Keine Eizellen mehr((

Re: Keine Eizellen mehr((

Postby sofi_e on 11 Apr 2018, 22:35

Nach meiner Erfahrung mit meiner Mutter kann ich nur sagen: sprich mit ihr. Ich habe ihr deutlich gesagt, dass ich ihre aufbauenden Worte nicht mehr brauche. Bei ihr war es immer gut gemeint und am Ende für mich immer viel schlimmer. Nun ist sie seit ein paar Monaten ruhig und mir geht es besser damit. Ich spreche dann lieber mit einer guten Freundin über das Thema. Meine Mutter weiß, dass sie nicht mehr mit mir über das Thema reden darf. Sie hat es akzeptiert, auch wenn es ihr sicherlich schwer fällt. Das darf und kann man aber auch erwarten, wenn man Erwachsen ist und seine eigenen Entscheidungen trifft.
Schlag Ihr doch vor, dass Du dem Kind beibringst sie beim Vornamen zu nennen. Das ist vielleicht nicht schön, aber eine Alternative. Außerdem: das Kind soll doch zu Deinem Mann und zu Dir kommen. Deine Mutter hat damit nur am Rande etwas zu tun. Natürlich wäre sie unterstützend mal ganz nett und die Freude zu teilen ist gleich viel schöner, aber wenn es nicht klappt, dann klappt es eben nicht mit ihr. Letztes Jahr sagte meine alte Frauenärztin: ihre Gebärmutterschleimhaut ist nicht richtig aufgebaut. Ich habe viel mit meiner Gebärmutter gesprochen. Sie mir visualisiert. Mir versucht vorzustellen wie sie sich reinigt bei der Menstruation und hinterher schön durchblutet aufbaut. Über meine Gebärmutterschleimhaut wird seitdem nicht mehr geredet. Nun werden meine Eierstöcke ins Visier genommen. Der KiWu-Arzt mäkelt etwas an ihnen herum. Bezeichnet sie als nicht aktiv. Was mir persönlich sehr geholfen hat, ist Akupunktur. Seit ich damit vor 2 Monaten angefangen habe, habe ich das Thema mit meiner Mutter geheilt. Ich kann darüber sprechen ohne zu heulen. Es ist nicht mehr MEIN Kinderwunschproblem. Es ist überhaupt nicht mehr mein Problem. Ich wünsche Dir Kraft, dass Du die Probleme mit Deiner Mutter beleuchten. Viele Grüße
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Re: Keine Eizellen mehr((

Postby Siri on 14 Apr 2018, 20:41

Hallo Ihr Lieben,
ich bin 37 und hatte vor 1,5 Jahren in der 7.ten Woche eine Fehlgeburt. Seitdem versuchen wir es, doch ohne Erfolg. Habe eine gute Heilpraktikerin gefunden, welche auch Fruchtbarkeitsmassage macht. Ich war voller Enthusiasmus, doch ohne Erfolg. So landeten wir in einer Kinderwunschklinik. Der Schock: ich habe so gut wie keinen Vorratsspeicher mehr an Eizellen. Der Arzt sagte, das wird schwierig. So fingen wir dann an mit der ICSI Therapie: Spritzen in Höchstdosis, die er verschreiben darf, ich war gelassen und so voller Vertrauen, dass es klappt. Dann die Kontrolle: die Follikel zu wenig und zu klein, also 2 Tage weiter spritzen und wieder Kontrolle. Diesmal 2 große links und 3 rechts. Super überglücklich zur Entnahme immer noch positiv gestimmt. Alles gut überstanden und dann der Schock: Leider war es nur eine Eizelle, die ist aber reif, so die Biologin. Ab da war mir klar, es war alles umsonst. Mein Mann musste anrufen den Tag darauf, weil mir die Courage fehlte. Leider hat sich nix getan, sie ließ sich nicht befruchten. Das Kontrollgespräch mit meinem FA verlief wie erwartet, Eizellenspende möglich aber nicht in Deutschland oder ein weiterer Versuch, aber er weiß nicht, ob ich wieder keine Eizellen mehr produziere. Meine Werte seine eigentlich nicht so schlecht, zwar unter dem was normal (>1, mein Wert 0,78), aber es dürfte laut FA nicht so ein Ergebnis dabei rauskommen. Und ich war mir so sicher. Nun weiß ich nicht, was ich tun soll. Emotionalkörpertherapie, Hypnotherapie, ein 2ter Versuch oder nix mehr. Leider muss ich auch sagen, dass ich von dem Tag an, wo ich meine Tage bekam von meiner Mutter zu hören bekam, wag dich und werde schwanger. Ich will mich so früh noch nicht Oma schimpfen. Sie bekam mich mit gerade 19. Angeblich war ich ein Wunschkind, doch heute bekäme sie keine Kinder mehr, nachdem was sie heute weiß (nach mir kamen noch 2 Jungs, da war ich 11 und 16). Ist das mein Problem? Oder sind es existentielle Ängste, ebenfalls von meiner Mutter geschürt. Ich wollte eigentlich auch nie Kinder, noch nie, bis mir mein Mann begegnete und nun klappt es nicht, vielleicht bin ich auch selber schuld.
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Re: Keine Eizellen mehr((

