die Partnerschaft ist zerbrochen. Das ist fast 7 Jahre her und seitdem bin ich ohne Partner. Der Kinderwunsch ist geblieben. Den Partner kann man nicht herbei zaubern und inzwischen habe ich die Wechseljahre abgeschlossen. Was bleibt also. Vermutlich Eizellen-und Samenspende im Ausland. Dazu gehört Mut. Unsere Gesellschaft macht aus jeder Frau jenseits der Menopause eine Großmutter, obwohl unsere Lebenserwartung viel höher ist als noch vor 100 Jahren und wir auch gesünder sind, dank besserer Ernährung und auch Medizin. Und Großmütter haben in unserer Gesellschaft offenbar kein Recht auf Muttergefühle und Mutter sein.
Gibt es hier noch andere Frauen in meiner Situation, die über Eizellenspende im Ausland nachdenken? Würde sehr gerne Meinungen austauschen und vielleicht eine Freundin finden, mit der ich gemeinsam das unmögliche in Angriff nehme.
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Re: Kind mit Ü50?

Postby Maria Waldfogel on 13 Jan 2018, 22:23

Hallo, mit 50 ist die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt schon extrem hoch. Die Mehrzahl aller Schwangerschaften in diesem Alter endet so. Und eine FG ist nicht so etwas Lustiges, dass man das mal eben in Kauf nehmen kann. Tritt sie später ein, kann sei wegen schwerer Blutungen sogar lebensgefährlich werden. Die Wahrscheinlichkeit für ein Down-Kind liegt bei einer Frau von 50 Jahren schon annähernd bei 50 %. Auch die Fruchtwasseruntersuchung ist hier keine Garantie, denn es gibt auch Chromosomen-Anomalien und Behinderungen, die damit nicht erfasst werden können und die mit zunehmendem Alter der Eltern häufig werden. Dein "zurück zur Natur" klingt zwar einfach und schön - ist es aber leider nicht! Ich wollte niemals die künstliche Befruchtung in Frage stellen. Die ist sehr wichtig und richtig. Was ich skeptisch sehe bzw. wo ich noch zu keiner endgültigen Meinung gekommen bin, ist Folgendes: Wenn bei Frauen im Wechsel oder danach (Frauen um die 50 Jahre und älter) durch Eizellspende und hoher Hormonstimulation versucht wird, eine Schwangerschaft herbeizuführen. Ich weiß nicht, ob das gut ist. Ob es nicht besser wäre, die Adoptionsrechte hier zu verändern, so dass diese Frauen zu Kinder kommen können.
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