Borderline-Tumor

Re: Borderline-Tumor

Postby paprik_a on 07 Apr 2018, 22:30

Also seit dem ich 17 bin (nun bin ich 36) litt ich an starken Regelschmerzen und Ziehen im Unterleib, bis ich mich letztlich vor Krämpfen nicht mehr bewegen konnte. Jeder Arzt meinte, das sind die normalen Regeln und Zyklusschmerzen und die immer wiederkehrenden Zysten würden auch wieder verschwinden. Dann hätte ich leider Blut im Stuhl und wechselte wieder den Arzt und machte eine Magen- und Darmspiegelung - ergebnislos. Wieder wurde ich entlassen, da ich ja nichts hatte.
Endlich hatte ich die richtige FA gefunden, sie veranlasste eine BS, um die Zyste zu entfernen und den Verdacht auf Endometriose gleich beheben zu können. Es war dann so weit, die Endometriose Herde an den Beckenwänden und Verwachsungen am linken Eierstock wurden entfernt sowie die Zyste. Diese stellte sich leider nach Laboruntersuchung als Borderline Tumor heraus :( Wir versuchen jetzt schwanger zu werden doch leider will es nicht so ganz klappen :( leider hat man während der BS nicht gleich die Durchgängigkeit der Eileiter getestet und meinen Kopf und Gedanken kann ich auch leider nicht ganz ausschalten.
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Re: Borderline-Tumor

Postby majorka4 on 11 Apr 2018, 00:39

Hallo, ich habe auch Endometriose!
Wurde nach einem Jahr Unfruchtbarkeit zur Bauchspiegelung, Gebärmutterspiegelung und Test der Eileiterdurchlässigkeit geschickt. Da wurden auch massig Verwachsungen und Verklebungen gefunden. War wohl sehr mühsam und schwierig, aber konnte dann doch komplett entfernt werden. Direkt in dem Monat bin ich noch schwanger geworden und der Arzt hat mir nicht gerade viel Hoffnung gemacht, dass es auf natürlichem Wege noch klappt. Nummer 2 klappte dann sogar im 1. Versuch! Ist bei dir alles andere gecheckt worden? Schilddrüse, Hormone, Eisprung?
Schilddrüse war bei mir auch noch ein Problem, das wohl auch mit dafür gesorgt hat, dass der Körper keine Einnistung zugelassen hat. Nicht die Hoffnung aufgeben!
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Re: Borderline-Tumor

Postby tilda on 23 Apr 2018, 00:51

Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen. Ich hatte die erste OP vor 3 Jahren, die zweite etwas mehr als 2 Jahre. Zuerst wurde der komplette rechte Eierstock entfernt, bei der zweiten OP wurde eierstockerhaltend operiert. Ich musste dafür kämpfen, denn auf ärztlichen Rat hin hätte es eine Total-OP sein sollen. Der Verzicht auf eine weitere OP erfolgte ausdrücklich auf meinen eigenen Wunsch. Ich landete auch schon zur Beratung auf der Onkologie (das war erst mal ein Schock). Auf die Frage hin, wie hoch denn die Wahrscheinlichkeit sei, dass sich Krebs entwickle, wand sich die Ärztin sehr. Ich erfuhr nur, dass es im einstelligen Prozentbereich liege.
Heute bin ich 39 und im 15. SSW, übrigens auf natürlichem Wege, der Eierstock funktioniert also noch. Die letzte Tumormarkeruntersuchung war absolut unauffällig, ebenso der Eierstock.
Ich fühlte mich die ganze Zeit über gut, hatte auch vor den OPs nie Beschwerden. Meine Zyste war allerdings auch nicht so groß, wie bei Dir. Was mich aber wirklich krank machte, waren diese besorgten Gesichter der Ärzte. Der Gedanke an diese Krankheit verließ mich über 2 Jahre nicht. Ich hätte die Entfernung des zweiten Eierstocks als so massiven Eingriff in meinen Körper empfunden, dass ich es mit allen Mitteln verhindern wollte. Auch wenn die Ärzte behaupten, das sei mit der Einnahme von Hormonen überhaupt kein Problem. Mir hat der Besuch bei einem sehr guten Homöopathen sehr geholfen, der mich auch seelisch wieder stärkte. Und ich frage mich heute, wie es gelaufen wäre, wenn ich gleich zum Homöopathen gegangen wäre?
Deshalb empfehle ich Dir, noch mindestens einen weiteren Arzt hinzu zu ziehen. Und bei Bedarf auch noch mehr Rat einzuholen. Außerdem wünsche ich Dir viel Kraft, damit Du den für Dich richtigen Weg findest.
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Re: Borderline-Tumor