Postby Louisa1998 on 06 May 2018, 00:27

Bei mir blieb mit 35 die Periode aus. Mein Frauenarzt und weitere Spezialisten diagnostizierten vorzeitige Menopause. Dies war ein riesen Schock für mich. Vor allem da ich noch keine Kinder hatte und der Wunsch danach groß war. Erst zu diesem Zeitpunkt erfuhr ich auch, dass zwei meiner Tanten davon betroffen sind. Also genetisch veranlagt. Mein Frauenarzt verschrieb mir HET. Allgemein wurde ich mit dieser Diagnose sehr allein gelassen. Ich kam nicht damit zurecht. Fühlte mich, wie eine alte Frau und hatte Depressionen. Ein halbes Jahr später lernte ich meinen jetzigen Mann kennen. Er wusste von Anfang an von meiner Unfruchtbarkeit. Ein halbes Jahr später, war ich schwanger. Ich merkte es in der 5. Woche und setzte gleich die HET ab. Die Schwangerschaft verlief ganz normal, außer dass ich eine Weile brauchte, dies alles zu realisieren. Unser kleiner ist gesund und munter. Die Ärzte reden von einem Wunder. Nach der Schwangerschaft hatte ich wieder Wechseljahrbeschwerden und meine Hormonwerte waren noch schlechter, wie zuvor. Also wieder HET. Ich kam mit den Hormonen nicht klar. Daher wechselte ich den Frauenarzt. Bei dem probierte ich verschiedene HET aus. Momentan nehme ich Cliovelle. Der Vorteil ist dabei, dass ich keine Periode habe und dadurch nicht die starken Menstruationsschmerzen. Doch vor kurzem reichte die Dosis nicht mehr aus. Ich hatte starke Hitzewallungen und Gemütsschwankungen. Also nehme ich nun vom gleichen Präparat eine höhere Dosis. Allgemein fühle ich mich mit diesem Thema sehr allein gelassen. Ich habe oft Depressionen und Selbstzweifel. Ebenso leide ich unter starken Nacken- und Kopfschmerzen. Wer dies nicht selber hat, weiß gar nicht, was diese Krankheit für eine seelische und körperliche Belastung ist. Mein größtes Glück und Wunder ist mein kleiner Junge. Auch wenn ein zweites Kind nicht möglich sein wird. Hat von euch jemand Erfahrung mit den Nebenwirkungen, vor allem mit starken Kopfschmerzen, die eine HET mit sich bringt?
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Re: Keine Eizellen mehr((

