Borderline-Tumor

Borderline-Tumor

Postby omega on 26 Aug 2016, 18:44

Schon seit Kindheit träume ich 2 Kinder zu haben... Einen kleinen Jungen hab ich schon, doch es war immer klar für mich, dass noch ein zweites dazu kommen soll. Eigentlich wollte ich bereits letztes Jahr mit Baby Nr. 2 starten... aber irgendwie hat es nicht richtig gepasst bzw. ich war mit meinem Kleinen genug beschäftigt. Nun bekam ich auf Grund von einer Zyste am Eierstock die Diagnose Borderline-Tumor.
Laut Arzt gibt es keine Möglichkeit den Eierstock bzw. ein Teil davon zu erhalten. Sprich ich könnte keine Kinder mehr bekommen... Laut Arzt gäbe es zwar die Möglichkeit die Diagnose zu ignorieren und versuchen schwanger zu werden, aber dann würde ich das Risiko an Krebs zu erkranken eingehen. Der Tumor kann dann wohl ins bösartige übergehen. Das möchte ich natürlich nicht eingehen, da ich ja schon einen wundervollen Sohn habe, den ich gerne aufwachsen sehen würde. Eizellenentnahme ist auf Grund der Hormonbehandlung wohl auch riskant. Zudem besteht wohl die Chance, dass das Kind behindert ist.
Alles sehr sehr schwierig. Würde gerne noch eure Meinungen einholen und mich evtl. auch noch in einer Kinderwunschklinik beraten lassen. Aber ich befürchte, ich muss meinen Kinderwunsch begraben. Auch wenn es mir sehr sehr schwer fällt und ich weiß nicht, wie ich damit in ein paar Jahren klar komme. Es war mein größter Traum, noch einmal diese wundervolle Zeit der Schwangerschaft, Geburt usw. mitzumachen und nun…Wie würdet ihr denn in meiner Situation entscheiden?
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Re: Borderline-Tumor

Postby Fuchs on 26 Aug 2016, 18:50

Das tut mir leid für dich. Ich weiss jetzt nicht, wie alt du bist und wie ihr finanziell aufgestellt seid. Aber wenn es machbar wäre, würde ich mich für das Eizell-Freezing entscheiden und dann erstmal abwarten, ob sich da wirklich ein Tumor an dem verbliebenen Eierstock bildet. Gibt es denn eine medikamentöse Möglichkeit, den Zellen entgegenzuwirken? Sollte sich kein Tumor bilden, kann man auch mit einem Eierstock gut schwanger werden. Sollte er aufgrund eines sich doch bildenden Tumors entfernt werden, würde ich das Risiko der KB in Kauf nehmen. Aber wenn da schon Zellen gefunden wurden, würde ich meinen Kinderwunsch begraben…
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Re: Borderline-Tumor

Postby omega on 26 Aug 2016, 19:00

Ich tendiere auch eher dazu, den Kinderwunsch zu begraben... Aber was wird in ein paar Jahren sein? Das weiß keiner... Ich bin 34 und finanziell wäre das schon machbar. Allerdings hab ich Angst, dass sich die Hormontherapie negativ auswirken könnte. Meine einzigste Hoffnung momentan ist die Zweitmeinung von dem Spezialisten aus Berlin. Wenn es irgendeine Chance gäbe zumindest einen Teil des Eierstocks zu erhalten, das wäre mein größter Wunsch! Aber weiß, wozu das alles gut ist... vielleicht soll es alles nicht sein mit einem zweiten Kind.
Immerhin hab ich einen wundervollen Sohn! Und ich glaub, wenn ich noch kein Kind hätte, würde ich es einfach ignorieren und baldmöglichst versuchen, schwanger zu werden. Aber jetzt habe ich eine Verantwortung gegenüber meinem Kind und möchte das Risiko eingehen...
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Re: Borderline-Tumor

