eizellreifestörung

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Postby Lisa_vogt on 18 Mar 2017, 22:28

Hallo an Euch! Ich bin 37, habe schon Kinder und möchte noch einmal ein Kind. Wir üben jetzt 5 Monate. Nachdem ich festgestellt habe, dass ich ständig Schmierblutungen habe, hat meine FÄ meine Schilddrüse per Blut untersucht und gesagt, dass mein TSH zu hoch ist. Seither nehme ich L-Thyroxin und der Wert ist gut. Da die Blutungen aber nicht besser werden hat mich meine FÄ nun in ein KiWuZenrtum geschickt. Die haben auch Blut abgenommen (TSH und Hormone). Der TSH sei ok. Die Hormone sind so schlecht, dass ich daher eine Eizellreifestörung habe. Daher wohl auch in der 2. ZH Blutungen. Sie bot mir nun an, das ganze per Spritzen anzuregen. Sie sprach von Ultraschall 9-11 ZT im nächsten Zyklus und dann Gabe der 2 Spritzen um die Eizellen gegebenenfalls zu stimulieren. Danach wird der ES ausgelöst. Das geht dann alles ganz schnell meinte sie. Wir verlieren wohl keine weiteren Zyklen. Muss das wirklich mit Spritzen sein? Ich weiß dass es östrogenhaltige Salben gibt bzw. auch Clomifen. Für die 2.ZH nehme ich momentan Utrogestan, was auch gut hilft. Das half damals auch schon vor der Schwangerschaft bei meiner Tochter. Davon riet mir diese Ärztin aber komplett ab. Das bringe eh nichts. Ich hab mit meiner Krankenkasse telefoniert und die sagten mir, dass so eine Behandlung erst einmal genehmig werden muss. Also nichts mit schnell. Die KK zahlt wohl auch nur 50% für 3 Versuche. Danach zahlen wir wohl alles selbst. Wer von Euch hat hier Erfahrung damit und kann mir helfen, ich kenne mich nun überhaupt nicht mehr aus? Was kostet so eine Behandlung mit den Spritzen und führen diese dann zum Erfolg? Ich kam mir vor wie eine Nummer und nicht wie ein Mensch behandelt
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Re: eizellreifestörung

Postby Nala on 18 Mar 2017, 22:30

Werden dir denn Eizellen entnommen oder Sperma injiziert? Wenn nein, handelt es sich nur um Gvnp und muss nicht genehmigt werden, das zahlt die KK auch bei unverheirateten Paaren. Wenn ja, muss es vorher genehmigt werden und ihr bekommt, je nach KK, 50-100% für 3 versuche. Aber auch nur, wenn ihr verheiratet seid. Spritzen bringen einen besseren Erfolg, gerade auch wegen deinem Alter und AMH- Wert. Clomifen wäre eine Möglichkeit, aber nicht die beste. Wurde ein Spermiogramm schon gemacht? Da alles gut? Egal welche Form der Behandlung, eine Erfolgsgarantie gibt es nie, sei dir dessen bitte bewusst. Es kann trotzdem lange dauern (und teuer werden) oder auch gar nicht klappen. Bei der Schilddrüse bitte immer auch die freien Werte bestimmen und danach einstellen!
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Re: eizellreifestörung

Postby sofi_e on 18 Mar 2017, 22:39

Häufig hängt auch ein später ES mit einer Eireifungsstörung zusammen. Aber mal was anderes: Ich hatte selber eine GKS, meine zweite ZH war um die 7-10 Tage lang und mein Progesteronwert bei ES+7 deutlich zu niedrig. Ich hatte mir viel dazu angelesen und mein FA meinte damals das gleiche: Lieber direkt stimulieren, Progestan helfe nicht. Ich bin im Netz aber auch mehrere Fälle gestoßen, bei denen trotzdem das Progestan geholfen hatte und zu einer Schwangerschaft führte. Da ich die Progestan Einnahme als den geringeren Eingriff einschätzte als eine Stimu, wollte ich es erst so ausprobieren und habe darauf bestanden es erstmal 3 Monate zu testen bevor ich mit der Stimu starte. Mein FA hat es dann verschrieben. Im ersten Zyklus mit Progestan kam mein ES um ZT 20 herum. Die zweite Zyklushälfte war dann natürlich länger als zuvor und als ich bei ZT14 negativ testete, setzte ich es ab und die Mens kam 2 Tage später. Im folgenden Zyklus lief es dann aber anders: Der ES kam so früh wie noch nie bei ZT16. Die Tempikurve war viel ruhiger als sonst. Ich konnte es mir nur so erklären, dass meine Hormonlage durch den hoheren Progesteronspiegel in der letzten zweiten Hälfte irgendwie mehr im Gleichgewicht war. In dem Monat wurde ich auch schwanger. Parallel dazu war ich in eine KiWu gegangen weil ich ja perspektivisch eh schon die Stimu plante und kein Clomifen nehmen wollte und mein FA mir nichts anderes anbieten konnte. Leider war es eine FG in der 7 SSW, das hatte aber nichts mit dem Progesteronwert zu tun sondern es war ein Windei. Ich in den Zyklen nach der FG habe ich dann auch stimuliert, was unter anderem aber mit einer Endozyste und der Diagnose von Endometriose zu tun hatte und im Endeffekt wurde ich ein halbes Jahr später mit einer Stimu wieder schwanger. Ich würde es immer wieder erst mit Progestan versuchen und nicht direkt zur Stimu greifen
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Re: eizellreifestörung