Postby yourAngel on 15 May 2018, 01:17

Ich bin mit 38 Jahren in der vorzeitigen Menopause, ich hab einen Partner (wir haben noch keine Kinder) und wir wünschen uns nichts anderes als eine Familie. Im letzten halben Jahr ist es mir psychisch und physisch nicht gut gegangen, ich hatte meine Periode immer pünktlich, und ich konnte mir den veränderten körperlichen Zustand nicht erklären (Schweißausbrüche, Schlafstörungen, emotionale Labilität). Vermutlich die Arbeit, die Nachtdienste, der Stress dachte ich mir. Nachdem wir 6 Monate an unserem Kinderwunsch gebastelt haben, war die Diagnose nach dem Hormonstatus selbstverständlich ein Stich mitten ins Herz. Nach endlosen Untersuchungen, nach einem psychischen Down mit viel trauriger Wut, versuche Vieles in meinem Leben umzukrempeln, sitz ich hier, und möchte mich mit anderen Betroffenen austauschen.
Die Chancen auf eine Schwangerschaft sind zwar reduziert (5-10 % innerhalb der nächsten 10 Jahre), wobei die individuelle Chance einer Frau nicht vorhersagbar ist. Das Klimakterium dauert zumeist mehrere Jahre, und es ist davon auszugehen, dass zumindest hin und wieder eine Ovulation auftritt mit zunehmendem Alter natürlich seltener. Eine Hormonersatztherapie ist unbedingt notwendig, wenn Sie in meinem Alter in die Menopause kommen. Es gibt Präparate mit und ohne Monatsblutung, ich für mich bevorzuge ein Präparat mit Blutung, da es mir natürlicher erscheint. Noch etwas Wichtiges: Die Langzeitrisiken: (Brustkrebs, Gebärmutterkrebs usw.) sind nicht vergleichbar mit denen der Hormonersatztherapie mit 50 Jahren. Sie ersetzten quasi nur die Hormone, die Ihnen in Ihrem Alter fehlen und bis zum 50. Lebensjahr sowieso hätten! In diesem Alter sollten Sie das Präparat spätestens schleichend absetzten und die normale Menopause einleiten.
Es gibt die Möglichkeit des Follikelmonitoring`s Sie gehen öfter zum Gynäkologen und es wird ein Ultraschall gemacht, um zu schauen, ob Follikel reifen. Wenn Follikel auftauchen (selten aber doch), kann man sich überlegen es auf natürlichem Weg zu versuchen, oder Sie probieren künstliche Befruchtung. Besprechen sie das mit Ihrem Arzt. Wenn Ihr Arzt sagt, keine Chance, suchen Sie sich einen anderen, der Ihnen entgegenkommt! Sprechen Sie Ihren Gynäkologen auf das Anti-Müller-Hormon an, dies ist ein guter Parameter, der vieles über die Eierstockreserve aussagt. Das hilft einem auch, die eigenen Chancen auf eine Schwangerschaft einzuschätzen. Die Hormonersatztherapie hat keinen Einfluss auf den Eisprung weder förderlich, noch hinderlich. Es gibt die Möglichkeit der Fremd Eizellspende. Diese Methode ist in Österreich, Deutschland verboten, und bringt viele moralische Fragen mit sich, die Sie für sich selbst beantworten müssen. Lassen Sie sich nicht entmutigen! Ich sage mir immer wieder es gibt viel Schlimmeres, was einem Wiederfahren kann-, natürlich ist es furchtbar…
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Re: Keine Eizellen mehr((

Postby paprik_a on 24 May 2018, 02:11

Hallo,
ich kann es auch noch nicht fassen, dass ich in den vorzeitigen Wechseljahren sein soll. Ich bin 34 und war noch vor 5 Monaten schwanger, anscheinend das erste und letzte mal, da es eine Fehlgeburt war und jetzt sind meine Eierstöcke tot! Nach der Fehlgeburt setzte meine Blutung erstmal 6 Wochen aus, danach hatte ich 7-14 Tag keine Blutungen...alles total arrhythmisch...ich war vor 10 Wochen bei meiner FÄ und die meinte da wäre alles in Ordnung. Seit Monaten habe ich starke Hitzewallungen und übelsten Bluthochdruck, ich hatte meine alte FÄ gebeten einen Hormonspiegel machen zu lassen und sie meinte nur, dass sie das nicht machen, da ich eh keine Pille nehmen wollen würde. Dann war ich bei meiner HÄ und die sagte, ich solle mir schleunigst eine 2te Meinung einholen und einen Hormonspiegel machen lassen...Seit gestern habe ich die Diagnose, dass ich in den frühzeitigen Wechseljahren bin!
Ich bin mit meinem Mann 15 Jahre zusammen, die Kinderplanung habe ich aufgrund meines Studiums, das ich auf dem 2. Bildungsweg mache, hinausgeschoben. Anfang des Jahres haben wir mit der Planung angefangen und war beim ersten Mal ohne Verhütung schwanger! Ich fass es nicht von einer Spontanschwangerschaft zur Unfruchtbarkeit. Seit Jahren habe ich auch extreme Rückenschmerzen und habe nun Angst vor Osteoporose. Ich stehe gerade am Anfang meiner Diagnose und fühl mich echt allein! Ich blick da auch nicht so wirklich durch...wie lange vorher man schon Symptome hat und wann das zu Ende ist. Mein Mann hat das alles noch gar nicht verarbeitet...ich auch nicht. Jetzt ist die Frage wie es weitergehen soll. Habt ihr Erfahrungen mit nicht synthetischen Hormonen gemacht, also mit bioidentischen Hormonen? Danke im Voraus für eure Erfahrungen.
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Re: Keine Eizellen mehr((

