ICSI

Re: ICSI

Postby trixis on 25 Aug 2016, 19:15

Ich habe zwar keine ICSI hinter mir, habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass das Schwangerwerden trotz gut eingestellter SD noch nicht klappt. Ich glaube, der Körper braucht eine weile mit guten Werten, um richtig zu funktionieren. Ich hatte trotz guter SD-Werte immer noch lange Zeit keinen Eisprung, der dann zum Glück mit Clomifen und einer Spritze ausgelöst werden konnte. Dann hat es bei uns geklappt. Aber das wirst du vielleicht auch schon versucht haben? Aber auch mit guten SD-Werten?
Die Theorie, dass man deshalb nicht schwanger wird, weil man es sich quasi zu sehr wünscht, habe ich auch schon öfter gehört, kann das aber aus eigener Erfahrung nicht bestätigen. Ich war verkrampft und nervös wie ehe und je, als es bei uns endlich geklappt hat. Oft sind es eben doch körperliche Ursachen...Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Glück und starke Nerven.
Bleib am Ball und gib nicht auf!
trixis
 
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Re: ICSI

Postby Windchen210 on 25 Aug 2016, 19:26

Wir sind nun endlich nach 3 negativen IUI, bei der 2. ICSI schwanger geworden. Ich sehe es immer noch als großes Wunder und Geschenk, dass es endlich geklappt hat und bisher alles gut läuft (25. SSW). Bei uns dauerte unsere Kinderwunsch insgesamt 5 Jahre. Nach den IUIs wurde Hashi festgestellt und die SD einigermaßen eingestellt. Trotzdem war die 1. ICSI negativ. Dann die erste Kryo wieder negativ. Mir war es dann zu blöd einfach weiter drauf los zu versuchen und ich habe auf weitere Untersuchungen gedrängt und meine Praxis hat sich drauf eingelassen. Es wurde Gerinnung und sowas untersucht. Also wurde der nächste Kryo-Versuch mit ASS 100 und Heparin gestartet - wieder negativ. Dann hab ich auf noch weitere Untersuchungen gedrängt und uns wurde eine Partner-Immunisierung empfohlen. Die war sofort erfolgreich und ich sollte nun lebenslangen Schutz haben. Anschließend wurde mir noch eine Zyste entfernt und wegen Endometriose entschied ich mir für die Künstlichen Wechseljahre vor der 2. ICSI - ich bekam also 3 DR-Spritzen im Abstand von 4 Wochen. Mit der letzten Spritze begann die Stimu für die ICSI und vorher habe ich auch schon seit einigen Monaten Prednisolon 5mg genommen. Nach dem Transfer habe ich wieder ASS genommen und Heparin gespritzt.
Mit wöchentlicher Kontrolle der SD-Werte und entsprechenden hat es tatsächlich geklappt. Aber woran es nun genau gelegen hat wissen wir natürlich nicht.
Ich habe mir immer vor Augen gehalten dass in jedem Versuch die Wahrscheinlichkeit nicht ss zu werden, weil nur ein Faktor nicht stimmt höher ist als die Wahrscheinlichkeit doch ss zu werden. Trotzdem hab ich immer geglaubt, dass es irgendwann klappt, und wenn es jetzt nicht klappt, dann beim nächsten mal. So hab ich nie die Hoffnung aufgegeben, aber mich nicht zu sehr unter Druck gesetzt. Manchen hilft es auch schon über Adoption nachzudenken. Wir hatten das auch in Erwägung gezogen, aber ich konnte nicht gleichzeitig auf ein eigenes Kind hoffen und mir ein "fremdes Kind" wünschen. Das war für mich wie die Hoffnung auf eine SS aufzugeben.
Ich habe übrigens auch schon von Studien gelesen, dass das alles Quatsch ist, dass die Frauen sich zu sehr auf den Kiwu versteifen und es deswegen nicht klappt... Wichtig ist es sicherlich, sich darüber im Klaren zu sein, dass es keine Garantie für ein Leben zu dritt, viert oder fünft gibt. Auch zu zweit ist es schön und hat durchaus seine Vorteile. Ich wünsche Euch alles gute und drücke Euch die Daumen, dass es bald klappt! Gebt nicht auf!
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Re: ICSI

