Endometriose

Re: Endometriose

Postby naDin on 10 Oct 2017, 22:14

Ich wurde wegen Endometriose auch 2 mal operiert und habe Hormone dagegen bekommen, die so eine Art Wechseljahre herbeirufen. Musste mir auch ständig anhören, dass ich kaum Chancen habe ein Kind zu bekommen. Bei mir war die Endometriose an blase, irgendwelchen bändern der Gebärmutter und an einem Eierstock. Unfruchtbar wirst nur wenn die Eierstöcke befallen sind. Wir sind zu einem Spezialisten gegangen, der hat mir zyklusstabilisierende Hormon Tabletten gegeben, weil ich ja ständig Blutungen hatte und mein Freund musste auch ran. Man muss ja ausschließen, dass der Mann evtl. unfruchtbar ist. Wurde im Oktober 2015 operiert und bin im Dezember nach den ersten Versuchen schwanger geworden und habe meinen Zwerg vor knapp 3 Monaten bekommen. Ss soll ja angeblich das beste Heilmittel bei sowas sein. Also viel Glück
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Re: Endometriose

Postby kühn on 09 Dec 2017, 00:10

Ich kenne gut diese Situation. Zu meiner Geschichte: Wir hatten auch 1,5 Jahre probiert schwanger zu werden. (Wusste dass ich Endometriose hatte). Bekam auch zuerst hormon- Therapie per Pille. Jedoch ohne Erfolg bei meinem Endo Grad. Wir hatten auch mit Clomifen probiert schwanger zu werden, auch ohne Erfolg. (Bei sehr schwerer Endometriose und mit Darm Beteiligung bringen diese Versuche alle nichts!) 2014 sind wir dann nach Österreich zum Operieren, da mir in der Kinderwunschklinik in Ulm gesagt wurde, bevor die Endo nicht operiert ist, wollen die keine künstliche Befruchtung machen, weil da die Chancen dass das was wird sehr gering sind. Also ich und mein Mann nach Österreich zum Operieren.
Bei mir war auch Darm, Eileiter, Eierstöcke, Gebärmutter und Blase befallen. War alles nur noch ein klumpen und die Gebärmutter konnte nicht richtig arbeiten. Was für eine Schwangerschaft sehr wichtig ist. Bei der OP wurden mir auch 15 cm vom Darm entfernt. Bin knapp an einem künstlichen Darmausgang vorbei gekommen. Allgemein wurde bei mir organerhaltend operiert. Hatte aber nach der OP keine schmerzen. Auch bei der ersten Menstruation hatte ich keine Schmerzen. Bis heute bin ich schmerzfrei. Die ersten drei Monate nach der OP durften wir keine Liebe machen aber dann durften wir voll durchstarten und was soll ich sagen. Gleich danach wurde ich schwanger ganz auf natürlichem weg. Ich war so glücklich. Habe jetzt eine total gesunde Tochter, die mir durch die Wohnung rennt)) Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und dass du Hilfe bekommst. Wir haben die Hoffnung nie aufgegeben.
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Re: Endometriose

Postby Louisa1998 on 21 Jan 2018, 00:56

Also ich kann aus eigener Erfahrung sagen: es kann klappen. Ich selbst habe 2 Kinder die auf natürlichem Wege entstanden sind und kenne ganz viele Frauen die Endometriose und Kinder haben. Z. B. auch meine Schwester und meine Cousine haben Endo und beide zwei Kinder. Und auch in unserer Krabbelgruppe sind noch mindestens 3 Endo-Mütter die normal schwanger wurden.
Ich selbst wurde operiert wobei ein Eierstock, ein Eileiter und ein Teil des zweiten Eierstocks entfernt wurden. Danach wurde ich 5 Monate in die Wechseljahre geschickt mit anschließender Hormonbehandlung für IVF. Diese Stimulationen mussten immer abgebrochen werden, weil sich nicht genügend Follikel bildeten oder ich eine Zyste bekam. Nach 4 Abbrüchen und einer fehlgeschlagenen Insemination hatte ich die Nase voll und fuhr erst mal in Urlaub. Und wie schon so oft gehört und doch nie geglaubt, wurde ich im Urlaub schwanger. Da wir uns ein zweites Kind wünschten und ich nach 1 1/2 Jahren wieder Beschwerden bekam ging ich zum Arzt um die Schmerzen abklären zu lassen und auch wegen dem Kinderwunsch. Der Arzt wollte einen Hormonspiegel erstellen und mich einen Monat lang alle paar Tage untersuchen mit Ultraschall. Bei diesen Untersuchungen konnte dann zufällig der kurzbevorstehende Eisprung festgestellt werden und ich wurde direkt schwanger. Ganz ohne Hormone. Unsere Kinder sind nun 3 Jahre und 9 Monate. Da beide Geburten Kaiserschnitte waren, habe ich mir bei der Geburt unserer Tochter den Eileiter durchtrennen lassen. Dies ist bei Endo-Frauen glaube ich auch reichlich selten.
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Re: Endometriose

