Borderline-Tumor

Re: Borderline-Tumor

Postby Louisa1998 on 26 Aug 2016, 21:06

Vielleicht ist es ja gar kein Borderline. Das sieht man ja wohl erst bei der Laparaskopie? Wenn Du den Eingriff machen läßt, ist es auf jeden Fall sehr wichtig, dass Du mit den Ärzten vorher genau besprichst, was bei der Operation entfernt werden darf und was nicht. Oder ob sie erst mal nur kucken sollen. Ich wünsche Dir viel viel Glück und hoffe für Dich vor allem, dass alles gut geht. Vielleicht ist es ja nur eine harmlose Zyste.
Schau, dass Du eine Klinik findest, die diesen Eingriff häufig macht und Erfahrung damit hat. Das ist viel Wert! Alles Liebe
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Re: Borderline-Tumor

Postby majorka4 on 26 Aug 2016, 21:09

Ich kann Dir leider keinen Arzt empfehlen. Aber ich verstehe, dass Du Dich gegen die Empfehlung wehrst. Suche doch einfach die nächste größere Klinik auf. Es ist nicht zwingend, das Bauchnetz entfernen zu lassen. Das kommt wohl auch auf die Diagnose Deines Tumors an. Ich habe bislang noch fast alles in mir drin, obwohl die Ärzte mir bei jeder Kontrolluntersuchung eine Total-OP mit Entfernung des Netzes und der Lymphkonten empfehlen. Es ist letztendlich Deine Entscheidung!
Viel Erfolg
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Re: Borderline-Tumor

Postby Maria Waldfogel on 26 Aug 2016, 21:16

Ich hatte drei borderline tumore im unterlein. einen auf dem linken eierstock, einen unter der gebärmutter und einen zwischen beiden eierstöcken. ich hatte fast ein jahr immer schmerzen beim gv und auch bei großer anstrengung. mein arzt hat aber nichts festgestellt, also wechselte ich nach dem jahr zu einer anderen ärztin. die machte einen ultraschall und sagte mir, ich hätte eine zyste mit gewebe drin. verdacht auf dermoid (zwilling der in mir herangereift ist statt neben mir) es hiess, ich solle 2-3 tage stationär aufgenommen werden und durch eine bauchspiegelung würde man dies entfernen und gut wäre die sache. als ich zur voruntersuchung ins krankenhaus musste, wurde alles etwas anders. aus einer zyste wurden 3 und alle hatten tumore in sich. ich dachte mir. so war es dann auch und der schnellschnitt hatte borderline-tumor ergeben. zwischenzeitlich durfte ich bis der eigentliche befund eintraf wieder nach hause für 8 tage. der befund ist bei borderline-tumor geblieben. da ich ja noch recht jung und kinderlos bin, haben die mir vorsorglich nur den linken eierstock und die fettschürze rausgenommen (per bauchspiegelung) so dass ich jetzt mit viel glück noch kinder bekommen kann. alles in allem hat die prozedur bis ich wieder arbeiten gehen konnte 5 wochen gedauert. die ärzte sagten mir auch, dass borderline-tumore zu 96% nie wieder auftreten aber dass an dieser stelle irgendwann evtl. bösartige tumore entstehen könnten, deswegen die entfernung der genannten organe. jetzt heisst es alle 3 monate zur krebsvorsorge und abwarten was das leben noch so bringt. ich würde mir nichts rausnehmen lassen was nicht in mitleidenschaft gezogen ist. natürlich ist es immer schlimm wenn man so eine diagnose bekommt, aber solange es frühzeitig erkannt wird ist es bei sorderline-tumoren nicht lebensbedrohlich...
meine tumore waren faustgroß und ich habe sie nur so früh entdecken können, weil einer an der tiefsten stelle der gebärmutter war und somit geschmerzt hatte. normal verlaufen diese dummen dinger ohne sympthome und man bemerkt sie erst, wenn der bauch wächst und dann muss meistens alles raus. ich wünsche so eine erfahrung niemandem und hoffe dass es bei allen die das gleiche schicksal haben, genauso komplikationsfrei abläuft, wie bei mir.
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Re: Borderline-Tumor

