Gibts noch Hoffnung?

Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby trixis on 08 Jan 2018, 00:29

Es tut mir sehr leid, dass du dieses Schicksal auch miterleben musstest und das sogar zwei mal! Es ist manchmal so ungerecht, dass jemand, wie du, nicht mit einem Baby belohnt werden können! Ich habe bisher auch keine Kinder, die bei mir bleiben durften und kann daher deine Gedanken und Ängste gut verstehen und nachvollziehen! Ich hoffe so sehr, dass wir auch noch belohnt werden, auch wenn mein Mut zurzeit nicht da ist. Hast du dich denn mal untersuchen lassen? Ich leide zum Beispiel an einer Gerinnungsstörung und daher kommt es in der Ss immer zur Plazentainsuffizienz und meine Kinder werden nicht mehr richtig versorgt. Ich wünsch dir alles, alles Liebe und ganz viel Kraft! Liebe grüße
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Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby Engeline on 19 Jan 2018, 17:28

Meine Untersuchungen beginnen gerade, allerdings hat der Arzt mir schon gesagt, dass zu 95% nichts gefunden wird. Mir wurden fünf Blutproben genommen, die Gerinnungsbestimmung war auch dabei, alle Ergebnisse sind unauffällig. Meine männlichen Hormone sowie Schilddrüse wurden auch schon getestet. Weibliche Hormone kann ich noch nicht testen lassen, weil mein Frauenarzt mir geraten hat 3 Monate die Pille zu nehmen. Ich habe aber mittlerweile den Arzt gewechselt, nehme die Pille nur diesen einen Zyklus, um dann im übernächsten Zyklus meine weiblichen Hormone testen lassen zu können.
Nächste Woche habe ich eine Genberatung, mit viel Glück werden unsere Gene schon nach 2 Fehlgeburten getestet. Würde ich mir wünschen, ich würde so gerne bevor es vielleicht wieder klappt selber für mich wissen, dass ich versucht habe alles herauszufinden was eventuell nicht stimmen könnte. Die zweite Schwangerschaft war psychisch sowieso schon total belastend, ich weiß garnicht wie es nächste Mal sein soll. Man hat halt nur zweimal die Grenzerfahrung gemacht, dass das Kind es nicht schafft, wie soll es beim nächsten Mal anders sein?!
Meine Gedanken sind den ganzen Tag bei diesem Thema, und eigentlich fühle ich mich schon so müde immer darüber nachzudenken. Seit April beschäftigt mich es, und als es besser wurde kam die zweite SSW. Habe mich natürlich riesig gefreut, heute ist der ET und ich dachte es trägt mich sanft darüber weg. Aber leider ist es jetzt noch schlimmer, es soll sich nicht doof anhören, aber die Trauer um das zweite Kind ist im Moment nicht so stark, weil ich mich garnicht erst so getraut habe mich darüber zu freuen. Die Ungewissheit ist das schlimmste. Könnte mir jemand sagen, dass ich in fünf Jahren Kinder habe, müsste ich einfach Geduld haben.
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Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby tilda on 08 Feb 2018, 23:21

Es tut mir sehr leid für Dich, dass Du Deine 2 verloren hast. Ich habe auch 2 Hergeben müssen, ich weiß wie Du Dich jetzt fühlst. Im Mai 2015 war ich in der 7. SSW, habe ich plötzlich starke Blutungen bekommen. Als wir im KH angekommen sind, war schon nichts mehr auf dem Ultraschall zu sehen. 2 Wochen später hatte ich ein komisches leichtes Ziehen im Unterleib und bin nur mal zum Nachschauen zu meinem FA gefahren, da ich ein wenig Panik hatte. Und da waren keine Herztöne mehr da. Bin gleich ins KH zur Ausschabung. Es war für uns eine sehr schwere Zeit, voller Trauer und der Gedanke dass es nie klappen wird. Ich hatte Angst vor einer neuen SSW. Im Dezember hielt ich aber dann doch wieder einen Positiven SSW-Test in der Hand. Ich habe die ganze SSW viel mit Angst gelebt, aber mein FA ist so super gewesen und hat mir gesagt, ich kann kommen, wann ich möchte und nachschauen lassen. Er hat auch bei jedem Mal US gemacht. Dann ist unser Sohn geboren. Kern gesund. Ich hoffe meine Geschichte macht Dir ein wenig Mut und gibt Dir neue Hoffnung. Ich wünsche Dir und deinem Mann viel Kraft und das Ihr auch bald einen kleinen Sonnenschein im Arm halten dürft. Lieben Gruß
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Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby Fuchs on 17 Feb 2018, 01:06

