Gebärmutterentfernung

Gebärmutterentfernung

Postby Assue on 28 Jul 2016, 23:39

Hallo,
letztes Jahr hatte ich Endo OP. Es wurde Endometriose entfernt und die Durchlässigkeit der Eileiter geprüft, welche auf beiden Seiten völlig undurchlässig sind. Bin also unfruchtbar. Da ich aber sowieso keine Kinder mehr möchte, da ich ein behindertes habe, ist das nicht weiter schlimm. Ich hatte 9 Jahre die Mirena und dennoch jeden Monat Schmerzen. Die ersten zwei Monate habe ich die 7 Tage Pause gemacht... Die Schmerzen und Blutungen waren unerträglich, ich konnte weder auf Arbeit gehen, noch sonst irgendwas tun. Also habe ich seit Dezember keine Pause mehr gemacht. Keine Schmerzen, keine Blutung.. Aber extreme Stimmungsschwankungen, Depressionen bekommen und das kann ich auch nicht!
So so jetzt habe ich die Schnauze voll und will endlich wieder Leben, denn so verbringe ich nicht noch 20 Jahre. Ich möchte mir die Gebärmutter entfernen lassen, wohl wissend dass das nicht bedeutet, dass nie mehr Endo kommt. Aber keine Regelschmerzen und keine starken Blutungen mehr. Meine GM wird als weich und schwammig beschrieben, was auch immer das heißen mag… Habt ihr Erfahrungen damit? Ich bin 29 und mir dieser Entscheidung sicher!
Assue
 
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby Bibolina on 28 Jul 2016, 23:44

Mir wurde vor fast genau 2 Jahre die GM entfernt. Seit dem ist mein Leben nicht mehr mein früheres Leben, man hat bei mir die Eileiter zu nah am Eierstock entfernt bzw. einen Eierstock regelrecht gekocht. Dadurch hatte ich zuerst eine massive Eiierstockfunktionminderung so das ich eine Hormonersatztherapie brauchte. Inzwischen ist der Eierstock raus. Aber ich bin mit anfang 40 in den Wechseljahren und wie das mit der verfrühten Wechseljahren so ist habe ich als Folge alles möglichen Erkrankungen. Bluthochdruck Ödeme, erhöhtes Herzinfarktrisiko, hatte ich eh schon wegen Familie aber jetzt ist es noch höher, bin nicht mehr so belastbar. Dazu kommen die Folgen der Hormone, ich hatte unter andern als Folge eine Gallenblasenentzündung in der Folge mußte die Gallenblase raus, wegen Steine. Und ich kann jederzeit nochmal Gallensteine bekommen, obwohl ich keine Gallenblase mehr habe. An deiner Stelle würde ich mich auf die suche nach Alterantiven machen und da gibt es eine Menge. Wenn ich von diesen Alternativen vor 2 jahren gewußt hätte, hätte ich jede ausprobiert! Ich habe in meinen Leben noch nie etwas so bereut, wie diese OP. Ich habe über ein Jahr gebraucht, um wieder richtige Lebensqualität bekommen. Im Moment geht es mir recht gut, aber ich weiß nie, wann das nächste kommt. Ich weiß, es ist ein schlimmes negatives Beispiel. Aber das Risiko, dass so etwas passiert ist höher als man glaubt. Den die Durchblutung der Eierstöcke wird um 40 % -50% gemindert, bei manchen regelt es sich wieder bei manchen leider nicht. Also gut infomieren und sich ordlich aufklären lassen. Den meine Gm ist leider unötigerweise entfernt wurden. Und du bist nur 29.
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby Engeline on 28 Jul 2016, 23:58

