Schwanger mit 45 und älter

Re: Schwanger mit 45 und älter

Postby Maria Waldfogel on 15 Jul 2017, 00:18

Mein 1. Kind bekam ich mit 21, mein 2. mit 41. Die Ärzte sagten mir, dass nach 20 Jahren das ganze wie eine Erstgeburt ist. Ich wollte bei meinem 2. Kind einen Kaiserschnitt und habe den nicht bekommen. Jeder hat mir abgeraten. Der einzigste Grund für meinen Wunschkaiserschnitt war die Angst vor der Geburt. Heute bin ich froh, meine Tochter auf natürliche Weise bekommen zu haben. Was bei meinem 1. Kind der Horror war, war beim 2. mal der Spaziergang. Gar kein Vergleich die beiden. Ich bin jetzt 45 wie Du. Heute, mit dem Wissen und dem Gefühl beider Geburten, würde ich eine natürliche Geburt versuchen. Sicherer ist allerdings der Kaiserschnitt. Und 45 sind 45. Du musst letztlich Deinen Bauch entscheiden lassen. In letzter Konsequenz ziehe den sicheren Weg vor.
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Re: Schwanger mit 45 und älter

Postby omega on 15 Jul 2017, 00:20

Ich habe unsere Tochter mit 47 bekommen und unseren Sohn jetzt mit grad noch 49. Beide durften natürlich geboren werden… sie haben sich beide bis 40+1 Zeit gelassen. Dann wurde mir aufgrund meines Alters empfohlen, nicht weiter zu übertragen, damit die Kinder nicht irgendwann vielleicht weniger gut versorgt würden. Die Geburten wurden deshalb jeweils eingeleitet. Sie gingen darum ziemlich schnell und heftig los, und ich hatte deshalb bei beiden Geburten in der Mitte eine PDA, die ca. eine Stunde anhielt. Bei unserem Sohn hatte ich sogar eine Placenta praevia trotzdem ging es gut. Ich möchte Dich ermutigen, es zu versuchen, wenn keine medizinischen Gründe dagegen sprechen. Wenn es Dir nicht gut geht, kann man immer noch auf eine Sectio ausweichen. Ich würde keine Risiken eingehen, aber wenn Dir kompetente Ärzte sagen, dass es ok ist, würde ich es machen. Mal ganz abgesehen davon, dass es für das Kind auch viele Vorteile hat. Bei unserer Tochter hat man uns - trotz oder grad wegen ihres schweren Herzfehlers, der sie aber an der Nabelschnur nicht beeinträchtigte - dazu geraten, um ihr einen besseren Start in ihr Leben zu geben und bestmögliche Voraussetzungen für ihre erste OP am 6. Tag. Viel Glück!
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Re: Schwanger mit 45 und älter

Postby tilda on 15 Jul 2017, 00:23

Meinen ersten Sohn habe ich mit 43 bekommen und der zweite kommt bald mit 45. Über die Geburt hatte ich mir vorher nicht viel Gedanken gemacht. Und eigentlich wollte ich eine natürliche Geburt. An einen Kaiserschnitt habe ich nicht mal gedacht. Dann ging aber 10 Tage vor Termin das Fruchtwasser komplett ab, Blasensprung. Nachdem dann mehr als 24 Std später trotz 3x medikamentös einleiten noch nichts weiter ging, Muttermund knallfest zu, bekam ich den Kaiserschnitt. Und den wollte ich zu dem Zeitpunkt auch, weil ich war fix und fertig und die Kraft weg. Alles ging gut, und ich war dankbar, dass es vorbei war und ich den Kleinen in den Armen halten durfte. Insofern: alles planen kannst Du eh nicht. Bei mir war das einzige Problem mit dem Kaiserschnitt, dass ich panische Angst vor der Narkose hatte. Die hat aber super verlaufen, der Narkosearzt hat meine Panik erkannt und ist sehr einfühlsam mit mir umgegangen.
Wie es jetzt beim zweiten Mal wird, keine Ahnung. Ich werde das wieder auf mich zukommen lassen. Habe auch solche Horror-Stories über natürliche Geburten gehört, dass ich am Ende auch nicht traurig sein werde, wenn es wieder ein Kaiserschnitt werden sollte.
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Re: Schwanger mit 45 und älter