Postby yourAngel on 25 Aug 2016, 19:55

Hallo,
ich hab drei Kinder durch künstliche Befruchtung bekommen, bei uns war es das ICSI Verfahren. Beim ersten mal hab ich mir zwei Eizellen einsetzen lassen und Laura kam dabei raus, beim zweiten mal waren es drei und Zwillinge. Du musst selbst entscheiden, wieviele Eizellen du einsetzen lassen möchtest. Zur Kostenfrage: Bei uns war mein Mann der Grund und somit hat seine Krankenkasse bezahlt, war unser Glück, da er privat versichert ist, die übernehmen alle Kosten. Die Gesetzliche zahlt die Hälfte der Behandlungskosten, aber keine Medikamente, wir hätten in dem Fall ca. 7000 Euro pro Versuch selbst zahlen müssen( bei GKV). Wenn du noch Fragen hast, meld dich einfach
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Re: ICSI

Postby Ruth on 14 Sep 2017, 16:50

Ich hatte bei meiner ICSI auch keine Probleme (Weder mit den Medis noch mit der Narkose). Aber das ist nicht wirklich ein Anhaltspunkt. Es gibt auch Frauen mit einem heftigen Überstimulation-Syndrom und die haben dann ziemlich starke Beschwerden. Ich hatte einen Termin zur Besprechung des Behandlungsplanes, 4 US-Termin während der Stimulationsphase (die Dauer meistens zwischen 10-14 Tagen, aber auch das kann variieren), dann die PU, 3 Tage später den Transfer (wann die Embryonen eingesetzt werden hängt von der Praxis und den Embryonen selbst ab. 2-5 Tagen nach der PU können das sein). Ich wurde gleich bei der 1.ICSI schwanger. Die Chancen hängen stark vom Alter der Frau ab. Da kannst Du Dir ein Bild von Deinen Chancen machen. Eine Garantie gibt es aber nicht.
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Re: ICSI

Postby Louisa1998 on 14 Sep 2017, 17:06

Nachdem es an mir liegt, dass wir diesen Weg gehen müssen geht's mir auch nicht gerade gut. Mir tut meine Freundin so leid, dass sie die ganzen körperlichen Anstrengungen auf sich nehmen muss obwohl sie ja nichts dafür kann. Ich meine ich kann ja auch nichts dafür und hab mir meinen Defekt nicht ausgesucht. Aber ich muss sagen, es schweißt uns die ganze Sache sehr zusammen. Am Freitag geht's mit den Spritzen los, da haben wir schon etwas Bammel davor aber ich denke wir werden auch das schaffen. Wir haben zum Glück auch sehr gute Freunde die uns unterstützen. Der Weg bis jetzt war doch sehr anstrengend und mühsam (Untersuchungen etc.) aber wir sind sehr froh, dass es jetzt mal starten kann und hoffen, dass wir nicht zu viele Anläufe brauchen. Was ist bei euch eigentlich der Grund für die ICSI?
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Re: ICSI

