Eileiterdurchlässigkeitsprüfung mit Kontrastmittel

Eileiterdurchlässigkeitsprüfung mit Kontrastmittel

Postby Pika4u on 06 Feb 2017, 01:45

Hallo zusammen
ich hatte am Montag eine Eileiterdurchspülung beim Frauenarzt, also eine Untersuchung mit Kontrastmittel (mit Sauerstoffbläschen) und Ultraschall. Das ganze war im Übrigen ziemlich traumatisch für mich, das nur so am Rande. Hatte mich auch kurz zuvor mit dem Frauenarzt über die weitere Behandlung gestritten, das hat es vielleicht noch mal negativ beeinflusst. Gute Nachricht: Flüssigkeit lief prompt durch, alles frei. Er hat mir danach Antibiotika verschrieben, die ich auch brav aufgegessen hab und ein entzündungshemmendes Schmerzmittel. Eben hab ich die Packungsbeilage durchgelesen und denk, ich les nicht richtig: Das Medikament kann es Frauen erschweren, schwanger zu werden, durch die Hemmung der Prostaglandinsynthese! Außerdem hab ich gefunden, dass die Einnistung erschwert und die Fehlgeburtrate erhöht ist. Das Argument für die Verschreibung war, dass es sein kann, dass unbemerkt kleinere Verwachsungen abgesprengt wurden durch die Durchspülung und wir vorsorglich eine Entzündung verhindern mit dem Mittel. Es würde auch nichts machen, wenn ich in dem Zyklus gleich schwanger werden würde. Nachdem, was ich jetzt herausgefunden habe, zweifele ich das aber stark an. Deshalb meine Frage, hat jemand nach einer Durchspülung auch vorsorglich Entzündungshemmer und Antibiotika bekommen, ist das normal?
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Re: Eileiterdurchlässigkeitsprüfung mit Kontrastmittel

Postby yourAngel on 06 Feb 2017, 01:48

Ich kann mich auch nicht daran erinnern, irgendetwas bekommen zu haben. Die Untersuchung habe ich allerdings auch als traumatisch in Erinnerung. Hinterher haben sie mich eine halbe Stunde in ein Zimmer geschoben, in dem ich mich erholen sollte, weil ich keine Farbe mehr im Gesicht hatte. Wusste gar nicht, dass man das auch mit Kurznarkose machen kann. Wenn dein Arzt dir schon ein Medikament mit diesen Nebenwirkungen verschreibt, sollte er sagen, warum. Er muss schließlich davon ausgehen, dass du die Packungsbeilage liest. Für mich hat er nur die halbe Arbeit gemacht. Ich kann gut verstehen, dass du dir Gedanken machst.
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Re: Eileiterdurchlässigkeitsprüfung mit Kontrastmittel

Postby Lisa_vogt on 06 Feb 2017, 01:49

Da ich diese Eileiter-Überprüfung auch machen lassen möchte und ich eure Beiträge gelesen habe...wollte ich doch mal kurz fragen: Was war denn so traumatisch? Ist diese Untersuchung mit großen Schmerzen verbunden? Liebe Grüße
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Re: Eileiterdurchlässigkeitsprüfung mit Kontrastmittel

Postby Pika4u on 06 Feb 2017, 01:53

Ich möchte niemand Angst einjagen, ob eine die Untersuchung als unangenehm, schmerzhaft, traumatisch oder völlig problemlos empfindet, ist sicherlich sehr subjektiv. Ich hab da zuvor alles gelesen, von "überhaupt kein Problem" bis "kurz vor Ohnmacht". Ich dachte, dass ich damit kein Problem hat, weil ich generell eher schmerztolerant bin und während der Periode ein, höchstens zwei Tage leichte Schmerzen hab, die mehr unangenehm sind wie wirklich schmerzhaft. Bei mir war es eine Untersuchung mit einem Kontrastmittel und Ultraschall, wie gesagt. Es gibt aber auch noch andere Formen. Ich war vorher extrem aufgeregt, aber nicht wegen der Prozedur, sondern ob des Ergebnisses. Kommt raus, dass sie zu sind, dann hieße das evtl. OP. Sind zu offen, dann haben wir immer noch keine Erklärung, warum es nicht klappt. Mein Frauenarzt meinte schon seit Monaten, dass sei der nächste logische Schritt, der anstünde, nachdem er festgestellt hat, dass ich einen regelmäßigen Eisprung hab. Seit Anfang des Jahres wollten wir es machen, es hat zwei Monate nicht damit geklappt, weil er einmal in Urlaub war und einmal krank geworden ist. Ich wollt es nun endlich hinter mir haben.
Dann meinte er, vielleicht prüfen wir doch noch ein paar Zyklen lang, ob ich wirklich einen Eisprung hab. Aber ich wollte jetzt unbedingt diese Prüfung, ich weiß auch, dass ich einen Eisprung hab, da ich mehr oder weniger regelmäßig Zyklusblätter führe. Das wollte er nicht gelten lassen und so haben wir uns fast schon gestritten. Dann schickte er meinen Partner raus, der eigentlich mein Händchen halten und moralischen Beistand leisten sollte. Es sei kein Platz da für ihn. Jetzt im Nachhinein denke ich, es wäre eigentlich sehr wohl noch Platz gewesen, aber so war er erst mal vor der Tür.
Dann hat er zunächst den Muttermund desinfiziert. Das hat ein bisschen weh getan und ich hab auch gesagt, dass das jetzt weh tut. Ich wusste ja nicht, ob das normal ist, dass das ein bisschen brennen kann oder ob da was nicht stimmt. Der FA hat mich angeguckt und mich korrigiert "Ja, das ist unangenehm". Nein, es hat weh getan, es war nicht nur unangenehm. Es war ein auszuhaltender Schmerz, aber es war eben ein Schmerz. Dann wurde der Muttermund fixiert und das hat noch ein wenig mehr wehgetan. Ich hab so Krämpfe bekommen, wie eine ganz starke Verstopfung, bei der man sich nur krümmen will. Dann wurde da irgendein Schlauch durch den Muttermund geschoben und es hat auch weh getan. Mir ist so richtig überall der Schweiß ausgebrochen und ich hab mich gefragt, was ich da eigentlich mach. Dass das eigentlich kein Körperteil ist, in dem ich eine Nadel mit einem Schlauch reingeschoben bekommen möchte. In dem Moment wusste ich auch, dass die Flüssigkeit problemlos durchlaufen würde.
Das Rausziehen und Lösen und wieder desinfizieren hat einfach auch weh getan. Wenn ich das jetzt so lese, war es auch zu einem Gutteil der unempfindsame Umgang meines FA, das die Untersuchung so scheiße war.Ich hoffe, ich hab dich nicht so sehr erschreckt. Es ist, wie gesagt, ein rein subjektiver Bericht. Liebe Grüße
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Re: Eileiterdurchlässigkeitsprüfung mit Kontrastmittel

