Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby Engeline on 16 Feb 2018, 22:55

Ich weiß, wie schlecht es dir geht. Wir haben zwei Kinder verloren. Bei unserem ersten Sohn musste ich warten, bis er von alleine abgegangen ist. Es war grausam Tage lang mit unserem gestorbenen Sohn herumlaufen zu müssen. Als die Blutung nach 3 Tagen einsetzte, bin ich heulend zusammen gebrochen. Später haben wir erfahren, dass von unserem Kind das Herzchen einfach aufgehört hat zu schlagen. Wir konnten es nicht fassen. Mein Mann saß stumm vor dem US-Bildschirm, wären ich heulend stand und nicht klar denken konnte. Mein FA stellte uns die Frage, wann wir zur Ausschabung gehen wollten... sofort oder doch noch ein Tag warten und erneutes US und dann Ausschabung. Wir waren völlig überfordert und konnten keine Entscheidung treffen. Wir haben meine Schwiegermutter angerufen und sie hat die Entscheidung für uns getroffen. Sie schickte uns gleich ins KH. Allerdings konnte Ausschabung auch erst 3 Tage später stattfinden, weil ich Blutverdünnend Mittel genommen hatte. Die Ausschabung war die Hölle für mich bzw uns. Ich bekam ein wehenförderndes Scheidenzäpfchen und lag 5 Stunden in Wehen. Als die Blutung anfing, war es wie ein Stich ins Herzen. Ich wusste, dass unser Sohn nun geboren würde... ich ihn aber nie sehen werden. Geschweige ihn mit nach Hause nehmen dürften.
Teils denke ich, dass ich mit der Trauer, Wut und Verzweiflung umgehen kann... doch dann gibt es wieder Augenblicke, wo es mir einfach nur schlecht geht. Ich vermisse die beiden kleinen.
Ich hoffe, dass ihr einen Weg findet mit euer Trauer umzugehen.
Engeline
 
Posts: 807
Joined: 04 Jan 2016, 16:07

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby paprik_a on 18 Feb 2018, 01:59

Ich hatte eine ICSI mit Blastotransfer diesen Monat. 14 Tage nach PU war der HCG Wert bei 26. 3 Tage später bei 60. Progesteron stieg auch an. Wieder 3 Tage später bei 280. Niedrige Werte, ich weiß. Beim Ultraschall 3 Wochen nach PU war nichts zu sehen. Arzt vermutet Eileiterschwangerschaft, konnte aber auch keinerlei Anzeichen dahingehend entdecken.
Er sagt, die Chance auf eine intakte Schwangerschaft aber sehe er bei unter 1 Prozent. Ich habe Utrogest also vor 3 Tagen abgesetzt, will aber noch ein paar Tage abwarten, bevor ich irgendetwas anderes mache. (Ausschabung oder Metothrexat.) Ich habe nach wie vor alle SS-Anzeichen (schmerzende Brüste, bisschen geschwollener Bauch, Pickel, Sodbrennen….), aber eben keinerlei Schmerzen oder Blutungen. Hoffnung habe ich null, aber irgendwie finde ich es komisch. Ich dachte, wenn ich das Utrogest absetze, kommen Blutungen. Ich habe morgen wieder Termin, HCG Wert und Ultraschall. Ich weiß, eigentlich könnt ihr auch nur sagen: abwarten, was die Werte morgen zeigen…aber ich bin so nervös und genervt! Genau DAS wollte ich nämlich nicht! Entweder ja oder nein, aber so "ein bisschen schwanger" ist schon ätzend! Vielleicht hat jemand ähnliches erlebt?
paprik_a
 
Posts: 494
Joined: 20 Jan 2016, 11:14

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby Pika4u on 20 Feb 2018, 00:30

