Turner Syndrom

Re: Turner Syndrom

Postby trixis on 26 Jul 2018, 00:56

Also zum Gebärmutterschleimhautaufbau gibt es Östrogene. Die Kliniken arbeiten mit verschiedenen Medis. Meist Tabletten wie Progynova! Die Dosis ist verschieden. Es empfiehlt sich ein Probezyklus zu machen vorher um optimale Dosis raus zu finden. Jede Frau reagiert verschieden auf Medis. Man braucht ca. 7 mm Höhe. Ich hab sehr gut reagiert, musste Pflaster auf nur alle drei Tage eins reduzieren. Messung der Schleimhaut ist ca. am 10-12 Zyklustag. Dann kriegst du 5 Tage vor Transfer (bei Spenderin ist dies Punktion und dann Befruchtung) Progesteron entweder Kapseln vaginal oder Spritzen, Wenn du schwanger wirst, werden Medis bis 12te Schwangerschaftswoche genommen, ab dann übernimmt Plazenta kompakte Hormonproduktion. Bei meiner Klinik wird zusätzlich ASS 100 und Clexane verabreicht für Durchblutung (bessere Einnistungschancen) und gering Kortison um Immunreaktion zu mindern, Abstoßung des Embryos! So das im Groben! Viel Glück und gern weitere Fragen bei Bedarf!
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Re: Turner Syndrom

Postby Lisa_vogt on 28 Jul 2018, 19:37

Natürlich gibt es auch andere Wege und Alternativen... Meine Meinung ist, wenn man sich für eine Eizellspende entscheidet, ist es kein gesellschaftlicher Druck... denn man nimmt ja nicht nur finanzielle Bürde auf sich... auch viele emotionale Aspekte und medizinische. Das macht man nicht nur weil man gesellschaftlich Druck spürt, ich merke eine große Toleranz, man muss nicht unbedingt Eltern werden. Ein Risiko ganz minimieren kann einem kein Arzt, mit einem Restrisiko muss man immer rechnen. Man kann es aber um einiges reduzieren durch Untersuchungen... Bei mir zum Beispiel ist es, dass mein Kinderwunsch einfach zu groß ist und ich merke, dass trotz allen anderen Dingen in meinem Leben einfach etwas fehlt und egal was ich tue... durch diese Lücke fühl ich mich einfach irgendwie leer... trotz Freunden, Familie und sehr sehr lieben Partner... ich möchte auch nicht ewig dem Traum hinterherlaufen, aber ich will mir später nicht vorwerfen dafür nicht gekämpft zu haben... mich setzt niemand unter Druck, weder mein Freund, noch Eltern oder Schwiegereltern... die sind sogar eher vorsichtig und sagen, es ist eure Entscheidung, also überlegt es euch sehr gut und das werden wir auch. Es müssen nicht immer andere sein, die einen treiben, bei mir ist es eher ich allein. Mein Freund hat auch den Wunsch. Für den ist es eine Alternative aber nicht ganz unbedingt... ein Kind ist kein Garant für glücklich sein, das wissen wir sehr wohl, es ist eine Bereicherung, aber nicht das wichtigste.
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Re: Turner Syndrom

