Krebsabstrich und Schwangerschaft

Re: Krebsabstrich und Schwangerschaft

Postby Louisa1998 on 11 Jan 2018, 18:10

Normalerweise wird zu Beginn der SS immer ein Abstrich gemacht, sofern die Vorsorge nicht gerade vor acht Wochen erst war. Und zwar aus denselben Gründen wie sonst auch, nämlich um zu schauen, ob eine bösartige Veränderung vorliegt. Natürlich sind die Zellen leicht verändert in der SS, aber es ist immer noch gut zu erkennen, ob es sich um eine gefährliche Zellveränderung handelt. Deshalb wird das eigentlich routinemäßig mitgemacht, ich weiß, dass man schon Krebserkrankungen in der Früh-SS erkannt hat, die so schwerwiegend waren, dass Frau ein SS-Abbruch ausdrücklich nahegelegt wurde, da der Krebs schon sehr weit fortgeschritten war und sofort behandelt werden musste, sonst wäre das Baby ohne Mama aufgewachsen n und im Zweifelsfall wird immer für die Mutter und nicht fürs Kind entschieden. Aber mach Dir keine Sorge, die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet jetzt etwas ist, ist nicht besonders groß! Liebe Grüße
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Re: Krebsabstrich und Schwangerschaft

Postby Siri on 19 Jan 2018, 17:37

Ich kann dich gut verstehen. Solche Mitteilung bringt schon ohne SS Angst mit. Ich hatte 2010 einen PAP4a. Aber ohne SS. War ein 3/4 Jahr nach der Geburt meines Sohnes. Es wurde dann direkt eine Konisation gemacht. Bei einem Pap3d werden normalerweise engmaschige Kontrollen (alle 3 Monate) gemacht, um zu schauen, wie sich die Zellveränderung verhält. Nach 3 Mal Pap3d wird eine Konisation gemacht, um das zu differenzieren. Das gilt aber alles ohne SS. Was hat dein Arzt denn gesagt, was bei dir gemacht wird. Meistens wird dies von dem HPV ausgelöst. Medikamentös kann man leider nichts machen gegen den HPV. Gibt ja jetzt wohl diese Impfung, ist aber eigentlich nur sinnvoll, wenn noch kein Geschlechtsverkehr stattgefunden hat. Ich weiss, es ist leicht gesagt, aber mach dir nicht so sehr grosse Sorgen. PAP3d ist meistens eine entzündliche Veränderung am Gebärmutterhals, die sich wieder zurück bildet. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.
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Re: Krebsabstrich und Schwangerschaft

Postby trixis on 17 Feb 2018, 01:02

Also ich bin in der 13 SSW und habe morgen meinen zweiten FA-Besuch nach den Behandlungen in der Kiwu-Praxis. Nun war ich seit letztem Sommer quasi nicht mehr bei meiner FA, da ich in der kiwu-Praxis ausreichend gynäkologisch behandelt und untersucht wurde. Ein Abstrich wurde bei mir auch gemacht, ohne Befund, also alles ok. Jetzt will meine FA unbedingt eine Krebsvorsorge-Untersuchung mit Abstrich vom Muttermund machen, da die letzte Krebsvorsorge-Untersuchung, die sie auch beurteilen kann, da bei ihr erfolgt, ja schon ein Jahr her sei.
Ich habe ziemlich Angst davor, da es ja doch Rumgefummel am Muttermund ist und ich außerdem schon Einiges über verfälschte PAP-Tests durch die Schwangerschaft gehört habe.
Wie ist Eure Empfehlung? Kann ich die Krebsvorsorge bis nach der Geburt verschieben oder wäre das gefährlich? Bisher hatte ich noch nie einen schlechten Befund nach einem Abstrich, bei uns liegt auch nichts mit Gebärmutterkrebs in der Familie. Hab einfach Angst, das Kind unnötig zu gefährden oder mich unnötig verrückt machen zu lassen. Weiß nicht selbst, was ich machen soll.
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Re: Krebsabstrich und Schwangerschaft

