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Re: nur ein Eileiter

PostPosted: 13 Jan 2018, 23:24
by omega
Meine EL waren beide dicht, bzw. sehr schwer durchgängig. Nachdem mir dann nach einer geplatzten ELSS auch noch ein Eileiter entfernt werden musste, haben wir uns letztes Jahr für eine IVF entschieden. Beim 2. Versuch hat es geklappt und nun warten wir auf die Geburt unseres Kleinen! Unser KiWu Arzt hat uns damals auch auf die Gefahr eines möglichen Einnistungsproblem durch evtl. vorhandene Flüssigkeit in dem noch vorhandenen EL aufgeklärt, hat aber auch darauf hingewiesen, dass eine Entfernung gut überlegt sein sollte und der psychische Effekt eines solchen Eingriffs nicht zu unterschätzen ist. Ich muss persönlich sagen, dass ich am Verlust des einen EL schon ganz schön zu beissen hatte - obwohl der ja auch "unbrauchbar" war.
Mir wurde die Entscheidung dann aufgrund der eingetretenen SS abgenommen, ich kann aber nicht sagen, wie ich mich sonst entschieden hätte und kann mehr als gut verstehen, dass Du nichts unversucht lassen möchtest. Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles, alles Gute und eine ganz zeitnahe Erfüllung eures grossen Wunsches!

Re: nur ein Eileiter

PostPosted: 06 Feb 2018, 01:07
by Maria Waldfogel
Hallo,
nur nicht verzweifeln. Freu Dich, dass Euch gegebenenfalls geholfen werden kann, wenn Ihr das wollt. Wir haben 4 Jahre auf Nachwuchs gehofft und haben im April erfahren, dass wir vermutlich nur mit einer IVF eine realistische Chance haben. Tatsächlich könnte es auch so klappen, aber die Gefahr, dass wir einfach weitere Jahre verstreichen lassen und hoffen und hoffen und hoffen und dabei älter werden und dann die Chancen einer künstlichen Befruchtung auch sinken, waren uns doch zu groß. 4 Jahre sind schon eine lange Zeit.
Im Juni ging es jetzt bei uns los und es hat tatsächlich geklappt...Ich muss echt sagen, dass ich mich erst mit dem Gedanken sehr schwer getan habe und mich jetzt aber ohne Ende freue. Ich wollte einfach in 10 Jahren nicht das Gefühl haben, dass wir nicht alles versucht haben, selbst wenn es dann nicht hätte klappen sollen...Dir ganz viel bei der Entscheidungsfindung. Wir haben uns auch erst mal gesagt, dass wir warten und erst als wir kaum mehr Hoffnungen hatten, sind wir den nächsten Schritt gegangen. LG und vielleicht klappt es jetzt nach der BS auch so.

Re: nur ein Eileiter

PostPosted: 10 Feb 2018, 17:31
by Lisa_vogt
Meine große Angst war auch die Narkose, denn Schmerzen sind nicht so das Problem. Dazu war es auch noch die erste Vollnarkose in meinem Leben. Ich bin gestern in der Kiwu Klinik gegangen und habe dann ein paar Stunden später eine Tablette zur Beruhigung bekommen (die bekommt man immer), komisch war allerdings, dass ich in der Klinik eigentlich überhaupt keine Angst mehr hatte. Danach ging es zum OP, dort haben sie mir dann einen Zugang für die Narkose gelegt und dann habe ich über eine Maske Sauerstoff bekommen und auch die Narkose gespritzt bekommen...danach war es dunkel. Als ich wieder aufgewacht bin, ging es mir sehr gut...hätte ich nicht erwartet aber es war Gott sei Dank so, ca. 2 Stunden habe ich dann noch unter Beobachtung geschlafen und bin dann wieder aufs Zimmer gekommen, wo ich dann endlich was trinken durfte.
Dort habe ich dann noch ca. 1 1/2 Stunden gelegen und bin etwas gelaufen und dann durfte mich mein Mann auch schon abholen. Wir sind dann noch gemeinsam zur Auswertung gegangen, wo sie uns dann alles gezeigt und gesagt haben, was sie gesehen und gemacht haben. Also bei mir konnten die Eileiter nicht mehr geöffnet werden, aber im Vorgespräch hat man mir gesagt, dass wenn es Sinn macht, dann öffnen sie diese auch wieder (war halt bei mir nicht der fall).
Die BS hat vielleicht ca. 20 min gedauert. Mir ging es gut danach, nur das Gas, was sie dir in den Bauch machen, geht nicht alles gleich wieder raus und man fühlt sich noch ein wenig aufgeblasen aber nicht schlimm, ist wie ein Völlegefühl, die 2 kleinen Einstiche sind nicht der Rede wert.