Postby Engeline on 25 Jan 2018, 01:20

Hallo,
es tut mir leid, dass ihr die Diagnose gestellt bekommen habt. Gib Deinem Mann ein wenig Zeit, er wird sich sicherlich an den Gedanken einer Kiwu-Behandlung gewöhnen. Ich habe auch Endo Grad III und bin heute zum zweiten Mal in die Wechseljahr-Therapie gestartet. Das muss ich nun drei Monate lang machen. Ich habe auch schon zwei Operationen hinter mir, hatte aber das Glück dass die Endo jeweils nur an den Eierstöcken und im bauchraum war, aber nicht an anderen Organen. Wurde Dein Mann denn auch untersucht?! Wir dachten nämlich auch, es liegt nur an mir und letztendlich ist das Spermiogramm so schlecht gewesen, dass wir ICSI-Kandidaten sind. Wenn Deine Hormone noch gut sind, kannst Du auf jeden Fall eine Hormontherapie machen. Aus der Downregulierung startest Du dann am besten direkt eine Stimulation. Sind die Eileiter frei und das Spermiogramm gut, könntet ihr evtl. GV nach Plan haben oder eine IUI machen lassen. Eher würde ich aber zu einer IVF/ICSI raten, falls die Eileiter betroffen sind von der Endo. Sag Deinem Mann, auf die Natur kann man in der heutigen Zeit (mehr Umwelteinflüssen, Stress im Alltag usw.) nicht mehr viel geben und in einer Kiwu-Praxis könnt ihr euch entspannt zurück lehnen und die Ärzte machen lassen. Ich sehe das so -mein Mann zum Glück inzwischen auch -wenn es bei uns klappen sollte, können wir später unserem Kind erzählen, was wir alles in die Wege geleitet haben damit es bei uns sein kann.
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Re: Endometriose

Postby Lisa_vogt on 27 Jan 2018, 03:38

Zu meiner Geschichte: Wir hatten auch 1,5 Jahre probiert schwanger zu werden. (Wusste dass ich Endometriose hatte). Bekam auch zuerst hormon- Therapie per Pille. Jedoch ohne Erfolg bei meinem Endo Grad. Wir hatten auch mit Clomifen probiert schwanger zu werden, auch ohne Erfolg. (Bei sehr schwerer Endometriose und mit Darm Beteiligung bringen diese Versuche alle nichts!) 2014 sind wir dann nach Österreich zum Operieren, da mir in der Kinderwunschklinik in Ulm gesagt wurde, bevor die Endo nicht operiert ist, wollen die keine künstliche Befruchtung machen, weil da die Chancen dass das was wird sehr gering sind. Also ich und mein Mann nach Österreich zum Operieren.
Bei mir war auch Darm, Eileiter, Eierstöcke, Gebärmutter und Blase befallen. War alles nur noch ein klumpen und die Gebärmutter konnte nicht richtig arbeiten. Was für eine Schwangerschaft sehr wichtig ist. Bei der OP wurden mir auch 15 cm vom Darm entfernt. Bin knapp an einem künstlichen Darmausgang vorbei gekommen. Allgemein wurde bei mir organerhaltend operiert. Hatte aber nach der OP keine schmerzen. Auch bei der ersten Menstruation hatte ich keine Schmerzen. Bis heute bin ich schmerzfrei. Die ersten drei Monate nach der OP durften wir keine Liebe machen aber dann durften wir voll durchstarten und was soll ich sagen. Gleich danach wurde ich schwanger ganz auf natürlichem weg. Ich war so glücklich. Habe jetzt eine total gesunde Tochter, die mir durch die Wohnung rennt)) Ich wünsche dir auf jeden Fall alles alles Gute und dass du Hilfe bekommst. Wir haben die Hoffnung nie aufgegeben.
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Re: Endometriose