Postby Siri on 23 Feb 2018, 18:44

Ich bin in der gleichen Situation. Wir versuchen schon über ein Jahr ein Baby zu bekommen, vor 2 Monaten wurde bei mir ein schlechter Abstrich festgestellt, daraufhin meinte meine FA, ich sollte meinen Kinderwunsch verschieben. Da ich aber eh davon ausging, dass ich nicht so schnell schwanger werde, habe ich Verhütungstechnisch nichts unternommen. Mein letzter Abstrich hatte sich verbessert haben noch nicht ganz gut. So und nun bin ich schwanger...hab bisher noch nicht mit meiner Ärztin gesprochen. Ich hoffe jetzt einfach mal dass alles gut geht. Bin nämlich der Meinung, dass der Körper sich das selbst aussucht, wann er schwanger sein möchte, bzw. wann nicht...
Kann sein dass ich das falsch sehe, aber ich denke da jetzt mal positiv darüber und wenn man eine Konstitation machen muss, dann eben nach der Schwangerschaft...
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Re: Krebsabstrich und Schwangerschaft

Postby Bibolina on 18 Mar 2018, 23:48

Ein PAP IIID heißt erstmal nur, dass der Befund kontrollbedürftig ist. Du hast Gewebeveränderungen im Bereich der Zervix also des Muttermundes. Allerdings bildet sich diese Veränderung, die tatsächlich meist von HPV Viren ausgelöst wird in einem großen Prozentsatz wieder zurück. Mehr als 80 % der Frauen machen in ihrem Leben eine HPV Infektion durch. So etwas wie der Schnupfen im unteren Bereich. Welcher Labortest bei Dir interessant wäre ist ein E6/E7 HPV Nachweis. Dieser Test weist nach, ob das Virus aktiv ist, d.h. tatsächlich Zellveränderungen hervorruft. Dieser Test ist nur bei unter 10 % positiv. Bei den anderen Frauen schlummert das Virus einfach nur und heilt ohne Komplikationen wieder ab. Ich würde deinen FA mal auf diesen Test ansprechen. Er kostet zwar etwas mehr (wird von der Kasse nicht übernommen) aber liefert Dir wirklich eine Aussage. Der PAP IIID wird ansonsten soweit ich weiß nur ca. halbjährlich kontrolliert. Das reicht auch aus, da die Veränderungen nur sehr langsam mehrere Jahre ablaufen. Wenn Du noch Fragen hast melde Dich bzw. besprich das mal mit deinem FA.
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Re: Krebsabstrich und Schwangerschaft

Postby Pika4u on 25 Mar 2018, 02:29

Also ich bin in der 13 SSW und habe morgen meinen zweiten FA-Besuch nach den Behandlungen in der Kiwu-Praxis. Nun war ich seit letztem Sommer quasi nicht mehr bei meiner FA, da ich in der KiWu-Praxis ausreichend gynäkologisch behandelt und untersucht wurde. Ein Abstrich wurde bei mir auch gemacht, ohne Befund, also alles ok. Jetzt will meine FA unbedingt eine Krebsvorsorge-Untersuchung mit Abstrich vom Muttermund machen, da die letzte Krebsvorsorge-Untersuchung, die sie auch beurteilen kann, da bei ihr erfolgt, ja schon ein Jahr her sei.
Ich habe ziemlich Angst davor, da es ja doch Rumgefummelt am Muttermund ist und ich außerdem schon Einiges über verfälschte PAP-Tests durch die Schwangerschaft gehört habe.
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Re: Krebsabstrich und Schwangerschaft

Postby Engeline on 07 Apr 2018, 21:33

Mir wurde gesagt, dass ich alle 3 Monate zur Krebsvorsorge kommen müsse. Das habe ich auch getan und wurde dann festgestellt, dass ich schwanger bin. Der nächste Abstrich war Pap3d und der Arzt sagte, dass wir das weiter beobachten. Der letzte Abstrich vor 3 Wochen war dann Pap 1-2 weswegen mich der Arzt direkt anrief. Bei mir wurde keine Entnahme von irgendwelchem Gewebe gemacht und ich hätte das auch nicht so ohne weiteres gemacht. Ich würde an deiner Stelle mal in das Krankenhaus, indem du voraussichtlich entbinden willst, zu einer Untersuchung gehen, eine 2te Meinung ist dir gestattet. Sage dem Arzt dort, was dich beschäftigt und wenn es sein muss, dann kannst du da auch gefahrlos so eine Gewebeprobe nehmen lassen. Mach das aber auf keinem Fall in einer Praxis, KH würde ich sagen ist auf alle Fälle sicherer. Ich wünsche dir Glück
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Re: Krebsabstrich und Schwangerschaft