Postby Engeline on 30 Jul 2018, 04:55

Wenn man an einem Turner Syndrom leidet und keine Regel mehr hat, ist eine Eizellenspende oder eine Embryonenspende der einzige Weg schwanger zu werden. Es ist natürlich so, dass man bei einer Eizellenspende nicht die genetische Mutter ist. Da jedoch der Lebenspartner der genetische Vater ist und man das Kind in sich heranwachsen spürt, ist es zumindest vom Gefühl her fast wie eine natürliche Schwangerschaft. Bei einer Embryonenspende wird ein tief gefrorener Embryo von einem anderen Paar gespendet. Hier ist das Kind auch nicht mit dem Lebenspartner genetisch verwandt.
Man muss sich darüber im Klaren sein, dass eine Schwangerschaft ein großes Gesundheitsrisiko darstellt, wenn man an einem Turner Syndrom leidet. Aus diesem Grund müssen vorher verschiedene Untersuchungen stattfinden. Vor allem müssen das Herz und die Gefäße, aber auch die Leber und die Schilddrüse untersucht werden, da bekannt ist, dass hier häufig Probleme bestehen. Jedoch selbst wenn alles in Ordnung ist, kommt es in der Hälfte aller Schwangerschaften zu Frühgeburten oder zu Wachstumsstörungen des Babys in der Gebärmutter. Außerdem besteht ein hohes Risiko eine Schwangerschaftsvergiftung zu entwickeln. Man muss sich also sehr gut überlegen, ob man dieses Risiko eingehen möchte. Eine gute Betreuung der Schwangerschaft durch einen erfahrenen Geburtshelfer ist natürlich unbedingt notwendig. Mit freundlichen Grüssen
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Re: Turner Syndrom

Postby Lisa_vogt on 09 Aug 2018, 23:14

Ich möchte nun zum Thema Eizellenspende meine Gedanken schreiben. Ich freue mich riesig für einige, dass alles so gut geklappt hat. Auch für die anderen Frauen, welche mit künstlicher Befruchtung oder Eizellenspende schwanger geworden sind. Doch diese künstliche Hormone, die man da einnehmen muss, haben sehr starke Auswirkungen und man sollte die Gefahr auf keinen Fall unterschätzen. Egal ob es nur kleine Tabletten sind oder Spritzen. Ich habe mit meiner Frauenärztin auch über eine Eizellenspende gesprochen. Diese meinte aber dass meine Leber die hormonelle Stimulation höchstwahrscheinlich nicht verkraften wird und ich eine große Wahrscheinlichkeit habe, dass das Kind schwerstbehindert ist, da man nie weiß, ob in solchen Fall die Gebärmutter ausreichend mitwächst. Also würde ich mein Leben sogar riskieren. Man darf auch die Gefahr für das Herz nicht vergessen. Eine Schwangerschaft ist eine Belastung fürs Herz und Kreislauf, besonders für Frauen mit UTS. Bitte lasst euch genau untersuchen und beraten! Es ist ein großer Eingriff in euren Körper. Für alle die es doch machen lassen, drücke ich ganz fest die Daumen, dass alles gut geht und wünsche euch viel Glück!
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Re: Turner Syndrom

Postby Engeline on 13 Aug 2018, 16:27

Es ist wirklich hart, wenn im sozialen Umfeld immer mehr Leute langsam in das Alter kommen, um Kinder zu bekommen. Es ist doch generell recht häufig so, dass sich da so ein bisschen etwas wie ein Herdentrieb entwickelt... alle ziehen ungefähr zeitgleich von zuhause aus. Alle heiraten ungefähr zeitgleich. Und alle werden zeitgleich schwanger. Und dann kommen die komischen Blicke, wenn du nicht mehr mitziehen kannst... Von meinen Freundinnen wissen nur wenige vom Turner-Syndrom. Das liegt auch daran, dass bislang wenig darüber gesprochen wurde in unserem Bekanntenkreis. In 5 Jahren sieht das mit Sicherheit anders aus. Dass du nicht allen davon erzählen willst, kann ich gut verstehen. Ich sage jedoch nicht, dass ich keine Kinder will. Ich wechsle immer das Thema, manchmal auch ein wenig ruppig. Trotz all dieser Umstände kommt für mich eine Eizellenspende nicht in Frage. Das Schicksal Turner mag zwar nicht immer einfach sein, auch ich habe meine Tiefpunkte, wo alles über mir zusammenbricht. Aber ich definiere mich nicht nur über meine Funktion als leibliche Mutter. Auch ohne ein Kind zu gebären kann man ein sinnvolles, erfülltes Leben führen. Davon bin ich wirklich überzeugt.
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Re: Turner Syndrom

