ICSI

Re: ICSI

Postby yourAngel on 23 Feb 2018, 01:49

Ich mache dir mal Mut: ich kenne sehr viele, bei denen es am Mann lag, dass die künstliche Befruchtung herhalten musste und bei den Frauen alles in Ordnung war und bei denen hat der erste Versuch direkt geklappt. Drücke ganz feste die Daumen, dass es bei euch auch so sein wird!!!
Wir wissen schon seit 2013 dass es auf natürlichem Weg mit dem schwanger werden nicht klappt und haben ganz ehrlich gesagt auch die Zeit gebraucht, um uns gemeinsam für eine künstliche Befruchtung zu entscheiden. Also für mich war es schon immer klar, aber mein Mann war vorher immer strikt dagegen. Er sagte früher immer, dass die Natur sich schon was dabei gedacht haben wird, wenn es nicht klappt. Aber jetzt ist er natürlich wahnsinnig glücklich sich für diesen Weg entschieden zu haben. Für ihn war die Diagnose anfangs schon ein ziemlicher Schock. Er hat es mir nie gezeigt, aber ich hab schon gemerkt, dass er sich Vorwürfe deswegen gemacht hat und sich irgendwo schuldig fühlte. Und das war dann wohl irgendwann auch der ausschlaggebende Grund, dass er von sich aus dann doch die ICSI wollte.
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Re: ICSI

Postby Nala on 23 Feb 2018, 19:15

Also ich bin auch nach ICSI und mit Zwillingen schwanger und es wurde bei mir nicht als Risikoschwangerschaft eingestuft. Ich bin mittlerweile in der 11. Woche und die beiden sind prächtig entwickelt!
Ihr wisst, dass die Wahrscheinlichkeit dass es zu Fehlbildungen oder Fehlgeburten bei einer ICSI kommt nur ganz minimal höher ist als bei einer natürlichen Zeugung? In erster Linie wird der Wert mit dem durchschnittlich höheren Alter der ICSI Mamas erklärt. Die Ärzte meinten, dass in meinem Alter (31) die Chancen auf eine gesunde Schwangerschaft genauso groß sind wie bei der natürlichen Zeugung und bisher schaut ja alles super aus! Ich hab auch ein richtig gutes Gefühl und ich finde dass die Art der Zeugung mir sogar mehr Sicherheit gibt, weil in unserem Fall ja schon Embryonen zur Einpflanzung ausgesucht wurden, die sich gut entwickelt haben...
Das Progesteron hab ich seit letzter Woche reduziert und setzte es jetzt Ende der 11. Woche ganz ab.
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Re: ICSI

Postby paprik_a on 04 Mar 2018, 22:24

Ich habe schon hinter mir zwei erfolglose Inseminationen und eine Hormontherapie mit Clomifen bei meinem Frauenarzt. Der Kinderwunsch besteht bei meinem Partner und mir jetzt drei Jahre. Ich war schon einmal schwanger und bin jetzt 35 Jahre alt. Mein Partner hat schwankende Spermienwerte und deshalb wird zu ICSI geraten. Eine Bauchspiegelung habe ich auch schon hinter mir - gute Ergebnisse - alles durchgängig.
Anfang April habe ich ein Kinderwunschseminar besucht und kann so etwas nur empfehlen. Es gibt wohl auch Paare, wo der Mann nicht so umwerfende Spermienwerte hat und die Frau ist trotzdem schonmal schwanger geworden. Das Seminar schafft auf jeden Fall mehr Klarheit in Deiner Gefühlswelt und dem Unterbewusstsein. Die Entscheidung, ob man den medizinischen Weg gehen soll oder nicht, ist schwierig und kann man eigentlich nur für sich selbst herausfinden, ob man es wagen soll. Vielleicht hilft Dir ein Kinderwunschseminar.
Die Hormontherapie bei meinem Frauenarzt habe ich schon nicht als angenehm empfunden. Ich hatte sehr starke Perioden nach den Einnahmen, immer zwei reife Eizellen pro Monat und auch etwas Schmerzen an den Eierstöcken. Die Therapie habe ich drei Monate hintereinander mitgemacht und bin nicht schwanger geworden. Übrigens hat der Frauenarzt bei mir auch einen zu hohen Prolaktinwert festgestellt. Das Prolaktin kann schon bei Stress zu hoch sein oder wenn Du einfach nicht gut darauf bist. Die Hormone werden von der Gefühlswelt und dem Unterbewußtsein mitgesteuert. Mach Dir deswegen keine Sorgen.
Die hormonelle Stimulation bei der ICSI ist bestimmt noch stärker und davor habe ich persönlich Furcht. Mein Partner und ich haben morgen ein Beratungsgespräch und das lasse ich erstmal gefühlsmäßig auf mich wirken...Eine Freundin von mir hat es allerdings mit ICSI geschafft. Doch Du weißt ja, die Erfolgsquote ist nicht so hoch (ca. 9% der Frauen schaffen es bei ICSI bis zur Geburt des Kindes).
Alles Liebe
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Re: ICSI

