negativ(

Re: negativ(

Postby Ruth on 26 Feb 2018, 01:37

Man sagt, der erste Versuch ist ein Probezyklus, weil man noch nicht weiß, wie der Körper auf die Stimu reagiert. Wenn du jeden Versuch wie einen natürlichen Zyklus siehst, dann würde es bedeuten, dass du nach einem Monat Hibbeln aufgeben willst. Manche Frauen werden beim ersten mal schwanger, manche beim 4. und wieder andere beim 10. Versuch. Das erste negativ ist hart, das zweite zieht einem total den Boden unter den Füßen weg...ab dem dritten negativ wurde es bei mir leichter. Man darf bei der Behandlung nicht vergessen, dass die Chancen auf einen negativen Ausgang höher sind, als umgekehrt. Nach dem ersten mal zu denken, es klappt nicht, halte ich für naiv und bringt dich nicht weiter. Heul dich aus, nimm dir Zeit zu trauern und dann starte, wenn du dich bereit fühlst. Jeder hat da einen anderen Rhythmus…Alles Gute weiterhin.
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Re: negativ(

Postby paprik_a on 16 Mar 2018, 23:31

Ich kann dich sehr gut verstehen, wir sind momentan mitten in der 6.ICSI (davor hatten wir schon mind. 6 IUIs) also schon ein langer Weg. Letztes Jahr war der Test mal positiv, aber war eine FG(( aber das zeigt mir, es wird irgendwann klappen und wir geben nicht auf. Manchmal frag ich mich, woher ich die Kraft nehme und das alles mit einer Leichtigkeit wegstecke. Ich bin der Meinung, so lange es geht kämpfen, natürlich ist das ganze auch eine finanzielle Sache aber wenn man kann, sollte man es immer wieder versuchen. Nicht dran zu denken? Das muss ich mir auch immer wieder anhören. Aber mir konnte bisher noch keiner erklären, wie man nicht an den Kinderwunsch denkt, wenn man den Kinderwunsch hat oder warum klappt es denn bei anderen Frauen, die sich unbedingt eins wünschen und klappt es? Ist ja nicht so, dass man jeden Tag mit diesem Gedanken aufwacht… aber nicht dran denken, das geht nicht. Deswegen immer das Beste draus machen und das Leben einfach leben trotz negativen Ergebnissen.
Wie gesagt, sind jetzt mitten in der 6 ICSI, ich bekomme bald, wenn alles gut geht, 3 eingesetzt und ich hoffe dass es endlich klappt.
Leider kann ich es nicht beeinflussen, es kommt wie es kommt und wenn es nicht klappt. Ich muss ehrlich sagen, ich war nie so obsessiv darauf versteift Mutter zu werden, liebte mein Leben auch so wie es war, ohne Kind und würde mein Leben auch glücklich verbringen ohne Nachwuchs...
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Re: negativ(

Postby Agnes.frankes on 12 Apr 2018, 00:51

Das klingt wirklich schlimm, wie es dir geht. Mir ging es voriges Jahr ähnlich. Ich hatte eine ICSI und 2 Kryoversuche negativ hinter mir und wollte eigentlich nicht mehr weiter machen und den Kinderwunsch noch aufschieben. Mein Frauenarzt hat mir aber abgeraten, wegen einem Gebärmutterhalskrebs. Ich konnte mich sehr schlecht motivieren und hatte keine Lust zu nix mehr. Ich dachte mein Pessimismus würde auch die nächste ICSI scheitern lassen. Ich musste mich aber zum Arbeiten zwingen, da ich selbstständig bin und sonst das Geld fehlt. Ich rang mich zu einer letzten ICSI durch, weil ich noch die eingefrorenen Eizellen als Möglichkeit haben wollte, falls der Krebs doch wieder kommt. Wenn der Versuch negativ gewesen wäre, wollte ich dann eine Pause einlegen. Ich habe aber gemerkt, dass es mir wieder besser ging, als der Behandlungsplan stand und ich wusste, wie es weitergeht. Für mich war das Motivation. Ich bin ein Typ der einen Plan braucht um vorwärts zu schauen... Ich begann also im November mit einer neuen ICSI und sah wieder nach vorn. Was die ICSI an sich anging, war ich dennoch skeptisch. Aber ein Funken Hoffnung hat man ja immer... Ich hatte auch Angst vor den Nebenwirkungen nach der Punktion. Da hatte ich nach der letzten ICSI nämlich auch einen Krankenhausaufenthalt mit starken Schmerzen. Aber mir haben Schmerztabletten und viel Bewegung half.
Ich hatte gestern das erste Mal wieder zwei Striche auf dem Test und gehe am Montag zum Bluttest. Negatives Denken an sich ist übrigens nicht Ursache für das Nichteinnisten deiner Eizellen. Sonst hätte sich bei mir auch nix Einnisten dürfen ;-) Alles alles Gute.
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Re: negativ(