Postby Louisa1998 on 15 Jul 2017, 00:25

Ich habe meinen ersten Sohn per IVF mit 35 bekommen und den 2. per EZS mit 41. Beide übrigens spontan. Mich hat noch niemand nach EZS oder gar EMS gefragt, ich denke, für die meisten ist es doch eher kein Thema. Nur die, die selbst ganz tief drin und betroffen von dem Thema sind, kennen sich aus. Wir werden es unseren Kindern nicht erzählen, auch wenn es unser Gewissen persönlich sehr erleichtern würde und wir uns schwer mit dem Geheimnis um die Entstehung tun. Aber es wäre rein egoistisch, wenn wir uns mit der Wahrheit erleichtern würden. Der Kleine hätte gar nichts davon, nur viele Fragen nach seinen Wurzeln und genetischen Eltern, die er nie finden wird. Warum sollten wir ihm das antun, noch dazu, wo sein Bruder genetisch von uns abstammt. Er würde sich irgendwann doch benachteiligt fühlen und am Ende in eine Identitätskrise stürzen, die wir nicht provozieren wollen. In unserem Umfeld weiß niemand davon und so kommen auch keine blöden Fragen auf. Beide sind unsere Kinder und wir lieben sie beide. Die Entstehung ist letzten Endes egal, jeder hat sowieso seine ganz eigene Persönlichkeit, unabhängig von allen Genen. Jeder muss natürlich selbst entscheiden, was das Beste ist. Das ist nur unser ganz persönlicher Weg und meine Gedanken dazu...
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Re: Schwanger mit 45 und älter

Postby Agnes.frankes on 15 Jul 2017, 00:27

Ich habe auch eine EZS in der Ukraine gemacht, erfolgreich. Habe eine Tochter. Nun hat es mit einem neuen Versuch der gleichen Spenderin geklappt und ich bin in der 6. SSW. Hoffe, es geht alles so gut, wie bei der ersten SS. Zur Geburt: ich wollte auch mit 44 Jahren spontan gebären. Nach 23 Wehen ging die Geburt nicht mehr weiter und ein KS wurde gemacht, welcher absolut unproblematisch war. Ich rate, immer auf Nummer sicher zu gehen. Bei der Geburt hat man nur eine Chance. Wenn es dann schwerwiegende Probleme gibt, dann ist der Schaden u.U. lebenslang. Deshalb: Such Dir eine gute Klinik mit angeschlossener Neonatologie. Frage, wie lange die Einsatzzeit des KS-Not-Teams ist, wenn ein KS während einer Spontangeburt nötig ist. Und wenn Du unsicher bist, lass einen KS machen. Du verpasst vielleicht das wundervolle Erlebnis einer Spontangeburt, aber mir ist ein gesundes Kind wichtiger als ein schönes Geburtserlebnis. LG und alles Gute
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Re: Schwanger mit 45 und älter

Postby Ruth on 15 Jul 2017, 00:29

Ich habe es meiner FÄ gesagt. Ich hatte gewechselt, da meine andere FÄ kein Verständnis für die EZS hatte. Es ist aber nicht zwingend erforderlich es zu sagen. Bei der Nackenfaltenmessung ist es besser, wenn man ehrlich ist. Die Werte sind dann automatisch viel besser, wenn man das Alter der Spenderin angibt. Bis dahin ist aber noch etwas Zeit. Dein FA muss schweigen. Dein Gefühl wird dann schon sagen, ob er es wissen soll oder nicht. Bei meiner alten FÄ hatte ich es bereut, dass ich im Vorfeld von der EZS erzählt habe. In der Vorbereitung braucht man ja einen FA für US usw. Vielleicht spricht er dich direkt auf die EZS an, da nur SH aufgebaut ohne EZ? Einige Mädels haben dann behauptet, dass sie noch Kryos abholen wollen. Ich fand es besser, dass meine FÄ Bescheid wusste. Weiter habe ich niemanden eingeweiht, keine Geburtsklinik, kein Kinderarzt. Du musst es für dich entscheiden, ob dem FA vertrauen kannst. Manche Ärzte reagieren mit Verständnis aber manche auch mit Missverständnis.
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Re: Schwanger mit 45 und älter

Postby marry28 on 09 Aug 2017, 14:45

in solchem Alter ist es fast unmöglich ohne Hilfe schwanger zu werden, besonders mit eigenen EZ. Sie haben schon bestimmt nicht gute Qualität, deshal kann man ICSI-Versuche sofort verschieben. Die Wechseljahre sind sehr nah und Fertilitätsalter ist schon auf seinem Ende. EZS ist die beste Variante in solchem Fall. Ich habe solche Tendenz bemerkt, dass immer mehr Frauen über 40 gebären und einige Jahre vorher war es noch nicht so, aber jetzt ist es Realität. Darum ist Reproduktionsmedizin schon wie Alltag geworden
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Re: Schwanger mit 45 und älter