Ja, man kann eine ELSS leider haben - der Embryo rutscht dann nach dem Einsetzen in die Gebärmutter in den Eierstock. Das Risiko nach IVF/ICSI ist sogar etwas höher, als bei einer normalen Schwangerschaft. Erkannt wird die ELSS meist über die Hormonwerte, vor allem aber in Kombination mit dem Ultraschall. Schmerzen können sehr stark auftreten, müssen aber nicht. Eine ELSS ist sehr gefährlich, deswegen würde ich die Schmerzen abklären lassen.
Ich hatte während einer Schwangerschaft ein anderes Problem, das ebenfalls tierische Schmerzen am Eierstock verursacht - mir ist ein Eierstock abgestorben, er hatte sich um sich selbst gedreht. In meinem Fall war das Ende des 5. Monats und ich musste letztendlich operiert werden - der pure Horror. Wenn man das früher gemerkt hätte, wären wohl noch andere, harmlosere Eingriffe möglich gewesen. Bei mir hat sich das lange vorher durch leichte Schmerzen am Eierstock angekündigt (oder eben durch so einen reißenden Schmerz bei bestimmten Bewegungen).
Pika4u
 
Posts: 641
Joined: 04 Jan 2016, 16:13

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby majorka4 on 21 Feb 2018, 01:31

Ich hatte eine ICSI mit Blastotransfer diesen Monat. 14 Tage nach PU war der HCGwert bei 26. 3 Tage später bei 60. Progesteron stieg auch an. Wieder 3 Tage später bei 280. Niedrige Werte, ich weiß. Beim Ultraschall 3 Wochen nach PU war nichts zu sehen. Arzt vermutet Eileiterschwangerschaft, konnte aber auch keinerlei Anzeichen dahingehend entdecken.
Er sagt, die Chance auf eine intakte Schwangerschaft aber sehe er bei unter 1 Prozent. Ich habe Utrogest also vor 3 Tagen abgesetzt, will aber noch ein paar Tage abwarten, bevor ich irgendetwas anderes mache. (Ausschabung oder Metothrexat.) Ich habe nach wie vor alle SS-Anzeichen (schmerzende Brüste, bisschen geschwollener Bauch, Pickel, Sodbrennen….), aber eben keinerlei Schmerzen oder Blutungen. Hoffnung habe ich null, aber irgendwie finde ich es komisch. Ich dachte, wenn ich das Utrogest absetze, kommen Blutungen. Ich habe morgen wieder Termin, HCGwert und Ultraschall. Ich weiß, eigentlich könnt ihr auch nur sagen: abwarten, was die Werte morgen zeigen…..aber ich bin so nervös und genervt! Genau DAS wollte ich nämlich nicht! Entweder ja oder nein, aber so "ein bisschen schwanger" ist schon ätzend! Vielleicht hat jemand ähnliches erlebt?
majorka4
 
Posts: 627
Joined: 04 Jan 2016, 16:10

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby Engeline on 23 Feb 2018, 18:38

Das tut mir echt Leid. Ich hatte im März eine Eileiterschwangerschaft auch mit Entfernung des li. Eileiters. Und genau das ist meine Sorge habe morgen Transfer und habe auch Angst nochmal eine ELSS zu bekommen. Ich habe mich im Internet ein bisschen informiert (Statistiken + medizinische Berichte) man vermutet das beim Transfer am 2 oder 3 Tag es wahrscheinlich ist, dass die befruchtete Eizelle im natürlichen Zyklus eigentlich noch im Eileiter wäre. Deshalb zieht sich die Eizelle evtl. da hin. Ich bin jetzt auf den Blastozystentransfer umgestiegen, da ist der Transfer erst am PU+5 und da würde die Eizelle im natürlichen Zyklus auch in die Gebärmutter ankommen. Dort ist die Eizelle wohl auch schon so groß, dass es schwierig wird in den Eileiter zu gelangen. Aber das sind halt alles nur Vermutungen. Also das tut mir wirklich leid, soviel Pech kann man doch garnicht haben. Ich drück Dich und schicke Dir ganz viel Kraft.
Engeline
 
Posts: 807
Joined: 04 Jan 2016, 16:07

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby Windchen210 on 04 Mar 2018, 18:07

