Gebärmutterspiegelung

Re: Gebärmutterspiegelung

Postby majorka4 on 30 Oct 2016, 19:52

Hallo, Ruth!
Also ich habe das ganze Ende August auch vor mir. Und ich muss sagen, der Doc meinte, dass man bei einer Gebärmutterspiegelung sehen kann, ob sich überhaupt jemals ein Embryo einnisten kann und wenn nicht, warum das so ist und man kann es beheben. Mir gings auch so, das es komisch ist, weils eine OP ist, andererseits muss ich sagen, haben wir jetzt auch schon soviel durch, dass es darauf nicht mehr ankommt und wenns uns ein Stückchen näher an unser Wunschkind bringt, dann lass ich es eben über mich ergehn.
Wünsch Dir alles Liebe und Gute
majorka4
 
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby Siri on 30 Oct 2016, 19:57

Es ist auf keinen Fall verkehrt so eine Untersuchung zu machen - im US kann man meistens nichts sehen - man erkennt hier diese Veränderungen erst ab einer bestimmten Größe, die Aussage zur Schleimhaut, die ihr Gyn getroffen hat, ist ja recht leib, aber glauben sie mir, kein Arzt kann eine Aussage über die wirkliche Rezeptivität machen. Es ist ein Hilfsmittel, aber mehr ist es auch nicht und mehr haben wir auch nicht, soll heisen, manchmal überträgt man die schönsten Embryonen und es klappt doch nicht. Das hat Mutter Natur uns immer noch was voraus! Die Speigelung ist bei dir sicher anzuraten - zumal sie keine große Belastung für den Körper darstellt. Natürlich kann der Arzt nach der OP zu Ihnen kommen und sagen, es ist alles okay, und sicher sagt man dann vielleicht aber sind sie doch ehrlich, wenn der zweite Versuch wieder fehlschlägt, machen sie sich auch Vorwürfe oder Gedanken und fragen sich immer, ob es nicht auch daran gelegen hat oder? Es bleibt bei ihnen
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby sofi_e on 30 Oct 2016, 20:01

Ich stehe vor demselben Problem…wir stehen vor unserer 2. ICSI. Die 1. endete leider negativ. Ich war schon dreimal ohne Hilfe schwanger. Der erste mal habe ich meinen Sohn geboren. Darunter eine FG mit Ausschabung, Eileiter-SS, Entfernung Eileiter und auch Ausschabung. Aufgrund der vergangenen beiden Ausschabungen wurde mir angeraten, dass ich evtl, eine Gebärmutterspiegelung vor der nächsten Behandlung mache. Der KiWu-Doc hat im US jedoch nichts Auffälliges gesehen. Die GMS war einen Tag nach Eisprung zwar mit knapp 7mm etwas niedrig, aber die Dreischichtigkeit läßt sich sehr gut darstellen. Meine Regelblutung ist auch immer normal. Er meint, dass mit der Schleimhaut auch zu 90% alles ok ist. Dass ich nicht mehr schwanger werde liegt wohl an dem einen Eileiter, den ich nur noch habe und der wohl auch zu ist (es wurden nämlich Chlamydien-Antikörper im Blut entdeckt). Ich würde mir jetzt den körperlichen und psychischen Stress dieses weiteren Eingriffs gerne ersparen.
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby tilda on 30 Oct 2016, 20:09

Ich habe vor der 1. ICSI auch eine Gebärmutterspiegelung machen lassen, unser Kiwu-Doc hatte das vor Behandlungsstart angeordnet wegen Zwischenblutungen ungeklärter Ursache. Ich habe versucht drum herum zu kommen, aber er meinte bevor wir einen Versuch in den Wind schießen aufgrund irgendeiner Sache, die man durch die GS hätte beheben könnte, würde er es dringend empfehlen.
Da es die erste Vollnarkose meines Lebens war, hatte ich ziemlichen Bammel (vor allem, als ich das Aufklärungsblatt mit den Risiken unterschreiben musste), im Nachhinein war es aber ein absolut unproblematischer Eingriff. Am Tag danach war ich schon wieder total fit. Danach habe ich erfahren, dass dabei auch ein Polyp entfernt wurde, der eventuell bei der Einnistung hätte Probleme machen können. Von daher bin ich froh, dass ich die GS trotz großer Narkose-Panik gemacht habe.
Liebe Grüße
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby trixis on 30 Oct 2016, 20:13

Meine Frauenärztin hatte mir auch mehrmals eine Bauchspiegelung angeraten, aus meiner Sicht ohne echte Indikation. Es schien mir so ein hilfloser Versuch, doch noch eine Erklärung zu finden, wenn Hormon- und sonstige ok sind. Erst in der Kinderwunschpraxis bin ich nach Endometriosebeschwerden gefragt worden. Dann war für mich zur Abklärung auch die Bauchspiegelung einsehbar. Die war dann übrigens ohne Befund. Da kann ich mir aussuchen, ob das eine gute Nachricht ist, weil alles ok ist oder eine schlechte, weil ich immer noch nicht wirklich weiß, woran es liegt.
Aber ich kann verstehen, dass Du zögerst. Ich brauchte auch eine stichfeste Erklärung, warum eine BS gerade für mich sinnvoll ist. Dann konnte ich mich dafür entscheiden. Einfach mal so, war für nicht nicht drin. Ich denke, eine BS ist eine anderen Untersuchungen nachrangige diagnostische Untersuchung, nach Laborwerten an verschiedenen Zyklustagen, Ultraschall, Anamnese von Beschwerden. Wenn dann was nicht stimmt, kann man überlegen, ob gerade eine BS Aufklärung bringt. Wenn alles in Ordnung ist, kannst Du entscheiden, ob Du weiter nach einer Erklärung suchen möchtest oder mit einer fehlenden Antwort umgehen kannst. Immer ein Schritt nach dem anderen. Keine Kanonen gegen Spatzen auffahren.
Liebe Grüße!
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby Windchen210 on 30 Oct 2016, 20:21