Ich hatte jetzt die 3. FG und bei mir angeblich auch alles ok ist, bzw. zuviel Prolaktin festgestellt worden ist. Ich kann leider gärt nichts zu Chancen sagen, das wusste ich bei mir selbst nur allzugerne. Aber es gibt Infos zu Einnistungsstörungen und wiederholten FGs. Allein die Auseinandersetzung damit fällt schwer. Aber es gibt immernoch einige Untersuchungen, die man noch machen könnte- jedenfalls ist es bei mir so...
Zu Hashimoto fällt mir z.B. ein, dass das oft auch andere Autoimmunerkrankungen mit sich bringt, die dann auch wieder das Immunsystem und damit T-Zellen und NK-Zellen beeinflussen können. Vielleicht gibt es da noch etwas? Aber vielleicht musst du auch erstmal Luft holen und Trauern? Diese ganzen Untersuchungen und Fragen können einen ganz verrückt machen. Ich treffe im Moment auch keine Freunde mit Kindern. Das ist mir zu viel. Gleichzeitig fehlen mir dieser Menschen.
Ich reiche dir die Hand, denn es geht mir ähnlich. Habe mir auch psychiche Beratung genommen, um diese Schocks mal abzuarbeiten. Vielleicht für dich auch eine Idee, falls du es nicht schon machst?
Viele Grüße und alles Gute
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Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby kühn on 18 Feb 2018, 02:13

Ich hatte jetzt die 3. FG und bei mir angeblich auch alles ok ist, bzw. zuviel Prolaktin festgestellt worden ist. Ich kann leider gärt nichts zu Chancen sagen, das wusste ich bei mir selbst nur allzu gerne. Aber es gibt Infos zu Einnistungsstörungen und wiederholten FGs. Allein die Auseinandersetzung damit fällt schwer. Aber es gibt immernoch einige Untersuchungen, die man noch machen könnte- jedenfalls ist es bei mir so...
Zu Hashimoto fällt mir z.B. ein, dass das oft auch andere Autoimmunerkrankungen mit sich bringt, die dann auch wieder das Immunsystem und damit T-Zellen und NK-Zellen beeinflussen können. Vielleicht gibt es da noch etwas? Aber vielleicht musst du auch erstmal Luft holen und Trauern? Diese ganzen Untersuchungen und Fragen können einen ganz verrückt machen. Ich treffe im Moment auch keine Freunde mit Kindern. Das ist mir zu viel. Gleichzeitig fehlen mir dieser Menschen. Ich reiche dir die Hand, denn es geht mir ähnlich. Habe mir auch psychische Beratung genommen, um diese Schocks mal abzuarbeiten. Vielleicht für dich auch eine Idee, falls du es nicht schon machst? Viele Grüße und alles Gute
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Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby Siri on 05 Mar 2018, 01:18

