Kritischer Alter

Re: Kritischer Alter

Postby omega on 21 Feb 2017, 21:23

Ich glaub, dass deine Ängste ganz normal sind. Die hat jeder, egal welches Alter. Jeder fragt sich, ob er das schaffen wird. Finanziell, nervlich,zeitlich...usw.! Und trotzdem haben alle diese Leute mindestens ein Kind! Ich finde es eigentlich total super bei dir. Klar bist du schon älter, daran lässt sich nunmal auch nichts ändern. Aber das hat viele Vorteile. Ich seid mit Sicherheit finanziell abgesichert, ihr habt sicher vieles erleben können, wo andere noch lange von träumen werden, ihr werdet keine SChwierigkeiten haben, für euer Kind zurückzustecken, denn es ist euer größter Wunsch gewesen, Kinder zu haben. Ich sehe es absolut als ein Geschenk des Himmels an euch! Mein Mann wird bald 50, und wir haben drei Kinder (8J., 6J. und 2J. alt). Ich bin zwar erst 33, aber ich behaupte, dass mein Mann manches Mal geduldiger und besser mit den Nervensägen umgeht als ich. Auch er sieht viel jünger aus-die meisten denken, er wird 40. Dabei ist er sogar schon 2-facher Opa (dank seiner Tochter aus erster Ehe). Klar hat ihn auch schon mal jemand als Opa angesprochen, aber da muss man drüber stehen. Das sind gesellschaftliche Klischees, die es immer geben wird und auf die man nichts geben darf!
Ich sehe dich schon vor mir, wie du total aufgehen wirst in der Mutterrolle. Es gibt so viele Möglichkeiten, Kontakte zu anderen Müttern zu kriegen. Pekip, Babyschwimmen, Krabbelgruppen, Spielgruppen usw., und dort wirst auf viele verständnisvolle Mamas treffen, die dich um deine Ruhe und Geduld beneiden und bewundern werden. Ich finde das alles absolut positiv und freue mich riesig für dich und deinen Mann, dass euer sehnlichster Wunsch nun doch noch in Erfüllung geht!
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Re: Kritischer Alter

Postby Louisa1998 on 21 Feb 2017, 21:26

Du hast viele Jahre auf ein Kind gehofft, und darum gekämpft. Darum kennst Du nun den Wert des Lebens, das in Dir heranwächst. Dass aber auch viele Ängste kommen ist logisch. Dies zeigt, etwas von Deinem Verantwortungsbewußtsein, sonst wäre Dir dies alles egal. Mein früherer Chef ist geboren, da war seine Mutter 49 Jahre alt, es wäre der Welt ein wertvoller Mensch verloren gegangen, wenn er nicht geboren wäre. Auch ältere Mütter haben ihre Vorteile, denn dadurch hast Du schon manche Lebenserfahrung, und läßt Dich nicht mehr von jedem Wind umblasen. Jede Frau durchlebt in ihrer Schwangerschaft Ängste, weil sie die Veränderung an ihrem Körper merkt, und weiß: nichts wird mehr so sein, wie es einmal war. Aber anders ist nicht schlechter, sondern es bedeutet einfach noch einmal eine Umstellung im Leben. Ich weiß nicht wer das Recht hätte Dich schräg anzuschauen oder zu lästern. Aber sollte dies geschehen, so lege Deine Hand auf den Bauch, schaue die Leute an und sage ihnen: Ich habe das Baby ganz doll lieb. Solche Sätze stopfen Kritikern den Mund. Und wenn nicht, sie können ihr Leben gestalten wie sie wollen, gestalte Du Dein Leben nach Deinen Wünschen. Dein Kind wird später stolz auf Dich sein, dass Du es noch mit ihm gewagt hast. Ich glaube nach der Geburt ist es einfacher, da weißt Du für wen Du gekämpft hast und da strahlt Dich ein Augenpaar an.
Und wenn Dein Mann sich dann auch freut, dann ist dies ein unendlich starkes und gutes Fundament, denn zu 2. lassen sich manche Probleme leichter lösen. Lass wieder von Dir hören, wie das Gespräch mit ihm verlaufen ist.
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Re: Kritischer Alter

