Gibts noch Hoffnung?

Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby kühn on 29 Aug 2016, 18:44

Ich möchte Dir und den anderen auch Hoffnung machen. Ich bin nach 5 FG in der 18 SSW.
Bei mir liefen die Untersuchungen damals sehr zäh an, owohl ich nach der 3 FG schon über 39 war. Ich habe sofort ab möglicher Einnistung ASS genommen, ab positivem Schwangerschaftstest Heparin und kein ASS mehr. Dazu noch Progesteron. Das habe ich dann nach 12 Wochen ausgeschlichen. Ich habe grossen Respekt vor dem Clexane. Hatte aber so positives gelesen, dass ich mich trauen wollte.
Ich habe dieses Procedere den Ärzten in der KiWu-Klinik vorgeschlagen. Meine natürlichen Killerzellen wurde nicht untersucht. Mir wurde kein Cortison empfohlen. Als ich letztlich gerade schon wieder schwanger war (aber es noch nicht wusste) wurden dann die Killerzellen untersucht. Keine Auffälligkeiten. Sonst hätte mir eine andere Ärztin auch Cortison empfohlen (die überzeugt ist, dass ich Hashimoto habe). Ich weiss nicht, ob ich es gemacht hätte. Ich habe grossen Respekt vor jeglichen Nebenwirkungen von Medikamenten, auch wenn ich jetzt so einiges nehme. Zur Einstellung mit der Schilddrüse: Das ist bei mir bei jeder Untersuchung eine Diskussion. Ärzte sind sich hier so unterschiedlicher Meinung was die richtige Einstellung ist. Bei mir sagen die einen bei der gleichen Untersuchung in der jetzigen Schwangerschaft Dosis verringern, die Schilddrüsenspezialistin sagt, Dosis zu erhöhen. Der Schilddrüsenbedarf steigt direkt bei Beginn der Schwangerschaft. Ich habe beim Feststellen der Schwangerschaft die Dosis um 12% erhöht. Ich spreche die Werte natürlich immer mit der Fachärztin ab.
Es sind, denke ich, für uns schwere Entscheidungen was notwendig ist und was nicht. Ich war bei der 1. Schwangerschaft ziemlich unbekümmert. Jetzt hoffe ich und hoffe, dass alles gut geht.
Es ist schwer immer wieder aufzustehen und einen neuen Versuch zu starten. Ich wünsche Dir und den anderen Frauen mit FGs, dass es klappen wird.
kühn
 
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Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby Fuchs on 29 Aug 2016, 18:49

Wurde bei den AS das Abortmaterial mal zytogenetisch untersucht? Leider sind einfach spontane Chromosomenmutationen beim Embryo die häufigste Ursache für Fehlgeburten vor der 12. SSW, insbesondere falls Frau nicht mehr ganz taufrisch ist. Und bezüglich einem Autoimmuntest, da bin ich ehrlich gesagt überfragt, warum er in Narkose stattfinden muss. Bei mir wurde vor einiger Zeit auch mal getestet, ob das Immunsystem ggf. für die Fehlgeburten verantwortlich ist, das war aber eine ganz normale Blutuntersuchung.
Wenn es bei dem Test nur um die Entscheidung geht, ob Du Cortison profilaktisch nehmen sollst oder nicht, würde ich keine Untersuchung in Narkose machen lassen. Da würde ich das Cortison einfach ohne weitere Diagnostik profilaktisch nehmen. Die Dosierung um das Immunsystem etwas runter zu fahren ist i.d. Regel eh nicht so hoch.
Viele Grüße
Fuchs
 
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Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby eva2Abel on 29 Aug 2016, 18:52

Hallo,
ich kann deine Verzweiflung verstehen.... Bei mir waren es 5 FGen in Folge, auch ohne Ursache.
Es gibt einerseits Blutuntersuchungen (Höhe der NK-Zellen, weitere Faktoren, ggf. Aktivität der NK-Zellen) und andererseits eine Biopsie aus der Gebärmutterschleimhaut zur Bestimmung der NK-Zellen dort. Die hatte ich ohne jegliche Betäubung, nur bei der Gebärmutterspiegelung brauchte ich eine Vollnarkose, aber die hatte ja nichts mit der Biopsie zu tun.
Es gibt wohl Frauen, bei denen die Selektion der Embryonen in lebensfähig und nicht lebensfähig nicht klappt und bei denen sich deshalb einfach alles einnistet. Frauen, die sehr schnell schwanger werden. Leider laufen da noch Studien und das auch nicht in D, so dass ich hier noch von keiner Untersuchung dazu gehört habe. Allerdings über eine Betroffene aus England, die von einer Bekannten wusste, bei der so eine Untersuchung gemacht wurde. Naja, bringt uns nichts... aber vielleicht ein bisschen Verständnis, dass es vielleicht oft lebensunfähige Embryonen waren, die sich bei anderen Frauen nicht eingenistet haben und wir vielleicht einfach nur den richtigen Embryo brauchen? Die Frage ist natürlich - warum dann so oft Embryonen nicht lebensfähig waren? Könnte bei dir natürlich einerseits das Alter sein, dass die EZ nicht mehr alle in Ordnung sind. Andererseits gibt es aber auch noch eine Ursache beim Mann, wo allerdings noch sehr umstritten ist, in welchem Ausmaß es nun starke Auswirkungen hat und was noch in Ordnung ist: DNA-Fragmentierung. Dabei haben die Spermien Brüche in der DNA. Das haben alle Männer, aber bei manchen sind es eben extrem viele, z.B. aufgrund einer Entzündung.
Das sind mal noch so die Punkte, die nicht standardmäßig gemacht werden und was viele Ärzte auch noch nicht wissen oder vielleicht auch nichts davon wissen wollen.
eva2Abel
 