Re: nur ein Eileiter

PostPosted: 26 Feb 2018, 01:43
by Louisa1998
Ich habe im Moment dasselbe Problem! Ich und mein Partner versuchen schon seit 3 Jahren schwanger zu werden, leider ohne Erfolg. Ich war deshalb auch bei meinem FA, der konnte jedoch nichts feststellen. Vor ca. 2 Monaten kamen dann gravierende Beschwerden hinzu. Starke Blutungen außerhalb der Periode, starke, wehenartige Krämpfe, Schwächeanfälle, etc. Bin dann in die Notaufnahme ins Krankenhaus gefahren. Dort konnten die Ärzte einige große Zysten, großflächige Entzündungen im kompletten Bauchbereich und freies Wasser im Bauch, so wie einen mit Eiter gefüllten Eileiter erkennen. Ein Eileiter muss nun entfernt werden. Als ich das hörte, ist für mich erstmal eine Welt zusammen gebrochen. Die erste Frage, die ich gestellt habe war natürlich, ob ich noch Kinder bekommen kann. Meine Ärztin meinte, prinzipiell sei es möglich, aber selbst, wenn es nicht klappen sollte, wird eine künstliche Befruchtung von der Krankenkasse bezahlt. Ich hoffe ich konnte weiter helfen

Re: nur ein Eileiter

PostPosted: 04 Mar 2018, 20:26
by Louisa1998
Ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten, dass bei mir eine Einnistung erst erfolgte als beide EL entfernt waren. Man hat bei einer BS festgestellt, dass der rechte EL zu ist und daher entfernt. Der linke EL war offen und blieb drin. Trotz guter Voraussetzungen (gute Eizellqualität, stets Blastotransfer etc.) kam es nie zu einer Einnistung, also 4x2 Blastos in sehr guter Qualität. Alles andere wurde auch durchgecheckt. Keine handfesten weiteren Baustellen. Allerdings hatte man bei Versuch 2 oder 3 hin und wieder Flüssigkeit auf dem US gesehen. Man konnte nicht erkennen, ob diese am oder im EL war. Hatte dann nach 3 Versuchen ein MRT und auch dort sah man Flüssigkeit (diesmal klar im EL) Da ich von unserer KiWu-Kllinik auch immer darauf hingewiesen worden war, dass die Flüssigkeit embryotoxisch sein könnte und daher evtl. eine Einnistung ausbleibt, habe ich mich nach vier Versuchen schweren Herzens zur Entfernung des linkes EL entschlossen. Ich hatte zwar auch arge Bedenken, mir aber gesagt, wenn die letzten sechs Jahre keine ss mit den linken EL eingetreten ist, dann wird es wohl auch die nächsten Jahre nix. Und wenn dann dieser -sehr wahrscheinlich nicht intakte - EL vielleicht sogar der Grund dafür ist, dass bislang keine ss eingetreten ist, dann soll er raus. Nachdem der EL raus war, bin ich im ersten Kryo-Versuch ss geworden (leider keine intakte ss aber zumindest eine Einnistung). Beim nächsten Frischversuch hat es dann geklappt! Es kam also nach Entfernung direkt zweimal hintereinander zu einer Einnistung. Ich persönlich halte das für keinen Zufall. Ich muss jedoch dazu sagen, dass ich seit dem Kryo-Versuch auch Prednisolon genommen habe. Dies wurde empfohlen um die Einnistungschanchen zu steigern. Ich kann daher nur raten, die Chancen mit EL und ohne EL gut abzuwägen. Ich selbst habe vier Frischversuche dafür gebraucht. Wünsche dir alles Gute!

