EZSP

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Postby Louisa1998 on 08 Jul 2018, 00:00

Bist Du inzwischen schon etwas vorangekommen in Deiner Entscheidungsfindung? Bei uns hat sich in dem einen Monat wahnsinnig viel getan. Wir haben nach unzähligem Hin und Her, aber vor allem auch vielen Gesprächen mit unserem KiWu Arzt, mit meiner Therapeutin und auch mit einer unabhängigen KiWu Pädagogin entschieden, eine Eizellspende zu machen. Den bisher geplanten Versuch mit eigenen Eizellen werden wir vermutlich davor auch gar nicht mehr machen. Die Gespräche Haben mir echt die Angst vor einer EZS genommen und mit gleichzeitig gezeigt, wie gering die Chancen mit einer normalen ICSI in unserem Alter sind... Selbst wenn man es bis zu einem positiven SS Test schafft, heißt das angesichts der hohen Fehlgeburtsrate noch nichts... Das habe ich am eigenen Leib. Wir haben jetzt Ende April einen Termin zum Erstgespräch in Brünn und ich bin inzwischen total positiv gestimmt, dass das der richtige Weg für uns ist. Danke an alle hier, die uns mit ihren ermunternden Erfahrungsberichten bei unserer Entscheidung geholfen haben!
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Re: EZSP

Postby Nala on 17 Aug 2018, 00:59

Nach 10 Jahren vergeblichem Kinderwunsch und diversen KiWu Behandlungen und Fehlgeburten haben wir uns letzten Herbst für eine EZ Spende entschieden und sind zu BioTexCom in Kiew. Nach 2 Wochen hatte sich eine Spenderin gefunden, mit Zyklusanpassung etc. hat es dann bis Mitte Dezember gedauert für den ersten Transfer. 2 Blastos. Biochemische Schwangerschaft, extrauterin. Dauerte leider sehr lange, bis ds HcG abgebaut war und ich einen neuen Zyklus starten konnte. Gerade läuft der zweite Versuch mit 1 Kryo Blasotzyste. Wir haben uns auf Empfehlung der Klinik nun für den Single Transfer entschieden, da die Zwillingsrate wohl recht hoch ist. SST ist am Montag, ich halt es kaum aus. Leider war ich schon mehrfach schwanger, es hat aber nie über die 9. Woche hinaus durchgehalten, daher bin ich bei einem positiven SST immer noch etwas verhalten freudig. Ich sollte vielleicht noch dazusagen, dass ich inzwischen 48 bin, mein Mann 40.
Auch ich denke manchmal, wie ich wohl mit den negativen Kommentaren aus der Umwelt zurechtkommen werde, sollte es klappen. Ich selbst fühle mich überhaupt nicht alt und ich denke, das ist das Problem. Das tatsächliche Alter weicht von meiner inneren Uhr ab. Und der Kinderwunsch verschwindet halt nicht einfach ab einem gewissen Alter. Wo soll er auch hin?
Wie schön, dass es viele Frauen gibt, die sich getraut haben, auch mit Ende 40 den Weg zu gehen!
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Re: EZSP

Postby Engeline on 26 Aug 2018, 01:35

Das ist immer wieder niederschmetternd, wenn man so gehofft hat und dann doch wieder nur Enttäuschung erlebt. Leider gibt es für nichts eine Garantie, außer dass man zuerst viel bezahlt für einen Versuch. Ich war mit meinen eigenen EZ bei 3 Versuchen 3 mal schwanger, dachte dann auch, es ist besser auf EZS umzusteigen und bei mir war bei 3 Versuchen mit fremden Eizellen nie eine Einnistung. Daher verstehe ich dich nur zu gut, wie enttäuscht man ist. Aber leider ist auch bei EZS oftmals notwendig, etliche Versuche zu machen, bis sich dann doch ein Erfolg einstellt. Wenn man so die Lebensgeschichten hier in den Foren liest, habe viele der Mitglieder einen wahren Marathon hinter sich. Man liest soviel, dass man das noch versuchen sollte und jenes noch helfen kann. Ich habe mich entschlossen, nicht mehr zu googeln und auf mein Bauchgefühl zu hören. Je mehr man sich hineinsteigert, umso verbissener und verkrampfter wird man. Ich wage in Cz noch einen Versuch im August und dann werde ich es lassen. Bin dann auch zu alt. 45 ist ja wirklich schon hart an der Grenze. Ich möchte nicht, dass mein Kind dann in die Pubertät kommt, wenn ich 70 bin. Ich drück fest die Daumen für den Kryoversuch. Immerhin braucht man für das große Glück nur einen Embryo.
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Re: EZSP

