Angst vor BS

Angst vor BS

Postby kühn on 20 Feb 2017, 01:29

Hallo! Mir besteht bald eine Bauchspiegelung (Laparoskopie), wegen einer Endometriosezyste bevor. Angst vor der Narkose und der Op selber habe ich eigentlich nicht, da vertraue ich den Ärzten. Aber ich bin schon schrecklich nervös, wie es mir danach gehen wird. In meinem Bekanntenkreis hörte ich bisher nur, dass das GAS das schlimmste ist und ich danach ordentlich Schmerzen im Brustkorb und in den Schultern haben werde(( Auch das ich nur auf dem Rücken liegen kann usw. Ich habe jetzt schon voll die Horrorvorstellung von diesem Gas nach der OP. In der Klinik sagte man mir dann auch, dass ich mit Gasprobleme rechnen soll.
Als ich nachfragte... kam nur die Antwort...ja das ich ja nur 1 Woche, dass wäre eben so…Na super, dass heißt ich werde noch gut 1 Woche danach Schmerzen haben und man bekommt keine Schmerzmittel dagegen, weil es nichts dafür gibt? Ich bin jetzt total verunsichert. Kann mir hier vielleicht jemand etwas Mut machen? Ich finde dass nach der OP klingt irgendwie sehr unentspannt. Liebe Grüße
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Re: Angst vor BS

Postby Engeline on 20 Feb 2017, 01:32

Hallo, das Gas kann gewaltig nerven, das stimmt. Ich habe insgesamt drei BS gehabt, die letzte vor 2 Wochen. Du wirst Schmerzen haben, ja, aber bei mir war ea immer so phasenweise mehr bzw. weniger. Laufen fand ich gut, dann ging das Gas raus. Liegen konnte ich aber relativ gut. Erste Nacht war nicht sehr gut, danach wurde es immer besser. Auf der Seite konnte ich aber immet liegen. Gegen die Gasbeachwerden habe ich Lefax bekommen, das ist gut gewesen:) Ich war, nachdem ich meinen Rausch aisgeschlafen hab, erstmal mit Hilfe zur Toilette, danach durfte ich auch schon selbstständig. AmTag danach war ich auch schön spazieren durch das Krankenhaus. Einmal lag ich 6, einmal 5, einmal 4 Tage. Einen Tag kann man immer abziehen, war einen Tag vor OP immer da ;-) Das wird schon werden, Kopf hoch
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Re: Angst vor BS

Postby majorka4 on 20 Feb 2017, 01:35

Ich hatte vor 2 Wochen auch eine Bauch- und Gebärmutter spiegelung. Ich hatte mich lange gesträubt dagegen, weil ich furchtbare Angst hatte und mein Mann war auch total dagegen. Dann wollte ich aber endlich die Gewissheit haben, was mit mir los ist. Beim Narkosearzt wurde ich noch nervöser, wenn einen gesagt wird, was alles passieren kann! Dann wurde ich um 9 vom Zimmer geholt, bis 10 wurde ich für die Op hergerichtet, Nadel etc...Tabletten vor der Op haben bei mir absolut nicht gewirkt! Wie ich das erste mal auf der Uhr gekuckt habe, war es dan 11:15 und es war alles vorbei. War dan noch bis 1 im Aufwachenraum und dann kam ich wieder auf's Zimmer. Es musste nichts entfernt werden! Es ging mir total gut, verweigerte am selben Abend sogar meine Schmerzmittel, weil ich keine schlimmen Schmerzen hatte. Am nächsten Tag bin ich selber mit meinem Auto nachhause gefahren. Heute gehe ich den 1 Tag wieder arbeiten. Durfte vorher nicht bezüglich schwer heben. Vom Gas hab ich absolut nichts gespürt! Im Nachhinein bin ich so froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin und jetzt weiß, dass bei mir alles passt! Und der krankenstand hat mir auch total gut getan. So ist jetzt sehr lange geworden aber ich weiß wie's dir geht und da ist man um jede Erfahrung froh. Ich wünsche dir alles gute und hoffe es geht dir auch so gut und das nichts Schlimmes rauskommt! Wenn du noch fragen hast kannst dich sehr gerne bei mir melden. Liebe grüße
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Re: Angst vor BS

Postby Pika4u on 20 Feb 2017, 01:37

Hallo, muss mich leider anschließen - habe heute für nächste Woche Mittwoch einen Termin zur Bauchspiegelung vereinbart und habe nun schon den ganzen Tag Panik. Ich spiele mit dem Gedanken, den Termin abzusagen. Mir würde es helfen, wenn das nicht einfach mal eben nebenbei ambulant gemacht werden würde und wenn ich eine ordentliche Kosten-Nutzen-Aufstellung hätte. Mir ist nicht klar, was mir die Bauchspiegelung bringen soll: sollte alles ok sein, dann ist ja prima; sollte alles kaputt sein, dann ist's eh zu spät. In beiden Fällen ändert das nichts an der aktuellen Situation (klar, ist ja auch nur Diagnostik!). Bin total verwirrt und überfordert und sehe es nicht ein, mich ambulant wie nen Luftballon aufblasen zu lassen, um denn wieder nach Hause geschickt zu werden. Bei meiner letzten OP hatte ich nach der Vollnarkose aufgrund falscher Lagerung eine Woche lang starke Schmerzen. Jetzt im August habe ich eine weitere FG mit mir alleine ausgemacht, ohne Ausschabung usw.
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Re: Angst vor BS

