bei wem ist Ursache unbekannt?

Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby Nala on 08 Feb 2018, 23:31

. Meine Hoffnung und mein gutes Gefühl sind nach 3 negativen leider auch dahin. Ich bin zwar schon 30, aber ich darf mir auch jedes Mal anhören, dass ich doch zuversichtlich sein soll und bei so jungen Frauen die Erfolgsrate sehr gut ist. Und ich doch so gute Embryonen habe. Aber, deine Ärzte wollen was verändern, so wollen weitere Diagnostik angehen... das ist super. Wie man schon schreibt, sieht das in vielen Kliniken ganz anders aus. Meine Klinik würde z. B. in deiner Situation sagen, sie hatten doch erst einen Frischtransfer, seien sie zuversichtlich. Ich würde dann erwidern, aber das würde meine Klinik gar nicht interessieren.
Ich werde demnächst das Gespräch mit meiner Klinik suchen, um genau das zu erreichen, was du praktisch ohne große Gespräche erreicht hast. Nämlich, dass man mir sagt, wie es weiter geht, falls die nächste Kryo auch negativ sein sollte. Ob wir immer nur von Versuch zu Versuch denken oder man vielleicht auch mal das große Ganze in Betracht sieht und mir mal sagt, wann es Sinn macht, weitere Tests zu machen und vor allem, ob sie diese auch machen wollen.
Ich schaffe das psychisch einfach nicht mehr einfach so weiter zu machen und zu hoffen, dass es vielleicht beim 8. oder 9. Versuch dann irgendwann mal klappen könnte. Mein Mann zieht schon in Betracht die Möglichkeit eine Leihmutter zu beauftragen, damit ich meinen Körper nicht so erbarmungslos dem Kiwu-Risiko aussetze. Wir haben uns sogar nach den Preisen in der Ukraine (Biotexcom-Zentrum) vorsorglich erkundigt. Bitte versuch das auch positiv zu sehen, dass sie deine Situation ernst nehmen. Das ist wirklich viel wert. Ich drücke dir sehr die Daumen auf einen erfolgreichen Ausgang deiner Kryo und dass weitere Diagnostik gar nicht notwendig sein wird. Liebe Grüße
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby sofi_e on 23 Feb 2018, 17:47

Mein Freund und ich probieren schon seit 4 Jahren ein Kind zu bekommen, das 1. Jahr noch gar nicht so planmäßig, aber nach einiger Zeit haben wir uns doch gefragt warum nix passiert. Dann Kiwu-Praxis, dort festgestellt dass meine Hormone und Spermiogramm meines Freundes absolut in Ordnung sind. Dann 3x Predalon-Spritzen um den Eisprung künstlich auszulösen, hat auch nichts gebracht und ist nun schon wieder 1 Jahr her. Als mir dann empfohlen wurde, zwecks Eileiterdurchlässigkeitsprüfung eine Bauchspiegelung zu machen, hab ich erst mal ne Pause eingelegt und dachte probieren wir halt noch eine Weile. Dann Heilpraktiker... Nach fast einem Jahr jetzt doch zur Bauchspiegelung durchgerungen... Ergebnis: beide Eileiter wunderbar durchlässig - Kommentar der Ärztin: Es versteht keiner warum es bei Ihnen nicht klappt. Nun sitze ich daheim, krankgeschrieben nach der OP und frage mich wie es weitergehen soll. Zur künstlichen Befruchtung bin ich irgendwie noch nicht bereit - obwohl inzwischen gerade 39 geworden :-( Alle sagen ich soll mich nicht so sehr darauf versteifen... aber das ganze erste Jahr war ich total entspannt und jetzt mal mehr, mal weniger. Gehts denn jemandem hier ähnlich? Ich meine, einerseits bin ich ja froh, dass es keinen schwerwiegenden gesundheitlichen Grund gibt - andererseits ist es total zermürbend wenn man gar nicht weiß wo man ansetzen soll.
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby Nala on 04 Mar 2018, 17:08