Postby Louisa1998 on 14 Mar 2018, 16:23

Ich habe eine ISCI hinter mir. Leider kann ich Dir nichts Positives darüber berichten. Ich habe eine lange Stimulationsphase (Downregulierung und danach täglich Hormonspritzen) gebraucht. Die Entnahme unter Narkose und das Einsetzen der 2 Krümel war nicht schmerzhaft, doch ich habe mich dabei nicht wirklich wohl gefühlt. Eher Maschine statt Frau. Wahrscheinlich lag es vor allem an der Praxis, von der wir keinerlei Menschlichkeit und Einfühlsamkeit erfahren haben. Ich hatte außerdem große Angst. Klappt es oder klappt es nicht? Doch das Schlimmste war die Zeit, nachdem wir erfahren haben dass sich die Krümel nicht eingenistet haben.
Uns haben die Ärzte damals gesagt, dass wir aufgrund des schlechten Spermiogrammes niemals auf natürlichem Wege Kinder haben können. Wir haben den Ärzten vertraut und uns nach langem hin und her auf die künstliche Befruchtung eingelassen. Die Ärzte haben nicht immer recht. Denn bei uns hat ein Seelchen abgekloppt. Leider konnte es diesmal noch nicht bleiben. Doch ich gebe die Hoffnung nicht auf. Leider weiß ich nicht, warum Ihr Euch überlegt eine ICSI machen zu lassen. Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich lehne die künstliche Befruchtung nicht komplett ab. Ich finde nur dass sie manchmal viel zu leichtfertig und unüberlegt gemacht wird. Sollte auch ich alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft haben, werde ich natürlich auch nochmals über diesen Weg nachfühlen. Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute. Und das Ihr für Euch die richtige Entscheidung treffen könnt.
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Re: ICSI

Postby majorka4 on 21 Mar 2018, 01:34

Bei uns kam wegen des schlechten Spermiogrammes meines Ex nur ICSI in Frage. Das war natürlich ein großer Schock. Nachdem also der Urologe bestätigt hatte, dass es auf dem natürlichen Weg nichts wird, haben wir uns in die KIWU-Klinik überweisen lassen. Ich kenne die Vorbereitungen für IUI nicht, vielleicht sind es ja die gleichen, ich schreibe Dir trotzdem noch mal auf: Wir haben geheiratet, weil die KK nur Eheleuten 50% der Kosten erstatten. Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse ( wird von der KiWU-Klinik ausgefüllt, muss nur nicht bei er KK eingereicht werden ) ging sehr schnell. Ich musste eine Gebärmutterspiegelung machen (habe auch schon gehört, dass einige Kliniken gleichzeitig eine Bauchspiegelung machen) Das war ein ambulanter Eingriff unter Vollnarkosen, nicht schön, aber auch nicht so schlimm...
Und dann konnte es losgehen: Der Arzt bespricht mit Dir, welche Medikation eingesetzt wird, bei mir wurde mit einem Nasenspray downreguliert, dann musste ich täglich spritzen, um möglichst viele Eier zu züchten. In dieser Zeit musste ich alle paar Tage zum Ultraschall, um das Wachstum zu überwachen. Nach ca. 3 Wochen wurde per Spritze der Eisprung ausgelöst und 36 Std. später wurde ich punktiert. Die reifen werden mit dem Spermium des Mannes befruchtet und 2 Tage in der Petrischale gezüchtet. 1-3 Eier werden eingesetzt und dann geht das Warten los. Bei mir wurde 14 Tage nach Transfer der Bluttest gemacht. Beim ersten Versuch war der leider negativ, beim 2. Versuch allerdings positiv. Nun bin ich in der 20. Woche schwanger Also, frag, wenn Du noch mehr wissen möchtest. Liebe Grüße
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Re: ICSI

