Eileiter OP

Re: Eileiter OP

Postby sofi_e on 29 Apr 2017, 23:57

Also ich hab diese Eileiterspülung letztes Jahr im August gehabt. Da man bei einem Eileiter nicht genau sagen konnte, ob es auch durch geht (er hat sich hinter der Gebärmutter versteckt) habe ich dann eine Bauchspiegelung durchführen lassen. Es ist alles super ausgegangen. Eileiter durchspülen wurde vor Ort gemacht und BS ambulant. Ich habe erst wieder einen Eisprung (hatte Jahre lang anscheinend keinen) Es hat mit SS geklappt, leider in der 6. SSW verloren (ES). Nun versuchen wir es weiter. SG meines Mannes liegt über dem Durchschnitt. Er hat fast einen Höhenflug bekommen. Irgendwann wird unsere Zeit schon kommen. Also Eileiterspülung ist nicht tragisch, BS auch nicht, du fühlst dich danach nur so als ob dich jemand mit einem Basballschläger erschlagen hätte (Muskelkater). Ich drück Dir die Daumen, das alles o.k. ist.
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Re: Eileiter OP

Postby Nala on 30 Apr 2017, 00:04

Wir sind seit ca. 8 Monaten in der KiWu-Klinik und die Eileiterdurchlässigkeit wurde bei mir gleich am Anfang geprüft. Diese und auch die anderen Untersuchungen wurden von der Kasse übernommen. Ist ein bisschen unangenehm wenn sie die Flüssigkeit durch die Eileiter drücken (mit einer Kanüle und an deren Ende ist eine Spritze mit Kontrastmittel). Das hat dann immer etwas im Unterleib gezogen, aber ansonsten war es harmlos. Bei mir war alles ok! Ich hoffte auch auf einen positiven Effekt, weil ich davon gelesen hatte, dass einige danach leichter schwanger werden. Dieser Effekt blieb bei mir leider aus. Aber das muss ja bei dir nicht auch so sein. Finde schon, dass dies eine wichtige grundlegende Untersuchung ist! Wenn die Eileiter doch irgendwie dicht sein sollten wäre das ja schon eine erhebliche Einschränkung. Wir hatten vor 13 Tagen unsere 1. IUI und ich werde Sonntag testen. Diese Warterei macht mich noch verrückt! Drück dir die Daumen!
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Re: Eileiter OP

Postby majorka4 on 30 Apr 2017, 00:07

Bei mir stand diese Untersuchung auch gleich zu Beginn an. Ich wollte ausschließen, dass es an den EL liegt und eine Bauchspiegelung war mir zu drastisch. Diese Untersuchung mit dem Kontrastmittel wird in der Regel nach der Periode gemacht, sprich dann, wenn der Gebärmuttermund von sich aus weich und weiter geöffnet ist (fruchtbare Tage). Davor sollte aber unbedingt ein Abstrich gemacht werden, damit keine Keime mit der Flüssigkeit hochgespült werden. Diese wichtigen Infos wurden mir leider vorab nicht mitgeteilt. Zum Glück hatte ich keine Keime und somit keine Infektion bekommen. Jedenfalls wird dir eine Kanüle eingeführt, was bei normaler Anatomie und weichem Muttermund nicht sehr schmerzhaft ist. Dazu kommt dann die Ultraschallsonde, um zu überprüfen ob die Flüssigkeit beide EL durchströmt. Das Ganze ist nicht gerade angenehm, aber auszuhalten. Falls die Flüssigkeit (irgendwas mit Glukose wenn ich mich recht entsinne) später krampfartige Schmerzen auslöst kann man ein leichtes Schmerzmittel nehmen. Ich war zwar froh, als ich es hinter mir hatte, aber du brauchst keine Angst zu haben. Bei mir durfte mein Manna auch Händchen halten und wir konnten den Ultraschall mitverfolgen.
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Re: Eileiter OP

Postby Lisa_vogt on 30 Apr 2017, 00:08

Ich bin gerade ein wenig verwirrt ... die Eileiterspülung ist doch eigentlich die Diagnostik mit Kontrastmittel, um die Durchgängigkeit der Eileiter zu prüfen, richtig? Meine Ärztin meinte auf meine Frage danach nämlich, dass dieses Kontrastmittel nicht mehr hergestellt wird und damit auch diese Durchgängigkeitsprüfung nicht mehr machbar ist. Aber um deine Frage zu beantworten: ich habe von vielen Fällen gehört, wo es nach dieser Spülung auf natürlichem Weg geklappt hat, vorausgesetzt natürlich man hat keine massiven Verwachsungen in den Eileitern! Ich drücke dir die Däumchen
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Re: Eileiter OP

