Gebärmutterentfernung

Re: Gebärmutterentfernung

Postby Fuchs on 14 Sep 2017, 16:29

Meine Schwester hat mit 40 ihre Gebärmutter entfernt, auch wegen Myomen und starken Blutungen. Und auch beide Eierstöcke kamen mir raus, bei Endometriose. Sie war zuerst froh, dass sie die Blutungen losbekam, aber sie hat sich hysterisiert, da sie sich jetzt wohl nicht mehr als volle Frau fühlt. Diese Phase kam aber auch, als sie erfahren hat, dass ihr Mann sie heftig betrogen hatte und sie hatte dann eine psychisch labile Phase. Jetzt aber ist sie so froh, keine Blutungen und Unterbauchschmerzen zu haben. Die Unterstellung, dass Ärzte Prämien bekommen, wenn sie Patienten an gewissen Kliniken überweisen, ist eine Frechheit und Ignoranz. Kein Arzt, den ich kenne, würde eine Operation einfach nur so machen. Im Gegenteil, sie schicken Patienten mit Unterbauchschmerzen zu anderen Fachkollegen zur weiteren Abklärung: Urologie, Gastroenterologie etc. Alleine wegen Unterbauchschmerzen soll doch keine Hysterektomie erfolgen, da muss schon mehr dahinter stecken: Polypen, Myome, suspekte Endometriumschleimhaut. Und den Magen mit dem Uterus zu vergleichen finde ich total daneben.
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby Lisa_vogt on 10 Oct 2017, 19:29

Es gibt eine Menge Möglichkeiten und Methoden, die Gebärmutter zu erhalten und was im AP beschrieben ist, klingt nach einem Wissensstand von vor 29 Jahren. Genau so wurde meiner Mutter damals zur OP geraten... sie hat es hinterher bitter bereut, als ihre anderen Ärzte wenig später sagten, dass das völlig übers Ziel hinaus geschossen war. Grundsätzlich sind starke Menstruationsblutungen mal überhaupt kein Grund, so eine OP zu machen - kurz: sämtlicher deiner Argumente klingen eher danach, deine eigene Entscheidung vor dir selbst zu rechtfertigen. Wenn es dir hilft, eine starke Menstruationsblutung als Grund dafür zu sehen... bitte, Jedem das Seine. Was du schilderst, ist schlicht völlig normal für Millionen Frauen auf der Welt. Grundsätzlich würde ich immer vor solchen Operationen mehrere Ärzte aufsuchen, denn es geht um eine nicht wieder zu korrigierende Entscheidung.
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby Ruth on 10 Oct 2017, 20:27

Meiner Mutter wurde vor Jahren die Gebärmutter entfernt. Die ersten Tage hatte sie damit zu kämpfen, dass sie nicht lachen durfte und auch nicht konnte, da die innere Wunde schon recht ziepte. Man darf die ersten Wochen die Bauchmuskulatur nicht anspannen. Daher nicht unbedingt viel lachen, nichts Schweres tragen. Solange, bis die Wundheilung abgeschlossen ist.
Meine Mutter war damals recht lang krankgeschrieben. Die Eierstöcke wurden damals mit entfernt. Meine Mutter hatte damals eine kindskopfgroße Zyste an einem Eierstock, die bis in die GBM einwuchs. Deshalb machte man überhaupt diesen Eingriff. Sie war damals noch recht jung, irgendwas Mitte 30.
Die ersten Jahre wurden die fehlenden Hormone mit Ersatzhormonen ausgeglichen. Heute macht man das glaube ich nicht mehr, da neuere Erkenntnisse vorliegen. Solange die Eierstöcke aber intakt sind, sollten diese noch verbleiben. Dass es Menschen gibt, die recht empfindlich auf den Hormonentzug reagieren. In dem Sinne unangenehme Folge hatte der Eingriff für meine Mutter nicht. Sie war die lästige Regel los. Ich wünsche Dir eine weise Entscheidung!
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