Postby yourAngel on 18 May 2018, 13:57

Bei mir wurde voriges Jahr ein Borderline-Tumor am rechten Eierstock entdeckt. Es wurde daraufhin eine OP geplant, da man bei mir den Verdacht auf Eierstockskrebs hatte. Man hat mir den linken Eierstock, Bauchnetz, Bauchfett, Lympfknoten und Blinddarm entfernt. Auch am Darm mußte ein Stückchen entfernt werden, denn mein Gebilde hatte bereits angefangen sich im Bauchraum zu verteilen. Es folgte eine erneute OP (Lapraskopie). Diese verlief negativ, kein bösartiges Gewebe festgestellt.
Dann hatte ich eine Nachuntersuchung. Hier wurde eine große Zyste festgestellt. Am letzten Montag wurde ich erneut operiert. Man konnte die Zyste entfernen und es hat sich wieder heraus gestellt, dass es Borderlinegewebe war. Ich hatte aber Glück, denn er ist nicht schon ausserhalb der Zyste gewesen. Mein Doc hat sich dazu entschlossen, dass ich erst Kinder bekommen solle, bevor er mich total operieren wird. Das heißt für mich erneuter 4. Eingriff zum Nachsehen im September. Mein Freund möchte noch keine Kinder. Ich hingegen, möchte lieber zu früh als zu spät damit beginnen.
Ich komme mit der Diagnose und überhaupt dem ganzen Drumherum leider nicht so gut zurecht.
Ich habe auch ständig versucht mich über diese spezielle Art des bösartigen Gewebes zu informieren, doch leider konnte ich bis jetzt noch keine richtigen Antworten finden. Falls du mehr Glück hattest, könntest du dich ja melden.
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Re: Borderline-Tumor

Postby Louisa1998 on 24 May 2018, 02:22

Mit knapp 25 Jahren war ich zum ersten Mal wegen einem Borderline Tumor im KH. Seit damals sind 15 Jahre vergangen. Damals wurde mir nur der Tumor mit einem Teil des Eierstocks entfernt. Schon vor diesem Zeitpunkt hatte ich immer Probleme mit regelmäßigen Zyklen, mit 1 schon die erste große Zyste etc.
Nach 12 Jahren hatte ich das Glück einen Sohn zu bekommen mit einem echt tollen Vater. Nach nun wieder 2 Jahren mußte ich mich aufgrund des Zufallsbefundes beim Gyn zwecks Zyste, einer Bauchspiegelung unterziehen, Befund eine 3,5 cm große Zyste mit einem Borderline Tumor innerhalb. Da wir das Thema Kinderwunsch (auch wenn wir schon fast 39 sind) noch nicht abgeschlossen haben, wurde vor der Bauchspiegelung besprochen, Eierstock erhaltend zu operieren.
So wurde auch verfahren, Tumor mit großem Teil Eierstock entfernt, Rest verblieben und auch eine schon vorab Probe vom Bauchfell war ohne Befund.
Dummerweise nach dem Befund Borderline 2 Tage später, muß ich nun nach nur 3 Wochen wieder ins KH und bekomme per Bauchspiegelung zur Risikominimierung, den restl. Eierstock und Eileiter entfernt, möglicherweise auch den Blinddarm und soll eben auch noch Tests bzw. Proben entnommen bekommen um alles Restliche abzusichern. Mein Doc und auch mein Gynäkologe raten mir aber, direkt nach Erfüllung eines Kinderwunsches Nr. 2 die Total OP machen zu lassen. Bin zuversichtlich, hab super Blutwerte, keinen Tumormarker. Kann mir evtl. einer mit nun wirklich aussagekräftigen Infos weiterhelfen. Lt. dem Prof könnte es natürlich auch sein, daß gesunde Organe bei einer Total OP entfernt werden....
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Re: Borderline-Tumor