Postby yourAngel on 23 Sep 2017, 00:28

Die meisten Frauen hier sind mittels IVF/ICSI Eltern geworden. Es kann auf Anhieb klappen (wie bei mir auch), es kann aber auch ein paar Versuche benötigen. Letztendlich stehen die Chancen ganz gut. Ob es weh tut? Die Spritzen sind nicht immer so angenehm, aber problemlos. Die Punktion findet meist unter Vollnarkose statt, danach könntest Du ähnliche Schmerzen wie bei Mens haben - also auch zum Aushalten. Der Transfer ist völlig schmerzlos. Das Schmerzhafteste an der ganzen Angelegenheit ist die Geburt ;-) Wie es im Einzelnen von statten geht wird Dir der Doc. in der KiWu erklären - das kann nämlich auch unterschiedlich ablaufen. Allerdings wird das mit dem Geburtstagsgeschenk für Deinen Mann nix werden - so schnell geht das Ganze dann doch nicht. Du musst für eine Behandlung schon so 2 Monate rechnen. Und vorher sind noch diverse Untersuchungen notwendig. Jetzt warte erstmal das Gespräch in der KiWu ab und dann wirst Du schon eine ganze Menge schlauer sein, ansonsten Löcher uns hier. Du kannst auch mal ins Reproduktionsmedizin Forum schauen, da stecken die meisten gerade mitten in der Behandlung. LG und viel Glück
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Re: ICSI

Postby Lisa_vogt on 14 Oct 2017, 21:00

Ich habe auch Erfahrungen mit ICSI. Sehr gute und auch nicht so gute. Beim 1 ICSI bin ich SSW geworden und musste 1,5 Wochen nach dem Transfer ins KH: ich hatte sehr starke Unterleibsschmerzen und wie sich raus stellte, hatte ich starkes Überstimmulation. Nach ein paar Wochen habe ich mein Kind verloren...Kurze Zeit später war 2 ICSI, die erfolglos blieb. Bei dem 3. ICSI hat es wieder mal geklappt. Ca.20 Wochen hatte ich wieder Überstimulation und bin insgesamt 5mal im KH gewesen. Bin 3-mal mit Feuerwehrwagen dorthin gebebracht werde, weil mir sind immer wieder die Zysten geplatzt. Trotzdem ist zum Glück alles gut gegangen und
unsere Tochter geboren wurde! Nur ich will sowas nicht noch mal machen. Dieser Weg mag schell und sehr viel hoffnungsvoll sein, denn genauso kann es alles noch viel schlimmer machen!
Ich habe sehr viel Frauen dabei kennengelernt, die leider nicht nur seelisch sondern auch körperlich danach am Ende waren. Und obwohl ich selber mit diese Hilfe Mutter geworden bin, werde ich es wahrscheinlich nicht mehr tun. Ich denke solange man noch Zeit hat soll man die Natur eine Chance geben! Zumindest werde ich das tun. Ich will Dir wieder was dazu raten, noch will ich Dich davon abraten. Das ist ein weg den Du gehen musst...Liebe Grüsse
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Re: ICSI

Postby tilda on 10 Nov 2017, 22:45

Nachdem es an mir liegt, dass wir diesen Weg gehen müssen geht's mir auch nicht gerade gut. Mir tut meine Freundin so leid, dass sie die ganzen körperlichen Anstrengungen auf sich nehmen muss obwohl sie ja nichts dafür kann. Ich meine ich kann ja auch nichts dafür und hab mir meinen Defekt nicht ausgesucht. Aber ich muss sagen, es schweißt uns die ganze Sache sehr zusammen. Am Freitag geht's mit den Spritzen los, da haben wir schon etwas Bammel davor aber ich denke wir werden auch das schaffen. Wir haben zum Glück auch sehr gute Freunde die uns unterstützen.
Der Weg bis jetzt war doch sehr anstrengend und mühsam (Untersuchungen etc.) aber wir sind sehr froh, dass es jetzt mal starten kann und hoffen, dass wir nicht zu viele Anläufe brauchen. Was ist bei euch eigentlich der Grund für die ICSI?
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Re: ICSI