Postby Fuchs on 18 Mar 2017, 22:41

Ich habe das auch. Die Hormone FSH und LH reichen dann einfach nicht aus um das Ei reifen zu lassen und zum richtigen Zeitpunkt springen zu lassen. Es spingt dann gar kein Ei oder ein nur unreifes, welches sich nicht befruchten läßt. Dann entseht auch kaum ein Gelbkörper. Und die Regelblutung wird nicht richtig ausgelöst. Ein Arzt hat mir mal gesagt, dass es dann ein Spirale nach unten wird, weil alle 3 Hormone von einander abhängen. Bei mir wurde dann durch die Pille der Prozess unterbrochen und dann wurde ich auch inerhalb 3 Monaten schwanger. Leider eine Fehlgeburt. Jetzt nach der Fehlgeburt hab ich es wieder aber diesmal hilft wohl nichts mehr. Man kann es auch umgehen indem man von außen Stimmuliert. Dein Arzt wird wohl jetzt erst mal sehen welches Hormon nicht im Einklang ist und dann sehen was man dagegen tun kann. Ich hoffe dass es dann bei euch bald klappt.
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Re: eizellreifestörung

Postby naDin on 18 Mar 2017, 22:47

Ich habe auch Eizellreifestörung. Habe damals bei meinem ehemaligem FA auch Clomi bekommen, allerdings nicht sehr lange, kam dann eine BS dazwischen und später habe ich den FA gewechselt, da der FA bei dem ich jetzt bin sich ebenfalls auf Kiwu spezialisiert hat... Hat dann mehrere Zyklen Zyklusmontoring gemacht und hat das bestätigt, dass ich entweder keinen. Es habe und wenn dann viel zu spät... Naja dann hat er mir Hormonspritzen verordnet und ich hatte im Januar meine erste Stimulation, hat leider gleich zur Überstimulation geführt und seitdem pausiere ich noch...muss erstmal neue Kraft tanken und zur Ruhe kommen. Seit diesem Zyklus trank ich Himbeerblättertee (soll sich ja sehr gut auf die Eizellreifung auswirken) und nehme noch Hömöopathie und ich muss sagen mein Es war diesen Monat 6 Tage eher (letzter war er am 30.Tag und diesen am 24.Tag) also ist das ein Fortschritt. Mal schauen wann ich mich wieder dazu bereit fühle einen neuen Versuch zu starten. Auch kann man übrigens auch mit späten Es schwanger werden allerdings muss da die zweite Zyklushälfte lang genug sein... meine Freundin ist vor kurzem ss geworden mit Es am ca. 23 Tag also du siehst es ist doch alles möglich! Also bist nicht alleine!
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Re: eizellreifestörung

Postby Windchen210 on 18 Mar 2017, 22:49

Ich hab PCO, das SG meines Mannes war auch nicht so doll. Mehrere Ärzte sagten uns, so wird das nix. Wir hatten 3 IUIs, davon 2 negativ, eine FG. Danach wollten wir vor ca. 1 Jahr in die IVF starten, der Antrag war durch, hatte schon das Rezept fürs Gonal zuhause. Dann bin ich spontan im Urlaub schwanger geworden (ES am 19. ZT), leider ein MA mit Ausschabung in der 10. SSW. Dann ein Monat Pause, anschließend ein ewig langer Zyklus. Im darauffolgenden Zyklus war wieder ewig kein ES in Sicht und wir beschlossen, im nächsten wieder die IVF-Behandlung zu beginnen. Mußten wir aber nicht mehr, denn ich war wieder spontan schwanger (ES am 25. ZT). Ich bin jetzt in der 31. SSW. Alles sieht gut aus, es wird ein Mädchen. Ich drück dir ganz doll die Daumen!
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Re: eizellreifestörung

Postby trixis on 18 Mar 2017, 22:51

Prinzipiell kann man das wohl so definitiv nicht sagen. Allerdings ist der Progesteronmangel bzw. die Gelbkörperschwäche wohl regelmäßig die Folge einer unzureichenden Eizellreifung und sollte daher eher mit leichter Stimulation in der ersten Zyklushälfte behandelt werden. Klick mal auf das Wort Gelbkörperschwäche, da ist das im Theorieteil beschrieben. Das prinzipiell immer bei schlechter Eizellreifung eine Fehlgeburt droht halte ich für Blödsinn, sonst würde niemand mit Gelbkörperschwäche ein Kind bekommen. Chromosomenfehlverteilungen, die ja für die meisten Fehlgeburten verantwortlich sind, sind außerdem eher ein Problem bei der Reifeteilung kurz vor Eisprung und nicht unbedingt bei der Eizellreifung.
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Re: eizellreifestörung