Ich möchte Dir und den anderen auch Hoffnung machen. Ich bin nach 5 FG in der 18 SSW.
Bei mir liefen die Untersuchungen damals sehr zäh an, obwohl ich nach der 3 FG schon über 39 war. Ich habe sofort ab möglicher Einnistung ASS genommen, ab positivem Schwangerschaftstest Heparin und kein ASS mehr. Dazu noch Progesteron. Das habe ich dann nach 12 Wochen ausgeschlichen. Ich habe großen Respekt vor dem Clexane. Hatte aber so positives gelesen, dass ich mich trauen wollte.
Ich habe dieses Procedere den Ärzten in der KiWu-Klinik vorgeschlagen. Meine natürlichen Killerzellen wurde nicht untersucht. Mir wurde kein Cortison empfohlen. Als ich letztlich gerade schon wieder schwanger war (aber es noch nicht wusste) wurden dann die Killerzellen untersucht. Keine Auffälligkeiten. Sonst hätte mir eine andere Ärztin auch Cortison empfohlen (die überzeugt ist, dass ich Hashimoto habe). Ich weiss nicht, ob ich es gemacht hätte. Ich habe grossen Respekt vor jeglichen Nebenwirkungen von Medikamenten, auch wenn ich jetzt so einiges nehme. Zur Einstellung mit der Schilddrüse: Das ist bei mir bei jeder Untersuchung eine Diskussion. Ärzte sind sich hier so unterschiedlicher Meinung was die richtige Einstellung ist. Bei mir sagen die einen bei der gleichen Untersuchung in der jetzigen Schwangerschaft Dosis verringern, die Schilddrüsenspezialistin sagt, Dosis zu erhöhen. Der Schilddrüsenbedarf steigt direkt bei Beginn der Schwangerschaft. Ich habe beim Feststellen der Schwangerschaft die Dosis um 12% erhöht. Ich spreche die Werte natürlich immer mit der Fachärztin ab. Es sind, denke ich, für uns schwere Entscheidungen was notwendig ist und was nicht. Ich war bei der 1. Schwangerschaft ziemlich unbekümmert. Jetzt hoffe ich und hoffe, dass alles gut geht.
Es ist schwer immer wieder aufzustehen und einen neuen Versuch zu starten. Ich wünsche Dir und den anderen Frauen mit FGs, dass es klappen wird.
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Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby Fuchs on 08 Mar 2018, 23:17

Es tut mir total, leid dass du das gleiche durchmachen musstest. Auch ich kann dir berichten dass ich 2 FG hatte. August 2014 Blutung in der 5 SSW und dann gleich im November 2014 wieder. Diesmal Ausschabung 8. SSW nach dem das Herzchen eigentlich schon geschlagen hatte. Und ich kann dir auch sagen, dass ich einige bis viele Frauen kenne, die das leider Erleben mussten.
Auf jeden Fall war bei mir der KiWunsch so groß, dass ich niemals hätte aufgeben können. Bin dann auch wieder im 2ten Zyklus schwanger geworden Und heute bin ich im 8 Monat. Also gib bitte nicht auf und bestehe evtl. auf weitere Untersuchungen. Mir wurde auch gesagt 2 FG sind völlig normal und deswegen macht man Untersuchungen erst ab der 3ten. Solche Vorschriften kann wieder nur jemand erfinden, der das noch nicht miterlebt hat.
Ich habe damals bei meiner FÄ darauf bestanden dass sie wenigstens eine Untersuchung vornimmt und das war dann die Blutgerinnung. War aber alles ok. Oft hab ich schon gelesen liegt sowas evtl. auch an einer Schilddrüsenüber- oder Unterfunktion. Hast du das evtl. schon mal testen lassen? Das macht der Hausarzt und kostet auch nichts. Ich wünsche dir alles alles Gute für die Zukunft und das es zeitnah erfolgreich klappt.
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Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby Siri on 16 Mar 2018, 23:45

Meine Untersuchungen beginnen gerade, allerdings hat der Arzt mir schon gesagt, dass zu 95% nichts gefunden wird. Mir wurden fünf Blutproben genommen, die Gerinnungsbestimmung war auch dabei, alle Ergebnisse sind unauffällig. Meine männlichen Hormone sowie Schilddrüse wurden auch schon getestet. Weibliche Hormone kann ich noch nicht testen lassen, weil mein Frauenarzt mir geraten hat 3 Monate die Pille zu nehmen. Ich habe aber mittlerweile den Arzt gewechselt, nehme die Pille nur diesen einen Zyklus, um dann im übernächsten Zyklus meine weiblichen Hormone testen lassen zu können.
Nächste Woche habe ich eine Genberatung, mit viel Glück werden unsere Gene schon nach 2 Fehlgeburten getestet. Würde ich mir wünschen, ich würde so gerne bevor es vielleicht wieder klappt selber für mich wissen, dass ich versucht habe alles herauszufinden was eventuell nicht stimmen könnte. Die zweite Schwangerschaft war psychisch sowieso schon total belastend, ich weiß garnicht wie es nächste Mal sein soll. Man hat halt nur zweimal die Grenzerfahrung gemacht, dass das Kind es nicht schafft, wie soll es beim nächsten Mal anders sein?!
Meine Gedanken sind den ganzen Tag bei diesem Thema, und eigentlich fühle ich mich schon so müde immer darüber nachzudenken. Seit April beschäftigt mich es, und als es besser wurde kam die zweite SSW. Habe mich natürlich riesig gefreut, heute ist der ET und ich dachte es trägt mich sanft darüber weg. Aber leider ist es jetzt noch schlimmer, es soll sich nicht doof anhören, aber die Trauer um das zweite Kind ist im Moment nicht so stark, weil ich mich garnicht erst so getraut habe mich darüber zu freuen. Die Ungewissheit ist das schlimmste. Könnte mir jemand sagen, dass ich in fünf Jahren Kinder habe, müsste ich einfach Geduld haben.
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Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby Engeline on 18 Mar 2018, 23:34