Postby Ruth on 05 Sep 2018, 22:36

Hallo, von mir gibt es auch gute Erfahrungen: Hatte zwei erfolglose ICSI-Versuche und habe mich dann direkt für EZS entschieden, da ich mittlerweile 46 bin. Uns wurde zuerst IVI Valencia empfohlen. Das mag vor einigen Jahren noch gestimmt haben. Mittlerweile ist daraus ein echter Abzocker-Verein geworden: Die Beratung ist miserabel - die Kommunikation war nur rudimentär möglich. Die EZ-Spenderinnen sind für Ausländer vermutlich auch nicht wirklich gut. Dafür sind die Kosten am höchsten von allen Kliniken, die wir uns angeschaut haben. Das schlimmste von allem war jedoch, dass bei mir ein Transfer vorgenommen wurde, obwohl die Schleimhautdicke nur bei 4,6 mm lag. Von anderen Ärzten haben wir dann den Hinweis bekommen, dass ein Transfer unter 9 mm völlig aussichtslos ist. Ich habe Valencia damit konfrontiert, mit folgendem Ergebnis: 1. Man hat versucht die email meiner Ärztin zu fälschen, da man unter 9 mm eigentlich auch keinen Transfer vornimmt. 2. Nachdem ich die Original-Email nochmal vorgelegt habe, wurde die Korrespondenz einfach abgebrochen. Wir habe dann den nächsten Versuch in Kiew gestartet und uns nach drei Gesprächen (alle Kliniken haben einen sehr guten Eindruck gemacht) für BioTexCom entschieden. Sehr nette Betreuung, sehr gutes Labor, offensichtlich hochwertige EZ, 100 % Befruchtungsquote bei uns, 80 % Blastoquote, Transfer von einem Embryo, bin mittlerweile im 8. Monat einer wirklich problemlosen Schwangerschaft. Es gibt keine Garantien - aber ein Versuch ist es auf jedem Fall wert! Ich drücke die Daumen.
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Re: EZSP

Postby Nala on 14 Sep 2018, 21:46

Ich selbst bin da immer vorsichtig. Generell gibt es überall Menschen die haben mit etwas sehr gute Erfahrungen gemacht, und sehr negative Erfahrungen. Generell sage ich, weder gibt es in der Ukraine, Tschechien, Spanien nur gute noch schlechte Kliniken. Denke jeder sollte reflektiert an das Thema herangehen, seinen eigenen Empfindungen ein hohes Maß zukommen lassen. Sicher auch der Meinung und Erfahrungen anderer Betroffenen mit anhören oder lesen ist nicht verkehrt, aber niemand sollte vergessen: Jeder hat seine eigene Geschichte auch Krankheitsgeschichte und somit kann eine Klink nicht unbedingt nach "gut" oder "schlecht" bewertet werden. Ich hatte als erste Klinik damals eine in Kopenhagen ausgewählt, mit sehr gutem Ruf, auf meine Anfrage kam eine etwas unbeholfene Mail mit "keine Ahnung, 2 % vielleicht" zurück. Zunächst etwas baff, dachte ich mir aber bei genauem Hinterfragen, dass ich aufgrund meiner Geschichte gar nicht als Patient in Frage käme, weil die rechtlichen Voraussetzungen gar nicht gegeben sind. Die Dame wusste halt wohl auch nicht so wirklich wie damit umzugehen bzw. war aufgrund der sprachlichen Barriere etwas unglücklich gelandet. Sicher nicht, also schön auf das eigene Gefühl verlassen, egal ob Tschechien, Spanien oder welches Land auch immer, es soll sogar Menschen geben, die in Deutschland mit repro-med. schwanger werden (auch wenn es durchaus in der Regel ewig dauert).
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Re: EZSP

Postby majorka4 on 20 Sep 2018, 01:51

Hallo,
mein Freund, 39, und ich, 47, leben seit zwei Jahren zusammen. Aus erster Ehe habe ich bereits 2 Kinder auf natürlichem Weg bekommen. Zunächst könnte ich mir auch nicht vorstellen, noch ein Kind zu bekommen. Doch nach vielen Gesprächen und Gedanken fingen wir an, es zu versuchen. Tatsächlich wurde ich im Sommer 2015 zwei Mal spontan schwanger. Leider bekam ich beide Male in der 6. Woche Blutungen, mit denen die Schwangerschaften endeten. Danach geschah nichts mehr. Im Dezember 2016 begaben wir uns in eine Kiwu-Praxis. Doch auch die hormonelle Stimulation mit bis zu 8 Eizellen führte nicht zum Erfolg. Mit dem Thema EZS haben wir uns bereits zu Beginn der Behandlung auseinandergesetzt. Da ich schon 2 leibliche Kinder habe und mein Freund einen Adoptivbruder hat, haben wir überhaupt kein Problem damit. Im Gegenteil, für mich bedeuten die EZ einer jungen Spenderin, dass ich mir weniger Sorgen machen muss. Morgen haben wir den ersten Termin in der Gynem-Klinik in Ukraine. Sämtliche Fragen wurden umgehend beantwortet, einen Termin hätten wir schon vor zwei Wochen haben können. So langsam steigt die Aufregung, unsere Hoffnungen sind groß. Gerne werde ich über unsere Erfahrungen berichten, freue mich natürlich auch sehr über eure Nachrichten! Liebe Grüße!
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