Kinderlos bleiben?

Re: Kinderlos bleiben?

Postby Lisa_vogt on 23 Feb 2018, 01:52

Ich habe letzte Woche eine Adoptivmama gesprochen. Sie hat einen 11-jährigen Adoptivsohn und eine 9-jährige leibliche Tochter. Zur Geschichte. Kinderwunsch blieb unerfüllt. Die Ärzte sagten, dass sie keine Kinder bekommen kann. Sie ging den steinigen Weg und adoptierte dann einen Jungen (1Jahr und 2 Monate alt damals). Kurze Zeit später wurde sie auf natürlichen Weg doch schwanger. Sie hatte eine schwere SS. Den Jungen hätte sie wieder abgeben können, hat sie aber nicht gewollt. Der Junge konnte nichts. War star entwicklungsverzögert. Er bekam jede mögliche Förderung... Die leibliche Mutter hat in der SS viel geraucht, Alkohol getrunken und Drogen genommen. Später hat sie sogar die Nahrung verweigert. Der Junge geht zwar in eine normale Schule aber er hat es sehr schwer. Ist immer unruhig, kann sich nicht konzentrieren. Sie meinte zu mir, dass sie mit ihrem Sohn gut zurechtkommt, nur das Umfeld nicht. Ihre Tochter muss immer zurück stecken, da der Junge bei allem Unterstützung braucht. Egal wie schwierig, sie liebt den Jungen genau so wie die Tochter. Toll oder?
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Re: Kinderlos bleiben?

Postby omega on 08 Mar 2018, 22:49

Ich glaube gar nicht, dass du das böse oder verletzend gemeint hat, letzten Endes ist jede Entscheidung, die wir in unserer besonderen Lage treffen müssen (auch die Eizellspende), eine Gewissensentscheidung und was für den einen ein emotionales Problem ist, ist für den anderen u.U. weniger schwerwiegend. Da fällt niemand ein Urteil über den anderen, jeder kann nur für sich in seiner eigenen Situation zusammen mit seinem Partner entscheiden, was richtig ist.
Aber um auf deine Frage zurückzukommen, was uns dazu veranlasst, so viele Strapazen auf uns zu nehmen: Ich glaube, zum einen ist es wirklich in uns angelegt. Es ist doch einfach natürlich, zusammen mit dem Mann, den man liebt, ein Kind zu wollen und diese Liebe dann an dieses Kind weiterzugeben, oder? Dann sehe ich noch die Frage nach dem Sinn im Leben. Das heißt nicht, dass eine Frau ohne Kind kein sinnvolles Leben führen kann, aber jeder stellt sich doch irgendwann die Frage, was von einem übrig bleibt, wenn man selbst irgendwann einmal nicht mehr da ist. Das kann ein eigenes Kind sein oder eben eine andere Aufgabe - vielleicht karitativ? Mir persönlich wäre es z.B. zu wenig, nur schöne Reisen zu unternehmen, wobei ich auch eine Kollegin kenne, die ihr Leben genau so gestaltet und durchaus glücklich und ausgeglichen wirkt...Der soziale Druck ist bestimmt bei dem einen oder anderen auch da, aber ich glaube, das hängt stark vom Umfeld ab. Wie sieht's der Rest?
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Re: Kinderlos bleiben?

Postby tilda on 14 Mar 2018, 16:57

Ich würde mich sehr über einen Austausch freuen! Die letzte FG ist 2 Monate her. Über Adoption haben wir immer mal wieder nachgedacht, können es uns von der Sache her auch vorstellen, haben jedoch Bedenken, einen weiteren Prozess, der dann auch wiederum mindestens 2 Jahre dauert - mit ungewissem Ausgang - zu beginnen. Die letzten 5 Jahre waren emotional einfach schon unglaublich anstrengend. Dazu kommt, dass ich bereits über 40 bin, mein Mann fast 50, d.h. wenn dann Auslandsadoption (womit wir kein grundsätzliches Problem hätten) aber dann eben auch wenig Aussicht auf ein Kind unter zwei Jahren. Und da bin ich mir einfach nicht sicher, ob das unseres ist. Weniger wegen Faktors, sondern vielmehr ein Kind, dass im Heimatland schon erste Bindungen und bewusste Erfahrungen hat und ich mir einfach nicht sicher bin, ob es so gut ist, ein solches Kind dann aus dem kulturellen Kontext zu reißen. Aber vielleicht sind das auch alles nur Ausreden...weil mir die aktuell die Kraft fehlt, mich darauf einzulassen. Bei Pflege ist für uns das Problem, dass man alles mit den leiblichen Eltern abstimmen muss - und da es durchaus sein kann, dass wir beruflich noch mal ins Ausland gehen, ist das dann wohl leider ein Ausschluss Kriterium. Aktuell fange ich einfach ganz bewusst an, den Gedanken zuzulassen dass wir aller Wahrscheinlichkeit uns damit abfinden müssen dass unser Leben kinderlos bleibt. Die letzten Jahre mit den Behandlungen, Hoffnungen und Enttäuschungen haben unser Leben (und auch den Alltag) relativ stark bestimmt und da wünsche ich mir jetzt einfach einen guten Weg unsere Perspektive der Aufmerksamkeit zu ändern. Liebe Grüße
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Re: Kinderlos bleiben?

