Angst vor Behinderung

Agnes.frankes
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Re: Angst vor Behinderung

Beitrag von Agnes.frankes »

Ich habe noch nicht gehört, dass es ein höheres Risiko für Behinderungen gibt. Würde mir nun auch nicht einleuchten warum das so sein sollte. Allerdings (wenn du noch nicht schwanger bist) wäre es für dich und deinen eigenen körperlichen Zustand sehr gut, wenn du vorher Gewicht reduzierst. Eine Geburt ist sehr anstrengend und das Mortalitätsrisiko der Mutter steigt meines Wissens durchaus mit steigendem Gewicht. Es gibt sogar Kliniken, die bei 60kg Übergewicht keine spontanen Entbindungen mehr zulassen, sondern dann direkt einen Kaiserschnitt machen, was das Risiko für Mutter und Kind erhöht. Auch eine Schwangerschaft ist kein Spaziergang. Deine Gelenke sind durch das Gewicht sowieso schon sehr belastet. In der Schwangerschaft wird durch die Hormone alles weicher, sprich das Verletzungsrisiko steigt sowieso, da ist natürlich ein solches Übergewicht auch nicht besonders förderlich. Bei einer Geburt braucht man eine gewisse Kondition und Beweglichkeit, damit man die passenden Positionen finden kann, mit den Wehen mitgehen und so das Kind ohne Komplikationen auf die Welt bringen kann. Das alles wird schwieriger je höher das Gewicht ist. Aber du weißt sicher selbst, dass es sinnvoll wäre abzunehmen. Es gibt auch im Internet viele Plattformen wo sich Übergewichtige untereinander austauschen können, da würde ich einfach mal schauen. Denn die sind eher in der gleichen Situation als viele hier. Und du hast ein höheres Risiko an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken. Auch das sinkt mit sinkendem Gewicht.
Engeline
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Re: Angst vor Behinderung

Beitrag von Engeline »

Aso ich bin kein Mediziner oder Biologe, aber ein Test, ob die Zellen von beiden eine Behinderung ergeben könnten, klingt kaum durchführbar, weil eine Behinderung doch erst nach der Befruchtung zustande kommt, und es gibt doch Möglichkeiten, wie sich das Erbgut verbindet und eventuell schließlich Behinderungen enstehen. Wie sollte man das im Vorhinein an den Zellen der Eltern feststellen? Hauptrisiken dürften ja so Sachen wie z.B. Alter der Eltern (je älter, desto höher das Risiko), bestimmte Krankheiten, die man hat usw. sein. Das läuft dann unter "Risikoschwangerschaft". Das einzige, was man meines Erachtens vorher ausrechnen kann, ist die Veranlagung für bestimmte Erbkrankheiten und ich meine auch Krebs. Das bedeutet aber nicht, dass das Kind sie tatsächlich auch irgendwann bekäme (und selbst wenn kann die Medizin bis dahin so weit sein, dass diese auch heilbar werden). Ansonsten bleiben ja nur Tests, die der Frauenarzt bei einer bestehenden Schwangerschaft machen kann wie z.B. die Nackenspaltenmessung. Eine Behinderung des Kindes kann man dann manchmal schon früh feststellen und wenn das rechtzeitig geschieht hat man die Möglichkeit, zu entscheiden, ob man die Schwangerschaft austrägt oder nicht. Ein gewisses Risiko für Behinderung birgt eine Schwangerschaft eben immer.
tilda
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Re: Angst vor Behinderung

Beitrag von tilda »

Ich bin kein Mediziner aber ein Test, ob die Zellen von beiden eine Behinderung ergeben könnten, klingt kaum durchführbar, weil eine Behinderung doch erst nach der Befruchtung zustande kommt, und es gibt doch Milliarden Möglichkeiten, wie sich das Erbgut verbindet und eventuell schließlich Behinderungen entstehen. Hauptrisiken dürften ja so Sachen wie z.B. Alter der Eltern (je älter, desto höher das Risiko), bestimmte Krankheiten, die man hat usw. sein. Das läuft dann unter Risikoschwangerschaft. Das einzige, was man meines Erachtens vorher ausrechnen kann, ist die Veranlagung für bestimmte Erbkrankheiten und ich meine auch Krebs. Das bedeutet aber nicht, dass das Kind sie tatsächlich auch irgendwann bekäme. Ansonsten bleiben ja nur Tests, die der Frauenarzt bei einer bestehenden Schwangerschaft machen kann wie z.B. die Nackenspaltenmessung. Eine Behinderung des Kindes kann man dann manchmal schon früh feststellen (muss aber nicht) und wenn das rechtzeitig geschieht hat man die Möglichkeit, zu entscheiden, ob man die Schwangerschaft austrägt oder nicht. Ein gewisses Risiko für Behinderung birgt eine Schwangerschaft eben immer.
Louisa1998
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Registriert: 13 Feb 2016, 15:34
Re: Angst vor Behinderung

Beitrag von Louisa1998 »

