Gebärmutterspiegelung

Gebärmutterspiegelung

Postby paprik_a on 17 Feb 2017, 00:27

Hallo,
habe schon eine lange Kinderwunschzeit 6 Jahre hinter mir. Leider 3 FG. Vieles wurde untersucht. Eine aktive Immunisierung wurde empfohlen und hat nun auch beim zweiten Mal angeschlagen. Da ich nun 41 Jahre bin. Meint mein FA es wird wohl nicht mehr auf natürlichem Wege klappen. Wie entmutigend. Ich habe Hoffnung, dass es doch noch klappen kann, wenn auch nicht sofort. Habe meine Regel noch fast regelmäßig, wenn auch nicht so stark wie früher.
Mein FA meinte, ich solle jetzt eine diagnostische Gebärmutterspiegelung machen lassen, um sicherzustellen, dass alles ok ist. Ist das wirklich notwendig? Früher ist nichts Auffälliges gefunden worden. Und dann vielleicht eine IVF machen. Ist das wirklich unsere letzte Chance?
Kann es für uns keinen natürlicheren Weg geben? Der Gedanke an die Hormongaben und an die Follikelpunktion macht mir mehr Angst. Ist Angst nicht kontraproduktiv für eine mögliche Schwangerschaft? Wäre schön wenn Ihr mir raten könnt oder von Euren Erfahrungen schreiben könntet. Vielen Dank.
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby Engeline on 17 Feb 2017, 00:28

Was die Gebärmutterspiegelung angeht, möchte ich dich beruhigen. Die ist nicht schlimm.
Es ist so ähnlich wie eine IUI nur, dass statt des Katheters mit den Spermien eben ein flexibler Endoskopschlauch mit Kamera durch Scheide und Gebärmutterhals in die Gebärmutter eingeführt wird. Vorher musst du eine Tablette vaginal einführen, die wie die Prostaglandine im Sperma, deinen Gebärmutterhals erweitert und dafür sorgt, dass das Endoskop besser eingeführt werden kann. Und das wars dann eigentlich schon, es sei denn es gibt was Besonderes zu sehen, entfernen etc. Bei mir wurde ein Myom entfernt und noch gleich 2 Polypen von denen niemand etwas wusste vorher. Jetzt hab ich keine Zwischenblutungen mehr. Die Aktion hat unter Narkose stattgefunden und ich hab noch einige Tage ein bisschen geblutet, das war aber weil sie das Myom entfernt haben, wenn sie nur spiegeln wird ja nichts verletzt. Ich meine, wenn der Verdacht besteht, dass du eine Magenschleimhautentzündung oder Magenkrebs hast, dann würdest du doch vermutlich auch in eine Magenspiegelung einwilligen, oder? Etwas viel anderes ist das auch nicht. Eine Darmspiegelung z.B. stelle ich mir viel unangenehmer vor. Also hab nur Mut. Viele Grüsse
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby majorka4 on 17 Feb 2017, 00:30

Ich wollte euch beiden danke sagen für eure mutmachenden Beiträge. Mutmachend in der Weise, dass ihr aufgezeigt habt, wie die innere Vorbereitung für einen evtl. medizinischen Behandlungsweg aussehen kann und wie wichtig diese Vorbereitung ist, dass man sich eben gestärkt und aktiv und nicht passiv und in einer Opferrolle ins Wartezimmer setzt. Genau das ist zurzeit auch mein Thema: Sich nicht nur deshalb einer repromedizinischen Behandlung unterziehen, weil die Gesellschaft, die Arbeitskollegen usw. diese Leistung von mir erwarten, sondern diesen Schritt aus eigener Kraft, aus eigener Entscheidung gehen! Nicht in die passive Opferrolle schlüpfen, sondern aus einer inneren Überzeugung heraus. Ich hoffe, es kam einigermaßen verständlich rüber.
majorka4
 
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby Pika4u on 17 Feb 2017, 00:34