Postby yourAngel on 06 Feb 2017, 01:57

Ich wusste gar nicht, was auf mich zukommt, war also völlig entspannt. Ich musste in eine Klinik und kannte die Ärzte gar nicht. Es waren zwei junge Männer in meinem Alter. Sie waren sehr nett und wussten ja auch, was da auf mich zukam. Der eine hat die Untersuchung durchgeführt und der andere verschwand irgendwo in einem Raum mit Monitoren etc. der Arzt, der die Untersuchung durchgeführt hat, war sehr einfühlsam und behutsam. Ich war total entspannt. allerdings bin ich extrem schmerzempfindlich. Es hat eine ganze weile gedauert, bis ich mich vor schmerzen krümmen wollte, aber dann waren wir auch schon fast am Ende. der Arzt hat gemerkt, dass es jetzt kritisch wird und mir nochmal gut zugeredet, jetzt nicht aufzugeben, damit er nochmal Flüssigkeit durch den zweiten Eileiter schießen konnte. Der hatte sich nämlich aufgrund meiner Krämpfe verschlossen, lies aber beim zweiten mal die Flüssigkeit durch. Der Arzt hat mir hinterher erklärt, dass meine Gebärmutter noch klein und nicht so elastisch ist, weil ich noch kein Kind bekommen habe. Deshalb reagiert sie mit Schmerz, wenn die Sonde aufgepumpt wird.
Bei ihr seien beide Eileiter trotz der Krämpfe offen geblieben. Bei mir ist einer zugegangen. gibt mir zu denken, was Stress im Allgemeinen in meiner KiWu-Zeit bedeuten kann...Wenn ich es nochmal machen müsste, würde ich nach einer Kurznarkose fragen. Ich hoffe, du kannst außer dem traumatischen noch etwas anderes aus diesem Erfahrungsbericht mitnehmen. Liebe grüsse
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Re: Eileiterdurchlässigkeitsprüfung mit Kontrastmittel

Postby Lisa_vogt on 06 Feb 2017, 01:59

Vielen Dank für eure Impressionen. Ehrlich gesagt war ich bisher irgendwie total naiv und habe mir da gar keine Gedanken gemacht. Aber ich bin jemand, die froh ist, wenn sie um mögliche Eventualitäten weiß. Jetzt weiß ich, dass es schmerzhaft sein kann. Das finde ich besser, als dann bei der Untersuchung möglicherweise völlig unerwartet vor Schmerzen fast verrückt zu werden... Das würde mich eher umhauen. Also vielen Dank nochmal für euren ehrlichen Bericht. Ich bin also mal gespannt, was da auf mich zukommen wird. Am Mittwoch habe ich einen Termin beim FA. Erstmal für ein Gespräch. Seit unserem Besuch in einer KiWu-Klinik vor einem Jahr hatte ich irgendwie erstmal die Nase voll von Ärzten. Es wurden damals alle Untersuchungen gemacht bis auf die Eileiter-Prüfung. Obwohl Eileiter-Verklebungen nicht vererbbar sind (so der FA), hatten meine Oma und Mutter damit Probleme. Ich möchte das deshalb einfach abklären, um mir da Klarheit zu verschaffen. Euch noch einen schönen Abend
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Re: Eileiterdurchlässigkeitsprüfung mit Kontrastmittel