Ich drücke dir die Daumen, dass du schnell einen Bauchspiegelungstermin bekommst und dann alles besser wird… An deiner Stelle würde ich eine Gegenüberstellung machen, was mit und ohne Gebärmutter passieren kann. Meine Ärztin hat immer deutlich darauf hingewiesen, dass es besser ohne GM sein kann aber genau so gut schlechter oder gleich. Du bist noch so jung, andererseits nützt dir das Alter gar nichts, wenn das Leben an dir vorbeizieht, weil du es nicht aushalten kannst, zu leben.
Ja, manche Schmerzen sind ähnlich, besonders mit dem Zustand vor der Studie. Das war ein Wechseljahrspräparat, das in Tablettenform gegeben wurde und bei mir schon ziemlich gut gewirkt hat (ich bin mir sicher, dass es vielen Frauen echte Erleichterung bringen wird!) Ich glaube schon, dass dieses Medikament die Endo eingedämmt hat. Dummerweise muss ich jetzt sehr um eine Reha kämpfen, weil eben der Befund so mickrig aussieht. Zum Glück habe ich wirklich tolle, kompetente Hilfe bekommen und mir wurde seit 2012 immer geglaubt. Das war lange Jahre nicht so… Wünsche Dir alles, alles Gute, auch mit deinen Leberwerten. Ich würde mich freuen, wenn du hier weiterhin berichten könntest, wie es dir ergangen ist.
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby eva2Abel on 29 Jul 2016, 00:13

Meiner Mutter wurde vor Jahren die Gebärmutter entfernt. Die ersten Tage hatte sie damit zu kämpfen, dass sie nicht lachen durfte und auch nicht konnte, da die innere Wunde schon recht ziepte. Man darf die ersten Wochen die Bauchmuskulatur nicht anspannen. Daher nicht unbedingt viel lachen, nichts Schweres tragen. Solange, bis die Wundheilung abgeschlossen ist.
Meine Mutter war damals recht lang krank geschrieben. Die Eierstöcke wurden damals mit entfernt. Meine Mutter hatte damals eine kindskopfgroße Zyste an einem Eierstock, die bis in die GBM einwuchs. Deshalb machte man überhaupt diesen Eingriff. Sie war damals noch recht jung, irgendwas Mitte 30.
Die ersten Jahre wurden die fehlenden Hormone mit Ersatzhormonen ausgeglichen. Heute macht man das glaube ich nicht mehr, da neuere Erkenntnisse vorliegen. Solange die Eierstöcke aber intakt sind, sollten diese noch verbleiben. Das es Menschen gibt, die recht empfindlich auf den Hormonentzug reagieren. In dem Sinne unangenehme Folge hatte der Eingriff für meine Mutter nicht. Sie war die lästige Regel los. Ich wünsche Dir eine weise Entscheidung!
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby Fuchs on 29 Jul 2016, 14:22

Bist Du sicher, dass Du das wirklich machen lassen willst? Unterleibsbeschwerden sind sehr oft psychosomatisch bedingt und gehen von einer Gebärmutterentfernung deshalb auch nicht weg. Je mehr man auf den Unterleib achtet, desto stärker werden diese Beschwerden. Das kenne ich auch, es geht bis hin zu starkem Stechen usw. Die Eierstöcke werden noch gar nicht mit entfernt - außer, Du lässt eine Totaloperation machen. Wenn die Schmerzen also vom Eierstock kämen, würden sie ja durch die Gebärmutterentfernung gar nicht aufhören. Ich glaube außerdem nicht an Eierstockschmerzen, die es wohl im Prinzip gar nicht gibt (außer bei Zysten). Ich hatte dort auch schon diverse Probleme und Zysten, ohne dass Schmerzen geblieben wären. Dass die Ärzte meinen, die Schmerzen könnten mit der Gebärmutter zu tun haben, heißt auch nicht viel.
Weißt Du, man muss es deutlich sagen: Ärzte sind gerade bei diffusen Unterleibsbeschwerden total ratlos. Schmerzen hier kommen z. B. oft vom nervösen Dickdarm (der tief im Unterleib eine letzte Schleife macht und oft sticht oder zieht - Schmerzen hier kann man nicht von gynäkologischen Schmerzen unterscheiden). Aus Ratlosigkeit werden dann irgendwelche Auffälligkeiten, die man schonmal hatte, herangezogen.
Es gibt Ärzte, die vor einer Gebärmutterentfernung warnen. Zum Einen hat jede OP das Risiko von neuen Verwachsungen, Vernarbungen und in der Folge von Schmerzen. Zum Anderen gehört die Gebärmutter für viele Frauen sehr viel stärker zu ihrer Identität, als es ihnen selbst klar ist. Was sie ihnen bedeutet hat, spüren viele Frauen wohl erst, wenn sie weg ist. Es ist nicht einfach irgendein entbehrliches Organ! Da hängt mehr dran.
Ich finde, dass Deine Diagnosen und auch die Aussage der Ärzte nicht sehr überzeugend klingen. Es klingt sehr nach einer Verlegenheitslösung. Eigentlich entfernt man eine Gebärmutter nur, wenn ihre Wand z. B. stark von großen Myomen durchsetzt ist. Und auch dann ist es kein Muss. Ehrlich gesagt: Ich würde die OP absagen und lieber eine Entspannungsmethode erlernen. Damit gehen Unterleibsbeschwerden - egal ob stressbedingt oder vom Darm - am ehesten weg - ganz ohne neuerliche Verletzung durch eine OP. Hat bei mir auch funktioniert.
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby kühn on 29 Jul 2016, 14:31