Postby kühn on 12 Apr 2018, 00:22

Ich bin in der 12ö. SSW und habe morgen meinen zweiten FA-Besuch nach den Behandlungen in der Kiwu-Praxis. Nun war ich seit letztem Sommer quasi nicht mehr bei meiner FA, da ich in der kiwu-Praxis ausreichend gynäkologisch behandelt und untersucht wurde. Ein Abstrich wurde bei mir auch gemacht, ohne Befund, also alles ok. Jetzt will meine FA unbedingt eine Krebsvorsorge-Untersuchung mit Abstrich vom Muttermund machen, da die letzte Krebsvorsorge-Untersuchung, die sie auch beurteilen kann, da bei ihr erfolgt, ja schon ein Jahr her sei.
Ich habe ziemlich Angst davor, da es ja doch Rumgefummel am Muttermund ist und ich außerdem schon Einiges über verfälschte PAP-Tests durch die Schwangerschaft gehört habe.
Wie ist Eure Empfehlung? Kann ich die Krebsvorsorge bis nach der Geburt verschieben oder wäre das gefährlich? Bisher hatte ich noch nie einen schlechten Befund nach einem Abstrich, bei uns liegt auch nichts mit Gebärmutterkrebs in der Familie. Hab einfach Angst, das Kind unnötig zu gefährden oder mich unnötig verrückt machen zu lassen. Weiß nicht selbst, was ich machen soll.
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Re: Krebsabstrich und Schwangerschaft

Postby Louisa1998 on 18 May 2018, 15:57

Ich kann dich gut verstehen. Solche Mitteilung bringt schon ohne SS Angst mit. Ich hatte 2010 einen PAP4a. Aber ohne SS. War ein 3/4 Jahr nach der Geburt meines Sohnes. Es wurde dann direkt eine Konisation gemacht. Bei einem Pap3d werden normalerweise engmaschige Kontrollen (alle 3 Monate) gemacht, um zu schauen, wie sich die Zellveränderung verhält. Nach 3 Mal Pap3d wird eine Konisation gemacht, um das zu differenzieren. Das gilt aber alles ohne SS. Was hat dein Arzt denn gesagt, was bei dir gemacht wird. Meistens wird dies von dem HPV ausgelöst. Medikamentös kann man leider nichts machen gegen den HPV. Gibt ja jetzt wohl diese Impfung, ist aber eigentlich nur sinnvoll, wenn noch kein Geschlechtsverkehr stattgefunden hat. Ich weiss, es ist leicht gesagt, aber mach dir nicht so sehr grosse Sorgen. PAP3d ist meistens eine entzündliche Veränderung am Gebärmutterhals, die sich wieder zurück bildet.
Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen. LG
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Re: Krebsabstrich und Schwangerschaft

Postby Siri on 24 May 2018, 02:17

Also ich bin in der 13 SSW und habe morgen meinen zweiten FA-Besuch nach den Behandlungen in der Kiwu-Praxis. Nun war ich seit letztem Sommer quasi nicht mehr bei meiner FA, da ich in der kiwu-Praxis ausreichend gynäkologisch behandelt und untersucht wurde. Ein Abstrich wurde bei mir auch gemacht, ohne Befund, also alles ok. Jetzt will meine FA unbedingt eine Krebsvorsorge-Untersuchung mit Abstrich vom Muttermund machen, da die letzte Krebsvorsorge-Untersuchung, die sie auch beurteilen kann, da bei ihr erfolgt, ja schon ein Jahr her sei.
Ich habe ziemlich Angst davor, da es ja doch Rumgefummel am Muttermund ist und ich außerdem schon Einiges über verfälschte PAP-Tests durch die Schwangerschaft gehört habe.
Wie ist Eure Empfehlung? Kann ich die Krebsvorsorge bis nach der Geburt verschieben oder wäre das gefährlich? Bisher hatte ich noch nie einen schlechten Befund nach einem Abstrich, bei uns liegt auch nichts mit Gebärmutterkrebs in der Familie. Hab einfach Angst, das Kind unnötig zu gefährden oder mich unnötig verrückt machen zu lassen. Weiß nicht selbst, was ich machen soll.
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