Postby trixis on 11 Apr 2018, 23:56

Ich habe mich in letzter Zeit oft gefragt, warum wir eigentlich so sehr Kinder wollen. Es ist im Endeffekt eine instinktive Sache der Arterhaltung. Wir erhalten aber eigentlich nicht unsere Art wenn wir Kinder mit fremden Genen aufziehen. Wenn man sich darüber nicht im Klaren ist, macht man sich etwas vor. Die Gefühle sind womöglich dieselben aber wir haben uns eigentlich nicht wirklich selbst reproduziert. Manchmal sehe ich meine Hände an und denke, dass sie komplett wie die meiner Mutter aussehen und es spendet mir Trost und ich habe das Gefühl, dass sie in mir weiterlebt. Gleichzeitig werde ich mir aber darüber bewusst, dass mit meinem Tod, egal, ob erfolgreiche EZS oder nicht, auch die Art meiner Mutter endgültig sterben wird. Aber das ist vielleicht gar nicht so schlimm.
Vielleicht hat eine höhere Macht seine Gründe warum wir keine Kinder bekommen sollen. Vielleicht sind es sogar gut gemeinte Gründe. Vielleicht sollen wir uns eben nicht für einen kleinen Menschen, der nach 16 Jahren so oder so seiner eigenen Wege geht, so aufopfern sondern es uns gut gehen lassen und einfach mal ein bisschen egoistisch sein. Ab jetzt sollten vielleicht alle Muttis nicht mehr mitlesen. Menschen sind Egoisten und sie bekommen aus purem Narzissmus Kinder. Kinder sind die größten Egoisten. Erst später, nach jahrelanger Schwerstarbeit erlernen sie soziales Verhalten. Warum tut man sich das an? Ich weiß, dass ich jetzt sehr provokative Sachen schreibe und ich will wirklich niemanden ärgern. Wenn ich das jetzt mache, entschuldige ich mich schon im Voraus. Aber es geht ja hier um einen Austausch und vielleicht wäre es sinnvoll auch mal ein bisschen die Sinnlosigkeit des Kinderkriegens anzuleuchten. Diese Argumente haben mir in meiner Auseinandersetzung mit meiner Kinderlosigkeit sehr weitergeholfen. Natürlich will ich trotzdem unbedingt so ein brüllendes, süßes Kind aber die Gründe sind total irrational.
Liebe Grüße
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Re: Kinderlos bleiben?

Postby yourAngel on 20 Apr 2018, 00:05

Auch ich habe mit 16 die Diagnose kinderlos leben bekommen. Da hat es mich getroffen aber ich konnte mich noch nicht richtig damit auseinander setzen. Als der richtige Partner da war, war die Sache dann schon ein Top-Thema. Untersuchung hin und her Ergebnis war das Gleiche. Ein Kind musste her. Adoptionsantrag und Eizellenspende lief parallel. Ja ich darf mich sehr sehr glücklich schätzen der erste Treffer war positiv. Ich habe einen wunderbaren 5 jährigen Sohn. Aber wie schon einige schreiben. Der soziale Druck ist enorm was das Thema Kinder angeht. Wir hatten dieses eine Kind und nicht das ich damit nicht zufrieden gewesen wäre ich musste weiter machen. Aber warum? Beste Freundin bekam das Dritte, Schwester das Zweite, Kinder und Kinder um mich herum. Und als mein Mann einen schweren Unfall hatte und wir Monate später bei einem Heilpraktiker saßen, schaute er mich an und sagte: Warum wollen Sie eigentlich noch ein Weiteres Kind? Ich saß total bescheuert da und wusste auf diese Frage spontan keine Antwort. Das hat mich so beschäftigt. Ich liebe meinen Sohn über alles aber auch Kinder stellen einem enorm auf die Probe. Ich persönlich finde die Verantwortung die man hat teilweise unerträglich. Die Ängste die Sorgen, weil man sein Kind über alles liebt. Wenn es krank ist und weint man aber überhaupt keine Ahnung hat, was es hat und sich manchmal total Überfordert fühlt etc. Und ich wusste wirklich nicht, ob ich so was nochmal mitmachen kann.
Nicht das mich jetzt irgendjemand falsch versteht. Meine Kinder sind das Wichtigste in meinem Leben und ich bin froh diesen Schritt gemacht zu haben. Ich würde es auch immer wieder tun. Es ist zwar kein Trost aber freut euch an eurem bisherigen Leben. Unternehmt was, freut euch über eine glückliche Beziehung und das Euch jemand liebt. Auch das sind alles wertvolle Dinge die man mit den Jahren vergisst. Manchmal bin ich total gestresst und blicke neidisch auf Frauen die in Ruhe spazieren gehen oder einkaufen sind.
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Re: Kinderlos bleiben?