Selbst, wenn in der Gebärmutter Veränderungen vorhanden sind - die meisten davon sind kein Grund für eine so radikale OP. Auch starke Blutungen zum Beispiel sind bei Frauen nach dem ersten Kind, oder auch bei Frauen ab Ende 30 absolut normal und kein Grund, das lästige Organ einfach zu entfernen!
Ärzte sind leider viel zu schnell mit Operationen, denn damit wird gutes Geld verdient. Ärzte bekommen teilweise sogar Prämien, wenn sie Patienten in Kliniken überweisen. Von daher kann man hier gar nicht vorsichtig und zögerlich genug sein. Mein eigener Frauenarzt empfiehlt, vor einer OP, deren Begründung nicht sonnenklar ist, immer eine zweite, eventuell sogar eine dritte Meinung einzuholen. Und dann demjenigen Rat zu folgen, der am wenigsten invasiv ist, also am wenigsten in Richtung OP geht. Ich würde dies an Deiner Stelle unbedingt noch machen. Du kannst die OP problemlos verschieben und noch einen weiteren Gyn befragen, aber keinen Klinik-Gyn, sondern einen anderen niedergelassenen.
Letztlich bist Du ein klassischer Fall für eine unnötige, aber wirtschaftlich lohnende OP: Es gibt keine eindeutige Diagnose, sondern nur Vermutungen. Und das sind genau die Fälle, die die Kliniken brauchen: Hier können sie straflos zur OP raten, auch wenn sie wissen, dass diese OP eigentlich nicht nötig wäre.
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby Lisa_vogt on 29 Jul 2016, 14:34

Wozu brauchst du solche OP? Unglaublich!
Es gibt eine Menge Möglichkeiten und Methoden, die Gebärmutter zu erhalten und was im AP beschrieben ist, klingt nach einem Wissensstand von vor 29 Jahren. Genau so wurde meiner Mutter damals zur OP geraten... sie hat es hinterher bitter bereut, als ihr andere Ärzte wenig später sagten, dass das völlig übers Ziel hinaus geschossen war.
Grundsätzlich sind starke Menstruationsblutungen mal überhaupt kein Grund, so eine OP zu machen - kurz: sämtlicher deiner Argumente klingen eher danach, deine eigene Entscheidung vor dir selbst zu rechtfertigen. Wenn es dir hilft, eine starke Menstruationsblutung als Grund dafür zu sehen... bitte, Jedem das Seine. Was du schilderst, ist schlicht völlig normal für Millionen Frauen auf der Welt. Grundsätzlich würde ich immer vor solchen Operationen mehrere Ärzte aufsuchen, denn es geht um eine nicht wieder zu korrigierende Entscheidung.
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby majorka4 on 29 Jul 2016, 14:41