Postby majorka4 on 23 Apr 2018, 00:58

Hallo! Es tut mir leid, dass der erste Versuch nicht geklappt hat! Ich habe auch starke Endometriose. Nach dem ersten negativen Versuch haben wir uns ein Jahr Pause gegönnt. Dann musste die Stimu abgebrochen werden, weil nur ein Follikel gewachsen war. Dort stellte sich dann heraus, dass mein AMH-Wert im Keller ist.
Dann haben wir die Praxis gewechselt. Ich bin nach drei Monate Wechseljahren mit der Stimu gestartet. Habe dieses Mal Pergoveris bekommen anstelle von Gonal. Und ich nehme seit Stimu-Beginn jeden Morgen Dexamethason, das hat wohl was mit den Abwehrkräften zu tun falls die Endo bei der Stimu wieder kommt.
Das Negativ hat mir den Boden unter den Füßen gerissen. Die Angst vor einer neuen Enttäuschung ist natürlich immer irgendwie da. Aber im Laufe der Zeit wurde sie bei mir kleiner - irgendwann wirst Du es fühlen, wenn Du zu einem neuen Versuch bereit bist. Der Gedanke an ein Leben ohne Kinder womöglich ist nicht mehr so schlimm für mich wie früher, auch haben wir uns über eine Adoption informiert. Mit diesem Plan im Hinterkopf konnte ich generell viel entspannter an die jetzige Behandlung gehen. Ich wünsche Dir alles Gute!
Liebe Grüße
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Re: negativ(

Postby yourAngel on 18 May 2018, 16:59

Ich kann dich sehr gut verstehen, wir sind momentan mitten in der 6.ICSI (davor hatten wir schon mind. 6 IUIs) also schon ein langer Weg. Letztes Jahr war der Test mal positiv, aber war eine FG(( aber das zeigt mir, es wird irgendwann klappen und wir geben nicht auf. Manchmal frag ich mich, woher ich die Kraft nehme und das alles mit einer Leichtigkeit wegstecke. Ich bin der Meinung, so lange es geht kämpfen, natürlich ist das ganze auch eine finanzielle Sache aber wenn man kann, sollte man es immer wieder versuchen. Nicht dran zu denken? Das muss ich mir auch immer wieder anhören. Aber mir konnte bisher noch keiner erklären, wie man nicht an den Kinderwunsch denkt, wenn man den Kinderwunsch hat oder warum klappt es denn bei anderen Frauen, die sich unbedingt eins wünschen und klappt es? Ist ja nicht so, dass man jeden Tag mit diesem Gedanken aufwacht… aber nicht dran denken, das geht nicht. Deswegen immer das Beste draus machen und das Leben einfach leben trotz negativen Ergebnissen.
Wie gesagt, sind jetzt mitten in der 6 ICSI, ich bekomme bald, wenn alles gut geht, 3 eingesetzt und ich hoffe dass es endlich klappt.
Leider kann ich es nicht beeinflussen, es kommt wie es kommt und wenn es nicht klappt. Ich muss ehrlich sagen, ich war nie so obsessiv darauf versteift Mutter zu werden, liebte mein Leben auch so wie es war, ohne Kind und würde mein Leben auch glücklich verbringen ohne Nachwuchs...
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Re: negativ(

Postby yourAngel on 18 May 2018, 16:59

Ich kann dich sehr gut verstehen, wir sind momentan mitten in der 6.ICSI (davor hatten wir schon mind. 6 IUIs) also schon ein langer Weg. Letztes Jahr war der Test mal positiv, aber war eine FG(( aber das zeigt mir, es wird irgendwann klappen und wir geben nicht auf. Manchmal frag ich mich, woher ich die Kraft nehme und das alles mit einer Leichtigkeit wegstecke. Ich bin der Meinung, so lange es geht kämpfen, natürlich ist das ganze auch eine finanzielle Sache aber wenn man kann, sollte man es immer wieder versuchen. Nicht dran zu denken? Das muss ich mir auch immer wieder anhören. Aber mir konnte bisher noch keiner erklären, wie man nicht an den Kinderwunsch denkt, wenn man den Kinderwunsch hat oder warum klappt es denn bei anderen Frauen, die sich unbedingt eins wünschen und klappt es? Ist ja nicht so, dass man jeden Tag mit diesem Gedanken aufwacht… aber nicht dran denken, das geht nicht. Deswegen immer das Beste draus machen und das Leben einfach leben trotz negativen Ergebnissen.
Wie gesagt, sind jetzt mitten in der 6 ICSI, ich bekomme bald, wenn alles gut geht, 3 eingesetzt und ich hoffe dass es endlich klappt.
Leider kann ich es nicht beeinflussen, es kommt wie es kommt und wenn es nicht klappt. Ich muss ehrlich sagen, ich war nie so obsessiv darauf versteift Mutter zu werden, liebte mein Leben auch so wie es war, ohne Kind und würde mein Leben auch glücklich verbringen ohne Nachwuchs...
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Re: negativ(