Postby Engeline on 28 Jan 2018, 02:31

Bei mir wurde 2015 die Diagnose Endometriose gestellt. Ich hatte auch Darmentfernung usw. und mittlerweile schon die 2. OP im Oktober 2014. Wir haben immer wieder versucht natürlich schwanger zu werden, aber bis auf einmal (und das war leider ein Windei) hatte es nie geklappt. Bei der letzten OP haben sie nun festgestellt, dass nur eine Seite vom Eierstock einen einigermaßen Kontakt zum Eilleiter hatte und die andere Seite eben nicht. Die Ärzte sagten uns, dass eine Spontanschwangerschaft bei mir wohl nicht eintreten würde, es käme nur noch die IVF bei mir in Frage. Und das war genau das, was wir nie wollten. Wir haben lange darüber diskutiert sollen wir uns da heranwagen oder es so hinnehmen wie es die Natur vorgesehen hat.
Was soll ich sagen, wir haben uns im Januar 2016 zu einer Behandlung entschlossen und es hat beim ersten Versuch geklappt. Wir bekommen im November unser erstes Kind und sind total glücklich. Ich bin auch bereits 37 Jahre und möchte Dir damit nur sagen, lasst euch alle Wege offen und entscheidet euch nicht gleich komplett gegen eine künstliche Befruchtung.
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Re: Endometriose

Postby Windchen210 on 11 Apr 2018, 23:47

Hallo zusammen,
Bei mir wurde ein diagnostisches Lab durchgeführt wegen Verdacht auf Endo. Damals sagte man mir, man könne die Endo und eine Endo-Zyste nicht entfernen und ich könne daher auch keine Kinder haben. 1 Jahr später bin ich dennoch schwanger gewesen und habe es verloren. Heute weiß ich, dass durch die Endo die Entwicklung der Eizellen fehlerhaft ist. Daher hätte sich ein Embryo nie viel weiter entwickeln können. Um die Endo einzudämmen und die Schmerzen zu lindern, habe ich wieder die Pille genommen. Nach unserer Hochzeit haben wir es trotzdem wieder versuchen wollen. Man soll es grundsätzlich 9-12 Monate natürlich versuchen. Das klappte natürlich nicht. Daher habe ich eine Überweisung in die Kinderwunschlink bekommen, die mit dem Endometriose-Zentrum zusammenarbeitet. Die sind dann gleich auf beides spezialisiert gewesen. Deren Diagnose war wesentlich positiver. Schließlich wurde endoskopisch die Zyste und die Endometriose entfernt und zur Sicherheit die Eileiter durchgespült. Nach 4 Wochen durfte ich schon die Hormontherapie anfangen. Es klingt alles sehr viel, das weiß ich. Aber im Nachhinein tut es mir leid, dass ich mich nicht schön früher getraut habe, es zu versuchen :-) Im April kommt unser Mädchen zur Welt, denn der 3 Zyklus nach der OP war erfolgreich. Übrigens ist Endometriose grundsätzlich noch nicht heilbar, da man die Ursache nicht kennt. Irgendwann wird sie wieder nachwachsen. Sie ist hormonabhängig. d.h. wenn ihr einen Kinderwunsch habt, solltet ihr es unbedingt sofort nach der OP probieren. Durch die Schwangerschaftshormone wird die Endo dann unterdrückt.
Ich hoffe ich konnte euch ein paar sinnvolle Infos geben.
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Re: Endometriose

Postby eva2Abel on 10 May 2018, 00:04

Wir hatten auch 1,5 Jahre probiert schwanger zu werden. (Wusste dass ich Endometriose hatte). Bekam auch zuerst hormon- Therapie per Pille. Jedoch ohne Erfolg bei meinem Endo Grad. Wir hatten auch mit Clomifen probiert schwanger zu werden, auch ohne Erfolg. (Bei sehr schwerer Endometriose und mit Darm Beteiligung bringen diese Versuche alle nichts!) 2014 sind wir dann nach Österreich zum Operieren, da mir in der Kinderwunschklinik in Ulm gesagt wurde, bevor die Endo nicht operiert ist, wollen die keine künstliche Befruchtung machen, weil da die Chancen dass das was wird sehr gering sind. Also ich und mein Mann nach Österreich zum Operieren.
Bei mir war auch Darm, Eileiter, Eierstöcke, Gebärmutter und Blase befallen. War alles nur noch ein klumpen und die Gebärmutter konnte nicht richtig arbeiten. Was für eine Schwangerschaft sehr wichtig ist. Bei der OP wurden mir auch 15 cm vom Darm entfernt. Bin knapp an einem künstlichen Darmausgang vorbei gekommen. Allgemein wurde bei mir organerhaltend operiert. Hatte aber nach der OP keine schmerzen. Auch bei der ersten Menstruation hatte ich keine Schmerzen. Bis heute bin ich schmerzfrei. Die ersten drei Monate nach der OP durften wir keine Liebe machen aber dann durften wir voll durchstarten und was soll ich sagen. Gleich danach wurde ich schwanger ganz auf natürlichem weg. Ich war so glücklich. Habe jetzt eine total gesunde Tochter, die mir durch die Wohnung rennt)) Ich wünsche dir auf jeden Fall alles und dass du Hilfe bekommst. Wir haben die Hoffnung nie aufgegeben.
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Re: Endometriose