Postby tilda on 23 Sep 2017, 20:43

Ich habe unsere Tochter mit 47 bekommen und unseren Sohn jetzt mit grad noch 49. Beide durften natürlich geboren werden… sie haben sich beide bis 40+1 Zeit gelassen. Dann wurde mir aufgrund meines Alters empfohlen, nicht weiter zu übertragen, damit die Kinder nicht irgendwann vielleicht weniger gut versorgt würden. Die Geburten wurden deshalb jeweils eingeleitet. Sie gingen darum ziemlich schnell und heftig los, und ich hatte deshalb bei beiden Geburten in der Mitte eine PDA, die ca. eine Stunde anhielt. Bei unserem Sohn hatte ich sogar eine Placenta praevia trotzdem ging es gut. Ich möchte Dich ermutigen, es zu versuchen, wenn keine medizinischen Gründe dagegen sprechen. Wenn es Dir nicht gut geht, kann man immer noch auf eine Sectio ausweichen. Ich würde keine Risiken eingehen, aber wenn Dir kompetente Ärzte sagen, dass es ok ist, würde ich es machen. Mal ganz abgesehen davon, dass es für das Kind auch viele Vorteile hat. Bei unserer Tochter hat man uns - trotz oder grad wegen ihres schweren Herzfehlers, der sie aber an der Nabelschnur nicht beeinträchtigte - dazu geraten, um ihr einen besseren Start in ihr Leben zu geben und bestmögliche Voraussetzungen für ihre erste OP am 6. Tag. Viel Glück!
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Re: Schwanger mit 45 und älter

Postby kate369 on 25 Sep 2017, 09:06

In solchem Alter kann man nur mit Hilfe der EZS schwanger werden. Es ist einfach schon zu spät für eine natürliche Schwangerschaft. Es ist ein Wunder, wenn die Frau über 45 natürlich schwanger werden kann. Ich kann auch nicht sagen, dass es fast unmöglich ist, weil ich die Ausnahme kenne, aber meistens brauchen die Frauen Hilfe. Ich finde auch, dass es für Kinder ein bisschen zu spät ist. Man soll daran schneller denken, um dann nicht zu leiden, dass man ärztliche Behandlung braucht
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Re: Schwanger mit 45 und älter

Postby Maria Waldfogel on 18 Dec 2017, 22:15

Ich werde auch öfters gefragt, ob ich IVF gemacht habe wegen der Zwillinge. Ich finde es eine sehr persönliche Frage, die nur sehr nahe Freunde stellen dürften. Aber im Grunde genommen typisch: Statt Solidarität unter Frauen gibt es wieder mal in vielen Fällen kritisches Beäugen und gegenseitiges Niedermachen. Sehr schade. Das ist solch eine Sache, die einen sehr bewegt. Man ist traurig ohne Kind, man ist glücklich, doch eins bekommen zu haben. Das Glück müssten wir uns doch gegenseitig gönnen und uns in Traurigkeit und Nöten beistehen. Das mit dem Qualitätssiegel ist im Prinzip faschistisch. Sehr gruselig. Es spricht auch dafür, das im Leben der betreffenden Person was nicht stimmt. Ich persönlich muss mir eine gute Antwort bereitlegen für solche Situationen, damit ich ohne emotional involviert zu werden einfach schnell antworten kann und peng. Vielleicht werde ich einfach sagen: "Ich bin sehr glücklich mit meinen Kindern und liebe sie über alles. Schwierig auch, wie man das den Kindern sagt und wann. Und was passiert, wenn sie es wissen. Wer es dann alles weiß und wie damit umgegangen wird. Ich habe auch Sorge, viel über das Thema "Ausbeutung der Spenderin" sprechen zu müssen. Eine Freundin hat mich da mal relativ aggressiv mit angesprochen. Ein bisschen gutmenschlich, wenn man mich fragt. Ich würde, davon abgesehen, gerne einen Dankesbrief an die anonyme Spenderin schreiben, auf Ukrainisch. Ich bin so, so glücklich mit meinen Kindern! Dank Eizellspende.
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