Ich bin zum zweiten Mal verheiratet und 39 Jahre alt, habe schon zwei große Kinder aus erster Ehe und nach langen Untersuchen etc. auch eine 4 jährige Tochter mit meinem 2. Mann, wir wollten immer ein Geschwisterchen für sie.
Bevor sie kam wurde bei mir festgestellt, dass ich Verwachsungen an den Eileitern hatte, die entfernt wurde, und das ein Eileiter defekt und der zweite nur bedingt durchlässig ist. Nach dieser Diagnose (vorher versuchten wir 2 Jahre schwanger zu werden) ging es dann recht schnell und alles verlief problemlos. Nun versuchen wir schon seit 1,5 Jahren ein Geschwisterchen zu bekommen und hatten bisher schon 3 Fehlgeburten, nach der 2. wurde eine Gerinnungsstörung festgestellt (Faktor V Leiden Mutation heterozygot), ich sollte bei der 3. Schwangerschaft dann ASS nehmen, Heparin sei nicht notwendig sagte einer der vielen Ärzte bei dem ich war, und in der 7. SSW haben wir unser Baby wieder verloren. Ich bin völlig am Boden zerstört. Habe aber vom Frauenarzt eine Überweisung zur Beratung und evtl weiteren Behandlung für eine Uniklinik bekommen. Mein Mann ist wenig begeistert, sieht unsere Ehe gefährdet, und möchte das nicht mehr mitmachen, weil er nicht will, dass ich weiter leide, aber ich leide auch darunter, dass ich diesen Wunsch aufgeben soll
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Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby omega on 12 Apr 2018, 00:48

Es tut mir sehr leid für Dich, dass Du Deine 2 verloren hast. Ich habe auch 2 Hergeben müssen, ich weiß wie Du Dich jetzt fühlst. Im Mai 2015 war ich in der 7. SSW, habe ich plötzlich starke Blutungen bekommen. Als wir im KH angekommen sind, war schon nichts mehr auf dem Ultraschall zu sehen. 2 Wochen später hatte ich ein komisches leichtes Ziehen im Unterleib und bin nur mal zum Nachschauen zu meinem FA gefahren, da ich ein wenig Panik hatte. Und da waren keine Herztöne mehr da. Bin gleich ins KH zur Ausschabung. Es war für uns eine sehr schwere Zeit, voller Trauer und der Gedanke dass es nie klappen wird. Ich hatte Angst vor einer neuen SSW. Im Dezember hielt ich aber dann doch wieder einen Positiven SSW-Test in der Hand. Ich habe die ganze SSW viel mit Angst gelebt, aber mein FA ist so super gewesen und hat mir gesagt, ich kann kommen, wann ich möchte und nachschauen lassen. Er hat auch bei jedem Mal US gemacht. Dann ist unser Sohn geboren. Kern gesund. Ich hoffe meine Geschichte macht Dir ein wenig Mut und gibt Dir neue Hoffnung. Ich wünsche Dir und deinem Mann viel Kraft und das Ihr auch bald einen kleinen Sonnenschein im Arm halten dürft. Lieben Gruß
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