Gewöhnlich werden Gebärmutterspiegelungen empfohlen, wenn eine Frau aus unerklärlichen Gründen mehrere Fehlgeburten hatte. Wenn ich jetzt aber nochmal genauer nachdenke, dann ist das auch schon alt. Um sicher zu stellen, dass es beispielsweise kein Septum gibt, das ist ein kleines Häutchen, das manchmal inmitten der Gebärmutter sitzen kann. Ist es stark ausgeprägt, dann gleubte man, dass eine befruchtete Eizelle sich darin nicht einnisten könnte. In den letzten Jahren ist mir das aber nicht mehr untergekommen...Aktuell könnte ich mir vorstellen, dass man nach Anomalien der Gebärmutterschleimhaut sucht. Manche Frauen können ihre Schleimhaut nach Cürettagen also Ausschabungen nicht mehr vollständig aufbauen.
Es versteht sich von selbst, dass es dafür Anhaltspunkte in der Vorgeschichte geben muss. Ganz ehrlich, mir fällt kein Grund ein, weshalb man sonst eine Spiegelung empfehlen sollte.
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby yourAngel on 30 Oct 2016, 20:24

Vielen Dank für eure Antworten, aber ihr schreibt von Bauchspiegelungen. Darum geht es bei meiner Frage überhaupt nicht. Es geht um eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie).
Kann mir jemand dazu Erfahrungen mitteilen? Bei mir gab es nie Anzeichen für Polypen oder Myome, deshalb wundert mich die Empfehlung. Du schreibst es nicht dazu, war es bei Dir eine Gebärmutterspiegelung, die so schmerzhaft war? Hattest Du die Schmerzen dabei (keine Vollnarkose) oder danach? Es tut mir sehr leid, dass Du Dich als Patientin nicht gut aufgehoben fühltest. Ja, bei diesem Arzt scheint es auch Standardprogramm zu sein, nur bin ich keine Standardpatientin. Euch allen herzlichen Dank für Eure guten Wünsche und alles Gute für Eure individuellen Wege.
Liebe Grüße
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby Agnes.frankes on 15 Apr 2017, 04:19

Bei mir wurde die Gebärmutterspiegelung gleichzeitig mit der Bauchspiegelung (Prüfung EL Durchgängigkeit, Endo Check etc) gemacht - das war, bevor wir überhaupt in die Therapie gestartet sind (nach 1.5 Jahren erfolglosem Versuchen). Wurde uns vom FA empfohlen und in meinem Fall war das wirklich gut so - hatte ein kl Geschwür an der GM und sehr starke Endo, obwohl ich vorab keine typischen Symptome hatte...habs unter Vollnarkose machen lassen, was ebenfalls gut war, da sie die Herde und das Geschwür dann gleich im selben Step entfernen konnten. Es war dann halt kein rein diagnostischer Eingriff, sondern eine 2h OP mit einer Drainage für ein paar Tage und 5 Tage KH...also nicht unbedingt ein Zuckerschlecken, aber die Schmerzen waren absolut erträglich und mir gings dann schnell wieder gut. Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute - wofür du dich auch entscheidest!
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby Windchen210 on 18 Apr 2017, 01:52

Also ich hatte eine Gebärmutterspiegelung und auch die Eileiter wurden bei mir vor der ganzen Fruchtbarkeitsbehandlung untersucht. Das wollte damals meine Frauenärztin so, weil sie meinte, wenn alles in Ordnung ist, dann könnten wir so auch noch Inseminationen versuchen. Das Ganze fand im KKH statt unter Vollnarkose und war eigentlich kein Thema, riesig grosse Schmerzen hatte ich auch nicht, lediglich Bauchschmerzen ziemlich stark. Aber es war wirklich nicht schlimm. So wusste ich wenigstens, dass bei mir alles total in Ordnung ist. Nach einigen Inseminationen haben wir dann auch eine ICSI gemacht und da musste ich nicht die Pille vorher nehmen, sondern habe ganz normal am Ende des vorherigen Zyklus Synarela genommen, dieses Nasenspray. Also ich denke schlimm ist so eine Bauchspiegelung/Gebärmutterspiegelung nicht, aber es muss nicht sein, dass die das bei Dir machen. Liebe Grüße und alles Gute
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Re: Gebärmutterspiegelung

Postby naDin on 17 Aug 2017, 00:18

Mein Arzt meinte es auch und ich wollte natürlich nicht so und nörgelte rum und hinterfragte, dann sagte er mir: wissen Sie, es ist Ihre Entscheidung, ich rate Ihnen nur das, was ich meiner Frau auch raten würde. Man versucht die Bedingungen vor der ICSI zu optimieren und das man möglich ist schon in Vorab klären. Das sagte er. Ich machte es schließlich, da ich dachte, sollte es nicht klappen, werde ich mir Vorwürfe machen und es spätestens dann machen lassen, also, was soll es. Es ist nicht schlimmer, als die PU. Eine kurze Vollnarkose und du bekommst nichts mit. Bei uns ist auch mein Mann Schuld, bei mir haben sie nichts gefunden. Man kann denken, ich habe es umsonst gemacht, aber ich kenne mich, ich würde mich verrückt machen und immer denken, ich hätte es machen lassen. Ist aber wirklich kein Thema, keine Angst. Muss also nicht sein, ist aber ratsam.
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