Wir basteln seit 3 Jahren... den KiWu haben wir schon länger. In der Zwischenzeit haben so gut wie all unsere Freunde Kinder, tlw. gerade auch schon die Zweiten bekommen. Es ist ein extremes Wechselbad der Gefühle. Auch war ich ja im September endlich schwanger, nur leider an der falschen Stelle. Bei uns wurde auch alles Mögliche durchgecheckt, durch meine Bauchspiegelung im September... alles ok. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich versuche mich mit dem Gedanken anzufreunden, nie Kinder zu bekommen (auch wenn sie extrem fehlen würden). Was könnte ich alles machen, dass mein Leben trotzdem erfüllt ist, auch ohne Kinder. Glaube z.B. auch, dass ich jetzt einen Abgang mit der Mens hatte. Auch wenn es jetzt schwer zu verstehen klingt, aber ihr übt erst etwas über 1 Jahr (bis sich das mit der Pille eingependelt hat dauert es auch) und 1 Jahr muss man schon rechnen (auch wenn man es nicht hören mag) ...versuche dich mit anderen Dingen zu beschäftigen, auch wenn es schwer fällt. Alles liebe
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby Ruth on 16 Mar 2018, 23:54

Ich habe auch gerade wieder 2 Fälle im Bekanntenkreis, bei denen es sofort geklappt hat, das tut irgendwie ganz schön weh. Ich glaube wirklich verstehen kann es keiner, der es nicht selbst erlebt hat. Ich hätte es nie für möglich gehalten dass mich mein Kinderwunsch mal so runterziehen könnte. Komisch, mir geht es auch so wie Dir. Ich hatte auch immer das Gefühl dass nirgends was rauskommen würde, und so war es auch. Wenn es eine physische Ursache gibt dann stößt die Medizin da wohl an ihre Grenzen. Meine Ärztin hat auch zu mir gesagt, dass es bei manchen nach einer BS auf einmal klappen würde und ich es danach ein paar Monate so versuchen soll. Ich hatte die BS/GMS im Februar. Die IUI wurde mir im Kinderwunschzentrum vorgeschlagen, und ich fand die Idee auch ganz gut. Ich habe sie im Spontanzyklus gemacht, ohne Stimulation, nur den ES habe ich ausgelöst und nehme Crinone zur Unterstützung der 2. Zyklushälfte. Der Eingriff ist sehr gering, und das war mir für den Anfang nur recht. Mir graut schon vor dieser Hormonspritzerei. Eine IUI macht am meisten Sinn bei einem leicht eingeschränkten SG, aber manchmal bringt sie auch was wenn bei beiden alles soweit ok ist. Ich glaube es gibt auch Fälle wo die Jungs Probleme haben dahin zu kommen wo sie hinmüssen oder der Zervixschleim ihnen einen Strich durch die Rechnung macht. Aber die Erfolgsaussichten sind wirklich nicht der Brüller, das stimmt schon. Wie gesagt, es ist ein Einstieg light in diese ganze KiWu-Maschinerie...Was habt ihr denn jetzt vor?
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby kühn on 25 Mar 2018, 18:29

Niemand muss diese psychischen und hormonellen Belastungen auf sich nehmen, aber meist ist der Wunsch nach einem Kind eben größer und dafür tut man es. (Entschuldigen Sie, aber so eine Meinung kann nur von einer Nicht-Betroffenen kommen. Wir suchen uns das doch nicht aus.) Und was die Kostenübernahme der KK angeht: Die bezahlen max. 3 Versuche, die meisten Kassen nur 50%. Wenn eine Frau Endometriose oder PCO hat, dann würde ich das schon als Krankheit bezeichnen. Auch beim Mann gibt es diverse Ursachen. Deutschland möchte mehr Geburten, aber unterstützt kinderlose Paare nicht bei diesem Vorhaben. Da stimmt doch was nicht. Sicher sollten nicht unzählige Versuche bezahlt werden, aber 3 ist nach eigener Erfahrung einfach zu wenig. Mein Mann arbeitet in der Jugendhilfe und betreut Kinder von Müttern, die ohne nachzudenken Kinder in die Welt setzen und dann nicht in der Lage sind, sich um diese zu kümmern. Da kann man schon mal den Glauben an die Gerechtigkeit verlieren.
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby Siri on 27 Mar 2018, 02:38

