Fruchtwasseruntersuchung

Fruchtwasseruntersuchung

Postby naDin on 24 May 2017, 23:45

Hallo, wie alle muss auch ich mich die nächsten Wochen entscheiden, ob ich eine FU machen lasse oder nicht. Bei meiner Tochter damals, hab ich es nicht gemacht, weil mir der FA davon abgeraten hat (zusätzliche psychische Belastung). Nun bin ich aber 43 und hatte in der Zwischenzeit 4 FG´s. Ich möchte mich gern auch näher mit der FU befassen, wie z.B. ob es schmerzhaft ist, wie lange das FG Risiko nach der Untersuchung besteht, usw. Wer Erfahrungen hat, also bitte schreiben. Ich danke Euch.
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Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby Engeline on 24 May 2017, 23:50

Also nervös war ich sehr, musste es damals machen lassen da 3 Wochen vor ET eine schwere Magendarmerkrankung festgestellt wurde und der V.a. eine Trisomie bestand.Es war bis auf die Erkrankung alles gut. Diesmal wollte ich gleich eine Abklärung, es war zwar eine Chorion aber läuft ähnlich ab. Es wird ausführlichst Sono gemacht, sterilisiert und dann unter Sonokontrolle eingestochen. Stich tut zwar picksen aber das ist nicht wirklich schlimm. Erst das Nachschieben hat mir wehgetan, aber das ist wohl das unterschiedliche Schmerzempfinden, manchen tut es gar nicht weh. Danach war Schonen angesagt, Liegezeit 1 STd. und dann 3 Tage daheim einfach nur zwei Gänge rückwärts. Befunde kamen bei mir per Post. Manche rufen an. Also ich bin jetzt beruhigt, und hab keine Angst mehr.:-) Ich würde es immer wieder machen lassen, auch mein Mann.
Angst es zu verlieren hatte ich nicht, war ja in der Pränatalklinik die sind Profis. Alles Gute
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Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby majorka4 on 24 May 2017, 23:52

Mach Dich mal nicht verrückt! Den Einstich habe ich empfunden wie den bei einer Spritze und danach habe ich gar nichts mehr gemerkt, dauert ja auch nur ein paar Sekunden. Ich hatte auch keinen Muskelkater im Bauch und war danach auch nicht außer Gefecht gesetzt. Du sollst Dich nur danach 48 Stunden schonen, das ist alles. Und das Dein Kind durch die Untersuchung eine Behinderung bekommt, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Unter Ultraschall guckt der Arzt genau, wo das Baby liegt und wartet so lange, bis es so günstig liegt, dass er genug Platz hat für den Einstich. Da muss bei der Freundin meiner Vorrednerin der Arzt ja fast vorsätzlich auf das Kind eingestochen haben. Sorry, aber das halte ich wirklich für nicht sehr wahrscheinlich. Was natürlich passieren kann: Die Fruchtblase platzt und es kommt zu einer Fehlgeburt. Aber das passiert nur zu 0,5%. Also in einem Fall von zweihundert. Das Risiko muss man natürlich in Kauf nehmen. Und man muss wissen, dass man ein behindertes Kind nicht akzeptieren würde. Wenn nämlich doch, würde ich die Untersuchung gar nicht erst machen lassen. Liebe Grüße
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Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby Pika4u on 24 May 2017, 23:53

Wir haben es machen lassen - und ich würde es jederzeit wieder tun. Wir haben es in einem Pränatalzentrum machen lassen, denn das Risiko von Komplikationen liegt dort aufgrund der Erfahrungen bei 0,16%, also recht niedrig. Der Arzt schaut sich genauestens die Lage des Kindes im Ultraschall an, sucht sich dann den Stichpunkt und sticht unter Ultraschall-Kontrolle auf einem riesigen Bildschirm an eine Stelle, wo das Kind ganz weit weg ist. Es fühlt sich an, wie der Pieks beim Blutabnehmen. Ich spürte dann ein winziges Ziehen oder Brennen, noch so ca. bis 3 Stunden danach. Davon musste ich ca. 1 Stunde vorsichtshalber im Krankenhaus auf einem Liegestuhl liegen, dann durfte ich nach Hause. Anschließend musste ich mich noch 2 Tage schonen, nicht liegen, aber auch nicht körperlich arbeiten. Das vorläufige Ergebnis haben wir am Mittag des Folgetages telefonisch bekommen, zum Glück völlig unauffällig, und das Endgültige incl. anderer Tests ca. 2 Wochen später per Post, zum Glück ebenfalls unauffällig. Bereits nach dem Telefonat waren wir völlig beruhigt. Allerdings muss man natürlich ganz klar sagen, dass es auch anders ausgehen kann und man sich besser bereits vor der Untersuchung damit auseinandersetzen sollte, was man täte, wenn kein positives Ergebnis rauskäme. Alles Gute!
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Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby yourAngel on 24 May 2017, 23:54