Postby yourAngel on 20 Feb 2017, 01:39

Deine Angst vor der BS kann ich absolut nachvollziehen, mir ging es genau so! Hatte vorher noch nie eine Vollnarkose, von einer OP ganz zu schweigen und hatte wahnsinnige Angst vor dem Eingriff. Im Nachhinein kann ich sagen, dass die Sorgen absolut unbegründet waren. Nach der OP ging es mir super abgesehen davon, dass ich etwas müde war und was die Schmerzen hinterher angeht, die waren absolut nicht so schlimm wie befürchtet. Die ersten paar Tage hatte ich ein Ziehen in der Schultergegend vom Gas und beim Bücken hat es an den Stellen, wo die Schnitte gemacht wurden, etwas weh getan aber alles nicht dramatisch. Natürlich kann bei einer BS immer was sein, schließlich ist es eine OP aber es ist kein muss und wenn du hier mal über die Suchfunktion nach BS suchst, hatten die meisten nur minimale Beschwerden hinterher. Bei uns war von Anfang an klar, dass nur eine ICSI in Frage kommt, trotzdem ist es für mich beruhigend zu wissen dass alles ok ist. Und falls bei dir wirklich Verwachsungen sein sollten können die so entfernt werden was die Chance auf eine Schwangerschaft definitiv steigert wenn sonst alles in Ordnung ist
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Re: Angst vor BS

Postby Lisa_vogt on 20 Feb 2017, 01:40

Ich habe schon zwei Bauchspiegelungen hinter mir und beide waren total verschieden. Die erste war auch schrecklich und die zweite gar nicht schlimm. Ich muss dazu sagen, dass ich sehr starke Endometriose habe und die BS jewelils 3-4 Stunden gedauert haben. Ich kann dir nur sagen: es hängt sehr vom behandelnden Arzt ab, wie es dir nachher geht. Beim 2. mal hatte ich gar keine Schmerzen, nicht mal dieses typische Gas, was in die Schultern steigt, das hat man nämlich nur, wenn der Bauch zu schnell entlüftet wird. Falls du es machen lässt, such dir ein gutes Krankenhaus. Und wie man die Narkose verträgt ist auch total unterschiedlich, für mich ist es immer sehr angenehm ;) schön schlafen, dann noch bissi dösen und nachher schön umsorgt werden ;) Ich wünsche dir alles Gute!!
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Re: Angst vor BS

Postby paprik_a on 20 Feb 2017, 21:57

Ich hatte ja selbst keine Bauchspiegelung, aber ich kann dir was zur Vollnarkose sagen: ich hatte mittlerweile drei davon und ich kann nur sagen, die Narkosen werden immer besser. Die erste war so vor ca. 10 Jahren und ich war noch total beduselt danach. Dann eine vor 7 Jahren und eine vor ca. 2 Jahren. Mit jeder Narkose wurde ich schneller wieder wach und ich hatte auch keine Beschwerden bezüglich Übelkeit. Ich habe das aber auch immer vorher gesagt, da meine Mutter sehr stark reagiert. Übrigens musst du das nicht machen. Ich wills dir ja nicht ausreden, aber ich habe die Echovistuntersuchung machen lassen und ich kann nur sagen, ich bin froh, dass ich das gemacht habe! Ich hatte zwar auch ne Heidenangst, aber hier stimmt einfach Aufwand und Nutzen. Ich für mich habe entschieden, dass ich mich nicht operieren lasse, wenn ich ja gar nix habe. Wobei der Vorteil einer BS ja auch unumstritten ist. Hm, ich denke die Angst hat man immer vor so einem Eingriff, aber es ist meistens nicht mal annähernd so schlimm, wie man sich das vorgestellt hat- das wird schon! Ich drücke auf jeden Fall die Daumen!
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Re: Angst vor BS

Postby Siri on 20 Feb 2017, 22:00

Ich hatte vor 11 Jahren eine BS und es war echt halb so wild. Die Narkose wird tatsächlich immer verträglicher und wenn du Angst hast vorm, dann sag das dem Arzt - die spritzen dir dann MCP und das vertreibt die Übelkeit. Wegen Bauchschmerzen, also meine BS damals war an einem Dienstag und ich bin am Wochenende drauf auf eine Städtereise gefahren mit dem Zug. Es hat noch bissl gezwickt aber war ok. Den Schnitt im Nabel sieht man zwar noch bisschen, aber ist nicht so dramatisch. Und ich bin auch mega empfindlich am Nabel. Eklig ist das aufgeblähte Gefühl danach, das hab ich aber auch nach der PU gehabt jetzt. Prima hilft dagegen Lefax liquid (die Kautabletten haben bei mir nix geholfen). Wegen Arbeit - also Lager hört sich für mich nach Schleppen an - da solltest du schon noch bissl warten, bis der Schnitt ein bisschen abgeheilt ist denke ich. Aber das kann dein Arzt dir sicher besser beantworten (ich hab damals den Blinddarm rausbekommen, darum wars bei mir etwas "heftiger") LG und alles Gute für die OP! Ist halb so wild!
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Re: Angst vor BS