Postby Agnes.frankes on 21 Feb 2017, 21:27

Eine frühere Kollegin von mir ist mit 45 das erste Mal Mama geworden und ich hab viel von ihren Ängsten und Sorgen mitbekommen. Und jetzt ist sie mit ihrer 2-jährigen Tochter total glückich! Sie hatte auch immer Angst, dass sie als Oma von dem Kind angesehn wird (sie hat schon lange graue Haare...), hatte Angst weil sie zur Risiko-Gruppe gehörte etc. Jede macht sich Sorgen in der SS, auch die jüngeren. Und viele Sorgen sind unbegründet. Sie hatte im Geburtsvorbereitungskurs Frauen kennen gelernt, die sie um ihren Mut beneideten. Wenn das Kind jetzt zu Dir will, dann ist es jetzt richtig - vor allem, wenns vorher nie geklappt hat...Freu Dich auf Dein Kleines, ich wünsch Dir alles Gute!
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Re: Kritischer Alter

Postby Ruth on 21 Feb 2017, 21:31

Meine Mutter war 43 Jahre alt, als ich auf die Welt kam. Ja, es stimmt schon, man bekommt auch als Kind einer älteren Mutter mal einen blöden Kommentar zu hören. Zu einem bestimmten Alter als Teenager war es mir kurze Zeit auch mal peinlich, das Alter meiner Mutter zu nennen.
Das hat sich aber gegeben. Ich habe eine wundervolle Kindheit gehabt und habe ein ganz tolles Verhältnis zu meiner Mutter. Wir konnten immer über alles sprechen und standen und stehen uns sehr nahe. Nicht so schön ist, dass ich jetzt so langsam doch das Alter an ihr bemerke, aber nun bin ich auch schon 33 Jahre alt. Bisher war das eigentlich bei ihr nie ein Thema, aber nun merkt man es doch so langsam. Sie kann sich nicht mehr so intensiv um meine kleine Tochter kümmern, wie das vielleicht andere Omas können. Aber wie gesagt, ich bin nun auch schon 33 Jahre auf dieser Welt. Was ich damit sagen will: unter normalen Umständen hast Du viele glückliche Jahre zusammen mit Deinem Kind, trotz Deines fortgescgrittenen Alters. Mag sein, dass Du nicht mehr so rüstig sein wirst, wenn Du Oma wirst ;-), aber Du wirst allemal eine tolle Mutter werden und kannst Deinem Kind all das bieten, was andere auch können. Denn, und das habe ich auch an meiner Mutter bemerkt, so spät noch ein eigenes Kind bekommen, hält einen selbst auch jung. Ich wünsche Dir ganz viel Glück
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Re: Kritischer Alter

Postby Siri on 21 Feb 2017, 21:35

Natürlich kannst du schwanger werden. Solange eine Frau regelmäßig ihre Tage bekommt, kann sie auch theoretisch schwanger werden. Die Wahrscheinlichkeit nimmt mit zunehmendem Alter allerdings ab, bleibt aber höher als ein Lottogewinn - vorallem dann, wenn man das ganze aus dem umgekehrten Blickwinkel der Verhütung betrachtet. Wenn 100 Frauen dieses Alters ein Jahr lang regelmäßig Geschlechtsverkehr haben, werden etwa 5-10 noch schwanger (mit 18 Jahren: 80%; mit 35 Jahren: 50%; mit 40 Jahren: 30%). Das ist wenig, wenn man unbedingt schwanger werden möchte, aber sehr viel, wenn die Schwangerschaft ungewollt wäre. Alles also eine Frage der Perspektive. Aber dass ein Arzt die Chance mit einem Lottogewinn vergleicht, ist schlichtweg inkompetent.
Pseudowissenschaftlicher Quatsch wie "biologisches Alter" - sorry, aber das tut einfach nur noch weh. Das Einsetzen der Wechseljahre hat leider nichts primär mit dem Lebenswandel zu tun und auch nichts damit, wie frisch die Haut, wie gesund das Essen ist und so weiter. Begriffe wie "biologisches Alter" sind einfach Dummschwatz, denn gerade der Begriff "biologisch" würde ja wohl bedeuten, dass es um das Alter im Sinne von "Geburt bis heute" geht. Nein, dieser esoterische Mumpitz ist keinen Groschen wert und einfach nur Wellness-Getue, um reiche Kundinnen zu befriedigen. Abschließend sei gesagt, dass für viele Frauen mit dringendem Kinderwunsch bei Verfügbarkeit eines passenden Partners eine Hormonbehandlung auch durchaus in Frage kommt. Wer wirklich will, nimmt das in Kauf und wird glückliche Mutter. Dagegen spricht ja auch prinzipiell gar nichts. Was kann man nur über 66 jährige Frau, die Vierlinge in der Ukraine bekommen hat, sagen? Natürlich hat sie ihre Kinder dank Eizellspene bekommen, aber trotzdem… also ich denke, wenn du wünschst, dann mach es
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Re: Kritischer Alter