Ich habe noch keine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, aber ich hab in einer Woche die Nackenfaltenmessung vor mir. An deiner Stelle würde ich zur Beruhigung eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, einfach zur Beruhigung. Das Risiko, dass es dabei zu einer Fehlgeburt kommt, ist sehr, sehr gering. Ich würde es machen lassen. Ich habe allerding auch Angst, mich so einer Entscheidung stellen zu müssen wenn bei mir ein Grenzwert raus kommt. Du musst aber auch bedenken: Auch Ärzte können sich täuschen und man macht ja mit der Nackenfaltenmessung etrst seit 4 Jahren Erfahrungen. Nur eine Fruchtwasseruntersuchung kann dir die höchste Sicherheit geben. Was sagt denn dein Arzt?
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Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby Lisa_vogt on 25 May 2017, 00:00

Also mir wurde auch die Fruchtwasseruntersuchung empfohlen. Ich habe diese dann auch machen lassen, in der 17 Woche, da dann laut Krankenhaus das Risiko einer Fehlgeburt nicht ganz so groß ist 0,5%. Als ich den Termin hatte, ging ich auch mit gemischten Gefühlen dahin. Es wurde ca.30 Min ein US gemacht, dann wird dir eine sehr lange Nadel durch die Bauchdecke gepiekst alles unter Beobachtung per US, dem Krümel passiert nix, da die Nadel durche eine Plastiknadel ersetzt wird, du kannst dabei alles beobachten. Danach mußte ich noch ca. eine halbe Stunde liegen bleiben und konnte dann nach Hause, wobei du dich zu Hause auch noch bis zu drei Tagen schonen sollst. Also mußten wir und 2 Wochen in Geduld üben was echt am schwierigsten wahr. Du bist ständig zwischen Hoffen und Bangen und wartest darauf, dass das Labor anruft und dir endlich was sagen kann. Nach 2 Wochen war es dann bei uns soweit und das Labor rief an, alles ok und es wird ein Junge. Wir haben uns die Überlegung auch nicht leicht gemacht aber wäre für uns, so hart es auch klingt, ein schwer behindertes Kind nicht in Frage gekommen. Wir haben 2 Kinder und denen gegenüber auch eine Verantwortung, welche wir dan hätten nicht mehr bewerkställigen können. Ich habe hier schon viel gelesen auch das ja später z.b durch eine Unfall auch noch was passieren kann, ich denke aber dass es dann eine völlig andere Situation ist. Im Endefekt müßt ihr es selber entscheiden, aber ich denke um die Gewissheit zu haben und die restlichen Schwangerschaftsmonate unbeschwert durchzustehen, würde ich es immer wieder machen lassen. Ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen helfen. Ich wünsche Dir alles Liebe
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Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby paprik_a on 25 May 2017, 00:02

Jeder muss für sich selber entscheiden, ob er eine FU machen lässt oder nicht, aber Du schreibst ja selber, dass der entsprechende Gendefekt nicht immer zu sehen ist. Nach anderen Gendefekten würde wahrscheinlich gar nicht gesucht werden. Du wüsstest also anschließend nur, ob Dein Kind Trisomie 13, 18, 21 oder eben den Gendefekt hat, den Dein Sohn hatte (wenn es denn einer war). Alles andere würdest Du nicht wissen. Wenn Eure DNA in Ordnung ist, ist die Wahrscheinlichkeit auch ziemlich gering, dass Eurer nächstes Kind den Gendefekt auch hat. Bei mir und meinem Ex hat man damals eine Wiederholungswahrscheinlichkeit von unter einem Prozent berechnet. Ich weiß nicht, obs bei Euch auch so wenig ist. Ich weiß leider zu wenig über Deine Geschichte um die Situation beurteilen zu können. Ich wünsche Dir einfach nur viel Kraft und dass Du Dir ganz wenig Sorgen um Deinen Bauchzwerg machst.
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Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby Siri on 25 May 2017, 00:03

