Endometriose

Endometriose

Postby yourAngel on 13 Mar 2016, 13:26

Hallo ihr Lieben,
Ich bin total deprimiert und könnte nur noch heulen, nachdem ich heut morgen beim Arzt war.
Aber erst mal kurz zur Geschichte: Wir versuchen seit 1,5 Jahren schwanger zu werden und weil das nicht recht klappen wollte und ich zudem immer höllische Schmerzen während der Mens. habe, bin ich vor 3 Monaten zu einem Spezialisten zur Untersuchung, hatte dann eine Bauspiegelung und die niederschmetternde Diagnose: starke Endometriose am Darm, Eierstock und Verwachsungen des Darms mit der Bauchdecke und dem Eierstock. Das ganze wurde auch soweit es ging operativ entfernt und alles erhalten. Jetzt war ich heute zur Untersuchung nochmal beim Arzt und hab da erst so richtig das ganze Ausmaß gesagt bekommen, dachte nämlich bis heute morgen, es sei alles beseitigt und jetzt könnte es weitergehen mit dem Kinderwunschprogramm. Aber dann hab ich erfahren, dass die Endometriose so schlimm war, dass nicht alles beseitigt werden konnte ohne einen Teil des Darms mit zu entfernen und dass ich auch noch Endometriose in der Gebärmutter habe. Deshalb hab ich auch immer noch arge Schmerzen. Die Schmerzen sind nur zu beseitigen mit der Endometriose, was aber teilw. Darm bzw. Gebährmutterentfernung bedeuten würde oder entsprechende Hormontherapie, was bei bestehendem Kinderwunsch und mit 31 dann eher keine Alternative ist.
Die Chancen einer Spontanschwangerschaft stehen trotz OP eher schlecht laut Arzt. Also bleibt nur noch der Weg in die KIWU. Das Problem an der Sache ist bloß, dass mein Mann absolut gegen jegliche Art von künstlicher Befruchtung ist. Er meint die Natur hat schon ihre Gründe und man soll ihr nicht dazwischen funken. Mir ist jegal aber ohne meinen Mann brauch ich wohl auch nicht zur KIWU zu gehen.
Bin total verzweifelt. Hat jemand von Euch einen Rat, wie ich ihn davon überzeugen kann wenigsten mit dorthin zu gehen und sich das mal anzuhören? Ansonsten kann ich die Familienplanung wohl an den Nagel hängen...Weiß echt nicht mehr weiter...
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Re: Endometriose

Postby tilda on 13 Mar 2016, 13:30

Ich kenne gut diese situation. Zu meiner geschichte: Wir hatten auch 1,5 Jahre probiert schwanger zu werden. (Wusste dass ich Endometriose hatte). Bekam auch zuerst hormon- therapie per Pille. Jedoch ohne erfolg bei meinem Endo Grad. Wir hatten auch mit Clomifen probiert schwanger zu werden, auch ohne erfolg. (Bei sehr schwerer endometriose und mit darmbeteiligung bringen diese Versuche alle nichts!) 2014 sind wir dann nach Österreich zum operieren, da mir in der Kinderwunschklinik in Ulm gesagt wurde, bevor die Endo nicht operiert ist, wollen die keine künstliche Befruchtung machen, weil da die Chancen dass das was wird sehr gering sind. Also ich und mein Mann nach Österreich zum operieren.
Bei mir war auch Darm, Eileiter, Eierstöcke, Gebärmutter und Blase befallen. War alles nur noch ein klumpen und die Gebärmutter konnte nicht richtig arbeiten. Was für eine Schwangerschaft sehr wichtig ist. Bei der OP wurden mir auch 15 cm vom Darm entfernt. Bin knapp an einem künstlichen Darmausgang vorbei gekommen. Allgemein wurde bei mir organerhaltend operiert. Hatte aber nach der OP keine schmerzen. Auch bei der ersten Menstruation hatte ich keine Schmerzen. Bis heute bin ich schmerzfrei. Die ersten drei monate nach der OP durften wir keine Liebe machen aber dann durften wir voll durchstarten und was soll ich sagen. Gleich danach wurde ich schwanger ganz auf natürlichem weg. Ich war so glücklich. Habe jetzt eine total gesunde Tochter, die mir durch die Wohnung rennt)) Ich wünsche dir auf jeden fall alles alles gute und dass du hilfe bekommst.
Wir haben die hoffnung nie aufgegeben.
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Re: Endometriose

