bei wem ist Ursache unbekannt?

Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby sofi_e on 24 Mar 2017, 01:49

Hallo,
mein Mann ist 47, ich bin 45, wir sind kinderlos, ich habe keine Gebärmutter. Wir dürfen die Kinder nicht mehr adoptieren während unseres Alters. Was bleibt uns noch außer Leihmutterschaft und Eizellspende im Ausland. Wir hatten schon sechs Versuche in Spanien gemacht. Alle unsere Versuche waren resultatlos. Wir sind sehr enttäuscht und müde, doch geben nicht auf. Wir planen in drei Wochen nach der Ukraine zum Erstgespräch fliegen. Ich habe im Internet gelesen, dass ganz viele deutsche Paare in der Ukraine Leihmutterschaft machen, das hat uns Mut gegeben. Außerdem verwenden die ukrainischen Kliniken im Vergleich zu Spanien frische Eizellen bei der Befruchtung. Man muss optimistisch sein und nicht aufgeben.
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby Nala on 24 Mar 2017, 01:52

Ja, es gibt in der Tat viele Kinder die ein zu Hause brauchen würden, aber das spricht nicht generell und immer für Adoption. Ich selbst kenne viele adoptierte Menschen. Sie sind immer zerrissen und auf der Suche (nach ihren leiblichen Eltern, nach dem Sinn ihres Daseins, nach den Gründen für die Ablehnung ihrer leiblichen Eltern etc.). Das ist sowohl für das Kind, als auch die Adoptiveltern psychisch sehr belastend. Alle diese Menschen, die ich persönlich kenne, wuchsen in einem sehr guten und behüteten zu Hause auf, das sie allerdings dennoch nie als richtiges Elternhaus annehmen konnten. Das ist eine belastende, schwierige Situation. Noch dazu ist eine Adoption in diesem Sinne in Deutschland immernoch gewissermassen verpöhnt, denn es bedeutet, dass ein Paar nicht reproduktionsfähig und dadurch biologisch (und somit auch unterbewusst gesellschaftlich) defekt ist. Das klingt abstrus und grausam, ist aber einfach so. Mein Cousin ist adpotiert und meine Tante sowie mein Onkel haben das oft genug zu spüren bekommen. Ein Kind das aus der eigenen Ei- und Samenzelle oder zumindest teilweise genetisch mit den späteren Eltern verbunden ist, wird immer anderes aufwachsen als ein adoptiertes Kind.
Das ist aber noch nicht alles. Darüber hinaus ist es in Deutschland für viele Menschen immer noch praktisch ein Ding der Unmöglichkeit überhaupt zu adoptieren, weil die bürokratischen Hürden immens hoch sind. Angefangen beim Alter, bis hin zum Einkommen, dem passenden Wohnumfeld, Fitness, etc. gibt es unzählige teilweise rigide Hürden zu nehmen um überhaupt eine Chance auf Adoption zu haben. Also so selbstverständlich kann man das nicht betrachten.
Eine Freundin von mir hat sich zur Adoption angemeldet. Sie und ihr Mann haben alle Untersuchungen bestanden, man teilte ihr aber mit, dass es dennoch ein paar Jahre dauern kann bis sie ein Kind bekommen. Und so war es dann auch. Im Falle von mir und meinem Mann wäre das schon zu spät, wir haben zu viele Jahre "damit verplämpert" selbst ein Kind zu bekommen. Und wären nun dazu verdammt kinderlos zu bleiben, obwohl wir unserem Kind ein wundervolles zu Hause voller Liebe, Zuwendung und Zuversicher geben könnten. Da mein Mann bereits Anfang 40 ist (ich allerdings erst 31), sind wir beispielsweise offzielle zu alt.
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby Bibolina on 24 Mar 2017, 01:55

Ich bin 36, verheiratet und habe einen unerfüllten Kinderwunsch. Ich nehme bereits seit über 1 Jahr Nahrungsergänzungen. Ich habe fantastische Laborwerte was Selen, Zink etc. angeht und dennoch hat es nie geklappt. Jetzt hat mir mein Gyn. am 3 Zyklustag Blut abgenommen und das Ergebnis scheint vernichtend zu sein. Trotz funktionierender Schilddrüse, hab ich ein total niedrigen Östrogenspiegel. Mein Testosteron befindet sich jedoch im Normbereich. Mein Prolaktin ist nur dezent erhöht. (Bei mir ist er 12 und laut Labor sollte er unter 10 sein)
Nun spricht das Labor von einer Störung im hypothalamisch-hypophysärer Ebene im Sinne einer sek. Ovarialinsuffizienz. Die Androgene sind normwertig aber die Gonatropine zeigen nun mal dieses Bild der Störung. Ich bin nicht Bulimiekrank, nicht Magersüchtig und habe keinen (Psy-) Stress. Wie ich finde, passt das ganze nicht aber erklärt meinen unerfüllten Kinderwunsch. Nun hat mir mein Gyn. Mönchspfeffer empfohlen. Da ich etwas unsicher bin, nun die Frage, was tun?
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby Agnes.frankes on 10 Aug 2017, 00:00