Bei einer Fruchtwasseruntersuchung werden neben Trisomie 13, 18, und 21 durchaus auch andere Defekte festgestellt. Du hast vielleicht an den Schnelltest gedacht, der schon 2 Tage später abrufbar ist. Der zeigt tatsächlich nur die Trisomien auf. Die gesamte Genkarte bekommt man dann für gewöhnlich 2 Wochen nach der FU, und da ist schon alles sehr genau aufgeschlüsselt (fast schon unheimlich - der gläserne Mensch!). Wenn da alles in Ordnung ist, liegt die Wahrscheinlichkeit für ein gesundes Kind bei über 90 Prozent. Ich habe bei beiden Schwangerschaften Fruchtwasseruntersuchungen durchführen lassen (die erste Tochter meines Mannes aus einer anderen Ehe war ein Trisomie-Kind, das mit 11 Monaten an einem Herzfehler starb). Ich fand die Untersuchungen überhaupt nicht schlimm. Würde sie auch jederzeit wieder durchführen lassen. Trotzdem - jede muss für sich selbst abwägen und natürlich gibt es (zwar verschwindend wenige, aber eben doch!) auch negative Erfahrungen.
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Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby Ruth on 25 May 2017, 00:10

Bei einer Fu kann man ja nur die Trisomie 13.18, 21, testen. Andere Gendefekte sieht man nicht. Da muss der Humangenetiker was machen. Wenn man eine FU machen lässt muss man sicher sein das auch was schief gehen kann. Wie bei mir. Mein zweiter Sohn wäre jetzt 3 jahre alt. Wenn die Ärztin mit der Kanülen nicht seinen Kopf getroffen hätte. Als er 3 Tage nach dem Eingriff zur Welt kam, hatte er einen Dreiangel im Kopf. Und auch er war gesund. Warum ich es habmachen lassen... damals war ich noch bei einer Gyn. Die so argumentierte was ist, wenn sie doch ein krankes Kind bekommen, sie haben doch schon ein gesundes Kind zu hause... irgendwann kam ich aus dem Teufelskreis nicht mehr raus. Und hab den Eingriff machen lassen 3 mal hatte sie zugestochen (beim ersten Stich muss sie ihn schon getroffen haben, weil ich solche Schmerzen hatte - ich hab geheult). Wie gesagt 3 Tage später kam er auf die Welt und wäre gesund gewesen. Ich war damals 36 Jahre. Heute bin ich 39 Jahre, habe einen kleinen Sohn der heute 3 Monate alt ist
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Re: Fruchtwasseruntersuchung

Postby Agnes.frankes on 25 May 2017, 00:13

Ich war zur Fruchtwasseruntersuchung. Erst hat der Arzt Ultraschall gemacht und eine günstige Ecke gefunden, wo er die Nadel einstechen kann. Dann gab es eine örtliche Betäubung. Dann hat er die Nadel reingepiekt. War kaum zu merken. Dann hat er noch mal Ultraschall gemacht, um zu gucken, ob der Platz wirklich noch frei ist. Und was soll ich Dir sagen - den kurzen Augenblick hat sich mein Baby ausgesucht und ist zur Seite gepaddelt - lag also mitten im Weg. Er hat dann ein paar mal ganz doll mit dem Ultraschallgerät gegen den Bauch gedrückt, damit das Baby wieder Platz macht. Das war sehr unangenehm, weil die Nadel dabei noch im Bauch war. Als endlich Platz war, hat er dann Fruchtwasser abgezogen. 24 Stunden später mußte ich noch mal in zur Kontrolle. Die ganze Woche bin ich krank geschrieben und soll mich schonen. 2 Tage später hat der Arzt mich angerufen und mir das Ergebnis vom Schnelltest durchgegeben. Was ich nicht wußte - man soll nach der Untersuchung nicht selbst Auto fahren! Ich war sowieso schon so aufgeregt, dass ich mich habe fahren lassen. Hat mir aber keiner vorher gesagt! Der Arzt hat mir erklärt, dass die Fruchtwasserentnahme für das Baby ungefährlich ist. Das Risiko besteht allein darin, dass sich die Einstichstelle in die Gebärmutter entzünden könnte. Deshalb soll man sich ruhig halten. Mach Dir keine Angst. So schlimm ist es nicht!
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