Postby Lisa_vogt on 09 Aug 2018, 23:10

Man kann Endo Symptome nicht pauschalisieren. Auch ist die Stärke der Symptome nicht mit dem Grad der Erkrankung in Verbindung zu bringen. D.h. manche haben keine Symptome und einen schweren Befall und umgekehrt. Bei mir gab es schon seit den Teenager Jahren starke Mensschmerzen und es wurde mir immer gesagt, das sei normal. In manchen Monaten war es besser als in anderen, halt unterschiedlich. Manchmal musste ich 2 Tage im Bett verbringen, mit 3-4 Ibu. Das kam und ging. Irgendwann war ich beschwerdefrei, so mit 18, hatte mich gefreut.
Dann so mit 21-22 fing es mit ESschmerzen an. Die dachten alle es wäre Blinddarmentzündung und wollten schon operieren. Bin noch drum gekommen. Mit etwa 28 waren die Schmerzen um den ES herum auf etwa 3-4 Tage lang verteilt und so schlimm, dass ich 3-4 Ibu gebraucht habe. Irgendwann hat selbst Ibu nicht mehr geholfen und dann hat man auch die Zysten gesehen. Da war ich selbst so auf eine OP erpicht, weil ich die Schmerzen überhaupt nicht mehr aushalten konnte. War in einem Monat etwa 2 Wochen unter höchster Ibu Dosis. Dann mit 30 die OP (Endo IV). Ach war das gut danach! Das muss aber kein Regelfall sein. Bemerke bitte die lange Dauer des Problems und die beschwerdefreien Zeiten! Und auch wie oft alle (Männer natürlich) sagten, es wäre "normal" Regelschmerzen zu haben, ich solle mich nicht so anstellen.
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Re: Endometriose

Postby Maria Waldfogel on 22 Sep 2018, 02:11

Habe fast dieselbe Situation. Im Juli 2012 hatte ich eine Bauchspiegelung mit Entfernung von Endometrioseherden bzw. einem Uterusseptum. Mein behandelnder Arzt aus dem Kinderwunschzentrum empfahl mir danach, möglichst schnell schwanger zu werden, damit die Endometriose sich nicht weiter ausbreiten kann. Vor der Bauchspiegelung war ich im Kinderwunschzentrum, weil wir vorher erfolglos geübt hatten. Im Kinderwunschzentrum wurde ein paar Monate lang mit Clomhexal, Puregon und Brevactid stimuliert, ich wurde aber nicht schwanger. Um es etwas abzukürzen: Nach der Bauchspiegelung bin ich dann gleich schwanger geworden und habe im Juni 2013 mein größtes Glück zur Welt gebracht. Die Schwangerschaft verlief völlig komplikationslos, die Geburt war allerdings ein Kaiserschnitt, den musste ich danach erstmal verarbeiten. Wir hätten gerne ein zweites Kind (irgendwie fühlt sich unsere Familie noch nicht komplett an), aber unsere vergangenen Versuche ohne ärztliche Hilfe waren vergebens. Jetzt hat mein Frauenarzt uns zu einer Insemination geraten aufgrund meiner Vorgeschichte.
Die erste Insemination hat bereits im Spontanzyklus stattgefunden, nur der Eisprung wurde mit Brevactid ausgelöst. Ich habe zwar schon öfter gelesen, dass man mehrere Inseminationen braucht, um schwanger zu werden, aber ich habe Angst, dass es nie mehr klappen wird, alleine schon wegen des Alters. Jetzt wollten wir im nächsten Zyklus eine weitere Insemination wagen, allerdings mit Stimulation Clomhexal und Brevactid. Ich bin so unschlüssig, da ich auch sehe, dass mir die Zeit davonrennt und ich nicht weiß, ob eine Insemination jemals erfolgreich sein wird. Bei einem kürzlichen Hormonstatus waren meine Werte alle völlig in Ordnung, selbst der AMH-Wert war noch gut, was ja allerdings nichts über die Qualität der Eizellen aussagt.
Maria Waldfogel
 
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