Es ist ein wirklich unbelastender Eingriff, es wird nichts geschnitten, ich hätte da keine Angst. Aber…Der Eingriff mag noch so klein sein, wenn man nicht voll dahinter steht, sich ängstigt, kann auch so ein kleiner Eingriff traumatisch sein. Ich würde mir an deiner Stelle Hilfe suchen. Hilfe von jemand, der dich seelisch unterstützt, dich wieder aufrichtet. Du suchst gerade Rat bezüglich medizinischer Behandlung, schau, dass du einen Rat für deine Seele bekommst. Wenn du die stärkst, werden sich die anderen Fragen wie von selbst beantworten. Ich hoffe, ich klinge jetzt nicht besserwisserisch... Ich stand vor einem Jahr vor der Frage, repromedizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich habe sie damals nicht in Anspruch genommen, habe erst einmal geschaut, was so mein Restleben macht. Das habe ich dann mit Hilfe von Biggi, mit Hilfe einer Kunsttherapeutin, mit Hilfe von ganz lieben anderen Menschen, wieder geordnet. Meiner Seele Nahrung gegeben. Und jetzt sehe ich das mit der medizinischen Hilfe anders, ich kann den Ärzten anders entgegen treten, habe eine andere Haltung. Mit der kann man gut im Wartezimmer sitzen, sich den richtigen Arzt aussuchen, die richtige Behandlung. Jetzt stimmt es für mich. Klar stellen sich dann immer noch Einzelfragen, will ich die Durchgängigkeit der Eileiter testen lassen, wenn ja, wie usw. Aber ich fühle mich jetzt nicht mehr so ausgeliefert, nicht mehr so passiv. Ich wünsche dir ganz viel Kraft, Kraft um für dein Kind zu kämpfen! Du wirst ganz sicher die richtige Entscheidung treffen. Liebe Grüße
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby paprik_a on 17 Feb 2017, 00:38

Danke für Deine Beschreibung. So wie Du das beschreibst, scheint es wirklich nicht so schlimm zu sein. Das ganze soll bei mir ohne Narkose gemacht werden. Mal sehen, was der Arzt sagt, was ich danach noch zu beachten habe. Wenn ich diesen Zyklus nicht mehr für einen Versuch nutzen könnte wäre ich traurig, weil ich dann nur noch 10, hätte da sonst die Immunisierung nicht mehr ausreicht. Habe einen Artikel gelesen, dass bei der Hälft der Frauen die Spiegelung meist keine neuen Erkenntnisse mit sich bringt, daher mein Zögern. Besondere Auffälligkeiten gab es beim letzten normalen US nicht, aber die sind auch nicht hochauflösend. Werde noch ein bisschen abwägen und mich dann entscheiden.
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby yourAngel on 17 Feb 2017, 00:41

Irgendwie kannst nur Du eine Entscheidung treffen. Und ich würde nichts machen, wo ich nicht wirklich vom Gefühl her dahinter stehe. Eine klassische Kiwu-Behandlung kam für mich lange Zeit auch nicht in Frage. Mein Kinderwunsch ist ähnlich alt wie Deiner. Allerdings mit dem Unterschied, dass ich in der Zeit nicht schwanger wurde. Natürlich sind die Chancen, schwanger zu werden in unserem Alter (ich werde dieses Jahr noch 40 Jahre alt) geringer. Aber immerhin bist Du drei Mal schwanger geworden. Da würde ich mir nicht die Hoffnung nehmen lassen, dass so ein Wunder noch mal passieren kann. Bei mir war es so, dass ich es irgendwann selbst wissen wollte. Darum habe ich eine Spiegelung von Gebärmutter und Eileiter machen lassen. Das war wirklich nicht schlimm. Das Ergebnis war: es ist alles in Ordnung. Da kann man natürlich sagen, das hätte man sich sparen können. Allerdings hätte es ja auch sein können, dass die Eileiter nicht durchlässig sind. Das hätte mir damals die Entscheidung für eine KiWu-Behandlung erleichtert. Nach der Spiegelung habe ich eine Frau kennen gelernt, die erzählt hat, sie hatte eine Art Scheidewand in der Gebärmutter. Dies habe wohl zu Fehlgeburten geführt. Diese konnte entfernt werden. Vielleicht will Dein Arzt so etwas ausschließen. Wir haben eine IVF und eine ICSI hinter uns. Ich hatte vorher auch große Sorge vor den Hormon-Behandlungen und den Punktionen. Allerdings hatte ich kaum Nebenwirkungen. Von daher kann ich nur für mich sagen, das würde ich wieder tun. Natürlich weiß ich nicht, wie es nun wäre, wenn unser letzter Versuch nicht erfolgreich gewesen wäre. Wäre es dann noch schwerer gewesen, vom Kinderwunsch Abschied zu nehmen? ich weiß es nicht. Aber wir haben auch nicht die Entscheidung von einem Tag auf den anderen getroffen. Wir sind immer einen Schritt weiter gegangen. Und, wir haben das alles erst gemacht, als wir es mit gutem Gefühl machen konnten.
Das wollte ich Dir nur schreiben. Herzliche Grüße
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby Lisa_vogt on 17 Feb 2017, 00:46

