Turner Syndrom

Re: Turner Syndrom

Postby sofi_e on 31 Mar 2017, 18:01

Ich möchte nun zum Thema Eizellenspende meine Gedanken schreiben. Ich freue mich riesig für einige, dass alles so gut geklappt hat. Auch für die anderen Frauen, welche mit künstlicher Befruchtung oder Eizellenspende schwanger geworden sind. Doch diese künstliche Hormone, die man da einnehmen muss, haben sehr starke Auswirkungen und man sollte die Gefahr auf keinen Fall unterschätzen. Egal ob es nur kleine Tabletten sind oder Spritzen. Ich habe mit meiner Frauenärztin auch über eine Eizellenspende gesprochen. Diese meinte aber dass meine Leber die hormonelle Stimulation höchstwahrscheinlich nicht verkraften wird und ich eine große Wahrscheinlichkeit habe, dass das Kind schwerstbehindert ist, da man nie weiß, ob in solchen Fall die Gebärmutter ausreichend mitwächst. Also würde ich mein Leben sogar riskieren. Man darf auch die Gefahr für das Herz nicht vergessen. Eine Schwangerschaft ist eine Belastung fürs Herz und Kreislauf, besonders für Frauen mit UTS. Bitte lasst euch genau untersuchen und beraten! Es ist ein großer Eingriff in euren Körper. Für alle die es doch machen lassen, drücke ich ganz fest die Daumen, dass alles gut geht und wünsche euch viel Glück!
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Re: Turner Syndrom

Postby Nala on 31 Mar 2017, 18:03

Das ist sehr nett, dass du warnende Worte hier aussprichst... Ich kann nur sagen, man muss gucken, welche Klinik man wählt, kardiologisch kann man sich durchchecken lassen! Leber und Schilddrüse ebenfalls, so lässt sich das Risiko deutlich minimieren und man muss sich nicht 2 Eizellen einpflanzen lassen, sondern nur eine, so dass man Mehrlingschwangerschaft ausschliesst... Und natürlich Schwangerschaft engmaschiger betreut... Ich will damit nur sagen, dass man da vernünftiger ran gehen kann...zudem wird ja vor Eizellspende Becken und Gebärmutter untersucht und geguckt, ob es so geht für Schwangerschaft, auch im Ausland gibt es Ethikkommissionen, die diese dann verbieten und genau gucken obs ok ist! Und wenn der Wunsch so groß ist, geht man das Rest Risiko auch ein! Was heut schon sicher oder ungefährlich!
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Re: Turner Syndrom

Postby Bibolina on 31 Mar 2017, 18:04

Der Hormonhaushalt ist ein sehr instabiles Gebilde, das bei äußeren Einflüssen, eben Hormongaben, sehr sensibel reagieren kann. Natürlich ist auch die körperliche Konstitution wichtig - Herz-Kreislaufsystem - oder ist der Körper überhaupt fähig ein Kind bis zum 9. Monat auszutragen. Der Wunsch nach einem eigenen Kind ist natürlich berechtigt und die erste Option, nur, um jeden Preis. Auch ein Arzt kann nicht alle Eventualitäten voraussehen und die Risiken abschätzen. Und ein Arzt der Alternativen aufzeigt, wie Adoption oder anfängliche Pflegschaft für ein Kind, ist in meinen Augen ein äußerst umsichtiger und verantwortungsvoller Arzt. Möchte nur ausdrücken dass man auch bei einem sehr großen Kinderwunsch, auch durch Druck von Außen (Familie oder allgemeiner gesellschaftlicher Norm), sich nicht total vereinnahmen lassen soll. Es gibt viele Wege, wie man sein Leben gestalten kann, auch wenn es vielleicht bei anderen Kopfschütteln und Verwunderung hervorruft.
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Re: Turner Syndrom