Postby yourAngel on 28 May 2018, 00:39

Meine Freundin und ihr neuer Ehemann waren in einer KiWu Klinik und mussten sich bereits mit der Idee eines Eizellenspende-Programms auseinandersetzen. Das war ein ziemlicher Schock, besonders da auf der männlichen Seite alles in Ordnung war und auch ihres AMH und FSH-Werte recht gut waren. Was meiner Freundin passierte, reflektiert die Realität der meisten anderen Frauen in ihrem Alter: sie haben zwar immer noch Eizellen übrig, aber die sind nicht mehr in der Lage, ein neues Leben zu starten. Ja, eine Eizellenspende ist eine großartige Gelegenheit und alle Frauen, die sich heutzutage mit Fruchtbarkeitsproblemen auseinandersetzen müssen, sollten tagtäglich froh und dankbar dafür sein, dass solche Programme existieren. Vorhergehende Generationen hätten von solchen Möglichkeiten nicht einmal träumen können.
Eizellenspenden können Beziehungen und Ehen retten, können Frauen ohne eigenen Eizellen noch zu Mütter machen und denen einen komplett neuen Sinn fürs Leben geben, wenn alle anderen Optionen scheitern. Aber auch mit 41 hat eine durchschnittliche Frau noch einige Eizellen übrig. Daher ist immer noch Material vorhanden und die Möglichkeit ein eigenes Kind zu bekommen, sollte nicht einfach verworfen werden! Wenn bereits so viel Zeit damit verbracht wurde, zu probieren schwanger zu werden, dann werden 6-8 weitere Monate in Ihren frühen 40er keinen großen Unterschied mehr machen. Nehmen Sie sich also mindestens ein halbes Jahr Zeit und verbessern Sie die Qualität Ihrer eigenen Eizellen so sehr wie möglich und werden Sie schwanger mit diesen – entweder natürlich oder durch IVFs.
Viele Frauen sind sich nicht darüber bewusst, dass der weibliche Körper auch noch im fortgeschrittenen Alter (Mitte 40 oder sogar noch später für eine gesunde Frau) schwanger werden kann, nur, dass dann höchstwahrcheinlich keine Eizellen vorhanden sind.
Meiner Meinung nach werden Spender erst dann relevant, wenn ein Eizellenvorrat komplett aufgebraucht ist, vorher kann sich eine Frau darauf konzentrieren ihre eigenen Eizellenreserven zu verbessern.
Ob Sie einem Eizellenspender-Programm mit 41, 45 oder noch später beitreten macht keinen Unterschied in Bezug auf ein positives Ergebnis aus. IVF-Behandlungen mit Spender-Eizellen haben Erfolgsquoten ähnlich denen bei jungen Frauen (etwa 30%), warum also nicht erst die eigenen biologischen Karten ausspielen?
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Re: Keine Eizellen mehr((

Postby Ruth on 29 May 2018, 22:47

Hallo, das tut mir schrecklich leid! Meinst du wg den Wechseljahren?? Ich bin 32 und habe bei diesem Versuch, wo ich grad mitten in der Stimmu bin, nur 3 Eizellen mehr nicht! Erst haben die Ärzte überlegt abzubrechen, weil ich schon bei 12 Zyklustagtag bin und sich nicht wirklich was tut. Aber anhand Blutwerte ist alles ok! Es kann bei mir passieren, dass ich beim nächsten Versuch auch keine mehr habe. Aber die Ärzte müssen doch zu dir sagen können wie es aussieht? Und ich Denkmal schon an den Blutwerten. Frag nochmal nach!!! Oder erkundige dich wenn du keine richtige Auskunft bekommst in einer anderen Klinik. Kopf hoch! Liebe Grüße
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Re: Keine Eizellen mehr((