Postby Siri on 13 Mar 2016, 13:32

Hallo,
es tut mir leid, dass ihr die Diagnose gestellt bekommen habt. Gib Deinem Mann ein wenig Zeit, er wird sich sicherlich an den Gedanken einer Kiwu-Behandlung gewöhnen. Ich habe auch Endo Grad III und bin heute zum zweiten Mal in die Wechseljahr-Therapie gestartet. Das muss ich nun drei Monate lang machen. Ich habe auch schon zwei Operationen hinter mir, hatte aber das Glück dass die Endo jeweils nur an den Eierstöcken und im bauchraum war, aber nicht an anderen Organen. Wurde Dein Mann denn auch untersucht?! Wir dachten nämlich auch, es liegt nur an mir und letztendlich ist das Spermiogramm so schlecht gewesen, dass wir ICSI-Kandidaten sind. Wenn Deine Hormone noch gut sind, kannst Du auf jeden Fall eine Hormontherapie machen. Aus der Downregulierung startest Du dann am besten direkt eine Stimulation. Sind die Eileiter frei und das Spermiogramm gut, könntet ihr evtl. GV nach Plan haben oder eine IUI machen lassen. Eher würde ich aber zu einer IVF/ICSI raten, falls die Eileiter betroffen sind von der Endo. Sag Deinem Mann, auf die Natur kann man in der heutigen Zeit (mehr Umwelteinflüssen, Stress im Alltag usw.) nicht mehr viel geben und in einer Kiwu-Praxis könnt ihr euch entspannt zurück lehnen und die Ärzte machen lassen ;o)
Ich sehe das so -mein Mann zum Glück inzwischen auch -wenn es bei uns klappen sollte, können wir später unserem Kind erzählen, was wir alles in die Wege geleitet haben damit es bei uns sein kann..
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Re: Endometriose

Postby Ruth on 13 Mar 2016, 13:36

bei mir wurde 2013 die Diagnose Endometriose gestellt. Ich hatte auch Darmentferung usw. und mittlerweile schon die 2. OP im Oktober 2014. Wir haben immer wieder versucht natürlich schwanger zu werden, aber bis auf einmal (und das war leider ein Windei) hatte es nie geklappt. Bei der letzten OP haben sie nun festgestellt, dass nur eine Seite vom Eierstock einen einigermaßen Kontakt zum Eilleiter hatte und die andere Seite eben nicht. Die Ärzte sagten uns, dass eine Spontanschwangerschaft bei mir wohl nicht eintreten würde, es käme nur noch die IVF bei mir in Frage. Und das war genau das, was wir nie wollten. Wir haben lange darüber diskutiert sollen wir uns da heranwagen oder es so hinnehmen wie es die Natur vorgesehen hat.
Was soll ich sagen, wir haben uns im Januar 2010 zu einer Behandlung entschlossen und es hat beim ersten Versuch geklappt. Wir bekommen im November unser erstes Kind und sind total glücklich. Ich bin auch bereits 37 Jahre und möchte Dir damit nur sagen, lasst euch alle Wege offen und entscheidet euch nicht gleich komplett gegen eine
künstliche Befruchtung.
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Re: Endometriose