Postby Siri on 20 Feb 2017, 22:11

Mir ging's Anfang des Jahres auch so. Erste BS geplant, noch nie eine Narkose gehabt, panische Angst. Aber ich kann Dich echt beruhigen. Narkose ist überhaupt nicht schlimm. Lass Dich nicht von den Horrorgeschichten aus dem Internet verunsichern! Bei der ersten Vollnarkose zur BS hab ich vorher ein Beruhigungsmittel bekommen, das dazu geführt hat, dass ich schon im Vorbereitungsraum eingepennt und auch in diesem Raum wieder aufgewacht bin. Ich habe also von der eigentlichen Narkose und der OP überhaupt nichts mitbekommen. Bei den anderen Narkosen hab ich auf die Prämedikation verzichtet, und ich muss sagen, irgendwie finde ich das mittlerweile ganz witzig. Du liegst da auf dem Tisch, und die spritzen Dir was (wenn Du Glück hast, kündigen sie es auch an), und dann denkst Du, irgendwie dreht sich alles, aber das ist nicht schlimm. Da wird einem nicht schlecht von oder so, es dreht sich halt einfach. Mach einfach die Augen zu. Und nach einer oder zwei Sekunden bist Du einfach weg. Das ist kein Gefühl von müde werden und langsam einschlafen, sondern wie Lampe an -und ausknipsen. Genauso schnell bist Du auch hinterher wieder wach. Du hast da auch kein Zeitgefühl, wie lange Du in Narkose warst. Es kommt Dir vor wie kurz Augen zu und wieder auf und schon vorbei. Ich bin mittlerweile der Meinung, das wichtigste an so einer Sache ist, dass hinterher jemand da ist, der Dir sagt, dass Du es hinter Dir hast. Weil: Du merkst das nicht. Ich dachte immer, ich wäre nur kurz weggedämmert und die hätten noch gar nicht angefangen :-)
Ich hab mal irgendwo gelesen, ein guter Anästhesist zeichnet sich dadurch aus, dass Du von seiner Anwesenheit und der Narkose überhaupt nichts merkst. Und: an keinem Ort der Welt wird so gut auf Dich aufgepasst wie im OP, wenn der Anästhesist die ganze Zeit direkt neben Dir steht. Da passiert schon nichts! Ich wünsche Dir alles Gute!
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Re: Angst vor BS

Postby Ruth on 20 Feb 2017, 22:13

Ich bin vor 2 Tagen nach einer Bauchspiegelung mit Diagnose Endometriose aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die Bauchspiegelung an sich stellt einen relativ kleinen operativen Eingriff dar. Er wird zwar unter Vollnarkose durchgeführt, dauert aber in der Regel nicht lange und es werden nur sehr kleine Schnitte an der Bauchoberfläche benötigt. Bei waren es drei 1cm-große Schnitte...einer im Nabel und die anderen beiden am unteren Bauch (also so, dass man Narben beim Bikinitragen nicht sieht). Ich habe sebst noch nichts davon gehört, dass du so schnell wieder aus dem Krankenhaus entlassen wirst. In unserem Krankenzimmer hats im Durchschnitt ca. 4 Tage gedauert. Bei der Operation wird dir als erstes der Bauch mit 2-3 Litern CO2 aufgepumpt, damit der Operateur auch gscheit was sieht. Dieses Gas braucht nach der Operation ca. 1 Woche, bis es wieder ganz deinen Körper verlassen hat. Es führt zu Blähungen und evtl. Schmerzen im Oberkörper, Schultern...aber das ist nicht so tragisch. In meinem Krankenhaus war es üblich, dass man nach der OP ca. 1 Tag einen Dauerkatether hatte, um der Patentin das Klogehen zu ersparen. Ist keine sehr angenehme Sache, aber trotzdem hilfreich. Weiters läuft man 2-3 Tage mit einem Drainage-Schlauch im Bauch herum. Über ihn wird die Spülungsflüssigkeit aus dem Bauch abgeleitet und in einem Sackerl gesammelt. Aber auch das hört sich schlimmer an als es ist. Generell war das Schmerzempfinde nach der Bauchspiegelung bei jedem der Patientinnen sehr unterschiedich. Mir persönlich ist es leider nicht so gut gegangen. Hatte einen Tag starke Schmerzen, dann konnte ich mich schon etwas bewegen und aufstehen. Wirklich steil bergauf ist es dann nach der Entfernung des Drainage-Schlauchs gegangen. Aber es gab auch einige Patientinnen, die bereits am Tag der OP noch aufgestanden sind, den Katether entfernt bekommen haben und kaum weitere Schmerzen hatten.
Ich wünsche dir alles Gute für die Operation und lass dich nicht unterkriegen!
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