Postby Agnes.frankes on 26 Aug 2016, 19:55

Also seit dem ich 17 bin (nun bin ich 36) litt ich an starken Regelschmerzen und Ziehen im Unterleib, bis ich mich letztlich vor Krämpfen nicht mehr bewegen konnte. Jeder Arzt meinte, das sind die normalen Regeln und Zyklusschmerzen und die immer wiederkehrenden Zysten würden auch wieder verschwinden. Dann hätte ich leider Blut im Stuhl und wechselte wieder den Arzt und machte eine Magen- und Darmspiegelung - ergebnislos. Wieder wurde ich entlassen, da ich ja nichts hatte.
Endlich hatte ich die richtige FA gefunden, sie veranlasste eine BS, um die Zyste zu entfernen und den Verdacht auf Endometriose gleich beheben zu können. Es war dann so weit, die endometriose Herde an den Beckenwänden und Verwachsungen am linken Eierstock wurden entfernt sowie die Zyste. Diese stellte sich leider nach Laboruntersuchung als Borderline Tumor heraus :( Wir versuchen jetzt schwanger zu werden doch leider will es nicht so ganz klappen :( leider hat man während der BS nicht gleich die durchgängigkeit der Eileiter getestet und meinen Kopf und Gedanken kann ich auch leider nicht ganz ausschalten.
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Re: Borderline-Tumor

Postby Bibolina on 26 Aug 2016, 19:57

Hallo,
ich hatte auch Endometriose und als ich 18 war, wurde eine Bauchspiegelung gemacht, weil mein Arzt nicht mehr weiter wusste. Die Herde wurden verödet, mit hohen Hormongaben wurden die Wechseljahre simuliert und danach habe ich nie wieder ein Hormonpräperat angerührt (welches den Ausschlag für die Endometriose gab). Acht Jahre später hat es dann doch mit dem Kinderwunsch geklappt und ich war schwanger. Allerdings gab es von männlicher Seite auch einige Einschränkungen, die Ärzte gaben uns eine Chance von 1:50 Mio überhaupt jemals Kinder zu bekommen (künstliche Befruchtung etc. war nicht möglich). Jetzt, nach nur ca. 6 Monaten ohne Verhütung, ist Nr. 2 auf dem Weg und wird im August erwartet, also nur Mut!
Einen Borderline Tumor hatte ich allerdings nicht. Dazu kann ich dir leider nichts sagen. Aber es gibt sicherlich eine Chance
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Re: Borderline-Tumor

Postby Engeline on 26 Aug 2016, 20:41

Hallo, ich habe auch Endometriose!
Wurde nach einem Jahr Unfruchtbarkeit zur Bauchspiegelung, Gebärmutterspiegelung und Test der Eileiterdurchlässigkeit geschickt. Da wurden auch massig Verwawchsungen und Verklebungen gefunden. War wohl sehr mühsam und schwierig, aber konnte dann doch komplett entfernt werden. Direkt in dem Monat bin ich noch schwanger geworden und der Arzt hat mir nicht gerade viel Hoffnung gemacht, dass es auf natürlichem Wege noch klappt. Nummer 2 klappte dann sogar im 1. Versuch! Ist bei dir alles andere gecheckt worden? Schilddrüse, Hormone, Eisprung?
Schilddrüse war bei mir auch noch ein Problem, das wohl auch mit dafür gesorgt hat, dass der Körper keine Einnistung zugelassen hat. Nicht die Hoffnung aufgeben!
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Re: Borderline-Tumor

Postby eva2Abel on 26 Aug 2016, 20:44

Wie lange probiert ihr denn schon? 1-2 Jahre kann das ja durchaus schonmal dauern. Eine Freundin von mir wird auch nicht schwanger und die haben beide nichts! Bevor man nicht ein Jahr rum hat, machen die Ärzte ja auch nichts. Ich wundere mich immer wieder, wieviele angeblich trotz Pille usw. schwanger werden, während andere jahrelang brauchen und bangen.
Also wenn bei dem Hormontest ein Eisprung festgestellt wird, werden die wohl auch durchlässig sein. Zumindest ist es ja sehr selten, dass Eileiter nicht durchlässig sind und dann auch noch beide. Ist natürlich doof, dass dir dein Arzt das nicht mit empfohlen hat. Bei mir wurde übirgens im 1. Hormontest kein ES festgestellt und zwei Zyklen später war dann einer da, nachdem ich Schilddrüsenhormone bekommen hatte. Musst mal deinen Arzt fragen. Die können das anhand der Blutwerte sehen, wenn die zu zwei bestimmten Zeitpunkten im Zyklus Blut abnehmen. Auf dem US lässt sich das sonst auch ganz gut erkennen, ob ein Ei sich vorbereitet und wann es ca. springt.
Denke, dass es auch ohne dem Eileitertest einigermaßen gut nachzuprüfen ist, was im Eileiter passiert und bei Auffälligkeiten kann man das ja evtl. auch nochmal nachholen. Bei deinem Mann auch alles ok? Spermiogramm mal gemacht wurden? Das Problem ist halt, dass die Wahrscheinlichkeit ja generell nur bei 25% liegt in jedem Zyklus, dass man man schwanger wird. Wir haben bei Nummer 2 dann auch direkt Ovus genommen…
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Re: Borderline-Tumor

