Meine Kinderwunschgeschichte

Re: Meine Kinderwunschgeschichte

Postby Pika4u on 11 Sep 2017, 19:49

Es tut mir sehr leid für dich, es war sehr schwer, deine Geschichte zu lesen…Ich kann dir leider nicht viel Rat geben...meine Kiwu Geschichte ist um so vieles harmloser, im Nachhinein.
Ich produziere auch sehr wenig Follikel, dann wieder etwas mehr. Keine Eizelle zu finden ist natürlich ein bitteres Ergebnis. Vielleicht sprichst du mal deine Kiwu Ärztin an, ob es ratsam wäre, das Protokoll zu ändern? Es gibt verschiedene Protokolle mit verschiedenen Medikamenten. 400IE Puregon ist echt schon volle Dröhnung. Da würde ich mal ansetzen und nachhaken, ob man am Protokoll etwas anderes wagt. Sprüche wie "du schaffst das schon...positiv denken" sind wahrlich nicht ermunternd. Höre ich auch nicht gern. Vielleicht wird beim nächsten Versuch dann die eine Eizelle gefunden, die dich zu eurem Glück bringt. Ich habe das Glück einmal erleben dürfen und das wünsche ich dir auch. Alles Gute
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Re: Meine Kinderwunschgeschichte

Postby Fuchs on 14 Sep 2017, 16:35

Deine Geschichte hat mich sehr bewegt. Und ich kann so verstehen, dass du ein Glück haben willst. Und das ist möglich! Aber ich glaube mit deinen Grundvoraussetzungen brauchst du vielleicht einen langen Atem. Es kann bedeuten dass erst immer wieder Rückschläge für dich anstehen, bevor du dein Ziel erreicht hast. Die Frage ist, wie du mit dieser Zeit umgehst. Du hast schon eine schwere Krankheit hinter dir und ich denke du weißt, wie wichtig es ist, seine Zeit gut zu verbringen. Damit meine ich, dass ich dir sehr wünsche, dass du auch andere schöne Ziele im Leben hast, und viele Dinge erlebst, an denen du dich erfreuen kannst. Und von denen du Kraft für deinen KIWU schöpfst. Und parallel dazu lohnt es sich deinen Herzenswunsch nach einem Kind weiter zu verfolgen. Schau, selbst bei besten Voraussetzungen liegen die Wahrscheinlichkeiten durch ICSI schwanger zu werden bei 30-40% pro Versuch. Also auch 60-70% dagegen. Ich persönlich finde das auch sehr bitter, habe ich früher gedacht, das wäre der letzte Weg aber mit 99% Wahrscheinlichkeit auf Erfolg.
Der Behandlungszyklus, die Zeit davor und danach - es ist halt kein Sprint sondern ein Dauerlauf oder sogar Marathon. Ich wünsche dir gute Begleiter auf deinem Weg, vielleicht können auch wir hier im Forum davon welche sein. Lass dich von Rückschlägen nicht zu schnell entmutigen. Ich wünsche dir von Herzen, dass du nicht mehr lange kämpfen musst
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Re: Meine Kinderwunschgeschichte

Postby majorka4 on 26 Feb 2018, 01:14

Es ist wirklich leid, welche Geschichten manche Menschen mit sich tragen. Das tut mir sehr leid. In meiner Familie gab es auch mal ein Fall. Aber du bist jung und stark und wirst es packen. Sorry, genau das wolltest du jetzt überhaupt nicht hören. Ich konnte diese Sprüche auch nicht mehr hören…Ich finde es super gut, dass ihr gleich mit ICSI angefangen habt. Es kann ein sau blöder Zufall gewesen sein, dass da keine Kerne drin waren. 4 ist halt auch eine geringe Ausbeute. Ich hatte zwei Punktionen mit ca. 25 Eizellen und von 16 gut transferierten innerhalb der letzten zwei Jahren hat sich ein Embryo erstmal festgebissen. Du hast durch deine Krankheit schon so viel durchgemacht. Ich hoffe ganz fest für dich, dass du bald Erfolg haben wirst. Alles Gute
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Re: Meine Kinderwunschgeschichte

Postby Pika4u on 12 Jun 2018, 23:49

Wir haben auch letztes Jahr angefangen mit unserem Projekt Wunschkind. Aber erst mal nicht gezielt geübt. Doch als ich Anfang Dezember noch nicht schwanger war, machte ich mir so langsam meine Gedanken und hab erst mal angefangen meinen Körper kennen zu lernen. Denn ich ging ganz naiv an die Sache ran. Dachte mit Verhütung absetzen und dann werden wir schwanger so läuft das doch oder von wegen, ich wurde eines besseren belehrt und weiß heute das es das größte Wunder auf der Welt ist und noch ein viel größeres ein gesundes Kind zur Welt zu bringen.
Im Januar fing ich mit ovus an, um überhaupt mal zu wissen, dass ich Eisprünge habe. Meine Schwester verkündete im Januar noch dass sie zum zweiten Mal schwanger ist. Ich konnte mich nicht freuen wofür ich mich heute noch schäme. Im Februar ging es zum FA zur Krebsvorsorge. Der meinte zu mir, so schnell wirst du nicht schwanger, er vermutete meine Zyklen würden sich Monster mäßig entwickeln und wenn ich in drei Monaten noch nicht schwanger bin, dann bekäme ich Clomifen.
Eine Woche später hatte ich schon meinem Eisprung. Freude riesig. Zwei Wochen später an meinem Geburtstag hielt ich einen positiven Test in den Händen. Freude noch viel größer. Nach nur einmal gezielt Sex haben, schwanger. Am Ostermontag wollten wir es unseren Eltern sagen, leider kam es nicht mehr dazu, denn am Oster setzten die Blutungen ein und ich verlor unser erstes Baby Anfang der 9. SSW.
Es war furchtbar. Die Familie erfuhr es dennoch und es hat mir gut getan darüber zu reden. Die Zyklen nach der FG waren furchtbar. Ich ging mit der Erwartung ran dass es nicht lang dauern kann. Bis ich wieder schwanger bin. Doch jeder negative Test zog mich immer weiter runter. Was soll ich sagen, zwei Wochen nach unserer Hochzeit erneut schwanger und das Gefühl diesmal wird alles gut. Doch schon bald begann das Ganze von neuem. Ende 5 SSW wieder Bauchkrämpfe und Blutungen und alles vorbei. Dieses Mal zog es mir den Boden unter den Füßen weg. Ich hab es nicht mehr so weg stecken können, wie das erste mal. Und momentan setze ich mich teilweise auch wieder total unter Druck und komm damit nicht klar dass ich eigentlich im November unser erstes Baby auf die Welt gebracht hätte.
Es sind solche und solche Tage. Tage voller Hoffnung und Zuversicht aber auch Tage der Trauer und Verzweiflung. Ich denke das gehört dazu wenn man so etwas mit gemacht hat. Aber ich glaube ganz fest daran, das jeder von uns das größte Glück irgendwann in Händen hält. Ich wünsche dir alles Gute
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