Postby paprik_a on 21 Feb 2017, 21:38

Ich bin übrigens über 40 und ich gebe meinen Kinderwunsch noch nicht auf. Warum auch? Aus Altersgründen? Ich habe extrem gute Hormonwerte, werde bei meinem AMH- Wert sicher noch lange nicht in die Wechseljahre kommen und habe einen Zyklus wie eine Schweizer Uhr.
Trotzden werde ich auf künstliche Befruchtung angewiesen sein- dank des extrem schlechten SG meines Partners! Übrigens gibt es durchaus Frauen, die zwischen dem 45. bis 50. Lebensjahr noch auf natürlichem Weg Mutter werden, ebenso wie es Frauen gibt, die bereits mit 35 in den Wechseljahren sind. Beides ist selten, aber die Fruchtbarkeitsspanne ist nun mal bei jeder Frau anders.
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Re: Kritischer Alter

Postby Lisa_vogt on 21 Feb 2017, 21:47

Ich selber bin leider in der unschönen Situation, dass ich nur sehr schwer schwanger werden kann! Ich leide an Übergewicht, nach der Geburt ist durch Streß und ständigen Arztbesuchen leider mein Gewicht wieder um 10 kg hochgeschellt... meine Schilddrüse spinnt und ich hab zu viele männliche Hormone...Hatte ich aber auch, als ich noch wesentlich schlanker war und 10 kg Übergewicht hatte...Allerdings finde ich es schon sehr krass, wenn jemand sagt, nur weil man Übergewicht hat (oder auch anderes Leiden), dass diese keine Kinder bekommen sollten! Haben solche Menschen eigentlich keine Bedürfnisse? Egal welches Alter, jeder sollte selber bestimmen können, wann für sie der richtige Zeitpunkt ist, ein Kind zu bekommen. Auch finde ich es wirklich nicht toll, wenn irgendwelche Männer entscheiden, wo eine Behandlung bezahlt wird, oder nicht. Jeder schreit, Deutschland braucht mehr Kinder, weil man im Alter heut zu Tage ja nicht genug Geld bekommt. Wie soll das gehen, wenn die Kosten so hoch sind und die Regelungen so streng? Leider liegt das alles auch an der Lebensweise heute. Man hat zu viel Streß, man macht seinen Körper kaputt und dann wundert man sich, warum es immer weniger Kinder gibt? Lange Rede kurzer Sinn, jeder kann doch selber Vor- und Nachteile abwägen und das Beste für sich finden
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Re: Kritischer Alter

Postby yourAngel on 21 Feb 2017, 21:50

Ärzte sprechen bei Frauen, die mit 50 Jahren schwanger werden, von einer absoluten Hochrisikoschwangerschaft. Konkret haben diese Frauen ein erheblich höheres Risiko für Komplikationen in der Schwangerschaft, die für das Kind (und auch für die Mutter) im schlimmsten Fall tödlich enden können. Hierzu gehören unter anderem Schwangerschaftsvergiftung (Gestose), Bluthochdruck, Ödeme, negative Veränderungen der Leberwerte, Schwangerschaftsdiabetes oder eine Unterversorgung des Embryos im Mutterleib. Um im Notfall schnell eingreifen zu können, werden Spätgebärenden mit einer so hohen Komplikationsrate engmaschige ärztliche Kontrollen und ein Kaiserschnitt, manchmal auch ein Beschäftigungsverbot empfohlen. Also, wozu brauchst du diese Risiken? Ich würde an deiner Stelle, wenn ihr so seeeh ein Kind wünschen, eine Leihmutter zu finden. Kann dir eine gute Klinik in Kiew empfehlen, wo alles legal ist…
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Re: Kritischer Alter