Postby Fuchs on 26 Aug 2016, 20:50

Hallo! Hatte voriges Jahr die Endometriose OP und bald wurde ich schwanger und bin jetzt in der 38. SSW. Mir wurde gesagt, dass die Chancen direkt nach der OP am besten wären. Ich hatte aber nicht so viele Herde. Das mit der Eileiterdurchlässigkeit ist schade, dass das nicht mit gemacht wurde. Wenn die Endometriose ausgeprägt war, ist es ja schon gut möglich das in den Eileiter auch was ist. Würde es an deiner Stelle noch machen lassen falls ihr jetzt schon länger erfolglos übt. Zu dem Tumor kann ich nichts sagen.
Alles Gute dir.
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Re: Borderline-Tumor

Postby kühn on 26 Aug 2016, 20:57

Ich (jetzt 40) hatte mit 21 einen Borderline Tumor, der mit dem betroffenem Eierstock entnommen wurde. Damals hat mir keiner zu einer Total OP geraten. Erst als ich mit 23 am anderen Eierstock wieder einen Borderline Tumor hatte und ich in der Klinik operiert wurde, kam das Thema Total Op auf den Tisch. Mein Eierstock konnte auch erhaltend operiert werden, wobei wirklich nur noch ganz wenig Restgewebe übrig blieb. Die Ärzte rieten mir damals dazu, sofort meinen Kinderwunsch zu verwirklichen und danach eine Total Op vornehmen zu lassen. Ich bin damals dann schnell schwanger geworden und habe seitdem (8 Jahre) keinerlei Probleme mehr. Ich kann allen betroffenen Frauen auch nur dazu raten lieber abzuwarten und erst dann eine Total Op machen zu lassen, wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt. Ich möchte Euch auch dazu raten euch lieber in einer großen Klinik behandeln zu lassen, man fühlt sich dabei vielleicht manchmal wie eine Nummer aber diese Leute sehen Borderline Tumore einfach häufiger. Für die Seele sind dann Andere zustänig...Viele Liebe Grüße und Euch alles Gute!
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Re: Borderline-Tumor

Postby Lisa_vogt on 26 Aug 2016, 21:03

Ich habe auch dieses Problem. Also ich war bei meiner Frauenärztin und sie hat mir ebengalls bestätigt, dass Borderline noch kein Krebs ist. So brauche ich keine Chemotherapie. Sie hat mir zu einer Laparaskopie geraten um danach zu entscheiden ob ich den gesamten Eierstock oder nur einen Teil entfernt bekomme. Sollte der ganze Eierstock betroffen, sein wird über eine Total Op weiter diskutiert. Sie hat mich auch letzte Woche in einem Zuge in ein Kinderwunsch Zentrum überwiesen, um über eine eventuelle Eientnahme bzw. künstliche Befruchtung nach zu denken. Der Wahnsinn daran ist nur, dass die ganze Behandlung rund 3000 Eur kostet und 200 Euro für jedes Jahr welches meine entnommenen Eier dann einen Platz im Kühlschrank bekommen...
Ich hab mich so darüber aufgeregt, ich bin noch in der Ausbildung und verdiene zurzeit überhaupt kein Geld, wie soll ich mir so etwas dann leisten können? Die Krankenkassen kommen für so eine Leistung nicht auf weil es nichts zur Gesundheitserhaltung beitägt, sondern ein Wunsch bzw. ein Bedürfnis ist. Und da klagt man das Deutschland eine zu niedrige Wachstumsrate an Kindern hat
Lisa_vogt
 
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