Re: nur ein Eileiter

PostPosted: 17 Mar 2018, 00:06
by Louisa1998
Also meine Angst war auch die Narkose, denn Schmerzen sind nicht so das Problem. Dazu war es auch noch die erste Vollnarkose in meinem Leben.
Ich bin gestern in die Kiwu Klinik gegangen und habe dann ein paar Stunden später eine Tablette zur Beruhigung bekommen (die bekommt man immer), komisch war allerdings, dass ich in der Klinik eigentlich überhaupt keine Angst mehr hatte. Danach ging es zum OP, dort haben sie mir dann einen Zugang für die Narkose gelegt und dann habe ich über eine Maske Sauerstoff bekommen und auch die Narkose gespritzt bekommen...danach war es dunkel. Als ich wieder aufgewacht bin, ging es mir sehr gut...hätte ich nicht erwartet aber es war Gott sei Dank so, ca. 2 Stunden habe ich dann noch unter Beobachtung geschlafen und bin dann wieder aufs Zimmer gekommen, wo ich dann endlich was trinken durfte (hatte seid dem Vortag 22 Uhr nichts mehr trinken dürfen).
Dort habe ich dann noch ca. 1 1/2 Stunden gelegen und bin etwas gelaufen und dann durfte mich mein Mann auch schon abholen. Wir sind dann noch gemeinsam zur Auswertung gegangen, wo sie uns dann alles gezeigt und gesagt haben, was sie gesehen und gemacht haben. Also bei mir konnten die Eileiter nicht mehr geöffnet werden, aber im Vorgespräch hat man mir gesagt, dass wenn es Sinn macht, dann öffnen sie diese auch wieder (war halt bei mir nicht der fall).
Die BS hat vielleicht ca. 20 min gedauert. Mir ging es gut danach, nur das Gas, was sie dir in den Bauch machen, geht nicht alles gleich wieder raus und man fühlt sich noch ein wenig aufgeblasen aber nicht schlimm, ist wie ein Völlegefühl, die 2 kleinen Einstiche sind nicht der Rede wert.

Re: nur ein Eileiter

PostPosted: 25 Mar 2018, 18:27
by eva2Abel
Nur nicht verzweifeln. Freu Dich, dass Euch gegebenenfalls geholfen werden kann, wenn Ihr das wollt. Wir haben 4 Jahre auf Nachwuchs gehofft und haben im April erfahren, dass wir vermutlich nur mit einer IVF eine realistische Chance haben. Tatsächlich könnte es auch so klappen, aber die Gefahr, dass wir einfach weitere Jahre verstreichen lassen und hoffen und hoffen und hoffen und dabei älter werden und dann die Chancen einer künstlichen Befruchtung auch sinken, waren uns doch zu groß. 4 Jahre sind schon eine lange Zeit. Im Juni ging es jetzt bei uns los und es hat tatsächlich geklappt...Ich muss echt sagen, dass ich mich erst mit dem Gedanken sehr schwer getan habe und mich jetzt aber ohne Ende freue. Ich wollte einfach in 10 Jahren nicht das Gefühl haben, dass wir nicht alles versucht haben, selbst wenn es dann nicht hätte klappen sollen...
Dir ganz viel bei der Entscheidungsfindung. Wir haben uns auch erst mal gesagt, dass wir warten und erst als wir kaum mehr Hoffnungen hatten, sind wir den nächsten Schritt gegangen. LG und vielleicht klappt es jetzt nach der BS auch so

Re: nur ein Eileiter

PostPosted: 27 Mar 2018, 02:46
by yourAngel
Ob Flüssigkeit da ist, kann man mit einem guten Ultraschallgerät sehen. Ich hatte etwas Flüssigkeit im Eileiter und der Doc wies mich darauf hin, dass dies die Einnistung verhindern kann. Angeblich seien meine Chancen durch ICSI so schwanger zu werden bei 5%. Ich sollte erst meinen Eileiter durchtrennen bzw. entfernen lassen, damit sich die Flüssigkeit nicht bilden kann. Dann hätte ich die normalen ICSI-Chancen. Ich war damals total unsicher. Ist ja schon ein drastischer Eingriff, der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Ich hatte mir damals noch eine zweite Meinung eingeholt. Ich erzählte von meinen Bedenken und der Arzt meinte, ich sollte es einmal so versuchen und wenn es nicht klappen sollte, dann kann ich sie immer noch entfernen lassen. Das war genau die richtige Entscheidung! Ich bin trotz der vorausgesagten 5% mit Zwillingen schwanger geworden... ja sicherlich viel Glück. Ich kenne aber noch einen ähnlichen Fall. Daher mein Rat... lass einen US machen, wenn keine große Flüssigkeitsansammlung zu sehen ist, mach die IVF.
Und zur Endo: kenn mich nicht so aus... aber ich dachte, dass wird bei einer BS automatisch festgestellt, wenn welche im Eileiter zu sehen gewesen wäre. Bei mir stand das nie im Raum, im BS-OP-Bericht wurde aber auch nicht auf die Ursachen der Verklebung eingegangen. Ich bin immer davon ausgegangen, dass ich keine Endo hab.