Ich kann Dich schon verstehen...mein Mann war auch etwas so. Er hatte da damals auch leicht irreale Ängste...Wir haben keinerlei erbliche Vorbelastungen, wir waren Beide gesund und auch vom Alter her noch nicht mal im Risikobereich. Er sagte mir dann auch mal, ich solle den Arzt doch mal fragen, wie hoch das Risiko sei, dass unser Kind (ich war da schon schwanger) nicht gesund zur Welt käme…Keiner wünscht sich im Vorfeld ein Leben mit einem kranken/schwerkranken Kind. Aber es gibt keine 100%ige Sicherheit. Auch wenn alles in der Schwangerschaft super ist, kann bei der Geburt noch was schieflaufen. Und Jeder von uns kann durch Unfall, Krankheit zum Pflegefall werden. Das ist nun mal das Leben...Vielleicht geht Ihr mal zusammen zu Deinem Gyn und lasst Euch beraten?
paprik_a
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Registriert: 20 Jan 2016, 11:14
Re: Angst vor Behinderung

Beitrag von paprik_a »

Warum hast du denn die ganzen Untersuchungen abgelehnt wenn du doch so eine Angst hast??was würde es denn ändern wenn es wirklich krank wäre? Wenn per us alles unauffällig ist dann ist doch alles ok!! Gewissheit wirst du wohl erst bei der Geburt haben !! Lg und nicht zu viel googlen und grübeln das schürrt nur noch mehr deine angst!!
Zuletzt geändert von paprik_a am 12 Okt 2018, 23:17, insgesamt 1-mal geändert.
trixis
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Re: Angst vor Behinderung

Beitrag von trixis »

Ich glaube, deine Angst ist unbegründet. In den meisten Fällen kommen Kinder ja nunmal kerngesund und putzmunter zur Welt. Die Angst wird vermutlich daher kommen, dass du nicht weißt, was du machen sollst, wenn dein Kind wirklich mit einer Behinderung geboren werden sollte. Setz dich doch damit erstmal auseinander.
Ich habe mich dazu entschieden, auch ein behindertes Kind auszutragen, weil ich weiß, dass ich die innere Stärke und Ruhe besitze. Ich habe mir ausgemalt, wie es wäre, wenn mein Kind bspw. Down hätte. Wäre das wirklich so schlimm? Jedes Kind ist eine Herausforderung, ob gesund oder eingeschränkt. Nur eben anders. Es gab mal eine Aktion in einem Behindertenwohnheim hier in der Nähe. Diese Menschen sind so ziemlich die glücklichsten, die ich jemals gesehen habe. Sie sind sorgloser und unbefangener und ehrlich gesagt auch um einiges herzlicher als die meisten anderen. Wäre es wirklich so schlimm, ein Kind dieser Art in die Welt zu setzen? Lern doch mal ein paar Menschen dieser Art kennen, vielleicht verlierst du dann deine Angst und kannst dich - für den unwahrscheinlichen Fall - auch mit einem behinderten Kind anfreunden. Ich wünsche dir alles Gute und hoffe für dich, dass dein Kind erwartungsgemäß gesund geboren wird
Engeline
Beiträge: 815
Registriert: 04 Jan 2016, 16:07
Re: Angst vor Behinderung

Beitrag von Engeline »

Meine Mutter bekam mit 37 ihr letztes Kind. Ich bekam das ziemlich gut mit, da ich da auch schon 14,5 Jahre alt war. Da durch das Alter Risiko für das Down-Syndrom besteht wurde sie über die Fruchtwasseruntersuchung aufgeklärt. Sie hat sich so entschieden wie du. Sie würde, selbst wenn das Kind behindert wäre, nie abtreiben können, daher lässt sie es ganz sein mit der Untersuchung. Der Kleine ist heute 13 Jahre alt, ziemlich frech und ziemlich gesund ;-) Letzten Endes hat sie doch ein behindertes Kind. Meinen Freund! Durch Geburtsprobleme hat er eine motorische Behinderung, habe irgendwie auch Angst dass da Kind das auch hat, bzw. erwirbt.
Ich weiß also dass man behinderte Menschen lieben kann. Und ich weiß durch meinen Freund und Verwandte, dass auch behinderte Menschen etwas erreichen können, sowohl beruflich als auch privat. Denk nicht daran, ob es krank ist oder nicht, sondern daran, dass es dein Kind ist und bald bei dir ist. Liebe Grüße
Lisa_vogt
Beiträge: 558
Registriert: 18 Jan 2016, 16:53
Re: Angst vor Behinderung

Beitrag von Lisa_vogt »