Postby trixis on 07 Jun 2018, 21:40

Ich bin 37 Jahre alt und der AMH ist ca. 1 oder 1,1, ich weiß nicht genau. Vor 2,5 Jahren bin ich mit IVF ss geworden und habe eine gesunde Tochter auf die Welt gebracht. Wir wollten schon immer ein Geschwisterchen für sie, hatten als sie 1 Jahr alt geworden ist 2 erfolglose IVFs unternommen, 1x hatte ich bei voller Hormonladung 4 Eizellen, davon 2 konnten eingesetzt werden (negativ) und bei der zweiten nur 3 Eizellen, davon war nur 1 gebrauchbar und dazu auch noch letztendlich negativ ausgefallen. Dazu kam noch, dass unsere Tochter vor 6 Wochen tödlich verunglückt ist und ich sitze verzweifelt hier nur rum, weiß nicht wohin mit dem Schmerz. Ich habe eine Horrorvorstellung, dass ich nie mehr Kinder haben werde, dass die Werte eigentlich immer schlimmer werden und dass es nix mehr wird. Daher versuche ich mich an so positiven Beispielen festzuhalten. Im Moment kann ich so wie so keine künstl. Befruchtung machen...es ist alles zu schmerzhaft und irreal...aber ich habe nichts anderes als diese Gedanken...dass viell. doch noch ein kleines Licht für uns leuchtet.
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Re: Keine Eizellen mehr((

Postby Siri on 16 Jun 2018, 22:39

Hallo,
bei PCO ist es so, dass Du mit Hormonen eine bestimmte Schwellendosis überschreiten musst, bevor die Follikel überhaupt loswachsen. Gibt man zu wenig, tut sich gar nichts, gibt man zu viel, landet man direkt in der Überstimulation. Ich vermute bei Dir, dass diese Schwellendosis etwas höher liegt als bei anderen PCO-Patientinnen, die sehr wenig FSH brauchen.
Aber es spricht doch eigentlich gar nichts dagegen, dass Du, wenn Du etwas höher als momentan stimulierst, genügend von Deinen Antralfollikeln zum Wachsen bringen kannst.
Prinzipiell ist die erste Stimu für IVF/ICSI bei allen Patientinnen ein Schuss ins Blaue. Bei manchen passt es direkt, bei manchen noch nicht. Für die Eizellqualität bei PCO wichtig ist, dass Dein LH-Wert und Testosteronwert möglichst nah am Normbereich liegen. Evtl. kann ein Langzeitpillenzyklus im Vorfeld da positiv wirken.
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Re: Keine Eizellen mehr((

Postby paprik_a on 20 Jun 2018, 22:09

Hallo, man kann auf natürlichem Wege sehr lange Kinder bekommen, je nachdem, wie lange man Eisprünge hat und wann man in die Wechseljahre kommt. Manche Frauen haben mit Mitte 40 keine Eisprünge mehr, manche schon früher, manche sind bis über 50 Jahre fruchtbar. Das Problem ist hierbei aber, dass spätere Schwangerschaften ein höheres Fehlgeburtsrisiko haben und natürlich ein höheres Risiko von genetischen Störungen. Eine Bekannte von mir ist mit 53 Jahren auf natürlichem Wege und ohne Nachhilfe schwanger geworden. Das Baby ist aber ein Down-Kind. Sie wusste um das Risiko, hat sich aber trotzdem für das Kind entschieden. Die Wahrscheinlichkeit für ein Down-Kind ist in diesem Alter schon ca. bei 1:1 bis 1:2. Im sehr gehobenen Alter gehen außerdem die meisten Schwangerschaften schon früh von selbst ab.
Einigermaßen risiko-arm kannst Du bis ca. 40 Jahre schwanger werden. Hier ist die Down-Quote ca. bei 1:100 und die Zahl der FGs noch nicht gravierend erhöht. Natürlich gibt's auch viele Frauen, die mit 44 oder später gesunde Kinder nach problemloser SS bekommen. Ich selbst habe mit 39 mein zweites Kind bekommen - alles verlief prima. Ich brauchte allerdings etwas länger, um ss zu werden, als noch mit 32, und ich musste Clomifen nehmen (wegen hormoneller Schwäche).
paprik_a
 
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