Eileiterdurchlässigkeitsprüfung mit Kontrastmittel

Re: Eileiterdurchlässigkeitsprüfung mit Kontrastmittel

Postby naDin on 14 Sep 2018, 22:17

Ich hatte vor zwei Jahren meine Bauchspiegelung, bei der beide verschlossenen Eileiter wieder geöffnet wurden. Nach der OP fing es an, dass ich auf der rechten Seite immer wieder einen ziehenden, drückenden Schmerz auf Höhe des Eierstocks habe. Letztes Jahr hatte ich dann auch mehrfach Zysten und es wurde damit begründet. Nun ist es aber so das ich mittlerweile ca. 20-25 tage im Monat Beschwerden habe. Mal abgesehen davon, dass es mit dem Schwanger werden auch nicht klappt, alles nicht so erfreulich. Es ist so schwierig an den eigenen Körper zu glauben wenn er ein ständiges Unwohlsein beschert.
Heute war ich bei meiner FA und sie kann auf dem Ultraschall nichts feststellen, keine Zysten, keine Auffälligkeiten, sie geht davon aus, dass sich nach der OP Verklebungen und Verwachsungen gebildet haben. Nun habe ich eine Überweisung ins Krankenhaus, es soll auch gleich eine erneute Blauprobe gemacht werden, um zu sehen, ob die Eileiter noch durchlässig sind oder ob sie sich wieder verschlossen haben.
Das blöde ist, das die meisten entfernten Verwachsungen wieder kommen können. Jetzt habe ich Angst, muss ich jetzt den Rest meines Lebens mit Ziehen im Unterleib leben? Und ich habe Angst, was wenn die Eileiter nicht mehr durchlässig sind. Ich war so voller Hoffnung nach der ersten Op und nun sind schon fast 2 Jahre seitdem vergangen.
Ich soll in der Klinik anrufen wenn meine nächste Regel angefangen hat und dann gibts wohl kurzfristig das Vorgespräch und den Eingriff. Ihr hattet auch geschrieben, dass es bei Euch in der ersten Zyklushälfte gemacht wurde. Warum macht man das genau? Das ist ja bei meinem kurzen Zyklus ein echt knappes Zeitfenster, ich bin gespannt ob es klappt.
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Re: Eileiterdurchlässigkeitsprüfung mit Kontrastmittel

Postby Maria Waldfogel on 21 Sep 2018, 00:16

Ich will auch von meiner BS berichten. Es ging jetzt alles ganz schnell, am Montag musste ich zur Vorstellung ins Krankenhaus, die haben dann auch direkt Einen Termin gehabt. Alles war soweit besprochen, bei der BS prüfen ob sie eine Ursache für meine ständigen Beschwerden auf der rechten Seite finden und bei der Gelegenheit prüfen ob die Eileiter nach der OP noch durchgängig sind.
Alle Voruntersuchungen absolviert, rief mich der Arzt an und meinte, wir hätten gar keine Gelegenheit gehabt ausführlich über die Situation zu sprechen, was ist, wenn die Eileiter wieder dicht sind. Ob ich über künstliche Befruchtung nachdenken würde, dann wäre es besser die Eileiter raus zu nehmen wenn sie dicht sind! Man hätte nach Öffnung nur eine geringe Chance normal Schwanger zu werden, wegen der geschädigten Schleimhaut im Eileiter und ein zweites Mal öffnen würde vermutlich keinen Sinn machen. Ich war völlig überfordert und habe dann mit dem Arzt vereinbart dass ich es mit meinem Mann bespreche und ihm vor der OP Sage. Wir haben lange diskutiert und uns dann entschieden, dass die Eileiter auch, wenn sie dicht sein sollten, drin bleiben sollen! Trotz Risiko Eileiterschwangerschaft und Flüssigkeitsansammlung etc. Ich bin mit ziemlich gemischten Gefühlen in die OP gegangen, Angst dass die Nachricht nicht gut ist. Ich hatte Glück. Zwar war links nur schwach durchlässig und rechts dicht, aber da die Verklebung nur am Ende war, hat der Arzt doch noch mal eine Chance gesehen, die EL zu öffnen. Sie wurden quasi umgekrempelt und vernäht, damit sie nicht mehr zugehen. Die Chance auf normalem Weg schwanger zu werden ist natürlich trotzdem nicht so hoch und das Risiko der EL-Schwangerschaft stark erhöht, aber immerhin wir haben vielleicht eine Chance. Für meine Beschwerden haben sie keine Lösung gefunden, immerhin keine Verwachsungen. Vielleicht probiere ich es noch mit einem Osteopathen?
Maria Waldfogel
 
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Re: Eileiterdurchlässigkeitsprüfung mit Kontrastmittel

Postby yourAngel on 26 Sep 2018, 19:06

Ich habe solche Untersuchung hinter mir. Ich wollte nur kurz mitteilen wie sie bei mir abgelaufen ist. Ich gebe keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben. Alles beruht aus eigener Erfahrung und kann in einer anderen Klinik anders ablaufen! Erst mal findet ein Gespräch statt. Hier wurde mir erklärt, dass die Untersuchung am 5. Zyklustag gemacht wird, auch wenn man noch eine Blutung hat. Drei Tage vor der Untersuchung soll man Scheidenzäpfchen zur Desinfektion nehmen. Zwei Stunden vor der Untersuchung soll man ein Schmerzmedikament einnehmen. Für die Untersuchung braucht man einen speziellen Katheter. Die Zäpfchen und den Katheter verschreibt beides der Arzt.
Der Katheter wird in die Gebärmutter eingeführt und mit einem Ballon befestigt. Dann wird eine Zuckerlösung (mit vielen Luftblasen) in die Gebärmutter gespritzt. Die Luftblasen werden dann per Ultraschall verfolgt (helle Flecken oder Streifen). Sind die Eileiter durchlässig kann man sehen wie die Flüssigkeit zu den Eierstöcken wandert. Die Untersuchung war bei mir nicht schmerzhaft. Ich habe nur einen leichten Druck im Unterleib gespürt, als wenn ich heftig meine Tage hätte. Die Ärztin sagte mir, dass im Normalfall keine Schmerzen auftreten, wenn doch (Eileiter evtl. zu) bricht man die Untersuchung ab und rät zu einer Bauchspiegelung. Dasselbe gilt, wenn man nicht klar sehen kann ob die Zuckerlösung zu den Eierstöcken gelangt.
Zudem erklärte mir die Ärztin, dass die Untersuchung leider keine Aussage über die Beweglichkeit und Lage der Eileiter treffen kann. Dies bleibt dann weiterhin ungewiss. Die Weiterbehandlung wird dann individuell besprochen.
Die Untersuchung ist eine reine Privatleistung und kann nicht bei der Krankenkasse eingefordert werden. Die Untersuchung hat bei mir etwa 80 Euro (je nach Klinik verschieden) die Zäpfchen und der Katheter nochmal 75 Euro gekostet. Aber mir es das Wert, bevor ich mich unters Messer lege. Die Untersuchung ergab bei mir: beide Eileiter sind gut durchlässig. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie erleichtert ich bin. Ich hoffe ich konnte eine Frage beantworten. Liebe Grüße
yourAngel
 
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