Postby Lisa_vogt on 30 Apr 2017, 00:10

Bei mir sollte diese Untersuchung damals schon gemacht werden (allerdings per Bauspieglung, da bin ich im KKH quasi vom OP- Tisch gehüpft, weil ich den Eingriff auch für sehr drastisch hielt und hab es mit 45 min. vorher anders überlegt). Aber in Verbindung mit US wird es schon nicht zu schlimm werden. Dann bin ich aber schon im 2. GvnP Zyklus mit meinem Sohn schwanger geworden und somit hatte sich das eh erübrigt! Kurz nachgedacht wurde darüber noch einmal, kurz bevor ich schwanger wurde (leider FG). Vielleicht ist es ja ein gutes Zeichen, dass das Thema jetzt noch einmal auf den Tisch kommt. Unser Doc. meinte zwar, dass er Beeinträchtigungen bei den Eileitern ausschließe und er es hauptsächlich zur Stimulation einsetzt, aber schaden wird es wohl kaum! Ich drücke Euch alle Däumchen die ich habe!
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Re: Eileiter OP

Postby tilda on 18 Sep 2017, 20:47

Ich habe die gleiche Problematik und habe nach vier letztendlich erfolglosen ICSIs mich noch einmal umgetan, wer von den Repromedizinern sich den mit dem Thema Eileiteröffnung beschäftigt (bei mir ist sonst außer den verschlossenen Eileitern, also hormonell etc. alles ok) - das war vor ca. 1,5 Jahren. Habe dann die Uniklinik Aachen gefunden und Prof. Kleinstein von der Uni Magdeburg. Zu dem bin ich dann gegangen und habe mit ihm lange gesprochen und mich dann zu dieser Eileiteröffnung entschlossen. Das war (genau vor einem Jahr) eine richtige Bauch-OP, er hat alle Verwachsungen, die ich hatte, ausgeräumt, dann für 5 Tage die Eileiter "nach oben" gehängt, damit nicht wieder gleich alles verklebt und dann mit einer kurzen Bauchspiegelung nach vier Tagen wieder abgehängt. Er hat auch zu diesem Thema geforscht und sagt, dass er zwar nicht genau weiß, warum, aber er hätte dann in einer ICSI nach einer solchen OP deutlich bessere Erfolgsquoten.
Und wie war es bei mir? Ich habe also diese OP gemacht und bin dann, da ich keine ICSI in D (wegen der doch erheblich geringeren Erfolgsaussichten) wieder nach Österreich gegangen zu Prof. Zech und hatte im Juli 04 die 5. ICSI und siehe da, jetzt bin ich in der 24. SSW mit Zwillingen (und das in meinem hohen Alter - ich bin 41). Woran es gelegen hat? Ich weiß nicht, weiß nur, da ich ja vorher auch schon bei Zech war und sogar zwei ICSI mit Polkörperchenanalyse hab machen lassen, die es nicht gebracht haben, obwohl alles ganz toll aussah (tolle Blastozysten, gut entwickelt, nicht chromosomal gestört) - vielleicht war es doch diese OP.
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Re: Eileiter OP

Postby Agnes.frankes on 14 Oct 2017, 21:16

Hatte selbst schon drei Bauchspiegelungen. Als völlig im normalen Rahmen gilt heute eine Wartezeit bis zu anderthalb Jahren und sogar darüber. Erst danach würde ich über eine Bauchspiegelung (in deren Rahmen die Durchspülung gemacht wird) nachdenken. Die Bauchspiegelung ist zwar eine meist harmlose OP, doch auch sie birgt Risiken: Sie kann nämlich ihrerseits für Verwachsungen sorgen, falls man dazu neigt. Auch geht es hier ja nicht nur ums Durchspülen, was so schön harmlos klingt. Im Rahmen einer Bauchspiegelung wird routinemäßig nach allen Schwangerschafts-Hindernissen geschaut. Dazu gehört fast immer auch eine Gebärmutterspiegelung durch die Scheide mit kleiner Ausschabung noch vor dem eigentlichen Eingriff durch drei kleine Schnitte in Nabel und Bauchdecke. Die Eileiter werden auch nicht mal eben schnell freigespült, was natürlich toll wäre. Sondern die Spülung heißt erstmal nur, dass ein Kontrastmittel hindurchgeschickt wird, um zu schauen, ob es am anderen Ende wieder herauskommt. Sind tatsächlich Verklebungen oder Verschlüsse vorhanden, werden diese operativ beseitigt, sofern dies möglich ist. Manchmal reicht hierfür ein leichter Überdruck beim Spülen, manchmal ist das Skalpell nötig. Wie gesagt, nach nur neun Monaten schon eine OP zu erwägen, finde ich unsinnig. Meine Ärztin würde so etwas gar nicht mitmachen. E ist gut, dass SG deines Mannes gut ist. Es wäre Quatsch, Dich dem OP-Risiko auszusetzen, wenn die Ursache beim Mann liegt, was in mehr als der Hälfte der Fälle so ist. Ein Spermiogramm kann man bei fast jedem Urologen machen lassen.
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Re: Eileiter OP

