Depression

Re: Depression

Postby Nala on 07 Dec 2017, 23:33

Mein Mann und ich haben lange versucht eine Familie zu gründen… leider ohne Erfolg. Wir waren dann beim Arzt und haben uns beide mal untersuchen lassen, da kam dann auch die schreckliche Diagnose - Unfruchtbarkeit! So es wäre alles nur halb so schlimm, wenn mein Mann das ähnlich wie ich sehen könnte. Es ist keine Schande unfruchtbar zu sein und man ist deswegen doch nicht weniger männlich... Aber er zieht sich vollkommen zurück und sucht die Schuld bei sich, dabei kann er doch gar nichts dafür. Ich komm nicht an ihn heran, obwohl ich immer versuche ihm das Gefühl zu geben, dass er nicht versagt hat und wir zusammen schon eine Lösung finden werden. Wir haben mal kurz über eine Samenspende geredet... aber ob er damit klar kommt, das er nicht der Erzeuger des Kindes ist? Hat jemand vielleicht Ratschläge oder Tipps für mich, wie ich in der Beziehung damit umgehen kann? Eventuell gibt es auch jemanden, der bereits Erfahrungen mit dem Thema Samenspende gemacht hat und mir auch da ein bisschen was drüber erzählen kann?
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Re: Depression

Postby Siri on 08 Dec 2017, 23:36

Es kommt auf innere Werte an und dann sowas! Der Mann hat das Pech, dass er eine Krankheit hat und kann daher auf normalem Wege keine Kinder zeugen. Aber anstatt dass die Frau zu ihm steht, überlegt sie sich einfach mal, ob sie sich von dem unnützen Mann trennt. Toll, der Mann als Samenproduktion, nicht mehr! Zum einen gibt es die Möglichkeit künstlicher Befruchtung, zum anderen halt eine Adoption oder Samenspende. Aber stattdessen wird überlegt: Oh, ich habe nur noch 2 Jahre Zeit, also verlasse ich den Mann mit dem ich glücklich bin mal lieber und suche mir ganz schnell irgendwen, der mich schwängern kann. Wie tiefgründig, wie zivilisiert und wie nett! Ich stelle mir grade vor, was für eine Entrüstung es gäbe, wenn ein Mann hier schreiben würde, dass er seine Frau verlässt, weil sie unfruchtbar ist. So nach dem Motto: Die Frau ist doch keine Gebärmaschine...Dieser Thread alleine entschuldigt all die schweren Vorwürfe die in anderen Threads gegen die Männer erhoben werden, in denen es oft heißt: Wir sind ja nicht mehr in der Steinzeit!
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Re: Depression

Postby Louisa1998 on 10 Dec 2017, 21:04

Hallo, ich kann völlig deine Frau verstehen. Ich habe dasselbe Problem, ich habe mir ein Leben lang Kinder gewünscht. Seit 4 Jahren habe ich nun einen Partner, mit dem ich mir das vorstellen konnte, auch er wollte es von Anfang an. Nur es kamen keine Kinder. Inzwischen waren wir bei Ärzten, inzwischen wissen wir, dass seine Spermaqualität unter 20% ist, also im Prinzip unfruchtbar. Inzwischen bin ich 39 Jahre. Meine Frauenärztin sagt, ich habe noch 2 Jahre, dann ist Schluss. Ich bin total verzweifelt: einerseits will ich mit meinem Freund zusammen sein, andererseits ist mein Lebensthema so wichtig, dass es echt zur Belastung wird. Aber ich kann mir doch nicht nur aus Spermagründen einen neuen Partner suchen...Andererseits, irgendwo verzeihe ich ihm die Sache nicht, manchmal habe ich die Fantasie, das muss doch was mit ihm und seinem Unterbewusstsein zu tun haben, dass er so blockt - ich betrachte es als psychisch. Ich weiß nicht was ich tun soll und habe das Gefühl, das werfe ich mir in 10 Jahren vor, dass ich nicht einfach doch dem Kinderwunsch nachgegeben habe...Und ich habe Gedanken, ihn zu verlassen.
Louisa1998
 
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