Auch bei uns war es so, dass wir auch nach 3 Jahren Üben keine Schwangerschaft haben durften. Mehr oder weniger fröhlich turnten wir von einer Untersuchung zur anderen, auch bei meinem Partner war nicht viel los, also wenige Spermien und die auch noch lahm :-( Ich glaube aber, dass - unabhängig davon, ob ärztlich feststellbare Gründe dagegen sprechen oder nicht - die Psyche uns einfach ein Schnippchen schlägt, denn mit wachsendem Druck klappte es sicher eher nicht. Erst als ich den Gedanken schon fast gestrichen hatte, mein zum Fruchtbarkeits-Anzeiger umfunktionierter Persona-Computer mir auch immer wieder ausbleibende Eisprünge bescheinigte und ich mehr und mehr die Hoffnung aufgab, hat es - völlig unerwartet - geklappt. Das Schwierigste ist tatsächlich, den Gedanken, der einen jede Sekunde irgendwie begleitet, los zu werden. Das Entscheidende ist aber dass ich meinen Focus von diesem Riesen Baby-Wunsch weg auf andere zunehmend wichtig werdende Dinge gelenkt, unser Leben auf ein Leben zu Zweit ausgerichtet und viel Urlaub mit meinem Partner gemacht habe. Ich drücke allen die Daumen
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby yourAngel on 25 Apr 2018, 00:37

Erstmal tut es mir leid, was dir passiert ist und möchte dir sagen, dass du nicht allein bist.
Ich hatte auch bisher in kurzer Zeit 4 Fehlgeburten. Erst nach der dritten FG (ist wohl so üblich) wurden diverse Untersuchungen unternommen unter anderem humangenetische Diagnostik, Schilddrüse (ich hab ja keine mehr), Blutgerinnung etc. Alle Ergebnisse wiesen keine Auffälligkeiten die auf die Ursache der FG zurückzuführen sind. Nach der vierten wurde nochmals Blut bei mir abgenommen, welches auf Antikörper untersucht wurde. Frage deinen Arzt danach. Das Ergebnis ist zwar jetzt da, aber mein Gyn kann mir dazu nichts erklären und hat mich in eine Kinderwunschpraxis überwiesen. Der Termin steht nun noch aus. Ich bin hierzu sehr unsicher, weil da ja eigentlich Paare behandelt werden, die erst gar nicht schwanger werden. Genau wie ihr, haben wir kein Problem damit schnell wieder schwanger zu werden. Eigentlich wollte ich vermeiden, dass die ganzen Untersuchungen noch mal von vorn beginnen. Mal schauen, was mich da erwartet. Ich wünsche dir alles Gute!
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby Nala on 09 May 2018, 23:58

Tut mir leid, dass du das durchmachen musstest. Ich kann nachvollziehen, dass du dir etwas gewünscht hast, woran ihr arbeiten könnt. Das Gefühl kenn ich. Ich hatte im letzten Jahr 3 Abgänge, aber richtig gefunden wurde nichts. Genetik haben wir bisher noch nicht gemacht, aber bei den anderen Untersuchungen kam auch so gut wie nichts raus. Eine leichte Schilddrüsenunterfunktion wurde nach der 2. FG festgestellt und ist inzwischen gut eingestellt. Weiterhin wurde auch bei mir ein Vitamin D Mangel festgestellt. Inzwischen ist der Wert auf 32 ng/ml gestiegen. Wie war dein Wert? Ich hab viel gelesen - und Vit. D- Mangel kann sich ja auch negativ auswirken. Was mir im Nachhinein noch eingefallen ist, dass ich zu den Zeiten der Schwangerschaften relativ oft Zahnschmerzen hatte, und Ibuprofen hat da am besten geholfen. Hab’s zwar eher immer vorher genommen, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass es die Eizellen schädigt. Vielleicht spielte das ja auch mit eine Rolle. Die Angst, nie ein gesundes Kind im Arm halten zu dürfen ist recht groß. Aber inzwischen hab ich auch etwas Abstand gewonnen (die 3. FG war ziemlich genau vor einem Jahr.) und eine gute Kiwu-Klinik gefunden, die mir hoffentlich hilft. Wir machen immer noch Pause, aber die Zeit sitzt mir auch ziemlich im Nacken. Ich hätte auch gerne Gründe für die FGs. Aber vielleicht war’s einfach nur Pech - und dem Alter geschuldet. Wie geht es bei euch weiter? Ich wünsch dir alles Gute!
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby Agnes.frankes on 18 May 2018, 17:22