Meine Schwester hat mit 40 ihre Gebärmutter entfernt, auch wegen Myomen und starken Blutungen. Und auch beide Eierstöcke kamen mir raus, bei Endometriose. Sie war zuerst froh, dass sie die Blutungen losbekam, aber sie hat sich hysterisiert, da sie sich jetzt wohl nicht mehr als volle Frau fühlt. Diese Phase kam aber auch, als sie erfahren hat, dass ihr Mann sie heftig betrogen hatte und sie hatte dann eine psychisch labile Phase. Jetzt aber ist sie so froh, keine Blututngen und Unterbauchschmerzen zu haben.
Die Unterstellung, dass Ärzte Prämien bekommen, wenn sie Patienten an gewissen Kliniken überweisen, ist eine Frechheit und Ignoranz. Kein Arzt, den ich kenne, würde eine Operation einfach nur so machen. Im Gegenteil, sie schicken Patienten mit Unterbauchschmerzen zu anderen Fachkollegen zur weiteren Abklärung: Urologie, Gastroenterologie etc. Alleine wegen Unterbauchschmerzen soll doch keine Hysterektomie erfolgen, da muss schon mehr dahinter stecken: Polypen, Myome, suspekte Endometriumschleimhaut.
Und den Magen mit dem Uterus zu vergleichen finde ich total daneben.
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby Nala on 25 Jun 2017, 00:49

Ich drücke dir die Daumen, dass du schnell einen Bauchspiegelungstermin bekommst und dann alles besser wird… An deiner Stelle würde ich eine Gegenüberstellung machen, was mit und ohne Gebärmutter passieren kann. Meine Ärztin hat immer deutlich darauf hingewiesen, dass es besser ohne GM sein kann aber genau so gut schlechter oder gleich. Du bist noch so jung, andererseits nützt dir das Alter gar nichts, wenn das Leben an dir vorbeizieht, weil du es nicht aushalten kannst, zu leben. Ja, manche Schmerzen sind ähnlich, besonders mit dem Zustand vor der Studie. Das war ein Wechseljahrspräparat, das in Tablettenform gegeben wurde und bei mir schon ziemlich gut gewirkt hat (ich bin mir sicher, dass es vielen Frauen echte Erleichterung bringen wird!) Ich glaube schon, dass dieses Medikament die Endo eingedämmt hat. Dummerweise muss ich jetzt sehr um eine Reha kämpfen, weil eben der Befund so mickrig aussieht. Zum Glück habe ich wirklich tolle, kompetente Hilfe bekommen und mir wurde seit 2012 immer geglaubt. Das war lange Jahre nicht so… Wünsche Dir alles, alles Gute, auch mit deinen Leberwerten. Ich würde mich freuen, wenn du hier weiterhin berichten könntest, wie es dir ergangen ist.
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Re: Gebärmutterentfernung

Postby Agnes.frankes on 10 Aug 2017, 22:09

Ich drücke dir die Daumen, dass du schnell einen Bauchspiegelungstermin bekommst und dann alles besser wird… An deiner Stelle würde ich eine Gegenüberstellung machen, was mit und ohne Gebärmutter passieren kann. Meine Ärztin hat immer deutlich darauf hingewiesen, dass es besser ohne GM sein kann aber genauso gut schlechter oder gleich. Du bist noch so jung, andererseits nützt dir das Alter gar nichts, wenn das Leben an dir vorbeizieht, weil du es nicht aushalten kannst, zu leben. Ja, manche Schmerzen sind ähnlich, besonders mit dem Zustand vor der Studie. Das war ein Wechseljahrspräparat, das in Tablettenform gegeben wurde und bei mir schon ziemlich gut gewirkt hat (ich bin mir sicher, dass es vielen Frauen echte Erleichterung bringen wird!) Ich glaube schon, dass dieses Medikament die Endo eingedämmt hat. Dummerweise muss ich jetzt sehr um eine Reha kämpfen, weil eben der Befund so mickrig aussieht. Zum Glück habe ich wirklich tolle, kompetente Hilfe bekommen und mir wurde seit 2012 immer geglaubt. Das war lange Jahre nicht so… Wünsche Dir alles, alles Gute, auch mit deinen Leberwerten. Ich würde mich freuen, wenn du hier weiterhin berichten könntest, wie es dir ergangen ist.
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