Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby naDin on 17 Jul 2016, 13:15

Das ist ja schrecklich(( Nein, ich kann mich nicht erinnern, dass ich sowas mal gehört habe. Eine ELSS nach künstlicher Befruchtung kommt immer mal wieder vor, aber 2x den gleichen blöden Zufall. Das ist unfair. Möglicherweise muss man da auch an den Eileiteröffnungen zumachen, aber das ist Zukunftsmusik - jetzt erst mal diese Schwangerschaft abschließen und den Kopf wieder freikriegen. Denn schwanger werden kannst du offensichtlich, aber wandern sollte das Kind freilich nicht. Vielleicht ein Fall für Embryoglue (ich hätte nie gedacht, dass diese 5 Worte mal aus meinen Fingern hervorgebracht werden können, da ich Embryoglue sonst unnütz wie sonstwas halte, aber in diesem Fall)?
naDin
 
Posts: 232
Joined: 14 Jun 2016, 18:25

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby Fuchs on 17 Jul 2016, 13:22

Vielen Dank für eure aufmundernden Antworten. Ich bin immer noch ziemlich neben der Spur, aber die Hoffnung, dass es irgendwann klappt, stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ich hoffe jetzt nur nicht, dass ich trotz MTX noch zur OP muss. Es zwickt zwischenzeitlich nämlich immer mal wieder auf der Seite. Aber mehr so auf Rippenhöhe und mehr Richtung Rücken. Da macht man sich ja gleich Gedanken…
Ich werde meine KIWU auf jeden Fall mal auf die genannten Sachen ansprechen. Hab den Transfer immer bei PU+4 gehabt, da sind sie ja eigentlich schon relativ groß, aber vielleicht muss man halt noch einen Tag länger warten. Da ich bei beiden ICSI´s immer relativ viele Eizellen hatte, wäre das also möglich. Haben jetzt auch noch 12 eingefroren, was mir auch ein bisschen Hoffnung gibt. Wobei man Kryo´s glaub ich früher zurückgibt?
Nach dem Transfer wurde auch ein Ultraschall gemacht und da wurden beide Krümel in der Gebärmutter gesehen. Also müssen sie wirklich danach noch gewandert sein :-( Das mit der bewussten Eileiterentfernung hat mir meine Ärztin auch schon gesagt, aber dann gibt es ja wirklich gar keine Möglichkeit mehr auf natürlichem Wege schwanger zu werden. Okay, die Chance ist bei uns ohnehin sehr sehr gering, aber sie ist da. Aber klar, mann muss darüber auf jeden Fall nachdenken((
Fuchs
 
Posts: 200
Joined: 16 Jun 2016, 19:29

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby omega on 17 Jul 2016, 13:28

Ich hatte eine ICSI und dann wurde eine Bauchhöhlenschwangerschaft festgestellt. Wurde dann sofort operiert. Meine Docs im KH haben gesagt, dass sie das noch nie hatten! Bei natürlicher Konzeption bleibt halt dann das Ei irgendwo im Eileiter hängen (auf dem Weg in die GM), da kann ne ELSS schon mal passieren. Aber bei einer IVF, wo das Ei ja schon ist wo es hingehört, ist es sehr selten. Es wandert dann gegen die Richtung, die der Eileiter vorgibt. Natürliche Konzeption: 1-2 pro 100 Schwangerschaften, IVF deutlich weniger. Aber eine Wahrscheinlichkeit kann ich dir net sagen.
Schönen Tag
omega
 
Posts: 246
Joined: 14 Mar 2016, 16:19

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby paprik_a on 17 Jul 2016, 13:30

Ich hatte das gleiche Problem und 3 mal ELSS… Jetzt bin ich nach der 2.IVF ganz nromal schwanger und alles sitzt da wo es hin ehört... Das Risiko einer ELSS besteht zwar auch bei einer IVF ist aber wesentlich geringer. Wenn man bereits ELSS hatte steigt das Risiko ja auch bei jeder SS, weil der EL ja schon vorgeschädigt ist. Ich hatte Blasto TF und mir wurde gesagt das Risiko einer ELSS ist dabei weitaus geringer, weil die EZ einfach schon recht groß ist und nicht mehr in den EL zurückwandern kann. Ausgeschlossen ist es wohl auch damit nicht, aber mich hat es ungemein beruhig..
paprik_a
 
Posts: 218
Joined: 20 Jan 2016, 11:14

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby Pika4u on 17 Jul 2016, 13:34

