Fruchtwasseruntersuchung

Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby Fuchs on 25 May 2017, 00:37

Ich selbst habe weder Nackenfaltenmessung noch FU machen lassen. Da ich alters- und vorgeschichtsmäßig nicht zur Risikogruppe gehöre, wollte ich mich in dieser Beziehung nicht verrückt machen lassen. Ich habe nur in der 21. SSW in einer Spezialpraxis eine Feindiagnostik machen lassen. Dabei kann man heutzutage auch schon ganz viel erkennen. Man muss zwar unterschreiben, dass Dinge wie z. B. Down Syndrom nicht erkannt werden können, aber der Arzt meinte, meistens kann man das doch an gewissen Merkmalen auch auf dem US erkennen. Das würde ich jederzeit wieder machen, weil man dann zumindest weiß, dass die wichtigen Organe funktionieren. Ich habe erst vor ein paar Wochen erfahren, dass die Tochter einer Nachbarin ihr Baby wegen einer Fruchtwasseruntersuchung verloren hat. Das war ganz schrecklich. Glücklicherweise ist sie schnell wieder schwanger geworden und das Baby kommt in den nächsten Tagen. Mein Mann ist ziemlich genauso wie Deiner, er hat auch gefragt, ob wir das nicht machen lassen wollen. Aber nachdem wir die Risiken abgewogen haben, haben wir uns dagegen entschieden. Wie die anderen schon sagten: Es gibt leider keine Garantie für ein gesundes Baby. Liebe Grüße
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Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby sofi_e on 25 May 2017, 00:40

Die Frage, ob man all diese Tests machen lassen soll oder nicht interessiert mich auch. Das ist wirklich keine einfache Situation und eine sehr persönliche, wie ich finde. Mein Mann und ich haben uns gegen jegliche Tests entschieden. Ich war mir lange Zeit nicht sicher, ob wir nicht vielleicht doch den Triple Test machen sollen, da er nicht-invasiv ist und somit auch kein Risiko einer Fehlgeburt besteht usw. Aber als mein Mann mich fragte, was ist, wenn die Werte dann nicht so toll sind. Dann würde ich es genau wissen wollen und dann eine FU machen lassen. Was ist dann die Konsequenz, wenn ich zu so und so viel Prozent ein behindertes Kind in mir trage. Würde ich es abtreiben wollen? Meine Antwort ist ganz klar nein. Meine Freundin ist FÄ und wir haben uns lange über dieses Thema unterhalten. Es kann während der Geburt und auch noch nachher so viel passieren und wie schon die anderen gesagt haben, es gibt keine Garantie.
Hinzu kommt, dass ich persönlich nicht darüber entscheiden möchte, ob mein Kind leben soll oder nicht bzw. Ich finde einfach, dass ich nicht das Recht dazu habe. Keiner möchte ein behindertes Kind, aber wer bin ich, dass ich darüber entscheide, dass dieses Lebewesen nicht lebenswert ist. Aber wie gesagt, dass ist eine sehr persönliche Entscheidung, bei der ich mir auch nicht anmaße über andere Leute zu urteilen und mir auch das Recht einräume, dass andere es auch nicht mit mir tun. Ich finde es auch sehr wichtig, dass Du und Dein Freund gemeinsam eine Entscheidung trefft, mit der Ihr beide glücklich seid. Wenn Deine Werte in Ordnung sind, ist vielleicht ein Triple Test eher eine Option. Anhand der Ergebnisse könnt Ihr ja dann immer noch entscheiden, ob ihr die FU machen lassen wollt. Ich denke nur, dass es doch schlimm wäre, wenn es wegen der FU zu einer Fehlgeburt kommt. Diesen Gedanken habe ich nämlich auch schon mehrmals durchgespielt. Also, das Leben meines Kindes in Gefahr bringen, weil ich Sicherheit brauche. So, ich wünsch Dir alles Liebe
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Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby Nala on 25 May 2017, 00:41

Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn man bei mir festgestellt hätte, dass das Kind schwer behindert ist, hätte ich mich auch für eine Abtreibung entschlossen. Würde es einen risikolosen Test geben, der ein eindeutiges Ergebnis liefert - behindert ja oder nein - hätte ich den auf jeden Fall machen lassen. Das Problem, das ich persönlich mit der FU hätte, wäre eben dieses kleine, aber doch vorhandene Risiko. Wenn da was passiert, ist man halt sozusagen selbst schuld. Ich denke, diese Vorwürfe macht man sich dann. Mein Mann ließ sich im Endeffekt davon überzeugen, dass wir ja regelmäßige US-Untersuchungen hatten und eben dann diese Feindiagnostik. Ihr habt nun schon die NFM mit gutem Ergebnis machen lassen und Triple Test oder Feindiagnostik stehen Euch ja noch offen. Vielleicht lässt sich Dein Mann durch diese anderen Möglichkeiten etwas beruhigen. Ganz beruhigt ist man tatsächlich erst nach der Geburt, wenn man sieht, dass zumindest keine Trisomie oder schwerere Behinderungen vorhanden sind. Bis dahin ist es immer ein wenig Zittern und Bangen. Das ist wohl das Schicksal werdender Eltern. Ich glaube, die eher negativen Äußerungen hier beruhen darauf, dass Du selbst halt nicht ganz hinter dieser Untersuchung stehst. Was hältst Du davon, zusammen mit Deinem Mann und Deinem Frauenarzt nochmal ein Gespräch zu führen? Dann könnt Ihr Euch vielleicht eher auf eine Lösung einigen.
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Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby tilda on 23 Sep 2017, 21:03