Postby Engeline on 21 Aug 2018, 23:51

Ich habe gestern die Sendung gesehen. Es ging um eine junge Frau mit UTS und ihren Kinderwunsch. Die Frau ist mit ihren Mann nach Ukraine geflogen, dort wurden 10 gespendete Eizellen mit dem Samen des Mannes befruchtet. 2 Eizellen wurden bei der Frau eingesetzt. Gleich beim ersten Versuch ist sie schwanger geworden und beide Embryonen haben sich weiterentwickelt. Sie hat dann zwei gesunden Jungen zur Welt gebracht. Die Schwangerschaft selbst war wohl etwas kompliziert, die Frau mußte liegen, war öfters in der Klinik, weil sie zuwenig trank und dann immer Infusionen bekommen hat.
Kinderlosigkeit ist nur ein Aspekt von UTS und wenn ich ehrlich bin, möchte ich dahingehend nicht darauf reduziert werden. Wer sich über UTS informieren möchte tut sich schwer. Es gibt kaum Literatur darüber, wie z.B über Diabetes. Wie steht es um Langzeitstudien - was ist im Alter zu erwarten. Viele Fragen die offen bleiben und nur die Zeit die Antworten bringen werden. Wünsche ein schönes Wochenende.
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Re: Turner Syndrom

Postby yourAngel on 28 Aug 2018, 22:30

Wenn man an einem Turner Syndrom leidet und keine Regel mehr hat, ist eine Eizellenspende oder eine Embryonenspende der einzige Weg schwanger zu werden. Es ist natürlich so, dass man bei einer Eizellenspende nicht die genetische Mutter ist. Da jedoch der Lebenspartner der genetische Vater ist und man das Kind in sich heranwachsen spürt, ist es zumindest vom Gefühl her fast wie eine natürliche Schwangerschaft. Bei einer Embryonenspende wird ein tief gefrorener Embryo von einem anderen Paar gespendet. Hier ist das Kind auch nicht mit dem Lebenspartner genetisch verwandt.
Man muss sich darüber im Klaren sein, dass eine Schwangerschaft ein großes Gesundheitsrisiko darstellt, wenn man an einem Turner Syndrom leidet. Aus diesem Grund müssen vorher verschiedene Untersuchungen stattfinden. Vor allem müssen das Herz und die Gefäße, aber auch die Leber und die Schilddrüse untersucht werden, da bekannt ist, dass hier häufig Probleme bestehen. Jedoch selbst wenn alles in Ordnung ist, kommt es in der Hälfte aller Schwangerschaften zu Frühgeburten oder zu Wachstumsstörungen des Babys in der Gebärmutter. Außerdem besteht ein hohes Risiko eine Schwangerschaftsvergiftung zu entwickeln. Man muss sich also sehr gut überlegen, ob man dieses Risiko eingehen möchte. Eine gute Betreuung der Schwangerschaft durch einen erfahrenen Geburtshelfer ist natürlich unbedingt notwendig. Mit freundlichen Grüssen
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Re: Turner Syndrom

Postby Engeline on 05 Sep 2018, 19:29

Meine Gyn hatte mit in diese Richtung auch schon Vorschläge unterbreitet, sie hatte wohl auch gerade eine UTS-Patientin, die erfolgreich schwanger war. Sie hatte mir entweder Spanien oder die Ukraine angeboten. Ich habe mich aber dagegen entschieden. Zuerst einmal sind da natürlich die immensen Kosten. Es bedeutet auch eine immense zusätzliche gesundheitliche Belastung. Bei mir mit den Myomen wäre es sowieso mal noch eine weitere Frage gewesen, ob es überhaupt zu einer Schwangerschaft gekommen wäre...Aber grundsätzlich finde ich das für uns eine Super-Chance. Es sollte wirklich alles daran gesetzt werden, dass die Eispende auch hier legalisiert wird und unter den Ärzten Erfahrungen gerade auch mit UTS-Patientinnen gesammelt werden. Liebe Grüße
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Re: Turner Syndrom