Ich beschäftige mich derzeit auch mit dem Gedanken eine IVF anzugehen und genauso begleitet mich die Angst und Deine Frage: "Der Gedanke an die Hormongaben und an die Follikelpunktion macht mir mehr Angst. Ist Angst nicht kontraproduktiv für eine mögliche Schwangerschaft?" Diese Frage könnte tatsächlich von mir stammen! Wie gesagt, auch ich habe eine große Angst vor der ganzen Prozedur, von den Hormongaben usw., bin sonst auch sehr auf der natürlichen Seite, wahrscheinlich tu ich mir deshalb auch so schwer mit dem Gedanken. Für mich ist es auch sehr schwer innerlich für diesen Schritt bereit zu sein. Aber vielleicht warten unsere Kinder auf dieses Flugzeug…Und weißt Du, die Angst hört nicht auf. Vielleicht sollten wir es einfach mit dem Auge sehen, dass wir jetzt schon Mütter sind, wenn unsere Kinder auch nicht bei uns sind und dass die Angst da sein darf und sie uns und unseren Kindern deshalb auch nicht im Weg steht (hoffe ich zumindest). Ich hatte vor zwei Monaten eine Gebärmutterspiegelung per Kurznarkose. Auch hatte ich mir zuvor einen Kopf darüber gemacht, ich hatte wirklich große Angst vor diesem Eingriff. Ich kann Dich diesbezüglich echt beruhigen.
Klar einen Eingriff in den heiligen Raum ist es schon, aber halb so schlimm. Also Du siehst, es gibt noch mehr so Angsthasen. Alles Gute und Liebe
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby Lisa_vogt on 17 Feb 2017, 00:46

Ich beschäftige mich derzeit auch mit dem Gedanken eine IVF anzugehen und genauso begleitet mich die Angst und Deine Frage: "Der Gedanke an die Hormongaben und an die Follikelpunktion macht mir mehr Angst. Ist Angst nicht kontraproduktiv für eine mögliche Schwangerschaft?" Diese Frage könnte tatsächlich von mir stammen! Wie gesagt, auch ich habe eine große Angst vor der ganzen Prozedur, von den Hormongaben usw., bin sonst auch sehr auf der natürlichen Seite, wahrscheinlich tu ich mir deshalb auch so schwer mit dem Gedanken. Für mich ist es auch sehr schwer innerlich für diesen Schritt bereit zu sein. Aber vielleicht warten unsere Kinder auf dieses Flugzeug…Und weißt Du, die Angst hört nicht auf. Vielleicht sollten wir es einfach mit dem Auge sehen, dass wir jetzt schon Mütter sind, wenn unsere Kinder auch nicht bei uns sind und dass die Angst da sein darf und sie uns und unseren Kindern deshalb auch nicht im Weg steht (hoffe ich zumindest). Ich hatte vor zwei Monaten eine Gebärmutterspiegelung per Kurznarkose. Auch hatte ich mir zuvor einen Kopf darüber gemacht, ich hatte wirklich große Angst vor diesem Eingriff. Ich kann Dich diesbezüglich echt beruhigen.
Klar einen Eingriff in den heiligen Raum ist es schon, aber halb so schlimm. Also Du siehst, es gibt noch mehr so Angsthasen. Alles Gute und Liebe
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby paprik_a on 17 Feb 2017, 00:49

