Angst vor künstlicher Befruchtung

Re: Angst vor künstlicher Befruchtung

Postby Ruth on 17 Mar 2016, 21:11

Bei uns liegt das Problem bis jetzt bei mir. Zu viele Androgene, daher kein Eisprung. Bei Stimmulation mit Spritzen massive Überstimmulation. Uns hat man daher auch vorgeschlagen zu heiraten, und eine IVF zu machen. Ich hoffe natürlich, daß bei meinem Mann (ab März) alles in Ordnung ist. Die Art und Weise der Follikelentnahme ist aber bei IVF und ICSI gleich. Ich habe z.B. eine gute Freundin, die schon mehrere IVF hinter sich hat, und jetzt dabei ist ihre erste ICSI zu machen. Sie hat mir gesagt, daß es jedes mal anders sein kann. Beim einen mal hat man leichte Scherzen (ziehen, ähnlich wie wenn die Mens. bevorsteht), beim nächsten mal merkt man gar nichts. Also mach Dich nicht verrückt! Man kann vorher nie wissen wie es wird, in manchen Praxen macht man auch nur eine lokale Betäubung, frag doch mal bei Deinem behandelten Arzt nach. Nichts desto Trotz, ich denke, wenn man wirklich unbedingt ein Baby will, nimmt man diese Strapazen auf sich, denn im Vergleich zur dann bevorstehenden Geburt, ist ein bisschen ziehen im Bauch wahrscheinlich noch das Wenigste.
Ich drücke die Daumen! Schreib doch mal, wann Ihr es in Angriff nehmen wollt, und wo.
Viele liebe Grüße
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Re: Angst vor künstlicher Befruchtung

Postby Siri on 17 Mar 2016, 21:27

Ich hatte bei meinen ersten Versuchen auch am meisten Angst vor der Narkose und den Schmerzen danach! Muss aber jetzt wirklich sagen, dass das wirklich das geringste Übel ist! Das ist gar nicht tragisch. Ich hatte eigentlich nie Schmerzen. Auch nicht beim Transfer, wenn die Eizellen wieder in die Gebärmutter kommen. Manche haben da anscheinend auch Schmerzen. Aber ich hatte keine Schmerzen und auch keine Blutungen. Für mich war nur das Schlimmste die Spritzen. Aber selbst die gehen mit der Zeit ganz locker! Da kann ich den anderen nur zustimmen. Die ersten dauerten ziemlich lange, bis sie drinnen waren. Habe mich zu Tode geschwitzt)) Aber glaube mir, wenn man mal das Endprodukt in Händen hält, wie ich mit meiner 1 jährigen Tochter, dann ist alles vergessen. Und jetzt starten wir für Baby Nr. 2. Wir haben allerdings noch 2 eingefrorene Eizellen, die ja indirekt von meiner Tochter die Zwillinge sind, oder? Sie sind zumindest am selben Tag entnommen worden, wie die Eizelle, aus der meine Tochter entstanden ist. Ist irgendwie komisch.
Aber hauptsache, wir kommen unserem Wunsch nach einen Baby nahe! Ich wünsche Dir alles alles Gute und Gott sei Dank müssen wir Frauen alles auf uns nehmen, sonst gäbe es bestimmt viel weniger künstliche Befruchtungen ;)
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Re: Angst vor künstlicher Befruchtung

Postby tilda on 17 Mar 2016, 21:31

Also das war bei uns auch so. Als wir wussten, dass das Spermiogramm zu schlecht ist, waren wir am Boden zerstört. Künstliche Befruchtung? Wie schrecklich, dachte ich. Hatten dann 3 Inseminationen (Einbringen des Spermiums in die Gebärmutter nach Auslösen des Eisprungs), alles negativ. Also doch eine "richtige" künstl. Befruchtung. Erster Versuch mit Eizellentnahme (14 Stück) leider negativ. Hatte dann Gott sei Dank Eizellen eingefroren. 1. Versuch mit 2 Eisbären, leider auch negativ. Aber siehe da, 2. Versuch positiv. Ein Eisbärchen war wohl recht stark. Bin jetzt in der 20. SSW. Überglücklich. Die Wahrscheinlichkeit liegt halt nur bei 20-30% pro Versuch. Also lieg ich gut im Schnitt. Kommt halt drauf an, an was es bei euch liegt. An dir oder deinem Mann? Eigentlich war ich einfach nur froh, dass es so eine Möglichkeit überhaupt gibt. Vor 20 Jahren hätten wir ganz schön in die Röhre geschaut. Also, Kopf hoch. Es kann klappen….
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Re: Angst vor künstlicher Befruchtung