Postby Lisa_vogt on 08 Jan 2018, 00:10

Es ist kein leichter Weg, den Ihr vor Euch habt. Das musst Du Dir einfach bewusst sein. Wir haben uns auch für ICSI entschieden. Ich habe die 2. ICSI hinter mir und darf bald zum Schwangerschaftstest. Aber eigentlich weiß ich jetzt schon, dass es nicht geklappt hat. Habe irgendeines Gefühl. Beim letzten Mal war ich noch fix und fertig deswegen und habe tagelang geweint. Diesmal bin ich auf eine seltsame Art sehr gelassen und ruhig und weiß, es ist nur eine Frage der Zeit.
Ich bin 39 und wenn ich ein paar Jahre jünger wäre, hätte ich mit der ICSI noch gewartet. Aber es ist auch leide eine Kostenfrage und ab 40 wird nichts mehr gezahlt. Dein Körper wird sich auf eine unnatürliche Weise verändern. Ich hatte z. B. immer einen sehr regelmäßigen Zyklus. Jetzt habe ich keine Blutungen mehr. Ich fange an zu weinen, ohne ersichtlichen Grund. Meine Angstzustände haben sich eine Weile verschlimmert. Lust auf GV ist seit ICSI äußerst selten. Man beobachtet seinen Körper auf eine erschreckende Weise, Du bekommst auch zuviele Informationen. Wer weiß denn schon im wirklichen Leben, ob er jetzt einen Vier- oder Achtzeller bekommt, ob sich 6 oder 20 Follikel heranbilden, dass Du nun eine oder zwei befruchtete Eizellen in Dir hast. Der Druck ist enorm groß. Du wirst aufgrund der Arzttermine Fehlzeiten haben, zur Punktion wirst Du krankgeschrieben - in manchen Praxen sogar 1 - 2 Wochen. Wie erkläre ich das meinem Arbeitgeber? Die enormen Kosten und dann klappt es vielleicht doch nicht. Man sollte sich das wirklich sehr gut überlegen. Und sich nicht nur auf die ICSI verlassen. Du solltest Dich auf jeden Fall auch mental gut darauf vorbereiten. Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück
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Re: ICSI

Postby kühn on 10 Feb 2018, 21:55

Bei uns kam wegen des schlechten Spermiogrammes meines damals noch Lebensgefährten nur ICSI in Frage. Das war natürlich ein großer Schock.
Nachdem also der Urologe bestätigt hatte, dass es auf dem natürlichen Weg nichts wird, haben wir uns in die KIWU-Klinik überweisen lassen. Ich kenne die Vorbereitungen für IUI nicht, vielleicht sind es ja die gleichen, ich schreibe Dir trotzdem noch mal auf: Wir haben geheiratet, weil die KK nur Eheleuten 50% der Kosten erstatten. Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse ( wird von der KiWU-Klinik ausgefüllt, muss nur nicht bei er KK eingereicht werden ) ging sehr schnell. Ich musste eine Gebärmutterspiegelung machen (habe auch schon gehört, dass einige Kliniken gleichzeitig eine Bauchspiegelung machen) Das war ein ambulanter Eingriff unter Vollnarkosen, nicht schön, aber auch nicht so schlimm...Und dann konnte es losgehen: Der Arzt bespricht mit Dir, welche Medikation eingesetzt wird, bei mir wurde mit einem Nasenspray downreguliert, dann musste ich täglich spritzen, um möglichst viele Eier zu züchten. In dieser Zeit musste ich alle paar Tage zum Ultraschall, um das Wachstum zu überwachen. Nach ca. 3 Wochen wurde per Spritze der Eisprung ausgelöst und 36 Std. später wurde ich punktiert. Die reifen werden mit dem Spermium des Mannes befruchtet und 2 Tage in der Petrischale gezüchtet. 1-3 Eier werden eingesetzt und dann geht das Warten los. Bei mir wurde 14 Tage nach Transfer der Bluttest gemacht. Beim ersten Versuch war der leider negativ, beim 2. Versuch allerdings positiv. Nun bin ich in der 20. Woche schwanger. Also, frag, wenn Du noch mehr wissen möchtest. Liebe Grüße
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