Lieben Dank für Deinen Beitrag. Ich werde die Spiegelung machen lassen. Um zu wissen, ob alles okay ist. Dann die Hormonwerte bestimmen lassen. Mein Mann hat schon ein Spermiogramm machen lassen. Die Jungs sind ein bisschen langsam und daher etwas unbeweglich, aber zum Schwangerwerden sollte es ausreichen, Gucken wie jeder Schritt sich anfühlt. Auf das Bauchgefühl hören. Vielleicht klappt es dann.
Lisa, ich fühle mit Dir. Danke für Deine Zeilen. Ich denke, die Spiegelung werde ich machen lassen und danach weitersehen. Mal hören was der Arzt sagt und mein Bauchgefühl. Ängste können auch überwunden werden. Es gibt ja hier auch positive Berichte über Schwangerwerden nach langer Zeit. Also warum sollte es bei uns nicht auch klappen? Lass uns gemeinsam daran glauben. Habe die Gebärmutterspiegelung nun doch machen lassen. Der Arzt hat keine Auffälligkeiten gefunden. Das ist doch schon mal schön. Wie es jetzt weiter geht, weiss ich noch nicht. Es wäre schön, wenn es auf natürliche Art klappen könnte. Ich wünsche Dir alles Gute.
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby Siri on 17 Feb 2017, 00:53

Ich habe gerade eine Spiegelung hinter mir. Ich habe unterschiedliches dazu gefunden, ob eine Narkose notwendig sei. Manche sagen ja, manche sagen nein. Wie war das bei euch?
Bei wurde es mit Kurzzeitnarkose gemacht, der Eingriff dauert ca. 15 Minuten. Da ein Polyp in der GM war, bzw. nur noch der Rest da ein Teil abgegangen war, war eine Ausschabung gleich mitangedacht und wurde auch gemacht. Ich war ca. 1 1/2 Stunden nach dem Eingriff wieder auf den Beinen und bin nachhause. Wurde in einer Tagesklinik gemacht die mit meiner KiWu zusammen arbeitet, und dauerte wie gesagt nur ca. 2 Stunden. Es kann gleich eine Ausschabung mit gemacht werden. Dann muss das vorher sicherlich erwähnt und festgelegt werden. Ist generell problemlos möglich. Eine GMSpiegelung muss an einem bestimmten Zyklustag sein. In der Regel wird es in der ersten Zyklushälfte gemacht, weil ausgeschlossen werden kann das man schwanger ist. Hatte zuerst einen Termin in einem KH, da war es denen egal, bei der Tagesklinik wurde darauf geachtet. Meine War Zyklustag 10. Ich warte jetzt meine Tage ab, dann wollen wir gerne weiter mit der ICSI machen. Dazu muss ich erst wieder 18 Tage etwa die Pille nehmen, dann wieder Puregon usw. Wenn ich jetzt beispielsweise nächste Woche eine Spiegelung machen lassen würde - würde das die ICSI beeinflussen, müssen wir dann wieder ein paar Wochen warten? Ich hatte Zyklustag 10 die Spiegelung, habe dann auf meine Mens gewartet, als die kam habe ich angefangen mit dem Evrapflaster (war ne doofe Idee, Nuvaring wäre besser gewesen, Pille darf ich leider nicht), und am Freitag setze ich das Pflaster ab und beginne Samstag mit Synarella zur Downregulierung. Mit der kommenden Blutung beginnt dann unsere nächste ICSI.
Siri
 
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