Postby Pika4u on 13 Mar 2016, 13:39

Meine Endometriose war ähnlich wie Deine, konnte auch nicht ganz entfernt werden...Habe nach der OP 9 Monate Hormontherapie gemacht und bin dann gleich im ersten Zyklus nach der Endo-Behandlung schwanger geworden. Uns hatte man auch keine großen Hoffnungen gemacht.
Bis heute ist die Endometriose nach der Therapie und der SS nahezu weg! Ich würde an Deiner Stelle in ein KiWu Zentrum gehen oder die Hormontherapie machen. Warum solltest Du nicht machen, wenn es danach klappen kann? Wenn Dein Mann eh nicht gern nachhelfen möchte mit der Medizin? Wenn die Frau das Kind wünscht, soll sie alles machen, um ihr Traum zu verwirklichen. Und dein Mann muss dich so oder so unterstützen und an dich denken, nicht an der natur. Unsinn.
Ich drück Dir die Daumen
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Re: Endometriose

Postby paprik_a on 13 Mar 2016, 13:46

Habe fast dieselbe Situation. Im Juli 2012 hatte ich eine Bauchspiegelung mit Entfernung von Endometrioseherden bzw. einem Uterusseptum. Mein behandelnder Arzt aus dem Kinderwunschzentrum empfahl mir danach, möglichst schnell schwanger zu werden, damit die Endometriose sich nicht weiter ausbreiten kann. Vor der Bauchspiegelung war ich im Kinderwunschzentrum, weil wir vorher erfolglos geübt hatten. Im Kinderwunschzentrum wurde ein paar Monate lang mit Clomhexal, Puregon und Brevactid stimuliert, ich wurde aber nicht schwanger. Um es etwas abzukürzen: Nach der Bauchspiegelung bin ich dann gleich schwanger geworden und habe im Juni 2013 mein größtes Glück zur Welt gebracht. Die Schwangerschaft verlief völlig komplikationslos, die Geburt war allerdings ein Kaiserschnitt, den musste ich danach erstmal verarbeiten. Wir hätten gerne ein zweites Kind (irgendwie fühlt sich unsere Familie noch nicht komplett an), aber unsere vergangenen Versuche ohne ärztliche Hilfe waren vergebens. Jetzt hat mein Frauenarzt uns zu einer Insemination geraten aufgrund meiner Vorgeschichte.
Die erste Insemination hat bereits im Spontanzyklus stattgefunden, nur der Eisprung wurde mit Brevactid ausgelöst. Ich habe zwar schon öfter gelesen, dass man mehrere Inseminationen braucht, um schwanger zu werden, aber ich habe Angst, dass es nie mehr klappen wird, alleine schon wegen des Alters. Jetzt wollten wir im nächsten Zyklus eine weitere Insemination wagen, allerdings mit Stimulation Clomhexal und Brevactid. Ich bin so unschlüssig, da ich auch sehe, dass mir die Zeit davonrennt und ich nicht weiß, ob eine Insemination jemals erfolgreich sein wird. Bei einem kürzlichen Hormonstatus waren meine Werte alle völlig in Ordnung, selbst der AMH-Wert war noch gut, was ja allerdings nichts über die Qualität der Eizellen aussagt.
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Re: Endometriose

Postby majorka4 on 13 Mar 2016, 14:04

also ich kann aus eigener Erfahrung sagen: es kann klappen. Ich selbst habe 2 Kinder die auf natürlichem Wege entstanden sind und kenne ganz viele Frauen die Endometriose und Kinder haben. Z. B. auch meine Schwester und meine Cousine haben Endo und beide zwei Kinder. Und auch in unserer Krabbelgruppe sind noch mindestens 3 Endo-Mütter die normal schwanger wurden.
Ich selbst wurde operiert wobei ein Eierstock, ein Eileiter und ein Teil des zweiten Eierstocks entfernt wurden. Danach wurde ich 5 Monate in die Wechseljahre geschickt mit anschließender Hormonbehandlung für IVF. Diese Stimmulationen mussten immer abgebrochen werden, weil sich nicht genügend Folikel bildeten oder ich eine Zyste bekam. Nach 4 Abbrüchen und einer fehlgeschlagenen Insemination hatte ich die Nase voll und fuhr erst mal in Urlaub. Und wie schon so oft gehört und doch nie geglaubt, wurde ich im Urlaub schwanger. Da wir uns ein zweites Kind wünschten und ich nach 1 1/2 Jahren wieder Beschwerden bekam ging ich zum Arzt um die Schmerzen abklären zu lassen und auch wegen dem Kinderwunsch. Der Arzt wollte einen Hormonspiegel erstellen und mich einen Monat lang alle paar Tage untersuchen mit Ultraschall. Bei diesen Untersuchungen konnte dann zufällig der kurzbevorstehende Eisprung festgestellt werden und ich wurde direkt schwanger. Ganz ohne Hormone. Unsere Kinder sind nun 3 Jahre und 9 Monate. Da beide Geburten Kaiserschnitte waren, habe ich mir bei der Geburt unserer Tochter den Eileiter durchtrennen lassen. Dies ist bei Endo-Frauen glaube ich auch reichlich selten.
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Re: Endometriose