Postby tilda on 31 Mar 2017, 18:11

Natürlich gibt es auch andere Wege und Alternativen... Meine Meinung ist, wenn man sich für eine Eizellspende entscheidet, ist es kein gesellschaftlicher Druck... denn man nimmt ja nicht nur finanzielle Bürde auf sich... auch viele emotionale Aspekte und medizinische. Das macht man nicht nur weil man gesellschaftlich Druck spürrt, ich merke eine große Toleranz, man muss nicht unbedingt Eltern werden. Ein Risiko ganz minimieren kann einem kein Arzt, mit einem Restrisiko muss man immer rechnen. Man kann es aber um einiges reduzieren durch Untersuchungen... Bei mir zum Beispiel ist es, dass mein Kinderwunsch einfach zu groß ist und ich merke, dass trotz allen anderen Dingen in meinem Leben einfach etwas fehlt und egal was ich tue... durch diese Lücke fühl ich mich einfach irgendwie leer... trotz Freunden, Familie und sehr sehr lieben Partner... ich möchte auch nicht ewig dem Traum hinterherlaufen, aber ich will mir später nicht vorwerfen dafür nicht gekämpft zu haben... mich setzt niemand unter Druck, weder mein Freund, noch Eltern oder Schwiegereltern... die sind sogar eher vorsichtig und sagen, es ist eure Entscheidung, also überlegt es euch sehr gut und das werden wir auch. Es müssen nicht immer andere sein, die einen treiben, bei mir ist es eher ich allein. Mein Freund hat auch den Wunsch. Für den ist es eine Alternative aber nicht ganz unbedingt... ein Kind ist kein Garant für glücklich sein, das wissen wir sehr wohl, es ist eine Bereicherung, aber nicht das wichtigste.
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Re: Turner Syndrom

Postby Agnes.frankes on 31 Mar 2017, 18:13

Du hast Recht. Es gibt so einige Hürden und Risiken, derer man sich einfach bewusst sein muss und es ist mit Sicherheit nicht bei jeder Frau mit UTS medizinisch vertretbar eine Eizellenspende durchzuführen aber wenn die Docs nach gründlichen Voruntersuchung (klar, es muss alles durchgecheckt werden) ihr so geben, dann denke ich, spricht nichts dagegen diesen Weg zu gehen und zu versuchen auf diesem Weg ein Kind zu bekommen! Solange es medizinisch vertretbar ist und das Paar sich gemeinsam dafür entscheidet, finde ich das eine realistische Alternative zu Adoption und co. Natürlich muss man sich als Paar vorher auch Gedanken darüber machen, wie man mit diesen Problemen umgeht und es muss auch klar sein, dass das Risiko erhöht ist, ein krankes Kind zu bekommen. Sowas muss natürlich vorher besprochen werden. An diejenigen, die eine Eizellenspende haben durchführen lassen: Wo habt ihr es machen lassen? Wie zufrieden wart ihr mit den Ärzten, der Behandlung vor Ort? Welche Voruntersuchungen waren notwendig? Wie lief die Betreuung in Deutschland ab? Lieben Gruß
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Re: Turner Syndrom

Postby Engeline on 31 Mar 2017, 18:16

Ich bin auch betroffen und habe auch in naher Zukunft vor mit meinem Freund eine Eizellspende in der Ukraine durchführen zu lassen. Ein Kind wäre unser größter Wunsch. Ich hab mir auch schon einige Kliniken in Tschechien und Ukraine als Link abgespeichert. Wie war das alles so? Wie läuft es ab? Welche Entscheidungsmöglichkeiten hat man in Bezug auf die anonyme Spenderin? Welche Komplikationen gab es? Ich bin nun 27. Ansonsten habe ich bis auf die üblichen Symptome (Leberflecke, gekrümmte Ohrmuschel, Haschimoto) Gott sei Dank nicht so viel abbekommen. Ich habe soweit ich das sagen kann, auch keine Schäden an inneren Organen. Die Ärzte, die sich ein bisschen damit auskennen, sagen ja, dass das Herz der größte Risikofaktor ist. Ich bin eigentlich ganz fit, mache regelmäßig Sport und so. Wir waren auch hier bei uns schon in einem Kinderwunschzentrum, wo schon ein paar kleine Untersuchungen durchgeführt wurden, mit dem Ergebnis, dass uns nur der Weg der Eizellspende bleibt. Ich würde mich sehr über einen Feeback von dir freuen. Vielleicht kannst du mir ja ein paar Ängste nehmen. Auf eine hoffentlich baldige Antwort. Liebe Grüße
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Re: Turner Syndrom