Postby eva2Abel on 11 Sep 2018, 14:36

Ich war sehr lange auf der Suche nach Infos. Konnte aber nirgends Antworten finden, die ich für brauchbar hielt. Obwohl ich jetzt überglücklich bin, dass es funktioniert hat, würde ich niemanden raten, mach es oder probiere es. Ich würde es glaub ich, nicht verkraften, wenn es bei jemanden anderen dann nicht klappt. Es muss jeder selbst entscheiden und die Konsequenzen ertragen können. Ich hatte eigentlich nie vor meine Schwester zu fragen. Mein Mann bekam diesen Tip von seiner Bioenergetikerin und war total dafür. Dass er sehr hinter mir stand, gab mir die Kraft mit meiner Schwester darüber zu reden. Es war für mich total schwer darüber zu reden. Wollte meiner Schwester dies gar nicht antun. Aber sie war gleich dafür und meinte sicher, mach ich das für dich und für mit uns zum Erstgespräch, wo wir uns das alles genau erklären ließen, was zu tun ist und fragten sie dann nochmals, ob sie das auch jetzt noch wirklich noch will. Unser Junge wurde dann sogar an Ihrem Geburtstag geboren. Es ist für uns alle ein Wunder, dass es geklappt hat. Der Gedanke des Kinderwunsches musste lange reifen zuerst bei mir fast 2 Jahre dann gemeinsam (Mann und ich ca. 1 Jahr. Doch nachdem wir die Entscheidung getroffen haben, mit meiner Schwester zu reden, ging es schlag auf schlag 2 Monate später schwanger. Man hat keine Wartezeit auf eine Eizellspende und die Chancen sind auch besser dass es klappt, als bei ganz fremden Eizellen. Noch was ganz wichtiges, die Entscheidung muss man selber treffen, mit dem Partner weder Eltern oder Freunde, Freundinnen können einem da helfen und der Wunsch muss wirklich reif sein für ein Kind, da genügt es nicht, wie bei anderen, bei denen es auf natürliche Weise klappt
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Re: Turner Syndrom

Postby Engeline on 17 Sep 2018, 00:33

Ich war sehr lange auf der Suche nach Infos. Konnte aber nirgends Antworten finden, die ich für brauchbar hielt. Obwohl ich jetzt überglücklich bin, dass es funktioniert hat, würde ich niemanden raten, mach es oder probier es. Ich würde es glaub ich, nicht verkraften, wenn es bei jemanden anderen dann nicht klappt. Es muss jeder selbst entscheiden und die Konsequenzen ertragen können. Ich hatte eigentlich nie vor meine Schwester zu fragen. Mein Mann bekam diesen Tip von seiner Bioenergetikerin und war total dafür. Dass er sehr hinter mir stand, gab mir die Kraft mit meiner Schwester darüber zu reden. Es war für mich total schwer darüber zu reden. Wollte meiner Schwester dies gar nicht antun. Aber sie war gleich dafür und meinte sicher, mach ich das für dich und für mit uns zum Erstgespräch, wo wir uns das alles genau erklären ließen, was zu tun ist und fragten sie dann nochmals, ob sie das auch jetzt noch wirklich noch will. Unser Junge wurde dann sogar an Ihrem Geburtstag geboren. Es ist für uns alle ein Wunder, dass es geklappt hat. Der Gedanke des Kinderwunsches musste lange reifen zuerst bei mir fast 2 Jahre dann gemeinsam (Mann und ich ca. 1 Jahr. Doch nachdem wir die Entscheidung getroffen haben, mit meiner Schwester zu reden, ging es schlag auf schlag 2 Monate später schwanger. Man hat keine Wartezeit auf eine Eizellspende und die Chancen sind auch besser dass es klappt, als bei ganz fremden Eizellen. Noch was ganz wichtiges, die Entscheidung muss man selber treffen, mit dem Partner weder Eltern oder Freunde, Freundinnen können einem da helfen und der Wunsch muss wirklich reif sein für ein Kind, da genügt es nicht, wie bei anderen, bei denen es auf natürliche Weise klappt
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