Kritischer Alter

Re: Kritischer Alter

Postby Engeline on 05 May 2018, 17:42

Hallo,
Wir waren auch lange Zeit ungewollt kinderlos. Ich Hashimoto, mein Mann TESE. Also nicht die günstigsten Voraussetzungen.
Die Erfahrung, die ich gemacht habe: lasst euch von jemanden untersuchen, der sich wirklich damit auskennt. Das ist NICHT der Frauenarzt, sondern eine KiWu-Klinik. Mein FA war auch sehr bemüht, hat einige BTs gemacht, mir ins Blaue hinein Spritzen gegeben, das aber ohne meinen Mann je untersucht zu haben. Nur im gesamten kann man sich ein Bild machen. Eine KiWu-Klinik bedeutet nicht unbedingt künstliche Befruchtung. Sie können aber an der einen oder anderen Schraube drehen, die es schafft, dass man doch positiv aus der Geschichte rausgeht.
So, nun zu deiner Frage, was du bzgl. deines Mannes machen sollst: was soll das bringen? Auf den ersten Blick liegt ja die Unfruchtbarkeit bei dir (behaupte ich mal, obwohl sich auch SGs ändern können... Dein Mann kann genauso gut Ursache sein). Dann suchst du dir einen neuen und der ganze Mist geht von vorn los. Auch weißt du nicht, ob der dann den KiWu-Weg mit dir geht. Das dauert auch wieder... Naja und jünger wirst du nicht. Ich würde eher reden, reden, reden...
Meist brauchen Männer nur einen Anstoß.
Mache einen Termin in einer KiWu-Klinik aus lädst euch beide untersuchen und dann schaut ihr mit den Ergebnissen, wie ihr weiter vorgehen wollt. LG und alles Gute!
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Re: Kritischer Alter

Postby Nala on 24 May 2018, 01:45

Die Entscheidung, die Du treffen musst, ist sehr sehr schwer. Ich habe leider keine Erfahrung. Zu deinem Problem. Wenn Du Single bist kommt ja nur Fremdsperma in betracht. Die Frage mit den EZ ist: Wie gut sind deine noch?
Für mich persönlich wäre die Überlegung dann: Wie viele künstliche Befruchtungen hatte ich schon mit eigenen EZ? Wie viele haben es bisher erfolgreich geschafft? Hat es bis dato keine geschafft, würde ich auch fremde EZ nehmen. Ich sehe sowas pragmatisch, aber das ist auch nicht jedermanns Sache und nicht jeder kommt damit zurecht, wenn das Kind nicht genetisch meins wäre. Viel Zeit hast du ja jetzt auch nicht mehr. Ich würd mir alle Option nochmal durch den Kopf gehen lassen und alles überdenken und dann handeln. Ich würde vermutlich Fremdsperma nehmen. Unser letzter Versuch was prositiv - direkt doppelt - und wir haben noch 4 EZ eingefroren, aber sollte die Schwangerschaft weiterhin so gut verlaufen, müssen wir überlegen was wir damit machen und Kinderplanung dann abgeschlossen. Leider kann man die nicht spenden. Vielleicht geht es ja in 5, 10 oder 15 Jahren und die Gesetze werden auch hier etwas gelockert. Ich drück dir fest die Daumen! Wäre schön, wenn man nochmal von dir hört, weil es ein echt spannendes Thema ist. Liebe Grüße
Nala
 
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Re: Kritischer Alter

Postby yourAngel on 26 May 2018, 03:13

Also ich bin 23 und würde es sehr befremdlich finden, wenn meine Mutter 73 wäre und ich si evtl sogar pflegen müsste. Mein Opa ist 75 und schon ein Pflegefall (trotz guter Medizin und gewunder Lebensweiße), man weiß leider wirklich nie wie lange man gesund bleibt. Ich kann deine Gedanken verstehen, aber die Natur sollte man nicht hineinpfuschen. Es hat schon seinen Sinn, dass man mit 50 nicht mehr auf natürlichem Wege Mutter werden kann. Stell dir mal vor du bist mit 75 ein Pflegefall und deine 25 Jahre alte Tochter /Sohn muss dich dann neben dem Studium, das er noch nicht mal fertig hat pflegen. Sowas wie Alzheimer oder ein Herzinfakt kann man leider jeder Zeit bekommen! Ich hab eine Freundin, die ist 44 und hatte letztes Jahr nen Schlaganfall... Ich meine es kann natürlich auch alles anders kommen und du bleibst bis 80-90 gesund... Aber meine Oma z.B. ist gestorben als ich 2 Jahre alt und meine Mutter 31 war. Krebs. Sie war um die 55. Das war extrem schlimm für meine Mutter... Depressionen und meine Kindheit litt darunter! Will sagen: Auch erwachsene Kinder brauchen noch ihre Eltern- als Stütze und nicht als Last in jungen Jahren.
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Re: Kritischer Alter