Postby paprik_a on 06 Feb 2017, 02:00

Jetzt habe ich doch Angst! Wir waren gestern in unserer KiWu-Praxis und auch ich soll diesen Monat eine Bauchspiegelung über mich ergehen lassen. Hattet Ihr denn keine Kurznarkose? Ich muss zuvor extra mit dem Anästhesisten sprechen und werde eine Narkose für 45-50 Minuten bekommen. Ich bin im Unterleib sehr schmerzerfahren, aber das muss ja nicht sein...Die Tabletten hätte ich auch nicht genommen. Er hätte Dich aufklären müssen, warum die Medikamente nötig sind und dann abwägen, ob es eine Alternative gibt. Ist ja ein Hammer!
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Re: Eileiterdurchlässigkeitsprüfung mit Kontrastmittel

Postby Lisa_vogt on 06 Feb 2017, 02:02

Ich war heute auch bei der Frauenärztin. Sie sagte mir auch, dass es mittels Bauchspiegelung mit Kurznarkose gemacht werden soll. Ich glaube, eine Echovist-Untersuchung ist entweder ohne oder aber mittels Bauchspiegelung möglich. Wobei es, wenn ich das richtig verstanden habe, bei einer Bauchspiegelung aussagekräftiger ist als im Wachzustand, weil man dann eventuelle Verwachsungen besser sehen und gleich beheben kann. Bei einer Untersuchung ohne Narkose wird kein Schnitt in die Bauchdecke gemacht, sondern nur eine Sonde von unten rein geschoben. Ich wäre dir dankbar, du könntest mir dann einen kleinen Bericht geben...Ich hatte als Kind einmal eine OP und bin deshalb, was Narkosen und so angeht, ein totaler Angsthase.
Da hab ich heute nach dem FA-Besuch wieder gedacht: Warum kann es denn nicht einfach klappen wie bei den meisten normalen Leuten, einfach so? Liebe Grüße
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Re: Eileiterdurchlässigkeitsprüfung mit Kontrastmittel

Postby paprik_a on 06 Feb 2017, 02:05

Meine Ängste beruhten wohl mehr auf meinem Allgemeinzustand. Nach dem Termin in der Praxis, war ich glücklich, da bei meinem Freund alles in bester Ordnung ist und nicht behandelt werden muss. Auch meine Ergebnisse waren nicht schlecht. Weißt Du, ich habe große Schamgefühle und einfach Angst, weil 3-4 Männer in und an mir herumschneiden und tüfteln, während ich betäubt bin...Auf jeden Fall habe ich gestern noch ordentlich gelesen und auch festgestellt, dass es eben 2 verschiedene Behandlungen sind. Ich soll dann wohl das volle Programm bekommen, mit Narkose. Ich würde mich auch freuen, wenn wir unsere Erfahrungen teilen! Ich bin jetzt erst ganz am Anfang der aktiven Behandlung. Und ich werde meinen Arzt darum bitten, mir zukünftig alles verständlich zu erklären. Ich war eben sehr emotional und irre aufgeregt, als er unsere Ergebnisse preis gab. Das ist menschlich und normal. Ein Trost für uns von meiner Schwester, die schon einiges an OP's durchstehen musste. Sie hat Endometriose und teilte mir mit, dass sie die Bauchspiegelung und das Durchspülen der Eileiter durch die Narkose nicht mitbekommen hat. Frau benötigt anschließend nur Zeit, sich etwas erholen zu können. Ganz liebe Grüße
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Re: Eileiterdurchlässigkeitsprüfung mit Kontrastmittel

Postby Ruth on 06 Feb 2017, 02:06

Hallo zusammen,
ich hatte bereits eine Bauchspiegelung und Blauprobe mit Narkose im Krankenhaus. Die Variante ist angeblich zum einen Aussagekräftiger zum anderen wird sie gewählt, wenn eventuelle Verwachsungen, Myome, Zysten oder ähnliches direkt entfernt werden soll. Es ist dann nur ein Eingriff notwendig bei dem direkt alles gemacht wird. Ich habe vorher eine Beruhigungsspritze bekommen und dann eine Narkose. Bei mir wurde die Blauprobe gemacht und festgestellt, dass beide Eileiter verschlossen waren, diese haben sie dann direkt geöffnet und vernäht. Dann noch ein Myom entfernt. Nach dem aufwachen fühlt man sich aufgepumpt, da der Bauchraum mit Gas gefüllt wird, damit die Ärzte überhaupt Platz zum Arbeiten haben. Als Narben hat man nur einen kleinen Schnitt im Bauchnabel und zwei ganz kleine über den Eierstöcken. Die Schnitte werden auch nicht genäht. Mal abgesehen von dem aufgeblasenen Gefühl und der Tatsache das Narkose nie super ist, war es erträglich. Letztlich hängt es auch davon ab, ob sie wirklich nur die Blutprobe machen oder mehr. Im Endeffekt war ich froh, dass mein FA auf diese Variante bestanden hat, sonst hätten die Eileiter ja nicht direkt geöffnet werden können. Macht Euch nicht verrückt, das klappt schon!
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