Postby sofi_e on 26 May 2018, 03:31

Es tut mir sehr leid dass es mit der Schwangerschaft nicht geklappt hat! Du erwähntest Freunde mit Kindern die positiv und glücklich sind, ihr dagegen seid unglücklich und negativ. Das fühlt sich in diesem Moment ganz klar so an. Aber glaube mir, es gibt auch ein Leben mit Kindern, in dem man sich unglücklich und negativ fühlen kann, gerade wegen der Kinder! Ich habe vor 5 Jahren einen behinderten Sohn bekommen. Ja, ich bin über die Maßen dankbar dass ich ihn habe aber ich werde täglich vor sehr große Herausforderungen gestellt und ich muss auch täglich über meine persönlichen Grenzen gehen. Das wirft von Zeit zu Zeit auch negative Gefühle auf. Mit der Zeit habe ich aber gelernt, dies zu akzeptieren, weil ich weder meinen Sohn noch unser Leben ändern kann und mittlerweile habe ich auch den Wunsch danach nicht mehr. Es gelingt, wenn man es möchte, doch die negativen Gefühle in positive Kraft umzuwandeln wenn man akzeptiert.
Versuch doch einfach nicht ganz so schwarz zu sehen, akzeptiere die Situation, die du nun so gar nicht ändern kannst und geh bitte davon aus, ein Leben mit Kindern ist nicht nur glücklich, auch wenn es in der Vorstellung und aus der kinderlosen Perspektive heraus so aussehen mag.
Viele liebe Grüße
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Re: negativ(

Postby Ruth on 19 Jun 2018, 01:51

Mir gehts jetzt schon weit besser und ich merke, dass ich wieder Mut schöpfen kann, wenn auch noch nicht gleich. Ich habe beschlossen, dass ich nach dem Urlaub einen Termin ausmachen werde und 2 Zyklen werde ich ja sowieso Pause brauchen. Irgendwie will ich mir nicht zu lange Zeit lassen, vielleicht ist es die Ungeduld oder weil ich glaub, dass sich mein Körper ans das kurze schwanger sein erinnern kann, ich weiß nicht. Wir haben auch diese Woche wieder über Adoption gesprochen. Das Thema haben wir schon lange in Gedanken, aber ich wollte doch auch eine IVF probieren, ich glaub, ich hätte mir sonst irgendwann Vorwürfe gemacht. Mein Freund ist eher dafür als ich, ich scheu mich ein bisschen davor wirklich mal einen Antrag zu stellen. Ich hab doch so Sehnsucht selbst ein Kind in mir zu spüren, wahrscheinlich ist das für einen Mann anders. Aber manchmal denk ich, dass ich noch zuviel daran denke, dass ein Adoptivkind nur ein Kompromiss wäre und nicht dass auch diese Erfahrung wunderschön und spannend sein kann. Meine Schwester, die auch mit IVF schwanger wurde, hat heute ihr Baby bekommen, werde sie gleich morgen besuchen und freu mich schon total drauf, so ein ganz Kleines wieder mal im Arm zu halten.
Ich wünsche euch alles Gute
Ruth
 
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Re: negativ(

Postby Ruth on 20 Jun 2018, 22:22

Hallo! Es tut mir leid, dass der erste Versuch nicht geklappt hat! Ich habe auch starke Endometriose. Nach dem ersten negativen Versuch haben wir uns ein Jahr Pause gegönnt. Dann musste die Stimu abgebrochen werden, weil nur ein Follikel gewachsen war. Dort stellte sich dann heraus, dass mein AMH-Wert im Keller ist. Dann haben wir die Praxis gewechselt. Ich bin nach drei Monate Wechseljahren mit der Stimu gestartet. Habe dieses Mal Pergoveris bekommen anstelle von Gonal. Und ich nehme seit Stimu-Beginn jeden Morgen Dexamethason, das hat wohl was mit den Abwehrkräften zu tun falls die Endo bei der Stimu wieder kommt. Das Negativ hat mir den Boden unter den Füßen gerissen. Die Angst vor einer neuen Enttäuschung ist natürlich immer irgendwie da. Aber im Laufe der Zeit wurde sie bei mir kleiner - irgendwann wirst Du es fühlen, wenn Du zu einem neuen Versuch bereit bist. Der Gedanke an ein Leben ohne Kinder womöglich ist nicht mehr so schlimm für mich wie früher, auch haben wir uns über eine Adoption informiert. Mit diesem Plan im Hinterkopf konnte ich generell viel entspannter an die jetzige Behandlung gehen. Ich wünsche Dir alles Gute! Liebe Grüße
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