Postby Pika4u on 21 Feb 2017, 22:00

Entscheidend für den Verlauf einer späten Schwangerschaft ist die gesundheitliche Grundkonstitution. Ist die Frau gesund und fit, leidet nicht an Bluthochdruck oder chronischen Erkrankungen, dann ist auch eine Schwangerschaft jenseits der 45+ kein Problem. Vor allem dann, wenn es sich nicht um eine Erstgeburt handelt. Vorerkrankungen schließen eine späte Schwangerschaft nicht aus. Sie erfordern aber eine regelmäßige Kontrolle der Schwangeren und des Kindes. Schwangerschaftskomplikationen wie Bluthochdruck und Schwangerschaftsdiabetes sind auch bei jungen Schwangeren keine Seltenheit, sollten aber bei älteren engmaschig kontrolliert werden. Wichtige Termine in der Schwangerschaft und Kontrolluntersuchungen wahrzunehmen, ist für Schwangere jenseits der 40 unerlässlich. Ist die Schwangere gesund, kann sie auch im reiferen Alter ihr Kind ohne Kaiserschnitt zur Welt bringen.
Jenseits der möglichen gesundheitlichen Risiken bergen späte Schwangerschaften auch noch andere Herausforderungen. Nächte voller Babygeschrei, die Auseinandersetzung mit trotzigen Kindern und später Pubertierenden zehren an den Kraftreserven. Und die sind in reiferem Alter einfach oft schneller erschöpft. Auf der anderen Seite wird man im Alter gelassener und ist mit sich selbst mehr im Reinen, was sich wiederum positiv auf die Kindererziehung auswirkt. Schwangere Frauen, für die die Menopause schon in Sicht ist, sind vielerlei Kritik ausgesetzt, werden häufig als „verantwortungslos“ und „egoistisch“ bezeichnet. Dabei erfüllt sich für viele Spätgebärende ein Lebenstraum und sie freuen sich von ganzem Herzen auf ihr Mutterglück, sodass die Schwangerschaft wie eine Verjüngungskur wirkt.
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Re: Kritischer Alter

Postby majorka4 on 21 Feb 2017, 22:10

Ich war Anfang Dezember bei meiner FA, da ich seit dem 3.Oktober keine Periode mehr bekomme und nicht verstanden habe warum. Da jeder SS-Test negativ war. Ich bin gerade 34 geworden und habe immer witziger weise behauptet, ich bin bestimmt schon in der Menopause und habe mit meinen Arbeitskollegen in Freunden drüber Witze gemacht, weil ich auch immer wieder Hitzewallungen hatte und teils wirklich aufbrausend und cholerisch war. Selbst meine FA meinte das ist sicher Stress, denn den hatte ich tatsächlich sehr. Ich habe dieses Jahr viele blöde Sachen erlebt, die mir sehr aufs Gemüt geschlagen haben. Also kurz gesagt Stress hatte ich nicht zu knapp. Ich habe bereits zwei gesunde Kinder die ich sehr liebe, allerdings hatte ich schon lange den Wunsch nach einem weiteren Kind. Leider bin ich von meinem Ehemann getrennt seit zwei Jahren und habe aber die Liebe meines Lebens selber nochmal treffen dürfen und wir wünschen uns beide sehr noch ein gemeinsames Kind bekommen. Und dachten auch, wenn es jetzt passiert, wären wir alles andere als traurig. Also setzte ich im April letzten Jahres die Pille ab und bekam nach ca 2 Monaten meine Periode. Dann auch recht regelmäßig, das einzige was etwas ungewohnt war, war das die Zyklen von Monat zu Monat kürzer wurde... Zwei Jahre vorher nahm ich eine Östrogenfreie Pille, da ich Migräne mit Aura habe und bekam deshalb nur selten etwas Schmierblutung...aber das war denke ich normal. Aber dann kam der Tag und nichts passierte mehr...lange Rede kurzer Sinn, meine FA nahm mir dann Blut ab und meinte es könnte evtl. die Schilddrüse sein. Dann kam ein Anruf meiner FA, ich solle nach der Sprechzeit zu ihr kommen, sie würde gerne mit mir die Werte besprechen. Ich bin selber Krankenschwester und weiß das heißt nichts Gutes. Und dann kam die Nachricht, dass ich in einer frühzeitigen Menopause sein könnte. Mein FSH war 117 und mein Östrogenwert war unter 5, andere Werte wurden noch nicht untersucht. Ich bin sehr verzweifelt, da ich glaube, dass für mich und meinen Partner der Traum von einem gemeinsamen Kind gestorben ist, denn laut Recherchen im Internet kann eine KiWu-Klinik da auch nicht viel machen. Da die Werte ja schon fast utopisch sind. Allerdings muss ich sagen, kenne ich mich da auch nicht so gut aus. Ich nicht weiß ob ich wirklich noch Hoffnung haben darf. Es war die erste Blutentnahme, aber kann mir jemand aus Erfahrung sagen ob der FSH wert sich wirklich noch ändern kann oder können tatsächlich andere Faktoren an einer so ausgeprägten FSH Erhöhung schuld sein. Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen... mein Partner selber ist noch guter Hoffnung aber ich weiß nicht ob er da doch falsch liegt. Was denkt ihr dazu?
majorka4
 
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