Habe auch die Fruchtwasseruntersuchung machen lassen denn leider wurde bei uns beim kombinierten Nackentransparenz und Bluttest ein schlechter Wert gemessen. Habe die FWU auch recht früh (Anfang 15.Woche) gemacht und wollte ebenfalls den FISH-Test machen lassen, also schnelle Ergebnisse haben. Bei mir waren aber dann aufgrund des relativ frühen Zeitpunkts zu wenig kindliche Zellen im FWU so dass der Schnelltest leider nicht durchgeführt werden konnte und die elende Warterei begann. Nach ca. 2,5 Wochen bekamen wir dann Bescheid, dass alles in Ordnung ist. Das fühlt sich natürlich nach der ganzen Anspannung wirklich gut an. Die Mehrkosten für den Schnelltest muss man übrigens, so viel ich weiß, meist selbst zahlen, bei mir wären das so um die 90 Euro gewesen. Die Prozedur an sich ist nicht schlimm, man sollte halt in eine Klinik oder wirklich erfahrene Praxis gehen, aber das versteht sich ja von selbst Das einzige, was ich von meinem jetzigen Wissensstand aus anders machen würde wäre also eventuell der frühe Zeitpunkt der FWU, vielleicht wäre es besser gewesen eine Woche zu warten. Wünsche Dir viel Kraft, denn ich weiß genau, was Du durchmachst. LG
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Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby Louisa1998 on 10 Oct 2017, 22:30

Gerade wegen der vielen FG´s und weil ich auch in dieser Schwangerschaft bisher immer Blutungen hatte, würde ich gern das machen. Ein behindertes Kind möchte ich nicht. Nicht, weil sich dadurch mein Leben einschränkt, sondern weil ich dem Kind ein solches Leben ersparen möchte. Es wäre immer auf Hilfe angewiesen, die ich ihm vielleicht irgendwann nicht mehr geben könnte (eigene Krankheit, Unfall, etc.). Und es gäbe nichts Schlimmeres für mich, als mein Kind in ein Heim oder so zu geben, weil ich ihm nicht die Pflege geben könnte, die es braucht. Ich kenne 2 Kinder mit Down-Syndrom, die echt liebenswert sind, aber jedes Mal wenn ich sie sehe, wird mir klar, dass ich es nicht könnte. Mich trifft es auch immer sehr hart, wenn ich sehe, wie die Gesellschaft mit diesen Menschen umgeht. Und diese Erniedrigung und Demütigung möchte ich in so einem Fall meinem Kind ersparen. Es gibt noch mehr Gründe, weshalb ich kein behindertes Kind bekommen möchte. Was das Risiko betrifft, so sehe ich es vielleicht gerade wegen meiner vielen FG´s etwas anders. Für mich ist eine FG nichts schlimmes mehr, sondern eine Entscheidung der Natur gegen dieses Leben. Eine FG hat immer ihren Grund, auch wenn es schwer ist, dies zu akzeptieren. Da ich auch erst in der 10. SSW bin, kann noch so viel passieren. Ich sehe es inzwischen vielmehr so, dass nicht die FG das Besondere ist, sondern es ist wirklich ein Wunder, ein gesundes Kind zu bekommen. Und 1% bedeutet ja, dass immerhin 99 von 100 Untersuchungen gut gehen.
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Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby Nala on 15 Nov 2017, 23:44

Hallo, da ich schon 38 Jahre bin und es ab 35 ja empfohlen wird, eine FU zu machen, habe ich mich dann auch dazu entschieden. Ich hatte große Angst, dass es sehr schmerzhaft ist oder ich das Baby verlieren könnte. Bei mir wurde die FU in einem speziellen Pre Natal Labor durchgeführt, die genau darauf spezialisiert sind. Also ich habe sowieso Horror vor Spritzen und dann noch durch den Bauch ohne Betäubung, ich war echt panisch, aber es ist nix, man merkt nur einen ganz kleinen Piks und dann ein leichtes Ziehen völlig harmlos wirklich. Es besteht 2 Tage lang ein gewisses Risiko einer FG durch Blutungen, Infektionen oder Fruchtwasserverlust. Man wird aber in der Regel am nächsten Tag vom eigenen FA untersucht ob alles ok ist. Also keine Panik, es ist echt nicht so schlimm und es schließt doch die wichtigsten Gendefekte aus.
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Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby naDin on 20 Nov 2017, 01:01

Also nervös war ich sehr, musste es damals machen lassen da 3 Wochen vor ET eine schwere Magendarmerkrankung festgestellt wurde und der V.a. eine Trisomie bestand. Es war bis auf die Erkrankung alles gut. Diesmal wollte ich gleich eine Abklärung, es war zwar eine Chorion aber läuft ähnlich ab. Es wird ausführlichste Sono gemacht, sterilisiert und dann unter Sonokontrolle eingestochen. Stich tut zwar picksen aber das ist nicht wirklich schlimm. Erst das Nachschieben hat mir wehgetan, aber das ist wohl das unterschiedliche Schmerzempfinden, manchen tut es gar nicht weh. Danach war Schonen angesagt, Liegezeit 1 Std. und dann 3 Tage daheim einfach nur zwei Gänge rückwärts. Befunde kamen bei mir per Post. Manche rufen an. Also ich bin jetzt beruhigt, und hab keine Angst mehr.:-) Ich würde es immer wieder machen lassen, auch mein Mann.
Angst es zu verlieren hatte ich nicht, war ja in der Pränatal Klinik die sind Profis. Alles Gute
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