Postby Pika4u on 19 Jun 2018, 00:58

Ich glaub, dass deine Ängste ganz normal sind. Die hat jeder, egal welches Alter. Jeder fragt sich, ob er das schaffen wird. Finanziell, nervlich, zeitlich...usw.! Und trotzdem haben alle diese Leute mindestens ein Kind! Ich finde es eigentlich total super bei dir. Klar bist du schon älter, daran lässt sich nunmal auch nichts ändern. Aber das hat viele Vorteile. Ich seid mit Sicherheit finanziell abgesichert, ihr habt sicher vieles erleben können, wo andere noch lange von träumen werden, ihr werdet keine Schwierigkeiten haben, für euer Kind zurückzustecken, denn es ist euer größter Wunsch gewesen, Kinder zu haben. Ich sehe es absolut als ein Geschenk des Himmels an euch! Mein Mann wird bald 50, und wir haben drei Kinder (8J., 6J. und 2J. alt). Ich bin zwar erst 33, aber ich behaupte, dass mein Mann manches Mal geduldiger und besser mit den Nervensägen umgeht als ich. Auch er sieht viel jünger aus-die meisten denken, er wird 40. Dabei ist er sogar schon 2-facher Opa (dank seiner Tochter aus erster Ehe). Klar hat ihn auch schon mal jemand als Opa angesprochen, aber da muss man drüber stehen. Das sind gesellschaftliche Klischees, die es immer geben wird und auf die man nichts geben darf!
Ich sehe dich schon vor mir, wie du total aufgehen wirst in der Mutterrolle. Es gibt so viele Möglichkeiten, Kontakte zu anderen Müttern zu kriegen. Babyschwimmen, Krabbelgruppen, Spielgruppen usw., und dort wirst auf viele verständnisvolle Mamas treffen, die dich um deine Ruhe und Geduld beneiden und bewundern werden. Ich finde das alles absolut positiv und freue mich riesig für dich und deinen Mann, dass euer sehnlichster Wunsch nun doch noch in Erfüllung geht!
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Re: Kritischer Alter

Postby Maria Waldfogel on 25 Jun 2018, 01:45

Ich kann euren Kinderwunsch gut verstehen und so alt bist du ja auch noch garnicht. Ich bin jetzt 46, mein Freund 48 und nach künstlicher Befruchtung mit Eizellspende bin ich nun in der 23. SSW. :-)) Ich habe bereits zwei erwachsene Kinder aus erster Ehe und hatte eigentlich mit der Familienplanung abgeschlossen. Nach meiner Scheidung lernte ich dann meinen Freund kennen und bald kam der Wunsch nach einem gemeinsamen Kind auf. Nach vielen Fehlschlägen auf natürlichem Weg schwanger zu werden und auch einer Fehlgeburt, waren wir dann in der Klinik in Polen. Kann ich nur empfehlen! Ob bei euch noch eigene Eizellen, oder eigener Sperma gewonnen werden kann, kommt auf die Art eurer Sterilisation an. Das können sie in der Klinik feststellen. In Deutschland könnt ihr jedoch keine Eizellspende bekommen, hier ist es verboten. Es wird aber "geduldet" dafür ins Ausland zu fahren. Wenn du nähere Fragen hast, kannst du mir gerne schreiben. Liebe Grüße und alles Gute!
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Re: Kritischer Alter

Postby majorka4 on 22 Jul 2018, 19:21

Ich bin jetzt 48 Jahre und im 5. Monat schwanger. Meine beiden Kinder sind 20 und 24 Jahre alt und wir freuen uns alle riesig. Wir haben unser absolutes Wunschbaby und können den ET im Juni gar nicht abwarten. Mein Mann und meine Kinder sind bei jedem US dabei und am Montag können wir vielleicht sogar das Geschlecht erkennen. Ich habe niemals gedacht, dass die Mehrheit aller Menschen im Büro und Privat so positiv darauf reagiert. Nach meinem Alter hat nur selten jemand gefragt. Dieses Mal hatte ich die ersten Monate permanente Übelkeit, auch der Bauch tut manchmal weh und der Arzt sagt, das wäre Überanstrengung. Wir müssen uns ein bisschen mehr schonen als in jüngeren Jahren, aber sonst ist alles wie früher. Habe auch noch keine Katastrophenberichte gelesen. Es gibt Probleme in jedem Alter, ob jung oder Ü40. Es ist wichtig die ersten 12 Wochen gut überstanden und dann ist das schlimmste schon überstanden. Meine Inspiration war eine Mutter mit 52 Jahren, welche nach langem Kinderwunsch mit künstlicher Befruchtung endlich schwanger werden konnte. Die älteste Mutter ist ca. 66 Jahre alt. Da sind wir doch noch jung! Kopf hoch und eine wunderschöne Schwangerschaft wünsche ich Dir
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Re: Kritischer Alter