Hallo
Habe leider auch solche Erfahrung. Nachdem meine 2 . ICSI mit starken Blutungen vorbei war, erholte ich mich relativ schnell vom Negativ und guckte wieder nach vorne. 4 Wochen nach der ICSI wollte ich nochmal mit dem Arzt reden, um abzuklären, wie es weiter geht...nebenbei erzählte ich ihm, dass die Blutungen immer wieder kämen und noch nicht verschwunden wäreun. Und dann ging alles ganz schnell: Schnelltest zeigt positiv (6.SSW)...Einweisung ins Krankenhaus...1 Tag Überwachung, HCG Wert verdoppelte sich brav, aber keine Fruchthöhle in der Gebärmutter sichtbar, dann Not OP mit Entfernung des rechten Eileiters und Ausschabung. Ich muss keinem von euch erzählen, wie es mir jetzt gerade geht. Auf jeden Fall dachte ich immer, dass mein einziges Ziel ist, einen positiven SS Test zu erhalten, nun wurde ich eines besseren belehrt. Ich wollte euch unbedingt warnen: auch eine starke Blutung kann dennoch eine SS bedeuten! Wenn ich Glück gehabt hätte, wäre ich jetzt glücklich schwanger, stattdessen hat sich der kleine Embryo einfach nur den falschen Platz in meinem Körper ausgesucht: ich hätte nie gedacht, dass ich die 30% schaffe, schwanger zu werden, nun habe ich die 3% geschafft (ELSS). Also, vergesst bitte die Statistik...es kann alles und nichts passieren. Man braucht einfach nur Glück.
Windchen210
 
Posts: 329
Joined: 21 Apr 2016, 21:35

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby kühn on 04 Mar 2018, 23:46

Man kann eine ELSS leider haben - der Embryo rutscht dann nach dem Einsetzen in die Gebärmutter in den Eierstock. Das Risiko nach IVF/ICSI ist sogar etwas höher, als bei einer normalen Schwangerschaft. Erkannt wird die ELSS meist über die Hormonwerte, vor allem aber in Kombination mit dem Ultraschall. Schmerzen können sehr stark auftreten, müssen aber nicht. Eine ELSS ist sehr gefährlich, deswegen würde ich die Schmerzen abklären lassen.
Ich hatte während einer Schwangerschaft ein anderes Problem, das ebenfalls tierische Schmerzen am Eierstock verursacht - mir ist ein Eierstock abgestorben, er hatte sich um sich selbst gedreht. In meinem Fall war das Ende des 5. Monats und ich musste letztendlich operiert werden - der pure Horror. Wenn man das früher gemerkt hätte, wären wohl noch andere, hamrlosere Eingriffe möglich gewesen. Bei mir hat sich das lange vorher durch leichte Schmerzen am Eierstock angekündigt (oder eben durch so einen reißenden Schmerz bei bestimmten Bewegungen).
kühn
 
Posts: 344
Joined: 29 Mar 2016, 18:24

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby majorka4 on 08 Mar 2018, 22:05

Leider weiß ich, wie schlecht es dir geht. Wir haben zwei Kinder verloren. Bei unserem ersten Sohn musste ich warten, bis er von alleine abgegangen ist. Es war grausam Tage lang mit unserem gestorbenen Sohn herumlaufen zu müssen. Als die Blutung nach 3 Tagen einsetzte, bin ich heulend zusammen gebrochen. Später haben wir erfahren, dass von unserem Kind das Herzchen einfach aufgehört hat zu schlagen. Wir konnten es nicht fassen. Mein Mann saß stumm vor dem US-Bildschirm, wären ich heulend stand und nicht klar denken konnte. Mein FA stellte uns die Frage, wann wir zur Ausschabung gehen wollten... sofort oder doch noch ein Tag warten und erneutes US und dann Ausschabung. Wir waren völlig überfordert und konnten keine Entscheidung treffen. Wir haben meine Schwiegermutter angerufen und sie hat die Entscheidung für uns getroffen. Sie schickte uns gleich ins KH. Allerdings konnte Ausschabung auch erst 3 Tage später stattfinden, weil ich Blutverdünnend Mittel genommen hatte. Die Ausschabung war die Hölle für mich bzw uns. Ich bekam ein wehenförderndes Scheidenzäpfchen und lag 5 Stunden in Wehen. Als die Blutung anfing, war es wie ein Stich ins Herzen. Ich wusste, dass unser Sohn nun geboren würde... ich ihn aber nie sehen werden. Geschweige ihn mit nach Hause nehmen dürften.
Teils denke ich, dass ich mit der Trauer, Wut und Verzweiflung umgehen kann... doch dann gibt es wieder Augenblicke, wo es mir einfach nur schlecht geht. Ich vermisse die beiden kleinen.
Ich hoffe, dass ihr einen Weg findet mit euer Trauer umzugehen.
majorka4
 