Postby Agnes.frankes on 23 Mar 2018, 20:55

Ich habe auch Erfahrungen mit ICSI. Sehr gute und auch nicht so gute. Beim 1 ICSI bin ich SSW geworden und musste 1,5 Wochen nach dem Transfer ins KH: ich hatte sehr starke Unterleibsschmerzen und wie sich raus stellte, hatte ich starkes Überstimmulation. Nach ein paar Wochen habe ich mein Kind verloren...Kurze Zeit später war 2 ICSI, die erfolglos blieb. Bei dem 3. ICSI hat es wieder mal geklappt. Ca.20 Wochen hatte ich wieder Überstimulation und bin insgesamt 5mal im KH gewesen. Bin 3-mal mit Feuerwehrwagen dorthin gebebracht werde, weil mir sind immer wieder die Zysten geplatzt. Trotzdem ist zum Glück alles gut gegangen und
unsere Tochter geboren wurde! Nur ich will sowas nicht noch mal machen. Dieser Weg mag schnell und sehr viel hoffnungsvoll sein, denn genauso kann es alles noch viel schlimmer machen!
Ich habe sehr viel Frauen dabei kennengelernt, die leider nicht nur seelisch sondern auch körperlich danach am Ende waren. Und obwohl ich selber mit diese Hilfe Mutter geworden bin, werde ich es wahrscheinlich nicht mehr tun. Ich denke solange man noch Zeit hat soll man die Natur eine Chance geben! Zumindest werde ich das tun. Ich will Dir wieder was dazu raten, noch will ich Dich davon abraten. Das ist ein weg den Du gehen musst...Liebe Grüsse
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Re: ICSI

Postby majorka4 on 25 Mar 2018, 02:27

Ich habe schon hinter mir zwei erfolglose Inseminationen und eine Hormontherapie mit Clomifen bei meinem Frauenarzt. Der Kinderwunsch besteht bei meinem Partner und mir jetzt drei Jahre. Ich war schon einmal schwanger und bin jetzt 35 Jahre alt. Mein Partner hat schwankende Spermienwerte und deshalb wird zu ICSI geraten. Eine Bauchspiegelung habe ich auch schon hinter mir - gute Ergebnisse - alles durchgängig.
Anfang April habe ich ein Kinderwunschseminar besucht und kann so etwas nur empfehlen. Es gibt wohl auch Paare, wo der Mann nicht so umwerfende Spermienwerte hat und die Frau ist trotzdem schonmal schwanger geworden. Das Seminar schafft auf jeden Fall mehr Klarheit in Deiner Gefühlswelt und dem Unterbewusstsein. Die Entscheidung, ob man den medizinischen Weg gehen soll oder nicht, ist schwierig und kann man eigentlich nur für sich selbst herausfinden, ob man es wagen soll. Vielleicht hilft Dir ein Kinderwunschseminar.
Die Hormontherapie bei meinem Frauenarzt habe ich schon nicht als angenehm empfunden. Ich hatte sehr starke Perioden nach den Einnahmen, immer zwei reife Eizellen pro Monat und auch etwas Schmerzen an den Eierstöcken. Die Therapie habe ich drei Monate hintereinander mitgemacht und bin nicht schwanger geworden. Übrigens hat der Frauenarzt bei mir auch einen zu hohen Prolaktinwert festgestellt. Das Prolaktin kann schon bei Streß zu hoch sein oder wenn Du einfach nicht gut darauf bist. Die Hormone werden von der Gefühlswelt und dem Unterbewußtsein mitgesteuert. Mach Dir deswegen keine Sorgen.
Die hormonelle Stimulation bei der ICSI ist bestimmt noch stärker und davor habe ich persönlich Furcht. Mein Partner und ich haben morgen ein Beratungsgespräch und das lasse ich erstmal gefühlsmäßig auf mich wirken...Eine Freundin von mir hat es allerdings mit ICSI geschafft. Doch Du weißt ja, die Erfolgsquote ist nicht so hoch (ca. 9% der Frauen schaffen es bei ICSI bis zur Geburt des Kindes).
Alles Liebe
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Re: ICSI