Postby eva2Abel on 28 Jul 2018, 22:11

Deine Ängste sind ganz normal. Die hat jeder, egal welches Alter. Jeder fragt sich, ob er das schaffen wird. Finanziell, nervlich, zeitlich...usw.! Und trotzdem haben alle diese Leute mindestens ein Kind! Ich finde es eigentlich total super bei dir. Klar bist du schon älter, daran lässt sich nunmal auch nichts ändern. Aber das hat viele Vorteile. Ich seid mit Sicherheit finanziell abgesichert, ihr habt sicher vieles erleben können, wo andere noch lange von träumen werden, ihr werdet keine Schwierigkeiten haben, für euer Kind zurückzustecken, denn es ist euer größter Wunsch gewesen, Kinder zu haben. Ich sehe es absolut als ein Geschenk des Himmels an euch! Mein Mann wird bald 50, und wir haben drei Kinder (8J., 6J. und 2J. alt). Ich bin zwar erst 33, aber ich behaupte, dass mein Mann manches Mal geduldiger und besser mit den Nervensägen umgeht als ich. Auch er sieht viel jünger aus-die meisten denken, er wird 40. Dabei ist er sogar schon 2-facher Opa (dank seiner Tochter aus erster Ehe). Klar hat ihn auch schon mal jemand als Opa angesprochen, aber da muss man drüber stehen. Das sind gesellschaftliche Klischees, die es immer geben wird und auf die man nichts geben darf!
Ich sehe dich schon vor mir, wie du total aufgehen wirst in der Mutterrolle. Es gibt so viele Möglichkeiten, Kontakte zu anderen Müttern zu kriegen. Pekip, Babyschwimmen, Krabbelgruppen, Spielgruppen usw., und dort wirst auf viele verständnisvolle Mamas treffen, die dich um deine Ruhe und Geduld beneiden und bewundern werden. Ich finde das alles absolut positiv und freue mich riesig für dich und deinen Mann, dass euer sehnlichster Wunsch nun doch noch in Erfüllung geht!
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Re: Kritischer Alter

Postby Pika4u on 20 Sep 2018, 21:40

Ich war Anfang Dezember bei meiner FA, da ich seit dem 3.Oktober keine Periode mehr bekomme und nicht verstanden habe warum. Da jeder SS-Test negativ war. Ich bin gerade 34 geworden und habe immer witziger weise behauptet, ich bin bestimmt schon in der Menopause und habe mit meinen Arbeitskollegen in Freunden drüber Witze gemacht, weil ich auch immer wieder Hitzewallungen hatte und teils wirklich aufbrausend und cholerisch war. Selbst meine FA meinte das ist sicher Stress, denn den hatte ich tatsächlich sehr. Ich habe dieses Jahr viele blöde Sachen erlebt, die mir sehr aufs Gemüt geschlagen haben. Also kurz gesagt Stress hatte ich nicht zu knapp. Ich habe bereits zwei gesunde Kinder die ich sehr liebe, allerdings hatte ich schon lange den Wunsch nach einem weiteren Kind. Leider bin ich von meinem Ehemann getrennt seit zwei Jahren und habe aber die Liebe meines Lebens selber nochmal treffen dürfen und wir wünschen uns beide sehr noch ein gemeinsames Kind bekommen. Und dachten auch, wenn es jetzt passiert, wären wir alles andere als traurig. Also setzte ich im April letzten Jahres die Pille ab und bekam nach ca 2 Monaten meine Periode. Dann auch recht regelmäßig, das einzige was etwas ungewohnt war, war das die Zyklen von Monat zu Monat kürzer wurde... Zwei Jahre vorher nahm ich eine Östrogenfreie Pille, da ich Migräne mit Aura habe und bekam deshalb nur selten etwas Schmierblutung...aber das war denke ich normal. Aber dann kam der Tag und nichts passierte mehr...lange Rede kurzer Sinn, meine FA nahm mir dann Blut ab und meinte es könnte evtl. die Schilddrüse sein. Dann kam ein Anruf meiner FA, ich solle nach der Sprechzeit zu ihr kommen, sie würde gerne mit mir die Werte besprechen. Ich bin selber Krankenschwester und weiß das heißt nichts Gutes. Und dann kam die Nachricht, dass ich in einer frühzeitigen Menopause sein könnte. Mein FSH war 117 und mein Östrogenwert war unter 5, andere Werte wurden noch nicht untersucht. Ich bin sehr verzweifelt, da ich glaube, dass für mich und meinen Partner der Traum von einem gemeinsamen Kind gestorben ist, denn laut Recherchen im Internet kann eine KiWu-Klinik da auch nicht viel machen. Da die Werte ja schon fast utopisch sind. Allerdings muss ich sagen, kenne ich mich da auch nicht so gut aus. Ich nicht weiß ob ich wirklich noch Hoffnung haben darf. Es war die erste Blutentnahme, aber kann mir jemand aus Erfahrung sagen ob der FSH wert sich wirklich noch ändern kann oder können tatsächlich andere Faktoren an einer so ausgeprägten FSH Erhöhung schuld sein. Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen... mein Partner selber ist noch guter Hoffnung aber ich weiß nicht ob er da doch falsch liegt. Was denkt ihr dazu?
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