Postby tilda on 18 Jan 2018, 02:08

Ich hatte eine EL-SS. Ich war auch einige Tage vorher im KH, weil´s nicht klar war was los ist. Ich hatte starke Schmerzen und eine Blutung. Es war nicht sicher ob ich schon einen "Abgang" hatte oder eine EL-SS. Dürfte so 5-6 Woche gewesen sein. Am US hat auch niemand etwas gesehen, obwohl äußerst sorgfältig und immer wieder untersucht wurde. Am 3. Tag dann war mir ein wenig ungut und ich hab´s gesagt. Der Arzt meinte er könnte nur auf gut Glück eine Laparoskopie machen. Der Beta HCG Wert ist nämlich nicht gesunken, das hat schon für eine EL-SS gesprochen. Ich gab mein Einverständnis, allein schon um Klarheit zu haben. Eine normale SS war ja eh schon auszuschließen! Ich hatte einen guten Arzt, und war anscheinend früh genug dran. Er hat mir meinen Eileiter retten können, und mir aber auch vorher erklärt das ich, wenn er ihn nicht retten kann genauso Kinder haben kann, und die Chancen trotzdem gut sind! Ich wollte dann aber eine Pause machen und hab mich ins Berufsleben gestürzt. Aber dann... Ich wünsch dir viel Kraft und eine Menge lieber Leute die dich unterstützen!
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Re: Eileiter OP

Postby Pika4u on 19 Jan 2018, 17:32

Ich hatte immer so zwischen 13 und 18 Eizellen, also das Problem kenne ich nicht, aber ich hatte bei der Stimulation bei Zech auch mehr als bei der einen ICSI hier in D. Vielleicht wars ja nur Zufall, aber vielleicht stimuliert er auch besser. Das muss man wohl leider ausprobieren. Ansonsten hast Du natürlich Recht, wenn es nur wenige sind, ist es ja ziemlich egal, dann nutzt die Selektion nichts, dann muss man einfach positiv denken und fest daran glauben, dass eben die richtige Eizelle lange darauf gewartet hat, befruchtet zu werden! Heute vor einem Jahr genau hatte ich die OP, ganz schön, dass es jetzt ein Jahr weiter ist und ich denke, der Prof. hat die OP auch selbst gemacht - genau weiß ich es nur vom Anfang, da war er dabei, später hab ich schön geschlafen. Und das, obwohl ich normale Kassenpatientin bin! Nein wirklich, ich war da sehr zufrieden und kann das wirklich weiterempfehlen. Dir alles Gute bei deinen Überlegungen!
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Re: Eileiter OP

Postby Siri on 06 Feb 2018, 00:52

Frag doch bitte noch mal nach, ob Dein FA eine Bauchspiegelung machen will oder nur eine Durchlässigkeitsprüfung der Eileiter mit Kontrastmittel. Ersteres wird unter Narkose gemacht, letzteres nicht. Bei einer Bauchspiegelung sieht man mehr und eindeutiger bzw. kann kleinere Probleme gleich beheben. Falls die wirklich nur reingucken und operativ nichts weiter gemacht wird, kannst Du am selben Tag wieder heimgehen. Das Gas, mit dem Du aufgepustet wirst, könnte Dir evtl. noch einige Tage Schmerzen oder Ziehen bereiten. Ich hatte auch schon mal eine BS und empfand die Nachwirkungen nicht als dramatisch. Die Eileiterdurchlässigkeitsprüfung (Hysterokontrastsonographie, HyCoSy) habe ich neulich machen lassen. Vorher wurde mir ein Schmerzmittel gespritzt, der eigentliche Eingriff hat keine zehn Minuten gedauert und war zumindest bei mir fast schmerzfrei. Ich konnte sofort nach Hause gehen und hatte keinerlei Beschwerden mehr. Wenn bei der Untersuchung allerdings rauskommt, dass die Eileiter nicht durchgängig sind, kommst Du wahrscheinlich um die Bauchspiegelung nicht herum, deshalb entscheiden sich einige gleich für die BS. Röntgen lassen würde ich im Unterleib gar nix, zumindest nicht bei akutem Kinderwunsch - ich wusste gar nicht, dass das überhaupt noch gemacht wird. Alles Gute!
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