Niemand muss diese psychischen und hormonellen Belastungen auf sich nehmen, aber meist ist der Wunsch nach einem Kind eben größer und dafür tut man es. (Entschuldigen Sie, aber so eine Meinung kann nur von einer Nicht-Betroffenen kommen. Wir suchen uns das doch nicht aus.) Und was die Kostenübernahme der KK angeht: Die bezahlen max. 3 Versuche, die meisten Kassen nur 50%. Wenn eine Frau Endometriose oder PCO hat, dann würde ich das schon als Krankheit bezeichnen. Auch beim Mann gibt es diverse Ursachen. Deutschland möchte mehr Geburten, aber unterstützt kinderlose Paare nicht bei diesem Vorhaben. Da stimmt doch was nicht. Sicher sollten nicht unzählige Versuche bezahlt werden, aber 3 ist nach eigener Erfahrung einfach zu wenig. Mein Mann arbeitet in der Jugendhilfe und betreut Kinder von Müttern, die ohne nachzudenken Kinder in die Welt setzen und dann nicht in der Lage sind, sich um diese zu kümmern. Da kann man schon mal den Glauben an die Gerechtigkeit verlieren.
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Re: bei wem ist Ursache unbekannt?

Postby Bibolina on 07 Jun 2018, 21:38

Ich habe auch gerade wieder 2 Fälle im Bekanntenkreis, bei denen es sofort geklappt hat, das tut irgendwie ganz schön weh. Ich glaube wirklich verstehen kann es keiner, der es nicht selbst erlebt hat. Ich hätte es nie für möglich gehalten dass mich mein Kinderwunsch mal so runterziehen könnte. Komisch, mir geht es auch so wie Dir. Ich hatte auch immer das Gefühl dass nirgends was rauskommen würde, und so war es auch. Wenn es eine physische Ursache gibt dann stößt die Medizin da wohl an ihre Grenzen. Meine Ärztin hat auch zu mir gesagt, dass es bei manchen nach einer BS auf einmal klappen würde und ich es danach ein paar Monate so versuchen soll. Ich hatte die BS/GMS im Februar. Die IUI wurde mir im Kinderwunschzentrum vorgeschlagen, und ich fand die Idee auch ganz gut. Ich habe sie im Spontanzyklus gemacht, ohne Stimulation, nur den ES habe ich ausgelöst und nehme Crinone zur Unterstützung der 2. Zyklushälfte. Der Eingriff ist sehr gering, und das war mir für den Anfang nur recht. Mir graut schon vor dieser Hormonspritzerei. Eine IUI macht am meisten Sinn bei einem leicht eingeschränkten SG, aber manchmal bringt sie auch was wenn bei beiden alles soweit ok ist. Ich glaube es gibt auch Fälle wo die Jungs Probleme haben dahin zu kommen wo sie hinmüssen oder der Zervixschleim ihnen einen Strich durch die Rechnung macht. Aber die Erfolgsaussichten sind wirklich nicht der Brüller, das stimmt schon. Wie gesagt, es ist ein Einstieg light in diese ganze KiWu-Maschinerie...Was habt ihr denn jetzt vor?
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