Hallo
Habe leider auch solche Erfahrung. Nachdem meine 2 . ICSI mit starken Blutungen vorbei war, erholte ich mich relativ schnell vom Negativ und guckte wieder nach vorne. 4 Wochen nach der ICSI wollte ich nochmal mit dem Arzt reden, um abzuklären, wie es weiter geht...nebenbei erzählte ich ihm, dass die Blutungen immer wieder kämen und noch nicht verschwunden wäreun. Und dann ging alles ganz schnell: Schnelltest zeigt positiv (6.SSW)...Einweisung ins Krankenhaus...1 Tag Überwachung, HCG Wert verdoppelte sich brav, aber keine Fruchthöhle in der Gebärmutter sichtbar, dann Not OP mit Entfernung des rechten Eileiters und Ausschabung. Ich muss keinem von euch erzählen, wie es mir jetzt gerade geht. Auf jeden Fall dachte ich immer, dass mein einziges Ziel ist, einen positiven SS Test zu erhalten, nun wurde ich eines besseren belehrt. Ich wollte euch unbedingt warnen: auch eine starke Blutung kann dennoch eine SS bedeuten! Wenn ich Glück gehabt hätte, wäre ich jetzt glücklich schwanger, stattdessen hat sich der kleine Embryo einfach nur den falschen Platz in meinem Körper ausgesucht: ich hätte nie gedacht, dass ich die 30% schaffe, schwanger zu werden, nun habe ich die 3% geschafft (ELSS). Also, vergesst bitte die Statistik...es kann alles und nichts passieren. Man braucht einfach nur Glück.
Pika4u
 
Posts: 299
Joined: 04 Jan 2016, 16:13

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby yourAngel on 17 Jul 2016, 13:36

Ich hatte die letzte Woche meine 6. ICSI, muss noch bis zum SS-Test warten. Kann man überhaupt eine Eileiterschwangerschaft kriegen, wenn man einen Transfer hat? Geht das Ei soweit na oben? Hab so was noch nie gehört. Würde auch eher sagen, dass du eine leichte Überstimulation hast, wenn die Eierstöcke sehr dick sind drückt das extrem. Ich an deiner Stelle würde viel trinken und wenn es nicht besser wird, schnell zum Arzt.
Drücke dir die Daumen!
yourAngel
 
Posts: 331
Joined: 04 Jan 2016, 16:14

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby Windchen210 on 17 Jul 2016, 13:44

Das kann passieren, dass das Ei nach dem Tarnsfer in den Eileiter wandert und sich da einnistet. Ich hatte einen Tag nach dem Tarnsfer eine leichte Überstimulation Grad 1-2 bekommen, hatte ein paar Tage einen dicken Bauch, aber sonst keine Beschwerden und dann war der Bauch fast weg und ich bekamm diese Schmerzen, seit heute ist der Bauch wieder wie im 9 Monat und dazu noch dieser Bewegundsschmerz. Ich trinke ca 3,5 l am tag.
Na, ja, am Dienstag habe ich Bluttest, dann komm auch die Erkenntnis.
Windchen210
 
Posts: 239
Joined: 21 Apr 2016, 21:35

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby trixis on 17 Jul 2016, 13:54

Ich bin auch am Ende. Nach 1. KIWU-Behandlung wurde ich nach 1.ICSI tatsächlich schwanger! Die Freude war riensengroß! 2 Wochen nach dem positiven Bluttest fingen die sorgen an, Schmierblutungen, dann mal eine kurze Zwischenblutung. Wir ins KH, Entwarnung, alles in Ordnung, könnte von der Hormonumstellung kommen, laut Ärzte, beobachten, aber kein Grund zur Panik. Dann fing es aber an, daß die Ärzte beim US nichts vom Kind sehen konnten, und da ich bereits in der 5.Woche war, hätte man eine Fruchthülle sehen müssen. Dann wurde er HCG Wert überprüft, der Wert war zwar angestiegen, aber viel zu wenig. Dann äußerte ein Arzt den Verdacht, es könnte sich um eine SS außerhalb der Gebärmutterhöhle handeln, das war Dienstag morgen. Nachmittags bekam ich sehr starke Schmerzen, ab ins KH. Dort stellte man fest, daß ich bereits viel Blut im Bauchraum hatte, es wurde eine Notop eingeleitet, da ich sonst verblutet wäre. Es stellte sich heraus, daß es sich um eine Eileiter-SS handelte, der Eileiter war kurz vorm Platzen. Jetzt gibt es unser Kind nicht mehr. Wir sind so unendlich traurig und wissen nicht, wie es weitergehen soll…
trixis
 
Posts: 203
Joined: 18 Apr 2016, 20:57

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby tilda on 17 Jul 2016, 14:08