Postby Bibolina on 18 Mar 2017, 22:56

Ich habe ganz ähnliche Probleme wie du gehabt. Ich habe eine Faktor V Mutation und einen Protein Z Mangel. Und spritze deswegen jetzt in der Schwangerschaft Fragmin. Vor der Schwangerschaft hatte ich auch alle möglichen hormonellen Probleme wie einen Progesteronmangel, Östrogenmangel, eine Eizellreifestörung und einen verdammt niedrigen AMH Wert von nur 0,21. Ich brauchte bei meinen Kids immer hormonelle Unterstützung und habe da viel ausprobiert in der KiWu. Letztlich hat mir eine Kombination von Estrifam (Östrogen) und Menogon in der ersten Zyklushälfte, dann eine Auslösespritze und dann Utrogest in der zweiten Zyklushälfte geholfen. Dein AMH Wert ist noch völlig ok! Aber bei vorhandener Eizellreifestörung solltest du vielleicht wirklich etwas nachhelfen, sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Zyklushälfte da diese Störung oft Hand in Hand geht mit einem schlechten Progesteronwert in der zweiten Zklushälfte. Eine schlechte Eizellenreifung bringt nämlich auch oft einen schlechten Gelbkörper hervor und so kommt es dann manchmal zu frühen Abgängen wegen niedrigen Progesteronwerten. Ich hatte leider auch schon öfter Abgänge...Eine Hormontherapie ist nicht schön, kann dir aber wirklich helfen! Und solange du gut überwacht wirst ärztlich und nur soviel bekommt wie nötig um eine gesunde Eizelle hervor zu bringen ist alles okay. Alles Liebe
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Re: eizellreifestörung

Postby kühn on 18 Mar 2017, 23:11

Ich will mal ganz offen und ehrlich mit Dir sein: Lass Dich in eine Kinderwunsch-Praxis überweisen. Mit 38 ist es eh schon schwieriger, schwanger zu werden, weil die SS-Wahrscheinlichkeit ab 35 sinkt und außerdem kennen sich normale Gyns oft zu wenig aus mit der Problematik. Die Kinderwunsch-Zentren machen tagtäglich nichts anderes, da sitzen
die kompetenten Ärzte. Solange es um Diagnosik geht, Blutwerte bestimmen, US und eventuell
eine Durchlässigkeitsprüfung der Eileiter, zahlt das auch Deine Krankenkasse. Sogar die US. Beim normalen Gyn musst Du jeden US selbst bezahlen. Dort wird mit der KK abgerechnet.
Auch mit der Bestimmung von Blutwerten sind die nicht knauserig. Wenn Du Unterstützung bei der Suche nach einer Praxis brauchst, kannst Du mir mal per pn ungefähr schreiben, in welcher Gegend Du wohnst. Vielleicht kann ich Dich bei der Suche nach einer Praxis unterstützen, wenn
Du magst. Ich bin selbst mittlerweile 41 Jahre alt und bin auch viel zu lange falsch behandelt worden von meinem Gyn, der mich nicht in fachlich kompetente Hände überwiesen hat. Dadurch habe ich viele Jahre verloren, in denen ich jünger war und bessere Chancen gehabt hätte. Vielleicht deutet Dein niedriger Progesteronwert darauf hin, dass Du gar keinen Eisprung hattest. Denn ohne Eisprung entwickelt sich gar kein Gelbkörper. Der bildet sich nämlich aus dem, was übrig bleibt vom Follikel nach dem Eisprung. Ohne Gelbkörper bildet sich auch kein Gelbkörperhormon, sprich Progesteron. Meine Freundin sollte deshalb eine EZSP in Kiew machen, weil keine Medikamende hat ihr geholfen
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Re: eizellreifestörung

Postby eva2Abel on 18 Mar 2017, 23:14

Ich war in einer Kinderwunschpraxis, dort fand man ja den Wert nicht so dramatisch. Bin echt ziemlich verwundert, ist es denn bei den weiblichen Hormonen genauso schwierig wie bei Hashi den richtigen Arzt zu finden? In der KiWu-Klinik (wo ich mich eigentlich gut aufgehoben fühlte) ging es eher um den Hashi, dass sonst was nicht stimmen könnte wurde da gar nicht so beachtet. Dass ich einen ES habe, da bin ich mir ziemlich sicher. Ich meine ihn zu spüren (oft sogar sehr stark) und der Zervixschleim passt auch. Allerdings geht die Temperatur in der zweiten Zyklushälfte nur so um etwa 0,2 Grad hoch. Habe allerdings nie den Zyklus bis zu Ende gemessen, eigentlich immer nur die ersten 3-4 Tage nach dem angenommenen ES.
eva2Abel
 
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