Wir basteln seit 3 Jahren... den KiWu haben wir schon länger. In der Zwischenzeit haben so gut wie all unsere Freunde Kinder, tlw. gerade auch schon die Zweiten bekommen. Es ist ein extremes Wechselbad der Gefühle. Auch war ich ja im September endlich schwanger, nur leider an der falschen Stelle. Bei uns wurde auch alles Mögliche durchgecheckt, durch meine Bauchspiegelung im September... alles ok. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich versuche mich mit dem Gedanken anzufreunden, nie Kinder zu bekommen (auch wenn sie extrem fehlen würden). Was könnte ich alles machen, dass mein Leben trotzdem erfüllt ist, auch ohne Kinder. Glaube z.B auch, dass ich jetzt einen Abgang mit der Mens hatte. Auch wenn es jetzt schwer zu verstehen klingt, aber ihr übt erst etwas über 1 Jahr (bis sich das mit der Pille eingependelt hat dauert es auch) und 1 Jahr muss man schon rechnen (auch wenn man es nicht hören mag) ...versuche dich mit anderen Dingen zu beschäftigen, auch wenn es schwer fällt. Alles liebe
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby Agnes.frankes on 10 Aug 2017, 00:04

Wir basteln seit 3 Jahren... den KiWu haben wir schon länger. In der Zwischenzeit haben so gut wie all unsere Freunde Kinder, tlw. gerade auch schon die Zweiten bekommen. Es ist ein extremes Wechselbad der Gefühle. Auch war ich ja im September endlich schwanger, nur leider an der falschen Stelle. Bei uns wurde auch alles Mögliche durchgecheckt, durch meine Bauchspiegelung im September... alles ok. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich versuche mich mit dem Gedanken anzufreunden, nie Kinder zu bekommen (auch wenn sie extrem fehlen würden). Was könnte ich alles machen, dass mein Leben trotzdem erfüllt ist, auch ohne Kinder.
Glaube z.B auch, dass ich jetzt einen Abgang mit der Mens hatte. Auch wenn es jetzt schwer zu verstehen klingt, aber ihr übt erst etwas über 1 Jahr (bis sich das mit der Pille eingependelt hat dauert es auch) und 1 Jahr muss man schon rechnen (auch wenn man es nicht hören mag) ...versuche dich mit anderen Dingen zu beschäftigen, auch wenn es schwer fällt. Alles liebe
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby Pika4u on 19 Aug 2017, 01:43

Wir basteln seit 3 Jahren... den KiWu haben wir schon länger. In der Zwischenzeit haben so gut wie all unsere Freunde Kinder, tlw. gerade auch schon die Zweiten bekommen. Es ist ein extremes Wechselbad der Gefühle. Auch war ich ja im September endlich schwanger, nur leider an der falschen Stelle. Bei uns wurde auch alles Mögliche durchgecheckt, durch meine Bauchspiegelung im September... alles ok. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich versuche mich mit dem Gedanken anzufreunden, nie Kinder zu bekommen (auch wenn sie extrem fehlen würden). Was könnte ich alles machen, dass mein Leben trotzdem erfüllt ist, auch ohne Kinder. Glaube z.B. auch, dass ich jetzt einen Abgang mit der Mens hatte. Auch wenn es jetzt schwer zu verstehen klingt, aber ihr übt erst etwas über 1 Jahr (bis sich das mit der Pille eingependelt hat dauert es auch) und 1 Jahr muss man schon rechnen (auch wenn man es nicht hören mag) ...versuche dich mit anderen Dingen zu beschäftigen, auch wenn es schwer fällt. Alles liebe
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby Engeline on 22 Aug 2017, 21:03

Ich kann dich so gut verstehen. Meine Hoffnung und mein gutes Gefühl sind nach 3 negativen leider auch dahin. Ich bin zwar schon 30, aber ich darf mir auch jedes Mal anhören, dass ich doch zuversichtlich sein soll und bei so jungen Frauen die Erfolgsrate sehr gut ist. Und ich doch so gute Embryonen habe. Aber, deine Ärzte wollen was verändern, so wollen weitere Diagnostik angehen... das ist super. Wie man schon schreibt, sieht das in vielen Kliniken ganz anders aus. Meine Klinik würde z. B. in deiner Situation sagen, sie hatten doch erst einen Frischtransfer, seien sie zuversichtlich. Ich würde dann erwidern, aber das würde meine Klinik gar nicht interessieren.
Ich werde demnächst das Gespräch mit meiner Klinik suchen, um genau das zu erreichen, was du praktisch ohne große Gespräche erreicht hast. Nämlich, dass man mir sagt, wie es weiter geht, falls die nächste Kryo auch negativ sein sollte. Ob wir immer nur von Versuch zu Versuch denken oder man vielleicht auch mal das große Ganze in Betracht sieht und mir mal sagt, wann es Sinn macht, weitere Tests zu machen und vor allem, ob sie diese auch machen wollen.
Ich schaffe das psychisch einfach nicht mehr einfach so weiter zu machen und zu hoffen, dass es vielleicht beim 8. oder 9. Versuch dann irgendwann mal klappen könnte. Mein Mann zieht schon in Betracht die Möglichkeit eine Leihmutter zu beauftragen, damit ich meinen Körper nicht so erbarmungslos dem Kiwu-Risiko aussetze. Wir haben uns sogar nach den Preisen in der Ukraine (Biotexcom-Zentrum) vorsorglich erkundigt. Bitte versuch das auch positiv zu sehen, dass sie deine Situation ernst nehmen. Das ist wirklich viel wert. Ich drücke dir sehr die Daumen auf einen erfolgreichen Ausgang deiner Kryo und dass weitere Diagnostik gar nicht notwendig sein wird. Liebe Grüße
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby paprik_a on 22 Aug 2017, 21:18