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Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby Engeline on 29 Aug 2016, 18:58

Als erstes möchte ich dir sagen wie leid es mir tut das du dein Kind wieder gehen lassen mußtest - lass dich mal ganz doll drücken! Auch ich bin in einer ähnlichen Situation wie du. Habe meine kleine Tochter in der 23. SSW still zu Welt gebracht - die Schwangerschaft verlief bis dahin völlig komplikationslos. Egal in welcher SSW eine SS endet - es ist immer ein tragischer Verlust der uns ein Leben lang begleiten wird!
Leben war, haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben und wollen es noch mal probieren.
Muss dazu sagen, dass ich schon 2 Töchter habe, allerdings aus 1. Ehe.
Habe hier im Forum viele nützliche Informationen und Berichte über KB und Eizellspende gelesen, die bei vielen Frauen klappt. Auch wenn sie über 40 Jhare alt sind. Wichtig ist dass du mit dir selbst im Reinen bist und dann wird es sicher nicht lange dauern bis die kleine Kinderseele wieder den Weg zu euch zurück finden wird!
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Zuversicht und glaube mir, das Alter ist nicht immer entscheident!
Liebe Grüße
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Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby eva2Abel on 31 Aug 2016, 23:21

Wenn das Myom nicht operabel ist, wirst Du wohl einfach nur üben, abwarten und hoffen können. Ich selbst hatte mich vor einem Jahr schon damit abgefunden, dass es mit Nr. 2 nichts mehr wird (bin mittlerweile aber auch schon 41) und die OP letztlich vor allem nur deshalb machen lassen, weil das Myom durch die Hormone bei den nicht ausgetragenen Schwangerschaften wieder so gewachsen war, dass ich ziemlich heftige Beschwerden hatte - es ging bei der OP also primär darum, diese Schmerzen loszuwerden. Deshalb habe ich damals vor der OP auch unterschrieben, dass ich bei Komplikationen mit einer evtl. erforderlichen Total-OP einverstanden bin.
Mach Dir nicht schon jetzt unnötig viel Sorgen. Nach erfolgreicher Einnistung sind Myome in den meisten Fällen völlig unproblematisch und wenn die Ärzte um das Vorhandensein von Myomen wissen, wird doch besonders danach geschaut und alles im Sinne der Vorsorge mögliche getan.
Ich drücke Dir die Daumen, dass alles so klappt.
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Re: Gibts noch Hoffnung?

Postby tilda on 10 Sep 2017, 23:51

Ich bin zum zweiten Mal verheiratet und 39 Jahre alt, habe schon zwei große Kinder aus erster Ehe und nach langen Untersuchen etc. auch eine 4 jährige Tochter mit meinem 2. Mann, wir wollten immer ein Geschwisterchen für sie.
Bevor sie kam wurde bei mir festgestellt, dass ich Verwachsungen an den Eileitern hatte, die entfernt wurde, und das ein Eileiter defekt und der zweite nur bedingt durchlässig ist. Nach dieser Diagnose (vorher versuchten wir 2 Jahre schwanger zu werden) ging es dann recht schnell und alles verlief problemlos. Nun versuchen wir schon seit 1,5 Jahren ein Geschwisterchen zu bekommen und hatten bisher schon 3 Fehlgeburten, nach der 2. wurde eine Gerinnungsstörung festgestellt (Faktor V Leiden Mutation heterozygot), ich sollte bei der 3. Schwangerschaft dann ASS nehmen, Heparin sei nicht notwendig sagte einer der vielen Ärzte bei dem ich war, und in der 7. SSW haben wir unser Baby wieder verloren. Ich bin völlig am Boden zerstört. Habe aber vom Frauenarzt eine Überweisung zur Beratung und evtl weiteren Behandlung für eine Uniklinik bekommen. Mein Mann ist wenig begeistert, sieht unsere Ehe gefährdet, und möchte das nicht mehr mitmachen, weil er nicht will, dass ich weiter leide, aber ich leide auch darunter, dass ich diesen Wunsch aufgeben soll.
tilda
 
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