Postby yourAngel on 17 Mar 2016, 21:50

Mir geht es ähnlich wie dir. Ich komme auch nicht umhin, in letzter Zeit an künstliche Befruchtung zu denken. Wir haben zwar die Diagnose, dass wir im April ein neues Spermiogramm machen lassen müssen, aber da mein Partner das OAT Syndrom hat, stehen die Chancen natürlich schwanger zu werden eher nicht so gut. Wir üben seit 10 Monaten. Ich wünsche mir so sehr ein Baby und mein Schatz auch. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das sein soll. Ich habe die künstliche Befruchtung ja schon im TV gesehen und fand das schrecklich. Vor allem wie die Frau breitbeinig vor dem Arzt lag und ihr Mann daneben stand. Ich finde das irgendwie so entwürdigend für die Frau. Und ich kann ja in unserem Fall nicht mal was dafür. Mein Schatz natürlich auch nicht, er kann ja nicht dafür, dass bei seinen Spermien was nicht stimmt. Aber bei der künstl. Befruchtung muss die Frau schon das Meiste auf sich nehmen. Ich würde es wahrscheinlich trotz allem machen, aber ich frage mich wie das mit einem Vollzeitjob überhaupt machbar sein soll. Man sollte schon froh sein, dass es heutzutage die Möglichkeit überhaupt gibt.
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Re: Angst vor künstlicher Befruchtung

Postby naDin on 09 Sep 2017, 00:34

Es freut mich, dass es dir Schritt für Schritt besser geht)) Euer Umgang mit dem Thema finde ich auch sehr gut. Bei uns wissen es auch recht viele. Wir gehen aber damit auch nicht hausieren. Es ist auch in unseren Augen keine Schande und über ein gebrochenes Bein unterhält man sich ja auch. Wenn ihr bisher "nur" beim Urologen und deiner FÄ wart, dann solltet ihr überlegen in eine Fachklinik zu wechseln. Dort sitzen Spezialisten, die sich alles ganz genau ansehen.
Lasst euch nicht unterkriegen. Vor allem nicht von einem Arzt, der meint er wäre der Gott in weiß und muss seine Patienten dumm lassen. Wünsche Ihnen für eure Hochzeit alles Gute!! So ein freudiges Ereignis in naher Zukunft ist doch besonders schön. Lasst es euch da gut gehen!
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Re: Angst vor künstlicher Befruchtung

Postby paprik_a on 08 Oct 2017, 18:09

Für meinen Mann und mich kam die Diagnose auch sehr überraschend. Wir waren einen paar Monate am Üben und dann haben wir uns weiter untersuchen lassen. Muss ja sagen, dass ich mich nicht groß mit dem Thema auseinander gesetzt habe. Wir haben schnell in der KiWu einen Termin gekriegt und uns beraten lassen und dann ging es gleich los mit Bauchspiegelung und dem Spritzen. Für mich war es auch nicht schlimm. Nur die Männer haben damit mehr zu kämpfen, weil sie die "Verursacher" sind und nichts machen können. Aber es schweißt einen als Paar zusammen! Und man sollte vorher sich eine Alternative überlegen, was man machen möchte, wenn es so nicht klappt. Setz dich mit deinem Partner zusammen und besprecht das in Ruhe. Nur nicht reinsteigern, dass macht es schlimmer und auch nicht zu viele Gedanken machen. Ich weiß, es ist einfacher als gesagt, aber deswegen war ich am Anfang nicht oft im Internet unterwegs, weil ich mich nicht "verrückt" machen wollte. Also hier im Forum lesen, aber nicht zuviel auf andere Seiten.
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