Postby yourAngel on 05 Apr 2018, 00:15

Die meisten Frauen hier sind mittels IVF/ICSI Eltern geworden. Es kann auf Anhieb klappen (wie bei mir auch), es kann aber auch ein paar Versuche benötigen. Letztendlich stehen die Chancen ganz gut. Ob es weh tut? Die Spritzen sind nicht immer so angenehm, aber problemlos. Die Punktion findet meist unter Vollnarkose statt, danach könntest Du ähnliche Schmerzen wie bei Mens haben - also auch zum Aushalten. Der Transfer ist völlig schmerzlos. Das Schmerzhafteste an der ganzen Angelegenheit ist die Geburt ;-) Wie es im Einzelnen von statten geht wird Dir der Doc. in der KiWu erklären - das kann nämlich auch unterschiedlich ablaufen. Allerdings wird das mit dem Geburtstagsgeschenk für Deinen Mann nix werden - so schnell geht das Ganze dann doch nicht. Du musst für eine Behandlung schon so 2 Monate rechnen. Und vorher sind noch diverse Untersuchungen notwendig. Jetzt warte erstmal das Gespräch in der KiWu ab und dann wirst Du schon eine ganze Menge schlauer sein, ansonsten Löcher uns hier. Du kannst auch mal ins Reproduktionsmedizin Forum schauen, da stecken die meisten gerade mitten in der Behandlung. LG und viel Glück
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Re: ICSI

Postby Engeline on 19 Apr 2018, 23:53

Bei uns kam wegen des schlechten Spermiogrammes meines damals noch Lebensgefährten nur ICSI in Frage. Das war natürlich ein großer Schock.
Nachdem also der Urologe bestätigt hatte, dass es auf dem natürlichen Weg nichts wird, haben wir uns in die KIWU-Klinik überweisen lassen. Ich kenne die Vorbereitungen für IUI nicht, vielleicht sind es ja die gleichen, ich schreibe Dir trotzdem noch mal auf: Wir haben geheiratet, weil die KK nur Eheleuten 50% der Kosten erstatten. Antrag auf Kostenübernahme bei derKrankenkasse ( wird von der KiWU-Klinik ausgefüllt, muss nur nicht bei er KK eingereicht werden ) ging sehr schnell. Ich musste eine Gebärmutterspiegelung machen (habe auch schon gehört, dass einige Kliniken gleichzeitig eine Bauchspiegelung machen) Das war ein ambulanter Eingriff unter Vollnarkosen, nicht schön, aber auch nicht so schlimm...
Und dann konnte es losgehen: Der Arzt bespricht mit Dir, welche Medikation eingesetzt wird, bei mir wurde mit einem Nasenspray downreguliert, dann musste ich täglich spritzen, um möglichst viele Eier zu züchten. In dieser Zeit musste ich alle paar Tage zum Ultraschall, um das Wachstum zu überwachen. Nach ca. 3 Wochen wurde per Spritze der Eisprung ausgelöst und 36 Std. später wurde ich punktiert. Die reifen werden mit dem Spermium des Mannes befruchtet und 2 Tage in der Petrischale gezüchtet. 1-3 Eier werden eingesetzt und dann geht das Warten los. Bei mir wurde 14 Tage nach Transfer der Bluttest gemacht. Beim ersten Versuch war der leider negativ, beim 2. Versuch allerdings positiv. Nun bin ich in der 20. Woche schwanger
Also, frag, wenn Du noch mehr wissen möchtest. Liebe Grüße
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Re: ICSI

Postby tilda on 21 Apr 2018, 02:06

Ich habe auch Erfahrungen mit ICSI. Sehr gute und auch nicht so gute. Beim 1 ICSI bin ich SSW geworden und musste 1,5 Wochen nach dem Transfer ins KH: ich hatte sehr starke Unterleibsschmerzen und wie sich raus stellte, hatte ich starkes Überstimmulation. Nach ein paar Wochen habe ich mein Kind verloren...Kurze Zeit später war 2 ICSI, die erfolglos blieb. Beim 3 ICSI hat es wieder mal geklappt. Ca.20 Wochen hatte ich wieder Überstimulation und bin insgesamt 5mal im KH gewesen. Bin 3 mal mit Feurwehrwagen dorthin gebebracht werde, weil mir sind immer wieder die Zysten geplatzt. Trotzdem ist zum Glück alles gut gegangen und
Unsere Tochter geboren wurde! Nur ich will sowas nicht noch mal machen. Dieser Weg mag schell und sehr viel hoffnungsvoll sein, denn genauso kann es alles noch viel schlimmer machen!
Ich habe sehr viel Frauen dabei kennengelernt, die leider nicht nur seelisch sondern auch körperlich danach am ende waren. Und obwohl ich selber mit diese Hilfe Mutter geworden bin,
werde ich es wahrscheinlich nicht mehr tun. Ich denke solange man noch Zeit hat soll man die Natur eine Chance geben! Zumindest werde ich das tun. Ich will Dir wieder was dazu raten, noch will ich Dich davon abraten. Das ist ein weg den Du gehen musst...
Liebe Grüsse
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