Postby Fuchs on 31 Mar 2017, 18:18

Also zum Gebärmutterschleimhautaufbau gibts Östrogene. Die Kliniken arbeiten mit verschiedenen Medis. Meist Tabletten wie Progynova! Die Dosis ist verschieden. Es empfiehlt sich ein Probezyklus zu machen vorher um optimale Dosis raus zu finden. Jede Frau reagiert verschieden auf Medis. Man braucht ca 7 mm Höhe. Ich hab sehr gut reagiert, mußte Pflaster auf nur alle drei Tage eins reduzieren. Messung der Schleimhaut ist ca am 10-12 Zyklustag. Dann kriegst du 5 Tage vor Transfer (bei Spenderin ist dies Punktion und dann Befruchtung) Progesteron entweder Kapseln vaginal oder Spritzen, Wenn du schwanger wirst, werden Medis bis 12te Schwangerschafts Woche genommen, ab dann übernimmt Plazenta kompkaett Hormonproduktion. Bei meiner Klinik wird zusätzlich ASS 100 und Clexane verabreicht für Durchblutung (bessere Einnistungschancen) und gering Kortison um Immunreaktion zu mindern, Abstoßung des Embryos! So das im Groben! Viel Glück und gern weitere Fragen bei Bedarf!
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Re: Turner Syndrom

Postby Louisa1998 on 31 Mar 2017, 18:23

Wir hatten uns 2014 für eine Eizellenspende entschieden. Wir hatten 6 EZ, von denen sich 4 weiterentwickelten. Es folgte dann der lang ersehnte Transfer. Es war ein 4 Tages Embryo, die Schleimhaut war super aufgebaut, (ca.8 mm, dreischichtig) und so gingen wir guter Dinge zum Transfer. Leider nistete sich nichts ein...Der nächste Transfer war im Jänner, mit 2 Blastos. Die Schleimhaut war ca. 10 mm aufgebaut und alles war wieder super. Ich hatte einfach das Gefühl, dass es klappt. Da ich es nicht erwarten konnte, machte ich nach 9 Tagen mal einen 5 umg SST. und siehe da: positiv! Ich machte auch am 14. Tag einen SST, welcher dann jedoch leider doch wieder negativ war. Im April nutzten wir unsere letzte Chance! Die Schleimhaut war so gut wie nie aufgebaut, (knappe 12 mm) und ich war wieder voll Motiviert. Doch leider war es auch diesmal negativ. Wir hatten lauter Blastos mit A oder B Qualität. Leider kann mir weder der Doktor von der Klinik, noch meine Frauenärztin sagen, warum es nicht geklappt hat. Es ist mittlerweile schon ziemlich frustrieend. Aber wir möchten es auf alle Fälle nochmal probieren. ch denke, es war einfach viel Pech dabei… und neue Spenderin, neues Glück!
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Re: Turner Syndrom

Postby Lisa_vogt on 31 Mar 2017, 18:25

Hallo, es tut gut so viel von euren Erfahrungen zu lesen. Ich habe gerade meine erste Eizellspende hinter mir. Ich bin auch gleich schwanger geworden, aber in der sechsten Woche hat es sich nicht weiter entwickelt und ich habe es verloren. Mein Mann und ich wollen aber gleich den nächsten Versuch wagen. Mein Mediplan war folgendermaßen: Zur Vorbereitung am Tag 8 mg Estradiol. Fünf Tage vor Transfer auch noch 600 Progesteron. Wenn dann der Test positiv war 10mg Estradiol und 1200 Progesteron. Ich hoffe einfach dass die Klinik weis, was sie tut und dass beim zweiten mal alles gut wird!
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Re: Turner Syndrom

Postby Pika4u on 31 Mar 2017, 18:26

Ich habe gerade den zweiten Transfer nach Eizellspende mit negativem Ergebnis hinter mir. Bei mir wurde ein UTS-Mosaik festgestellt. Mein Problem ist, dass sich trotz der allgemein üblichen Behandlung (Estradiol-Pflaster, Progesteron, Estrifam, Viagra, ASS) nur 6 mm Schleimhaut gebildet haben, weshalb sich die Eizellen nicht einnisten konnten. Die Klinik gab mir zu verstehen, dass sie hier keine weiteren Ideen und keine Erfahrung haben. Da ich nun also die Klinik wechseln möchte, wäre meine Frage, ob jemand Tipps hat, welche Klinik sich mit UTS-Patientinnen auskennt. Wo habt ihr gute Erfahrungen gemacht, seid schwanger geworen? Schon jetzt vielen Dank für eure Tipps und Hilfe.
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