Postby Louisa1998 on 13 Mar 2016, 14:09

ich wurde wegen endometriose auch 2 mal operiert und habe hormone dagegen bekommen, die so eine art wechseljahre herbeirufen. mußte mir auch ständig anhören das ich kaum chancen habe ein kind zu bekommen. bei mir war die endometriose an blase, irgendwelchen bändern der gebärmutter und an einem eierstock. unfruchtbar wirst nur wenn die eierstöcke befallen sind. wir sind zu einem spezialisten gegangen, der hat mir zyklusstabilisierende hormontabletten gegeben, weil ich ja ständig blutungen hatte und mein freund mußte auch ran. man muß ja ausschließen, dass der mann evtl unfruchtbar ist. wurde im oktober 2015 operiert und bin im dezember nach den ersten versuchen schwanger geworden und habe meinen zwerg vor knapp 3 monaten bekommen. ss soll ja angeblich das beste heilmittel bei sowas sein. also viel glück
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Re: Endometriose

Postby Agnes.frankes on 13 Mar 2016, 16:33

ich habe ganz schlimme endometriose und bin auch schon 3 mal deswegen operiert worden und in die Wechseljahre wurde ich per Spritze versetzt um die endo auszurotten. meiner Meinung nach alles ohne erfolg. ich bekomme aber nun mein drittes Kind, nachdem der Arzt gemeint hatte dass es evtl. nicht klappt. ich wollte dann zu diesem Zeitpunkt eigentlich auch kein Kind, aber nach der Diagnose haben wir losgelegt und hat geklappt ;-)
bin nur einigermaßen schmerzfrei mit Pille, und die Vertrag ich nicht und will ich auch nicht mehr nehmen. ich hoffe einfach dass es nach der dritten Geburt nicht mehr kommt und wenn doch, dann gehe ich dieses mal zu einer ganz tollen Heilpraktikerin und versuche dort mein Glück.
wenn das auch nicht hilft weis ich auch nicht, irgendwas hormonelles muss dann her was ich vertrag. meine Chefin (48 Jahre alt) hat auch endometriose und zwei Kinder und sie sagt um so älter man wird um so besser wird es mit der endometriose... die trocknet irgendwann aus ;-)
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Re: Endometriose

Postby Fuchs on 14 Sep 2017, 16:25

Meine Endometriose war ähnlich wie Deine, konnte auch nicht ganz entfernt werden...Habe nach der OP 9 Monate Hormontherapie gemacht und bin dann gleich im ersten Zyklus nach der Endo-Behandlung schwanger geworden. Uns hatte man auch keine großen Hoffnungen gemacht. Bis heute ist die Endometriose nach der Therapie und der SS nahezu weg! Ich würde an Deiner Stelle in ein KiWu Zentrum gehen oder die Hormontherapie machen. Warum solltest Du nicht machen, wenn es danach klappen kann? Wenn Dein Mann eh nicht gern nachhelfen möchte mit der Medizin? Wenn die Frau das Kind wünscht, soll sie alles machen, um ihr Traum zu verwirklichen. Und dein Mann muss dich so oder so unterstützen und an dich denken, nicht an der Natur. Unsinn. Ich drück Dir die Daumen
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