Angst hat man oft vor Dingen, die man nicht so gut kennt. Es gibt wirklich schlimme Dinge, die einem Kind passieren können. Für mich ist eine große Angst, dass unser Sohn plötzlich nicht mehr bei uns wäre und nicht mehr leben würde. Aus meiner Sicht, aber ich habe wohl eine etwas andere, durch unseren Sonnenschein, ist die Trisomie 21 das harmloseste was passieren kann. Und das meine ich wirklich so! Die wenigsten Behinderungen treten vor der Geburt auf.
Angst macht mir nicht das sogenannte Down-Syndrom, sondern eher Menschen die ihr Kind töten .
Ich finde es wichtig eine SS möglichst unbekümmert genießen zu können. Was aber in der heutigen Zeit wo man viel lesen kann bzw. viel mitbekommt ein schmaler Grad ist, und dass geht auch nach der SS so weiter.
Bzgl. des US, bzw. der Erst-Trimester-Screenings kann ich nur sagen, unser Chef hatte eine Wahrscheinlichkeit von 1:5000. Wenn Du Gewissheit (aber die gibt` s nicht zu 100%) haben willst, kommt wohl nur eine Chorionzottenbiopsie bzw. eine Amniozentese in Frage.
Wobei ich für meinen Fall sagen muss, dass ich das Risiko, dass das Kind bei dem Eingriff eine geistige Behinderung davon trägt zu groß ist, ohne vorher eine Konsequenz zu ziehen, was ich meine ist: das Risiko einer FU macht in meinen Augen nur Sinn, wenn man auch plant eine Konsequenz aus dem Ergebnis zu ziehen. Ich bin heute dankbar, dass ich nicht in der SS wusste, dass der Chef einen extra Glücks-Chromosom mit auf seinen Weg bekommen hat.
Für den Fall, dass Du ihn einfach mal kurz kennenlernen möchtest, kannst Du uns gerne besuchen.
Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass Du danach Angst haben wirst, er ist ein Sonnenschein. Also keine Hemmungen ;-)
yourAngel
Beiträge: 724
Registriert: 04 Jan 2016, 16:14
Re: Angst vor Behinderung

Beitrag von yourAngel »

Ich bin kein Mediziner aber ein Test, ob die Zellen von beiden eine Behinderung ergeben könnten, klingt kaum durchführbar, weil eine Behinderung doch erst nach der Befruchtung zustande kommt, und es gibt doch Milliarden Möglichkeiten, wie sich das Erbgut verbindet und eventuell schließlich Behinderungen entstehen. Hauptrisiken dürften ja so Sachen wie z.B. Alter der Eltern (je älter, desto höher das Risiko), bestimmte Krankheiten, die man hat usw. sein. Das läuft dann unter Risikoschwangerschaft.
Das einzige, was man meines Erachtens vorher ausrechnen kann, ist die Veranlagung für bestimmte Erbkrankheiten und ich meine auch Krebs. Das bedeutet aber nicht, dass das Kind sie tatsächlich auch irgendwann bekäme.
Ansonsten bleiben ja nur Tests, die der Frauenarzt bei einer bestehenden Schwangerschaft machen kann wie z.B. die Nackenspaltenmessung. Eine Behinderung des Kindes kann man dann manchmal schon früh feststellen (muss aber nicht) und wenn das rechtzeitig geschieht hat man die Möglichkeit, zu entscheiden, ob man die Schwangerschaft austrägt oder nicht. Ein gewisses Risiko für Behinderung birgt eine Schwangerschaft eben immer.
Siri
Beiträge: 587
Registriert: 06 Feb 2016, 19:25
Re: Angst vor Behinderung

Beitrag von Siri »

Meiner Meinung nach ist es normal wenn die Frau in solchem Alter solche Gedanken macht. Bei meinem 2.Kind habe ich den Nackenfaltenmessung machen lassen, weil ich fast 40 Jahre alt schon war. Mein Arzt hat mir wegen meinem Alter vorgeschlagen, eine Fruchtwasseruntersuchung machen zu lasse. Die Werte waren vollkommen unauffällig, wir haben dann noch die Feindiagnostik machen lassen. Meine Tochter habe also mit 41 zur Welt gebracht und sie ist gesund und munter. Bei meinem 3. Kind wurde ich mit 43 schwanger, was ungeplant war. Damals hatte ich schon einen neuen FA und als ich zu ihm mit meiner Schwangerschaft kam, fragte er mich ob ich überhaupt das Kind bekommen würde. Als ich das bejahte, ging er mir mit einer FWU auf die Nerven. Wohlgemerkt war ich zu dem Zeitpunkt in der 8.SSW. Selbst die Schwester beim Blutabnehmen bemerkte, wie schwer ein Kind mit Trisomie betroffen sein könnte.
Ich habe den Arzt gewechselt, mich gegen eine NF entschieden, denn alles was mit meinem Blut zu tun hat, würde auf Grund des Alters zu einem auffälligen Ergebnis kommen. Wir haben uns auch gegen eine FWU entschieden. Feindiagnostik haben wir dann machen lassen. Also mein Nummer 3 habe ich mit 44 entbunden und der war gesund und munter. Wir wussten immer, dass es keine Garantiescheine für gesunde Kinder gibt, egal in welchem Alter. Wir werden sehen, was uns das Leben so bringt.

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