Postby Engeline on 26 May 2018, 03:20

Wie lange probiert ihr denn schon? 1-2 Jahre kann das ja durchaus schonmal dauern. Eine Freundin von mir wird auch nicht schwanger und die haben beide nichts! Bevor man nicht ein Jahr rum hat, machen die Ärzte ja auch nichts. Ich wundere mich immer wieder, wieviele angeblich trotz Pille usw. schwanger werden, während andere jahrelang brauchen und bangen.
Also wenn bei dem Hormontest ein Eisprung festgestellt wird, werden die wohl auch durchlässig sein. Zumindest ist es ja sehr selten, dass Eileiter nicht durchlässig sind und dann auch noch beide. Ist natürlich doof, dass dir dein Arzt das nicht mit empfohlen hat. Bei mir wurde übrigens im 1. Hormontest kein ES festgestellt und zwei Zyklen später war dann einer da, nachdem ich Schilddrüsenhormone bekommen hatte. Musst mal deinen Arzt fragen. Die können das anhand der Blutwerte sehen, wenn die zu zwei bestimmten Zeitpunkten im Zyklus Blut abnehmen. Auf dem US lässt sich das sonst auch ganz gut erkennen, ob ein Ei sich vorbereitet und wann es ca. springt.
Denke, dass es auch ohne dem Eileitertest einigermaßen gut nachzuprüfen ist, was im Eileiter passiert und bei Auffälligkeiten kann man das ja evtl. auch nochmal nachholen. Bei deinem Mann auch alles ok? Spermiogramm mal gemacht wurden? Das Problem ist halt, dass die Wahrscheinlichkeit ja generell nur bei 25% liegt in jedem Zyklus, dass man schwanger wird. Wir haben bei Nummer 2 dann auch direkt Ovus genommen…
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Re: Borderline-Tumor

Postby Lisa_vogt on 28 May 2018, 01:27

Bei mir wurde ein Borderline-Tumor am rechten Eierstock entdeckt. Es wurde daraufhin eine OP geplant, da man bei mir den Verdacht auf Eierstockskrebs hatte. Man hat mir den linken Eierstock, Bauchnetz, Bauchfett, Lympfknoten und Blinddarm entfernt. Auch am Darm mußte ein Stückchen entfernt werden, denn mein Gebilde hatte bereits angefangen sich im Bauchraum zu verteilen. Es folgte eine erneute OP (Laparoskopie). Diese verlief negativ, kein bösartiges Gewebe festgestellt.
Dann hatte ich eine Nachuntersuchung. Hier wurde eine große Zyste festgestellt. Am letzten Montag wurde ich erneut operiert. Man konnte die Zyste entfernen und es hat sich wieder heraus gestellt, dass es Borderlinegewebe war. Ich hatte aber Glück, denn er ist nicht schon ausserhalb der Zyste gewesen. Mein Doc hat sich dazu entschlossen, dass ich erst Kinder bekommen solle, bevor er mich total operieren wird. Das heißt für mich erneuter 4. Eingriff zum Nachsehen im September. Mein Freund möchte noch keine Kinder. Ich hingegen, möchte lieber zu früh als zu spät damit beginnen.
Ich komme mit der Diagnose und überhaupt dem ganzen Drumherum leider nicht so gut zurecht.
Ich habe auch ständig versucht mich über diese spezielle Art des bösartigen Gewebes zu informieren, doch leider konnte ich bis jetzt noch keine richtigen Antworten finden. Falls du mehr Glück hattest, könntest du dich ja melden.
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Re: Borderline-Tumor

Postby eva2Abel on 07 Jun 2018, 21:32

Mit knapp 25 Jahren war ich zum ersten Mal wegen einem Borderline Tumor im KH. Seit damals sind 15 Jahre vergangen. Damals wurde mir nur der Tumor mit einem Teil des Eierstocks entfernt. Schon vor diesem Zeitpunkt hatte ich immer Probleme mit regelmäßigen Zyklen, mit 1 schon die erste große Zyste etc.
Nach 12 Jahren hatte ich das Glück einen Sohn zu bekommen mit einem echt tollen Vater. Nach nun wieder 2 Jahren musste ich mich aufgrund des Zufallsbefundes beim Gyn zwecks Zyste, einer Bauchspiegelung unterziehen, Befund eine 3,5 cm große Zyste mit einem Borderline Tumor innerhalb. Da wir das Thema Kinderwunsch (auch wenn wir schon fast 39 sind) noch nicht abgeschlossen haben, wurde vor der Bauchspiegelung besprochen, Eierstock erhaltend zu operieren.
So wurde auch verfahren, Tumor mit großem Teil Eierstock entfernt, Rest verblieben und auch eine schon vorab Probe vom Bauchfell war ohne Befund.
Dummerweise nach dem Befund Borderline 2 Tage später, muss ich nun nach nur 3 Wochen wieder ins KH und bekomme per Bauchspiegelung zur Risikominimierung, den restl. Eierstock und Eileiter entfernt, möglicherweise auch den Blinddarm und soll eben auch noch Tests bzw. Proben entnommen bekommen um alles Restliche abzusichern. Mein Doc und auch mein Gynäkologe raten mir aber, direkt nach Erfüllung eines Kinderwunsches Nr. 2 die Total OP machen zu lassen. Bin zuversichtlich, hab super Blutwerte, keinen Tumormarker. Kann mir evtl. einer mit nun wirklich aussagekräftigen Infos weiterhelfen. Lt. dem Prof könnte es natürlich auch sein, dass gesunde Organe bei einer Total OP entfernt werden....
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Re: Borderline-Tumor