Tut mir leid, dass du das durchmachen musstest. Ich kann nachvollziehen, dass du dir etwas gewünscht hast, woran ihr arbeiten könnt. Das Gefühl kenn ich. Ich hatte im letzten Jahr 3 Abgänge, aber richtig gefunden wurde nichts. Genetik haben wir bisher noch nicht gemacht, aber bei den anderen Untersuchungen kam auch so gut wie nichts raus. Eine leichte Schilddrüsenunterfunktion wurde nach der 2. FG festgestellt und ist inzwischen gut eingestellt. Weiterhin wurde auch bei mir ein Vitamin D Mangel festgestellt. Inzwischen ist der Wert auf 32 ng/ml gestiegen. Wie war dein Wert? Ich hab viel gelesen - und Vit. D- Mangel kann sich ja auch negativ auswirken. Was mir im Nachhinein noch eingefallen ist, dass ich zu den Zeiten der Schwangerschaften relativ oft Zahnschmerzen hatte, und Ibuprofen hat da am besten geholfen. Habs zwar eher immer vorher genommen, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass es die Eizellen schädigt. Vielleicht spielte das ja auch mit eine Rolle. Die Angst, nie ein gesundes Kind im Arm halten zu dürfen ist recht groß. Aber inzwischen hab ich auch etwas Abstand gewonnen (die 3. FG war ziemlich genau vor einem Jahr.) und eine gute Kiwu-Klinik gefunden, die mir hoffentlich hilft. Wir machen immer noch Pause, aber die Zeit sitzt mir auch ziemlich im Nacken. Ich hätte auch gerne Gründe für die Fgs. Aber vielleicht wars einfach nur Pech - und dem Alter geschuldet. Wie geht es bei euch weiter? Ich wünsch dir alles Gute!
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby eva2Abel on 26 Aug 2017, 18:12

Nach 10 jährigen erfolglosem Kinderwunsch habe ich eine fast einjährige Tochter und bin wieder schwanger. Einfach so...Bei uns konnte man auch keine Ursache feststellen, beide gesund. Haben Clomifen Behandlungen mitgemacht, danach IUI, IVF und Kryo. Ein Monat nach der letzten Kryo bin ich einfach schwanger geworden. Und meine Tochter wird im Juni 1 Jahr alt. Vor zwei Wochen habe ich positiv getestet, nochmal. Geplant waren zwei Kinder, aber dass es so schnell geht hätten wir im Leben nicht gedacht. Demnächst werden wir ans Verhüten denken müssen. Also, es gibt wirklich Hoffnung. Und nein, wir haben damals nicht abgeschaltet, habe mir die Ovutest bei Ebay bestellt und täglich geübt und gebetet. Ich hoffe bei euch klappt es auch, denn ich weiss auch was ihr gerade durchmachen müsst.
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby Siri on 27 Aug 2017, 23:50

Mein damaliger Mann und ich haben 3 Jahre versucht Kinder zu bekommen. Bei uns beiden war alles in Ordnung und ich dachte zu mindestens, dass ich mir keinen Druck mache, aber im Unterbewusstsein war der Gedanke an einem Kind immer da. Gerade weil im Freundeskreis auch alle Kinder bekamen. Ich habe eine Hormonbehandlung gemacht, die allerdings ohne Erfolg blieb und stand kurz vor einer künstlichen Befruchtung. Diesen Schritt wollte ich dann aber doch noch nicht gehen. Nach unserer Trennung lernte ich einen neuen Partner kennen und wir haben um den Eisprung herum meist verhütet. Da ich aber dachte, dass ich eh keine Kinder kriegen kann, haben wir ab und an nicht so darauf geachtet. Dann ist das unglaubliche passiert. Jetzt bin ich glückliche Mama und mein Kleiner ist schon 7 Monate alt. Also ich denke, dass ich mich damals unbewusst unter Druck gesetzt habe. Wie man dieses Unterbewusstsein ausschalten kann, weiß ich allerdings auch nicht. Ich Drücke Euch ganz doll die Daumen, dass es bald klappt.
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