Postby naDin on 26 Aug 2016, 21:22

Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen. Ich hatte die erste OP vor 3 Jahren, die zweite etwas mehr als 2 Jahre. Zuerst wurde der komplette rechte Eierstock entfernt, bei der zweiten OP wurde eierstockerhaltend operiert. Ich mußte dafür kämpfen, denn auf ärztlichen Rat hin hätte es eine Total-OP sein sollen. Der Verzicht auf eine weitere OP erfolgte ausdrücklich auf meinen eigenen Wunsch. Ich landete auch schon zur Beratung auf der Onkologie (das war erst mal ein Schock). Auf die Frage hin, wie hoch denn die Wahrhscheinlichkeit sei, dass sich Krebs entwickle, wand sich die Ärztin sehr. Ich erfuhr nur, dass es im einstelligen Prozentbereich liege.
Heute bin ich 39 und im 15. SSW, übrigens auf natürlichem Wege, der Eierstock funktioniert also noch. Die letzte Tumormarkeruntersuchung war absolut unauffällig, ebenso der Eierstock.
Ich fühlte mich die ganze Zeit über gut, hatte auch vor den OPs nie Beschwerden. Meine Zyste war allerdings auch nicht so groß, wie bei Dir. Was mich aber wirklich krank machte, waren diese besorgten Gesichter der Ärzte. Der Gedanke an diese Krankheit verließ mich über 2 Jahre nicht. Ich hätte die Entfernung des zweiten Eierstocks als so massiven Eingriff in meinen Körper empfunden, dass ich es mit allen Mitteln verhindern wollte. Auch wenn die Ärzte behaupten, das sei mit der Einnahme von Hormonen überhaupt kein Problem. Mir hat der Besuch bei einem sehr guten Homöopathen sehr geholfen, der mich auch seelisch wieder stärkte. Und ich frage mich heute, wie es gelaufen wäre, wenn ich gleich zum Homöopathen gegangen wäre?
Deshalb empfehle ich Dir, noch mindestens einen weiteren Arzt hinzu zu ziehen. Und bei Bedarf auch noch mehr Rat einzuholen. Außerdem wünsche ich Dir viel Kraft, damit Du den für Dich richtigen Weg findest.
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Re: Borderline-Tumor

Postby Nala on 27 Aug 2016, 22:31

Dass Du Angst hast, ist sicher normal. Die OP als solche ist wirklich kein allzu schlimmer Eingriff, aber all die Gedanken, die damit einhergehen. Und die besorgten Gesichter der Ärzte. Und dann die Frage: Wie soll ich mich entscheiden? Was ist richtig? Was, wenn ich doch Krebs bekomme? Oder ist es alles gar nicht notwendig, weil mir nichts passieren wird? Ich wünschte mir nach der OP immer, in die Zukunft schauen zu können, wie im Film. Um mich in 5 Jahren zu sehen, wie es mir geht, ob ich gesund bin.
Vor eineinhalb Jahren wollte mich der Chefarzt beim Nachsorgetermin mal wieder zu einer Total-OP überreden, aber ich blieb standhaft. Seither war ich nicht mehr dort. Ich denke, ich werde dem Chefarzt eine Geburtsanzeige meines Sohnes schicken. So ein befriedigendes Erlebnis wünsche ich Dir auch eines Tages.
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Re: Borderline-Tumor

Postby Pika4u on 27 Aug 2016, 22:40

Ich kämpfe schon seit Januar 2015 mit dieser Krankheit und 2OPs damit und ich weiß einfach nicht mehr weiter. Nächsten Mittwoch steht bei mir die dritte Op an mit Entfernung des befallenen linken Eierstocks, Bauchnetz, Blindarm und Bauchfell. Jetzt wurde mir gesagt, dass während der Op ein sogenannter Schnellschnitt gemacht wird, bei dem dann als Folge eventuell noch der rechte Eierstock entfernt wird. Dieser war aber bei den letzten befunden immer als unauffällig und in ordnung bewertet worden und plötzlich diese Aussage...
Mein Freund und ich möchten aber wenigstens noch ein Kind, deswegen bin ich sehr gegen diese eventuelle Entscheidung zur Entfernung des rechten Eierstocks. Wieso können die Ärzte einfach von dem einen schlechten Eierstock darauf schließen, dass der andere, angeblich bis jetzt gesunde auch entfernt werden muß? Ich verstehe es einfach nicht. Wir wurden schon zur Kinderwunschklinik überwiesen und alles, aber das war doch dann alles umsonst! Hat vielleicht jemand einen Rat für mich oder ähnliche Erfahrungen? Wie fühlt man sich nach dieser Op, wenn Bauchnetz usw. nicht mehr da ist?
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Re: Borderline-Tumor

Postby Ruth on 27 Aug 2016, 22:46

Bei mir wurde vor einem halben Jahr ein Bordeline-Tumor entfernt. Eigentlich bin ich wegen einer normalen Zyste ins Krankenhaus gekommen, und während dieser Op wurde dann der Tumor festgestellt. Dieser Wurde mir dann samt Eierstock entfernt. Zum Glück kam sehr schnell das Ergebnis, dass es sich nicht um Eierstockkrebs handelt, denn dann hätte man mir wohl alles rausgenommen was man für einen Kinderwunsch so braucht. Mir wurde von meinem FA gesagt, dass ich nun als Risokopatientin gelte, ich muss auch alle 3 Monate zur Untersuchung. Im Krankenhaus wurde mir erzählt, dass ich meinen Kinderwunsch lieber vor den 30 Lebenjahren erfüllen soll. Ich bin etwas verunsichert und hoffe, dass mir jemand seine Erfahrungen oder Informationen mitteilen kann....
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Re: Borderline-Tumor