Leider weiß ich, wie schlecht es dir geht. Wir haben zwei Kinder verloren. Bei unserem ersten Sohn musste ich warten, bis er von alleine abgegangen ist. Es war grausam Tage lang mit unserem gestorbenen Sohn herumlaufen zu müssen. Als die Blutung nach 3 Tagen einsetzte, bin ich heulend zusammen gebrochen. Später haben wir erfahren, dass von unserem Kind das Herzchen einfach aufgehört hat zu schlagen. Wir konnten es nicht fassen. Mein Mann saß stumm vor dem US-Bildschirm, wären ich heulend stand und nicht klar denken konnte. Mein FA stellte uns die Frage, wann wir zur Ausschabung gehen wollten... sofort oder doch noch ein Tag warten und erneutes US und dann Ausschabung. Wir waren völlig überfordert und konnten keine Entscheidung treffen. Wir haben meine Schwiegermutter angerufen und sie hat die Entscheidung für uns getroffen. Sie schickte uns gleich ins KH. Allerdings konnte Ausschabung auch erst 3 Tage später stattfinden, weil ich Blutverdünnend Mittel genommen hatte. Die Ausschabung war die Hölle für mich bzw uns. Ich bekam ein wehenförderndes Scheidenzäpfchen und lag 5 Stunden in Wehen. Als die Blutung anfing, war es wie ein Stich ins Herzen. Ich wusste, dass unser Sohn nun geboren würde... ich ihn aber nie sehen werden. Geschweige ihn mit nach Hause nehmen dürften.
Teils denke ich, dass ich mit der Trauer, Wut und Verzweiflung umgehen kann... doch dann gibt es wieder Augenblicke, wo es mir einfach nur schlecht geht. Ich vermisse die beiden kleinen.
Ich hoffe, dass ihr einen Weg findet mit euer Trauer umzugehen.
tilda
 
Posts: 310
Joined: 25 Feb 2016, 21:18

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby sofi_e on 17 Jul 2016, 14:11

Bei uns war zwar keine ICSI nötig, aber eine künstliche Befruchtung wars trotzdem, da meine Eizellen nicht die benötigte Reife erreichen können.
Ein Tag vor dem Bluttest bekam ich starke Blutungen und ich hatte mich schon mit dem Gedanken abgefunden, dass es eben nicht beim ersten mal geklappt hat. Versuchte mich auch mental auf die nächste Spritzerei-Periode einzustellen. Zu meinem Erstaunen war der Bluttest positiv, aber HCG-Wert gerade mal 34! Zwei Tage später wurde der Test deshalb wiederholt (Die Blutungen hatten aufgehört). Diesmal ein Wert von 64. Da meine Ärztin auf Nummer sicher gehen wollte, erneuter Bluttest nach weiteren zwei Tagen. HCG bei 143 und ich wurde beglückwünscht. Wir haben uns tierisch gefreut.
Zwei Wochen nach dem ersten Bluttest, am PK+29, hatten wir unseren ersten US-Termin. Aber früh am morgen bin ich mit starken Krämpfen auf der rechten Seite wach geworden. Übelkeit, Schwindel und dann ein paar Tropfen Blut, keine normale Regelblutung sondern so, wenn man sich in den Finger schneidet, einfach nur reines Blut. Zurück ins Bett fing ich erst an den Oberschenkeln unkontrolliert an zu zittern und das breitete sich für eine kurze Zeit über den ganzen Körper. Kurz darauf war alles weg, bis auf ein kleines Ziehen auf der rechten Seite.
Am Nachmittag haben wir dann ganz normal unseren US-Termin wahrgenommen. Da stellte aber meine Ärztin leider die ELSS fest, rechte Seite. Alles ging so schnell, dass wir es kaum realisieren konnten. Am Abend wurde die Not-OP durchgeführt und mir wurde der EL mit entfernt, mit der Begründung, dass sonst das Risiko einer erneuten ELSS viel zu hoch wäre. Nun ja, da ich eh nur mit Hilfe schwanger werden kann, war das dann nicht mehr so tragisch.
Am darauffolgenden Tag wurde ich bereits nach Hause entlassen. Meine Ärztin meinte, in dieser Tragödie gibt es wenigstens etwas Positives, es ist zumindest erwiesen, dass ich schwanger werden kann! Meine Eizellen und die Spermien meines Mannes wären wohl von guter Qualität.
Natürlich habe ich Angst, dass beim nächsten Versuch eine erneute ELSS eintritt, zumal das Risiko ja grundsätzlich erhöht sein soll, auf bis zu 15 Prozent!
Ich hoffe, dir geht es gut und du bist jetzt glücklich und es würde mich sehr freuen, von dir zu hören.
sofi_e
 
Posts: 195
Joined: 03 Jul 2016, 13:39

PreviousNext

Return to IVF und ICSI



cron