Postby Ruth on 19 Jun 2018, 01:50

Wie lange probiert ihr denn schon? 1-2 Jahre kann das ja durchaus schonmal dauern. Eine Freundin von mir wird auch nicht schwanger und die haben beide nichts! Bevor man nicht ein Jahr rum hat, machen die Ärzte ja auch nichts. Ich wundere mich immer wieder, wieviele angeblich trotz Pille usw. schwanger werden, während andere jahrelang brauchen und bangen.
Also wenn bei dem Hormontest ein Eisprung festgestellt wird, werden die wohl auch durchlässig sein. Zumindest ist es ja sehr selten, dass Eileiter nicht durchlässig sind und dann auch noch beide. Ist natürlich doof, dass dir dein Arzt das nicht mit empfohlen hat. Bei mir wurde übirgens im 1. Hormontest kein ES festgestellt und zwei Zyklen später war dann einer da, nachdem ich Schilddrüsenhormone bekommen hatte. Musst mal deinen Arzt fragen. Die können das anhand der Blutwerte sehen, wenn die zu zwei bestimmten Zeitpunkten im Zyklus Blut abnehmen. Auf dem US lässt sich das sonst auch ganz gut erkennen, ob ein Ei sich vorbereitet und wann es ca. springt.
Denke, dass es auch ohne dem Eileitertest einigermaßen gut nachzuprüfen ist, was im Eileiter passiert und bei Auffälligkeiten kann man das ja evtl. auch nochmal nachholen. Bei deinem Mann auch alles ok? Spermiogramm mal gemacht wurden? Das Problem ist halt, dass die Wahrscheinlichkeit ja generell nur bei 25% liegt in jedem Zyklus, dass man schwanger wird. Wir haben bei Nummer 2 dann auch direkt Ovus genommen…
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Re: Borderline-Tumor

Postby Siri on 20 Jun 2018, 22:15

Also meine Diagnose mit Borderline-Tumor liegt jetzt etwas über ein Jahr zurück. Und ich habe jetzt eine Tochter, die knapp 7 Monate alt ist. Ich war beim Frauenarzt, die erste Untersuchung nachdem der Schwangerschaftstest positiv war, und da hieß es dann einerseits Glückwunsch, aber da ist etwas, das gehört da wohl nicht hin, ich solle doch zur weiteren Untersuchung in eine Uniklinik gehen. Das war schon ganz nett der Hammer, da freut es dich einerseits total auf den Familienzuwachs, andererseits weißt du nicht was da ist. Musste anfangs immer wieder zur Untersuchung in die Uniklinik, es hieß dann immer, man probiert die Schwangerschaft auszutragen ohne OP. Und dann im Januar kam dann der Schlag.
Sie wollten mich dann nicht mal mehr heimgehen lassen, der Tumor war innerhalb zwei Wochen über drei Zentimeter gewachsen. Und dann wurde operiert. Ich im dritten Monat schwanger.
Das war schon der Schlag. Vor allem wenn man dir dann vor der OP sagt, wir versuchen die Schwangerschaft zu erhalten. Das willst du in dem Moment nicht hören. Mir wurde bei der OP der rechte Eierstock entfernt und ich habe mittlerweile eine total kleine süße Tochter. Ich bin so froh, dass ich sie haben kann, dass sie alles gut überstanden hat, und bin ihr total dankbar, ohne Sie hätte ich es gar nicht gemerkt mit dem Tumor. Jetzt ist halt wie bei allen Betroffenen angesagt, alle drei Monate zur Untersuchung aber so hast du einfach die Sicherheit das nix weiteres ist. Liebe Grüße
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