Posts: 627
Joined: 04 Jan 2016, 16:10

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby Nala on 09 Mar 2018, 01:28

Habe leider auch solche Erfahrung. Nachdem meine 2 . ICSI mit starken Blutungen vorbei war, erholte ich mich relativ schnell vom Negativ und guckte wieder nach vorne. 4 Wochen nach der ICSI wollte ich nochmal mit dem Arzt reden, um abzuklären, wie es weiter geht...nebenbei erzählte ich ihm, dass die Blutungen immer wieder kämen und noch nicht verschwunden wären. Und dann ging alles ganz schnell: Schnelltest zeigt positiv (6.SSW)...Einweisung ins Krankenhaus...1 Tag Überwachung, HCG Wert verdoppelte sich brav, aber keine Fruchthöhle in der Gebärmutter sichtbar, dann Not OP mit Entfernung des rechten Eileiters und Ausschabung. Ich muss keinem von euch erzählen, wie es mir jetzt gerade geht. Auf jeden Fall dachte ich immer, dass mein einziges Ziel ist, einen positiven SS Test zu erhalten, nun wurde ich eines besseren belehrt. Ich wollte euch unbedingt warnen: auch eine starke Blutung kann dennoch eine SS bedeuten! Wenn ich Glück gehabt hätte, wäre ich jetzt glücklich schwanger, stattdessen hat sich der kleine Embryo einfach nur den falschen Platz in meinem Körper ausgesucht: ich hätte nie gedacht, dass ich die 30% schaffe, schwanger zu werden, nun habe ich die 3% geschafft (ELSS). Also, vergesst bitte die Statistik...es kann alles und nichts passieren. Man braucht einfach nur Glück.
Nala
 
Posts: 398
Joined: 21 Jul 2016, 23:43

Re: Eileiterschwangerschaft nach ICSI!

Postby Engeline on 21 Mar 2018, 01:07

Leider war es bei mir auch so. Mein erster Transfer verlief super, habe mich toll gefühlt und auch die 2 Wochen warte schleife ging rasch vorbei. Dann der erste Bluttest - positiv, ich bin so glücklich gewesen. Man fühlte sich toll, der zweite BT war dann wieder Positiv und der HCG-Wert stieg und stieg! Der erste Ultraschalltermin sollte dann erfolgen. Doch später fühlte ich mich schlecht, wollte nur schlafen und hatte Probleme mit dem Toilettengang. Mir wurde es immer schlimmer, wollten ins Krankenhaus fahren. Da ich aber immer Ohnmächtig geworden bin, riefen wir den Krankenwagen. Ich hatte so starke Schmerzen, dass ich nachher kaum das Becken heben konnte. Im Krankenhaus stellte man keinen Befund in der Gebärmutter fest und da war mir schon klar was los war. Hatte starke innere Blutungen - schon bis zur Lunge hoch- es kam zur Not-OP und danach fühlte ich mich so leer.
Mein zweiter Versuch war gerade vor kurzem (da wir noch zwei Embryos eingefroren hatten) aber leider war der Test negativ. Jetzt starte ich gerade in zwei Wochen wieder mit der nächsten Hormonbehandlung und denke, dass am 2.18. die Punktion ist.
Engeline
 
Posts: 807
Joined: 04 Jan 2016, 16:07

PreviousNext

Return to IVF und ICSI