Postby Engeline on 23 Apr 2018, 00:55

Du sprichst mir aus der Seele! Ich habe mich an dieselben Gedanken geklammert wie Du, und es hat mir in gewisser Weise geholfen, die Diagnose etwas erträglicher zu machen... Nach dem 3. gescheiterten Versuch haben wir ebenfalls versucht uns ein Leben ohne Kinder vorzustellen und überlegt, wie wir diese Lücke füllen können. Das Resultat war eine dritte Katze. Es war so schön, was Lebendiges, Warmes und Weiches in den Armen zu halten, auch wenn mir immer bewusst war, dass es eben kein Baby ist. Allerdings war dieser Wunsch nach einem Kind dann trotzdem noch so übermächtig, dass wir beschlossen haben, es nochmal zu probieren. Ich bin aber sehr skeptisch an die Sache rangegangen und hatte auch nicht viel Hoffnung, dass es klappt. War vielleicht auch eine Art Selbstschutz. Und wenn diese drei Versuche auch nicht geklappt hätten, hätten wir definitiv aufgehört...Und Du hast Recht, Kinder sind absolute Egoisten, die keine Rücksicht kennen und nehmen. Ich finde es auch sehr schwer mir vorzustellen, dass so viele Menschen keine Organe spenden wollen. Ich habe schon seit unzähligen Jahren einen Spenderausweis und bin froh zu wissen, dass, wenn mein Leben endet, ich noch für mindestens einen oder sogar mehrere Menschen lebensrettend bin. Damit schließt sich der Kreis wieder und es gibt mir ein gutes Gefühl. Ich glaube, dieses Gefühl des Wartens und des möglichen Todes ist nochmals eine ganz andere Dimension als das hier. Und es freut mich, dass bei Dir alles geklappt hat und Du lebst!
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Re: Kinderlos bleiben?

Postby Engeline on 09 May 2018, 22:07

Mir geht es ähnlich. So viel Versuche und alles hat nichts gebracht. Ich habe vor einem halben Jahr alle Medikamente abgesetzt und bekomme nun die Quittung dafür! Mein Mann will einfach nicht mehr, dieses auf und ab den Gefühlen und dieses tiefe Tal der Tränen- wenn wieder die Blutung oder ein Negativ kam. Für ihn ist das Thema durch und er möchte nichts mehr davon hören! Er hat Angst um mich, da durch das Absetzen der ganzen Hormone nun so viele negative Sachen gekommen sind. Er befürchtet, wenn wir weiter machen, dass es mit meiner Gesundheit noch schlechter wird. Ich habe mich nun schweren Herzens dazu entschieden erst ein Mal das Thema zur Seite zu legen. Vielleicht sieht es in 2 oder 3 Jahren schon wieder anders aus und wir versuchen noch mal eine Eizellspende oder auch nicht. Dieses alles hat uns in den letzten Jahren so viel Kraft (vom Geld nicht zu sprechen) gekostet. Es ist Zeit seinen Lebensmittelpunkt auch einmal auf andere Dinge zu konzentrieren. Leider bekommen mal wieder so viele in der unmittelbaren Umgebung Babys so dass er mir sehr, sehr schwer fällt. Auch mein Schwager hat sein 1 Kind bekommen und nun dreht sich alles um diesen kleinen Wurm. Weihnachten haben wir deswegen das erste Mal alleine gefeiert, da ich keine Lust auf blöde Fragen hatte. Viele Grüße
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Re: Kinderlos bleiben?