Postby Ruth on 27 Aug 2016, 22:49

Du musst öfters zur Kontrolle, denn es kann passieren, dass auch am anderen Eierstock sowas kommt, daher würde ich dir geraten, den verbliebenen Eierstock noch zügig zu nutzen, nicht dass es irgendwann zu spät ist und der auch raus muss. Wichtig ist zu wissen, ob deine Eileiter (möglichst der auf der richtigen Seite) durchgängig sind, ob dein Zyklus gut ist und du regelmäßige Eisprünge im verbliebenen Eierstock hast, ob bei deinem Mann alles in Ordnung ist. Am besten lässt du das bei deinem Frauenarzt bzw. Dein Mann bei einem Urologen testet, ob einer gezielten Schwangerschaft nichts im Wege steht.
Wenn du noch nicht bereit bist für ein Kind bzw. dein Mann noch nicht, dann lasst Euch noch mal beraten, wie groß das Zeitfenster wirklich ist, das Ihr für den verbliebenen Eierstock habt. Es muss ja nicht zwangsläufig dort auch ein Tumor auftreten, ich weiß allerdings nicht, in welcher Häufigkeit das so ist. Das wissen die aber, die Dich behandeln, viel besser
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Re: Borderline-Tumor

Postby Siri on 27 Aug 2016, 23:05

Bei mir wurde voriges Jahr ein Borderline-Tumor am rechten Eierstock entdeckt. Es wurde daraufhin eine OP geplant, da man bei mir den Verdacht auf Eierstockskrebs hatte. Man hat mir den linken Eierstock, Bauchnetz, Bauchfett, Lympfknoten und Blinddarm entfernt. Auch am Darm mußte ein Stückchen entfernt werden, denn mein Gebilde hatte bereits angefangen sich im Bauchraum zu verteilen. Es folgte eine erneute OP (Lapraskopie). Diese verlief negativ, kein bösartiges Gewebe festgestellt.
Dann hatte ich eine Nachuntersuchung. Hier wurde eine große Zyste festgestellt. Am letzten Montag wurde ich erneut operiert. Man konnte die Zyste entfernen und es hat sich wieder heraus gestellt, dass es Borderlinegewebe war. Ich hatte aber Glück, denn er ist nicht schon ausserhalb der Zyste gewesen. Mein Doc hat sich dazu entschlossen, dass ich erst Kinder bekommen solle, bevor er mich total operieren wird. Das heißt für mich erneuter 4. Eingriff zum Nachsehen im September. Mein Freund möchte noch keine Kinder. Ich hingegen, möchte lieber zu früh als zu spät damit beginnen.
Ich komme mit der Diagnose und überhaupt dem ganzen Drumherum leider nicht so gut zurecht.
Ich habe auch ständig versucht mich über diese spezielle Art des bösartigen Gewebes zu informieren, doch leider konnte ich bis jetzt noch keine richtigen Antworten finden. Falls du mehr Glück hattest, könntest du dich ja melden.
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Re: Borderline-Tumor

Postby sofi_e on 27 Aug 2016, 23:15

Ich habe meine Diagnose Borderline-Tumor liegt vor etwa 1 Jahr bekommen. Und ich habe jetzt eine Tochter, die knapp 11 Monate alt ist. Ich war beim Frauenarzt, die erste Untersuchung nachdem der Schwangerschaftstest positiv war, und da hieß es dann einerseits Glückwunsch, aber da ist etwas, das gehört da wohl nicht hin, ich solle doch zur weiteren Untersuchung in eine Uniklinik gehen. Musste anfangs immer wieder zur Untersuchung in die Uniklinik, es hieß dann immer, man probiert die Schwangerschaft auszutragen ohne OP. Und dann kam dann der Schlag.
Sie wollten mich dann nicht mal mehr heimgehen lassen, der Tumor war innerhalb zwei Wochen über drei Centimeter gewachsen. Und dann wurde operiert. Ich im dritten Monat schwanger.
Das war schon der Schlag. Vor allem wenn man dir dann vor der OP sagt, wir versuchen die Schwangerschaft zu erhalten. Das willst du in dem Moment nicht hören. Mir wurde bei der OP der rechte Eierstock entfernt und ich habe mittlerweile eine kleine süße Tochter. Ich bin so froh, dass ich sie haben kann, dass sie alles gut überstanden hat, und bin ihr total dankbar, ohne Sie hätte ich es gar nicht gemerkt mit dem Tumor.
Jetzt ist halt wie bei allen Betroffenen angesagt, alle drei Monate zur Untersuchung aber so hast du einfach die Sicherheit das nichts weiteres ist.
Liebe Grüße
sofi_e
 
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