Postby Siri on 29 May 2018, 20:18

Ich habe 7 EZS versuche hinter mir, 8 Jahre auf und ab. Unzählige Diskussionen, Therapie. Mein Körper fühlt sich an, wie verbraucht. Gesundheit angeknackst und ich war ausgebrannt mit 46 Jahren. Heute, 2 Jahre später, haben wir einen kleinen Jungen. Er ist adoptiert aus Russland. Ich würde immer wieder unseren Kleinen adoptieren, er ist der süßeste Junge, hübsch, klug und und und...Du hast geschrieben, dass die Kinder schon im Heimatland schon erste Bindungen erlebt haben. Nein, noch schlimmer, sie haben gar keine sichere Bindung erlebt (es sei denn, die Eltern sind verstorben und sie deswegen ins Heim kamen). Das macht alles noch anstrengender. Es ist schon sehr anstrengend, denn die Kinder fordern 150 % Aufmerksamkeit und Nähe. Gleichzeitig wollen sie ihre erworbene Autonomie bewahren und kommen teilweise mit direkte Nähe nicht klar. D.h., du solltest wirklich in dich hineinhören, ob du es körperlich und seelisch schaffen würdest. Ich habe den Fehler gemacht, dass wir direkt nach die Behandlungen mit der Ado angefangen haben. Der Prozess war genauso anstrengend, wie die Behandlungen vorher.
Folge ist, dass ich etwas ermüdet bin und manchmal zweifle ich, ob dem Kind wirklich das geben kann, was er braucht. Und noch was: Ich würde sagen, ich bin jetzt nicht glücklicher als vorher. Vielleicht kommt noch, wir stehen noch am Anfang :-) Ganz liebe Grüße
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Re: Kinderlos bleiben?

Postby naDin on 07 Jun 2018, 22:09

Zum Thema "Leihmutter" kann ich mich der Meinung von anderen nur anschließen. Es ist einfach sehr problematisch, die Kinder aus dem jeweiligen Land nach Deutschland zu bringen und ob von den Organisationen wirklich darauf geachtet wird, dass es den Leihmüttern gut geht...Ich habe gehört, dass in der Ukraine keine Probleme damit gibt, die Klinik hilft bei allen Dokumenten und man kann problemlos nach Deutschland reisen. Ich weiß es nicht, bin da aber sehr skeptisch! Und was, wenn die Leihmutter doch während der Schwangerschaft nach der Geburt Gefühle für das Kind entwickelt, das sie immerhin 40 Wochen ausgetragen hat? Außerdem finde ich bei einer Adoption bzw. Pflegschaft den Gedanken sehr schön, einem bereits geborenen Kind, das ansonsten nicht so gute Voraussetzungen hätte, einen guten Start ins Leben zu geben. Allerdings ist der Wunsch nach größtmöglicher Normalität natürlich auch da und jedes dieser Kinder hat bestimmt ein mehr oder weniger großes Päckchen zu tragen. Man kann mit Liebe bestimmt viele Wunden heilen, aber man hat natürlich auch das Risiko der Überforderung! Und selbst, wenn man sich diese bestimmt große Aufgabe zutraut - was ist dann mit dem Partner? Empfindet er es genauso? Alles nicht so einfach... LG
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Re: Kinderlos bleiben?

Postby Engeline on 10 Jun 2018, 01:24

Ich muss sagen, mir geht es ähnlich. So viel Versuche und alles hat nichts gebracht. Ich habe vor einem halben Jahr alle Medikamente abgesetzt und bekomme nun die Quittung dafür! Mein Mann will einfach nicht mehr, dieses auf und ab den Gefühlen und dieses tiefe Tal der Tränen- wenn wieder die Blutung oder ein Negativ kam. Für ihn ist das Thema durch und er möchte nichts mehr davon hören! Er hat Angst um mich, da durch das Absetzen der ganzen Hormone nun so viele negative Sachen gekommen sind. Er befürchtet, wenn wir weiter machen, dass es mit meiner Gesundheit noch schlechter wird. Ich habe mich nun schweren Herzens dazu entschieden erst ein Mal das Thema zur Seite zu legen. Vielleicht sieht es in 2 oder 3 Jahren schon wieder anders aus und wir versuchen noch mal eine Eizellspende oder auch nicht. Dieses alles hat uns in den letzten Jahren so viel Kraft (vom Geld nicht zu sprechen) gekostet. Es ist Zeit seinen Lebensmittelpunkt auch einmal auf andere Dinge zu konzentrieren. Leider bekommen mal wieder so viele in der unmittelbaren Umgebung Babys so dass er mir sehr, sehr schwer fällt. Auch mein Schwager hat sein 1 Kind bekommen und nun dreht sich alles um diesen kleinen Wurm. Weihnachten haben wir deswegen das erste Mal alleine gefeiert, da ich keine Lust auf blöde Fragen hatte. Viele Grüße
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